Überfall auf Reisegruppe: Entführte Deutsche in Eritrea vermutet
Die in Äthiopien verschleppten Mitglieder einer Reisegruppe - darunter zwei Deutsche - werden in Eritrea vermutet.*Gesandte der*äthiopischen Regierung bemühen sich um die Freilassung der beiden Touristen und ihrer einheimischen Begleiter.
Zunächst sollte man sicherlich waghalsigen Touristen abraten, in "als gefährlich bekannte Gegenden" zu reisen, man wird damit aber nicht jeden "Mutigen" abhalten können.
Ärgerlich ist, dass heute die Allgemeinheit, der Steuerzahler, für Lösegeldzahlungen aufkommt.
Dies ist selbst bei "reichen" Entführten der Fall, da die Behörden stets leugnen, dass Lösegelder gezahlt werden, daher werden dem befreiten Entführten nicht diese Lösegelder, sonstige nur Kosten für die Befreiung in Rechnung gestellt (Transport, Kosten für Leistungen der ansässigen Botschaft); meist "Peanuts" gegenüber den Lösegeldsummen.
Man sollte daher von den "Veranstaltern" solcher gefährlicher Reisen eine verpflichtende Versicherung fordern, die Lösegelder bis maximal 50.000 Euro absichert. Da diese Summe sich in "Entführerkreisen" herumsprechen dürfte, würde damit auch eine Begrenzung der heute sicherlich meist höheren Lösegelder ergeben. Wenn dann noch klar wäre, dass "der Heimat-Staat" der Entführten nichts zusätzlich mehr "draufpackt", wären den Entführer diese 50.000 Euro m.E. lieber, als gar nichts zu erhalten. So wäre allen geholfen, den Steuerzahlern, den Entführten und den Entführern.
Seit Jahrhunderten führen die Afar einen aus ihrer Sicht durchaus erfolgreichen Dekolonisationskrieg, der es für Angehörige anderer Stämme oder gar Nationalitäten unmöglich machte sich in Afar-Gebieten festzusetzen.
Gerade im Hinblick auf die in deren Nachbarschaft immer noch schwelenden Konflikte zwischen Eritrea, Äthiopien, Somalia und nicht zuletzt Frankreich war es äußerst verwunderlich als in den letzten Jahren Reiseunternehmen tatsächlich dazu übergingen Reisen in die Afargebiete anzubieten.
Bleibt die Frage warum der asymmetrische Krieg der Afar die von Ihnen erwünschten Ergebnisse zeigte?
Die Afar haben zum einen den typischen asymmetrischen Abnutzungskrieg durch glaubwürdige Abschreckung vermieden.
Zum anderen wurde überwiegend auf offene Auseinandersetzungen verzichtet.
Man Empfing potentielle Invasoren mit äusserster Freundlichkeit, wog diese durchaus für einige Zeit in Sicherheit um sie sodann mit noch größerem Abschreckungseffekt unerwartet im Schlaf zu töten um so jede Hoffnung auf eine langfristig erfolgreiche Invasion oder gar Kooperationsperspektive zu zerstören.
Dieses Abwehrprinzip ist tief in der Kultur der Afar veranket.
Reiseunternehmungen in deren Gebiete werden somit noch für lange Zeit mit unkalkulierbaren Risiken verbunden bleiben.