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Ubuntu Linux: Erste Schritte mit dem Gratis-System

Wie findet man sich mit Ubuntu zurecht? Wir zeigen es Schritt für Schritt. Der Einstieg könnte leichter kaum sein: Auf der Programmebene unterscheidet sich die Bedienung kaum von Windows. Man muss nur wissen, was man wo findet.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...813839,00.html
  1. #30

    Wir unterhalten uns sicher nochmal...

    Zitat von sensei Beitrag anzeigen
    ...
    Gerade diese Leute werden gerade von einem anderen Linux-System ziemlich getreten: Android. Das schafft mehr neue DAU-User am Tag als ihre wirklich bewundernswerten Bemühungen im Jahr. Das Ding zerlegt sehr viele hochfalsche, ideologische Ansichten über moderne Betriebssysteme quasi nach fünf Minuten der Benutzung :)

    Und Android läuft ja schon auf dem Desktop, dass wird also noch sehr interessant werden für die Suses, Ubuntus, Mints und sonstige Unix-Desktops. Touchbedienung, Gesten, extreme Usability mit Kipp- und Kamerasensoren - ohne Maus und vor allem ohne Keyboard macht es dem typischen Konsolenritter sehr schwer seine altbackene Ideologie weiter zu sprühen.

    "Weggewischt" von der Geschichte. Welch' ein Ende :)
    ...wenn die Klicki-Bunti-Oberfläche plötzlich nicht mehr so richtig will. Dann gäbe so mancher eine Menge für eine Befehlszeile, um wenigstens JETZT die im Gerät festsitzenden Daten auf eine mobile Platte zu sichern. Bevor man die ganze Kiste plattmachen muß, weil die zur Reparatur nötigen Befehle nicht installiert sind. Regelmäßige Datensicherungen sind ja auch irgendwie uncool und deshalb komplett aus der Mode gekommen...

    Ich hab' dem Android auf meinem Tablet per "Terminal-App" mal in die Hose geschaut. Das hat mit Linux nur noch gerüchteweise was zu tun. Und wo nichts ist, kann das Wenige auch mit einem Affenzahn booten...

    Aber als Linuxer muß ich mich trotzdem fragen, ob es sich ein Otto-Normaluser wirklich antun will, seinen vollwertig ausgestatteten PC mit der zwangsweise verteilten Unity-Oberfläche von Ubuntu 11.10 auf den Funktionsumfang eines Smartphones zu kastrieren, nur damit's genauso schick aussieht wie Apple und Android. Verzeichnisbäume, strukturierte Datenbestände lassen sich damit irgendwie nun gar nicht mehr bearbeiten. Deswegen hab' ich den Office-PC heute auch ganz schnell auf 11.04 zurückgerollt. Da gibt's als Alternative zu "Lollipop" nämlich noch Ubuntu Classic. Für acht Stunden täglicher Bildschirmarbeit deutlich besser geeignet.

    Aber vielleicht denkt die Mehrheit ja wirklich nur eindimensional in Lutscherfarben...
  2. #31

    Für mehr Freiheit

    Es gibt keinen Grund Linux schlecht zu reden, es sei denn man verdient Geld mit Microsoft (direkt angestellt oder durch Aktien)
    Es ist absolut sinnlos ein amerikansiches Unternehmen zu verteidigen, welches sich durch den Lock-in-Effekt eine goldene Nase verdient.
    Grundsätzlich sind Glaubenskriege völliger Blödsinn. Konkurrenz kommt auch Windows-Benutzern zugute.

    Ich habe Windows seit ca 6 Jahre vollständig durch Linux ersetzt, privat auf meinem Desktop und Web-Server als auch berfulich verwende ich Linux. Es gibt einige Firmen, bei denen Mitarbeiter mit Linux auf dem Desktop arbeiten. Beispiele sind Bruker, IBM, Siemens, Google, Forschungsinstitute.

    Gegenbeispiel zu den Treibern:
    Eine Bekannte von mir hat einen Uralt-Laptop von ihrem Freund mit WindowsXP neuinstallieren lassen, weil der zu langsam lief. Das Entschlacken hatte den Nachteil, dass keine Treiber für den Laptop unter XP mehr verfügbar waren. Sie wollte sich einen neuen Laptop kaufen, ich habe ihr angeraten Ubuntu auszuprobieren. Und siehe da, es lief alles. Sogar das O2-Modem, das offiziell gar nicht von Linux unterstützt wird, lief out-of-the-Box.
    Es ist nicht die Aufgabe von Linux Treiber zu entwickeln, sondern die Aufgabe der Hersteller. Der Kunde ist souverän. Er entscheidet, wofür er sein Geld ausgibt.
    -> Je mehr Nutzer, desto mehr Plug and Play-fähige Geräte.
    Kauft man sich einen PC mit vorinstalliertem Linux funktioniert klar die Hardware.

    Man findet für alles ein Für und Wider. Aber was spricht gegen mehr Freiheit?

    Sinnvoller Weise hat man immer mehrere Anbieter und Konkurrenz auf dem Markt und kann sich so nicht von einem Hersteller an der Nase herumführen lassen.
    Ich will mich aber nicht zwingen lassen die Software aus Redmond kaufen zu müssen.
    Ich will bei meinem Handy den Akku wechseln können, das Handy ohne lizensierte Schraubdreher öffen können. Ich will das Betriebssystem meiner Wahl auf meinem Handy und Computer laufen lassen, und mir nicht von einer Firma vorschreiben zu lassen, wie ich mein Gerät zu nutzen habe und wieviel Geld ich dafür zu bezahlen habe. Ich bin souverän und wähle die Freiheit.

    Ich will mehr FOSS im öffentlichen Dienst. Ich will nicht, dass meine Steuergelder in die USA fließen. Keine Lobby-Vertreter von MS, die unseren Beamten vorrechnen, wieviel Geld sie durch MS sparen können. Gruß an die FDP im auswärtigen Amt!

    Haben Windows-Trolle Angst davor, dass es nochwas anderes geben könnte. Angst vor Veränderung? Angst davor sich irgenwann eingestehen zu müssen, dass Linux doch gar nicht so schlecht ist?
    Seit ca 7 Monaten gibt es durschnittlich 100.000 Linux Betriebsysteme pro Monat mehr auf dem Desktop. Die Gründe sind dafür nicht bekannt. Ich glaube einfach, es spricht sich herum, dass Linux tatsächlich alltagstauglich ist.

    Mircosoft verliert stetig bei den Browser-Marktanteilen, auf den Touchpads spielen sie keine Rolle (ja vielleicht mit 8) und auf den Handys sind sie kaum noch vertreten (hier versucht MS massiv die Zahlen zu schönigen).
    Linux läuft auf 90% der Supercomputer, auf mehr als 50% der Webserver, man findet Linux in fast allen Embedded-Geräten (Router, KfZ-Branche, Meßgeräten, Handys...), Android verwendet ebenfalls den Linux-Kernel. Mit Linux sparen sich die Hersteller die teueren Lizensabgaben an MS. Und das kommt den Endverbrauchern wieder zugute. Linux ist kostenlos und ein Geschenk für die Menschheit.

    Schönen Abend noch.
  3. #32

    Zitat von itstk Beitrag anzeigen
    Und wo nichts ist, kann das Wenige auch mit einem Affenzahn booten...
    Bei Rechnern gelten eben andere Qualitätskreterien als anderswo. Unter Autofahrern habe ich noch die eine Diskussion darüber gehört, wer die wenigste Zeit braucht vom Berühren der Garagentür bis zur Teilnahme am Straßenverkehr.
  4. #33

    Zitat von bauchentscheidung Beitrag anzeigen
    Weil ich finde, dass gerade bei den von Ihnen genannten Anwendungsbeispielen Linux das deutlich stabilere und schnellere Betriebssystem ist. Natürlich nur meiner Meinung nach - wenn Ihnen Windows besser gefällt bleiben sie dabei - anschauen kann man sich die Alternativen ja aber mal - kostet ja in dem Falle nix und über die Live-Cd-Funktion ist das ja auch sehr leicht möglich. Wie gesagt meine Empfehlung genau dafür wäre die Zorin Distribution, kleine Vorschau vorab z.B. hier:
    Zorin OS 5 Core - Windows Styled Linux Distro Review - YouTube

    Würde mich wirklich interessieren, wie Ihnen das gefällt.
    Danke für den Link. Ich finde Linux ist sehr interessant zum ausprobieren und hängen bleiben(Quelle: Ubuntu oder Windows 7? Vergleich! | net netz blog). Aber als Betriebssystem ist es für mich nichts, da ich gerne spiele (Gamer) - die Hardware wird sehr gut erkannt, aber eine Windows - Emulation für Linux. Nö. Aber Das Video hat mir gut gefallen, wobei es so rüberkommt als wäre man stolz drauf alles so wie Windows zu machen.



    Aber es ist kostenlos und die GUI ist lustig.
  5. #34

    ...

    Zitat von TiSaEr Beitrag anzeigen
    [...]
    Ubuntu bietet zwar standardmäßig OpenOffice an, womit sich auch sehr gut arbeiten lässt, allerdings wird in den meisten Büros MS Office benutzt und aufgrund der Kompatibilitätsprobleme zwischen diesen Anwendungen ist OpenOffice für den Büroalltag nicht besonders geeignet. Für Gamer ist Ubuntu wohl auch eher nicht zu empfehlen, für alle übrigen Anwedungen im Privaten Bereich ist Ubuntu sehr gut geeignet.
    Hi,
    Die Kompatibilitätsprobleme sind nicht auf OO vs MSO zurückzuführen, sondern auf die unterschiedlichen Plattformen. Ich hab' mal mit OO für Windows erstellte Dokumente auf einem LinEx (spezielle Debian-Linux-Distro in Extremadura, Spanien) -Rechner mit OO ausdrucken wollen. Das Format ist dabei leider stark verändert worden. An sich ist OO für den Büroalltag der teuren Konkurrenz allerdings mindestens ebenbürtig, und die Möglichkeit direkt als PSF abzuspeichern ist richtig schön. Im Übrigen bin ich ursprünglich aus genau diesem Grund auf Ubuntu umgestiegen: Hier in Extremadura verwenden die Schulen LinEx, mit dem Ubuntu 100% kompatibel ist, und ich bin Lehrer. Das von Ihnen angesprochene Problem ist nicht eines von Ubuntu, sondern eines der Umwelt. Mac-User können auch ein Lied davon singen, hab' ich mir sagen lassen. Bloss dass MSOffice, und Microsoft insgesamt, grössere Probleme mit Apple-Formaten hat als Linux.

    Sie sagen, dass Ubuntu sich eher an Apple orientiert (oder war das jemand anderes?) Stimmt -sind beide Unix-Derivate, und beide sind so viel stabiler als Windows. Die Möglichkeit zum Arbeiten mit mehreren Arbeitsumgebungen ist ein Beispiel -und das, was ich bei Windows mittlerweile am Meisten vermisse.
  6. #35

    Zitat von Herr Gerhardus Beitrag anzeigen
    Spiel bestellen, meine Grafikkarte auswählen, vlt. mal den Ram ein bischen erhöhen, ... und mein Betriebssystem soll mir dabei nicht im Wege stehen.
    dafür hab ich nen spiele rechner. dafür ist mir windows recht und auch gut geeignet, den rest erledige ich unter (gentoo) linux.

    für jede aufgabe das geeignete werkzeug. fertig.
  7. #36

    Vier Buchstaben:

    Zitat von Layer_8 Beitrag anzeigen
    Was, bitteschön, hat Ubuntu mit wertschöpfender Arbeit zu tun? Wie bekomme ich z.B. MS-Office zu laufen unter Ubuntu? Alle benutzen MS-Office, Open Office macht da nur Quark daraus. Wieso soll mein Frontend jetzt Ubuntu heißen? Gibts z.B. DATEV für Ubuntu? Kinder dürfen spielen, also, liebe Kinder spielt.

    Im Backend sieht das etwas anders aus. Linux ist ne prima Sache. Da spielen dann Erwachsene
    ..."W-I-N-E". OK, damit das es bringt, braucht man dann schon 'nen eher kräftigen Computer, aber dann geht's. Und ich bin mit LibreOffice vollkommen zufrieden. Ist auch übersichtlicher als die neueren MSOffice-Versionen.
  8. #37

    Google Docs...

    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    Das Linux nichts für Gamer ist, ist nichts neues. Open Office ist eigentlich auch schon Schnee von gestern, Libre Office ist der neue Standard, wobei Google Docs Im Alltag eigentlich völlig ausreicht.
    ...ist schon klasse. Aber etwas primitiv, wenn's um's Layout geht. Ich schreibe meine Sachen gern auf GD -teils zu Hause, teils auf den Linux-Schulrechnern, teils auf dem Windows-Rechner der Schulbibliothek- und layoute sie dann zu Hause mit LibreOffice. Als PDF abspeichern, auf GD ablegen, in der Schule drucken. Plattform- und Pendrive-Verklüngel-Probleme gelöst.
  9. #38

    Och Joh!

    Zitat von Herr Gerhardus Beitrag anzeigen
    Treiber?
    Gamertauglichkeit?
    Codecs?
    3D Beschleunigung?
    Support?

    Naja irgenetwas ist ja immer. Dann noch lieber den Apfel. Achwas ich bleibe einfach bei Winows.
    In Erweiterung ihrer Aufzählung:

    kaufmännische Programme?
    Steuererklärung?
    Elster-Schnittstelle?
    zuverlässiger Support?

    natürlich alles gerne auch für gutes Geld, aber ohne lahme X/Y Emulation.
  10. #39

    Danke!

    Zitat von sensei Beitrag anzeigen
    [...]

    Die Arroganz die man (auch hier) von gewissen Verfechtern der blinkenden Kommadozeile kriegt, zeigt deutlich dass sich die letzten 10 Jahre da auch nichts geändert hat: es ist weiterhin _auch_ ein System von selbstgefälligen Besserwissern, die eine Nische brauchen um so richtig ihre Charakterschwächen zu zeigen. Da geht es ja nie um das System, sondern eher um ihr fast ehrfürchtiges Verhältnis zu dem Stück Silizium unter ihrem Tisch.

    [...]
    Vielen Dank für die Fernanalyse. Komplett daneben, aber was soll's?
    Ich bin kein Nerd, kein Computer-Crack, lediglich ein halbwegs kompetenter Benutzer. Anders als Sie (so hat es den Anschein), bin ich ein halbwegs kompetenter Benutzer in einem Berufsumfeld, das auf Linux setzt: das Schulsystem in Extremadura, Spanien. Ich hab' mich einfach mal auf Ubuntu eingelassen, weil es mir beruflich hilft mit Linux zurecht zu kommen. Und siehe da: ich mag Windows einfach nicht mehr, weil es so viele Probleme schafft, die es bei Ubuntu einfach nicht gibt, und weil es einfach Spass macht, mit Ubuntu zu arbeiten. OK, zum Daddeln habe ich durchaus noch Windows laufen. Emulation ist ressourcenaufwendig, und auf meinem Uralt-Sempron ist das nicht unwichtig. Aber zum Arbeiten ist Ubuntu einfach besser geeignet -es ist so entspannt. Blinkende Kommandozeilen habe ich übrigens lange nicht gesehen. Das kann, muss aber nicht.








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