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UBS-Banker Kweku Adoboli: Der nette Milliarden-Vernichter von nebenan

Gut gekleidet, höflich und eloquent - zumindest äußerlich war Kweku Adoboli ein Vorzeige-Banker. Nur mit Geld konnte er nicht so gut umgehen, seinem Arbeitgeber UBS bescherte er einen Verlust von zwei Milliarden Dollar und hat damit einen Platz in der Galerie der übelsten Finanzzocker sicher.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...786546,00.html
  1. #70

    so isses

    Zitat von steuerschlupf Beitrag anzeigen
    Korrekt, Ausbildung aber auch Charakterfrage:
    - Nick Leeson war kein Ökonom, sondern ein Bankgelernter
    - Jerome Kerviel war kein Ökonom, sondern Finanzmathematiker
    - Kweku Adoboli war kein Ökonom, sondern BWL-Absolvent in E-Commerce

    => Kein einziger Ökonom, dies erstaunt nicht, alle diese Herren kamen über ein Trainee-Programm in die Bank. Erstaunt nicht sonderlich, vielleicht sollte man die HR-Abteilungen mal ein bisschen unter die Lupe nehmen.
    Alles völlig korrekt.
    Offensichtlich liegt der Fokus bei den Einstellungen darauf, dass man sowenig wie möglich über langfristige Konsequenzen schädlicher Anlagen wissen sollte.
    Andernfalls würde sich die Gewissensfrage vor den nächsten wirtschaftsverachtenden Deal drängeln!

    Denn was Adoboli nicht weiß, ...
  2. #71

    .

    Zitat von DJ Doena Beitrag anzeigen
    Doch hat es. Angenommen die Aktie ist eine Kartoffel. Sie kaufen diese eine Kartoffel von Person A. Jetzt hat Person A 100€ und sie haben eine Kartoffel. Jetzt hat Bauer B sein ganzes Feld abgeerntet und der Kartoffelpreis fällt wegen Überangebot auf 3€ pro Kartoffel. Jetzt können sie die Kartoffel nur noch für 3€ an Person C verkaufen. 0
    Im Grunde haben sie stark vereinfacht Recht.
    Was ist aber wenn Sie die Wertsteigerung noch reinnehmen (was das Tagesgeschäft beim Handel mit Wertpapieren, Derivaten und Währungen hauptsächlich beeinflusst)?

    ich behaupte ja nicht, dass es Nie gwinner gibt, aber gerade bei Börsenturbulenzen (wie im August deises Jahr) wird Kapital auch vernichtet.
    Interessant, dass Sie noch die Leerverkäufe reingebracht haben. Das System kann man auch noch erweitern um Gammma-hedging, futures, Hebelprodukte, et al.
    Dann wird es kompliziert, kommt aber langsam an die Realität ran.

    Zum Argument von Nordmatiker:

    Vorsicht, wenn Sie mit Geldmenge argumentieren. Aktien (und dern Wertsiegerung) zählen nicht zur Geldmengendefinition. Wenn die Gewinne oder Verluste aber realisiert werden und ich Búchgeld "getauscht" werden, schon.
  3. #72

    o^o

    Meine Guete, diese ewige Panikmache. "Erschreckend", Entsetzen"... get real, folks!

    Wenn's gut geht, wird mit Nutten, Schampus und Koks gefeiert. Wenn's schiefgeht, dann werden die "Kontrolleure" eben ausgewechselt. Im schlimmsten Fall laesst man sich vom Steuerzahler retten.

    P.S.: Die Milliarden wurden nicht vernichtet, die hat bloss jemand anders. Und die lachen sich gerade ins Faeustchen (wahrscheinlich auch bei Nutten, Schampus und Koks).
  4. #73

    Geldwert...

    Zitat von xxyz Beitrag anzeigen
    Na ja, manche Leute tun ja auch was produktives und steigern den weltweiten Warenwert. Wenn nun keiner mehr Geld drucken würde, dann müsste ja alles immer billiger werden. Leider irgendwann dann auch die Arbeit selbst, und das wäre ganz blöd vor allem für die, die jetzt schon nix auf der hohen Kante haben.
    Richtig unpraktisch wird es dann nach einigen Jahrzehnten, wenn Du kein einzelnes Brot mehr kaufen kannst, weil Du für'n Cent gleich die ganze Bäckerei dazu bekommst.
    Also Deflation.
    Zitat von xxyz Beitrag anzeigen
    Das Problem mit den Spekulanten ist doch eigentlich, daß ihnen unsere Regierungen jetzt ihre Fehlinvestitionen zum Nennwert abkaufen, obwohl kein Warenwert dahinter steht. Und dafür viel zu viel neues Geld drucken.
    Das ist ja genau der Skandal.
  5. #74

    Es muss so gehandelt werden können

    Wenn in einem extrem kurzfristig ausgelegten Markt optimal gehandelt werden soll, kann es keine ständige Prüfung und damit ein Ausbremsen der Geschäfte geben.
    Eher sollte besser geprüft werden, wer überhaupt eine Anstellung als Trader bekommt. Geschäfte mit angezogener Handbremse können aber nicht die Antwort sein.


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