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UBS-Zocker vor Gericht: "Er glaubte, er habe einen magischen Touch"

REUTERS2,3 Milliarden Dollar soll Kweku Adoboli verspielt haben: Im Prozess gegen den früheren UBS-Banker zeichnet die Londoner Staatsanwaltschaft nach, wie der Händler seine Vorgesetzten genarrt haben soll. In seinem Profitwahn habe er sogar die Existenz der Schweizer Großbank aufs Spiel gesetzt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,855943,00.html
  1. #1

    Blemblem

    Im Investmentbanking, da hat keiner einer magischen Touch. Die haben dort alle einen riesengrossen Knall. Vielleicht ist es für die Gesellschaft insgesamt gesehen sogar billiger, wenn solche Menschen im Investmentbanking eine Anstellung finden. Sozusagen ein grosser Masterplan, ausgeheckt vom Master of the Universe. Wo sonst sollen solche Menschen arbeiten?
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    2,3 Milliarden Dollar soll Kweku Adoboli verspielt haben ...
    "Im August 2011 hätten sich die von Adoboli angehäuften Buchverluste auf fast zwölf Milliarden Dollar summiert."

    Heisst das, dass er fast 10 Milliarden wieder zurückgewonnen hatte, bevor er erwischt wurde? Das würde allerdings für Einzeltäterschaft sprechen.
    Denn falls es von oben gedeckt gewesen wäre, hätte man ihn doch sicher die kleine 2,3 Milliarden Scharte auch noch auswetzen lassen.
  3. #3

    Börsenspiel

    Beim Zocken muss es aber auch immer einen Gewinner geben, wer hat also die Milliarden eingestrichen ?
    Eine andere Bank und ein anderer Zocker.
  4. #4

    Verbrecher

    Der Typ ist kein kriminelles Genie sondern einfach nur ein Verbrecher. Aber das sind doch die meisten Investmentbanker, damit ist nie Geld zu verdienen, da es eigentlich nur Glücksspiel ist.

    Hier kann man nur hoffen, dass das Urteil hart ausfällt und er ALLES zurückzahlen muss.
    Man könnte nun aber auch soweit gehen, dass alle Geschäfte rückabgewickelt werden.

    Daneben muss man schon grübeln wie so ein Milchbubi solche Unmengen an Geld anvertraut bekommen haben kann.
    Also solche Summen muss man jemanden anvertrauen, der Verantwortungsbewusstsein hat.

    Also man sollte dafür gestandene Leute mit Familie nehmen, denn die gehen weniger Risiken ein, da Sie ja auch Ihre Familie riskieren.
    Allerdings sollten man überlegen, ob hier nciht Ghana verantwortlich gemacht werden kann.
  5. #5

    computer verbieten

    fuer investmanbanker sollte man wieder das karteikartensystem einfuehren und jede transaktion vom chef abzeichen lassen.

    ubs-computersystem hihi, hat er das selbst umprogrammiert?
  6. #6

    Bedenklich.

    Bedenklich finde ich die Art, wie der "Zocker" als "Diplomatensohn" aus Ghana Karriere bei der UBS machen konnte. Als er da als "Trainee" anfing, war er gerade mal 22 oder 23 Jahre alt. Objektiv betrachtet ist das selbst für hochtalentierte Wunderknaben, die eine Bankkarriere anstreben ohne Protektion kaum erreichbar. Normalerweise hat man in dem Alter gerade mal selbst bei besten Voraussetzungen die ersten kleinen Freiräume als stellvetretender Leiter einer kleinen Sparkassenzweigstelle.

    Wahrscheinlich gab es ein konkretes Interesse an seinen Verbindungen. Dann stellt man eben jemanden ein, der vielleicht ein Klientel mitbringt und örtliche Dialekte beherrscht, die man in Basel, Bern oder Zürich nicht kennt. Das erscheint erst einmal plausibel. Ich kenne einen ähnlichen Fall. Da hat ein eigentlich ziemlich mittelmäßiger Absovent im Finanzsektor bislang eine gute Karriere nur gemacht, weil er zweisprachig aufgewachsen ist und neben Deutsch eine relativ exotische Sprache perfekt beherrscht.

    Dem bindet man eine Krawatte um und schon geht dieser eigentlich minder qualifizierte Jungspund in feines Tuch gekleidet mit einer schönen Visitenkarte ausgestattet im Auftrag einer Großbank auf Kundenfang.

    Die UBS hat sich in dem Fall verzockt. Der nun als "Zocker" präsentierte Täter wäre bei besseren Kontrollmechanismen nie in der Lage gewesen solche Geschäfte zu tätigen.

    Auf die Anklagebank gehören eigentlich die Idioten bei der UBS und anderen Banken, die für mangelhafte Revision und zweifelhafte Einstellungskriterien verantwortlich sind.

    Man kann den Fall nicht auf die kriminelle Ernergie eines Einzeltäters reduzieren. So etwas gibt es auch in Behörden und Firmen jeder Branche.

    Es ist ja lachhaft, aber gleichzeitig beängstigend. Eine Bank, wie die UBS, hat täglich die Kredite ihrer vielen Schuldner mit kritischem Blick auf dem Monitor und bemerkt nicht, dass sie selbst von einem einzigen Mitarbeiter fast in den Ruin getrieben wird?

    Schlimm ist, dass das nicht der erste Fall dieser Art ist. Noch schlimmer ist, dass man befürchten muss, dass es nicht der letzte war.
  7. #7

    Die Schweizer

    Zitat von Malshandir Beitrag anzeigen
    Der Typ ist kein kriminelles Genie sondern einfach nur ein Verbrecher. Aber das sind doch die meisten Investmentbanker, damit ist nie Geld zu verdienen, da es eigentlich nur Glücksspiel ist.
    Hier kann man nur hoffen, dass das Urteil hart ausfällt und er ALLES zurückzahlen muss.
    Man könnte nun aber auch soweit gehen, dass alle Geschäfte rückabgewickelt werden.
    Daneben muss man schon grübeln wie so ein Milchbubi solche Unmengen an Geld anvertraut bekommen haben kann.
    Also solche Summen muss man jemanden anvertrauen, der Verantwortungsbewusstsein hat.
    Also man sollte dafür gestandene Leute mit Familie nehmen, denn die gehen weniger Risiken ein, da Sie ja auch Ihre Familie riskieren.
    Allerdings sollten man überlegen, ob hier nciht Ghana verantwortlich gemacht werden kann.
    Die Schweizer UBS hat nun offenbar auch ein Problem, das stellvertretend für alle Schweizer Banken ist. Wer Schwarzgeld bunkert und damit zockt, muss sich nicht wundern, wenn der Schuss nach hinten losgeht. Die Schweizer UBS ist nicht zu bedauern, das sagen auch die Amerikaner. Strengere Regeln wären angebracht. Auch die Kavallerie könnte man in Marsch setzen. Grüetzi. F.
  8. #8

    ZITAT: "Ich dachte, es sei nicht weise..."

    ZITAT:
    "Ich dachte, es sei nicht weise, heute Nachmittag am Schreibtisch zu sein""

    Auf Englisch wohl etwa:
    "I thought it wouldn't be wise to be at my desk this afternoon."

    Engl. "wise" = dt. "klug", "vernünftig"
  9. #9

    Zitat von Malshandir Beitrag anzeigen
    Allerdings sollten man überlegen, ob hier nciht Ghana verantwortlich gemacht werden kann.
    Ne klar, es ist immer sinnvoll, einen Staat, also alle seine Bürger verantwortlich zu machen, wenn ein Verrückter Staatsangehöriger ein Verbrechen begeht.

    Davon abgesehen ist das schon ein sehr erstaunlicher Bericht. Es scheint sich für die Banken ja schon zu lohnen, so viele "loose cannons" zu haben, sonst würde es die nicht geben. Von mir aus können die Geld verbrennen wie sie wollen - aber plötzlich sind die systemrelevant und ich muss deren Rettung bezahlen. Das ist doch das Problem


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