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UBS-Banker Kweku Adoboli: Der nette Milliarden-Vernichter von nebenan

Gut gekleidet, höflich und eloquent - zumindest äußerlich war Kweku Adoboli ein Vorzeige-Banker. Nur mit Geld konnte er nicht so gut umgehen, seinem Arbeitgeber UBS bescherte er einen Verlust von zwei Milliarden Dollar und hat damit einen Platz in der Galerie der übelsten Finanzzocker sicher.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...786546,00.html
  1. #20

    Logik?

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    Wenn Sie Vorstandsvorsitzender von UBS wären, würden Sie also freiwillig das Schicksal von 2 Mrd. € an die Künste eines einzelnen Ihrer Investmentbanker knüpfen, in der Hoffnung, dass Sie bei gutem Ausgang ordentlich Gewinne einfahren? Klingt nicht sehr überzeugend.
    Rein von der Logik her gesehen muss ich ihnen Recht geben. Nur ist die Alternative, dass jemand unberechtigterweise mit 2 Milliarden spekulieren kann, für mich eben auch nicht gerade logisch. Wenn ich mir das aber so überlege, weiss ich ehrlichgesagt nicht, welche Varianet ich schlimmer finde...
  2. #21

    "Leeson...

    ...ist inzwischen ein gefragter Gastredner und Bestsellerautor. Er vermarktet sich auf seiner Web-Seite als der "original Rogue Trader". Sein Buch "Wie ich die Barings Bank ruinierte" wurde sogar verfilmt." Wenn das mal kein Anzeiz zur eigentlichen Karriere danach ist. Ansonsten denke ich, dass Kerviel korrekt aussagt: diese Leute sind das Glacé für die Geschäfte der Oberzocker weiter oben. Geht´s schief, hat man ein kleines A....loch, das man verantwortlich machen kann. Geht es gut, dann verheissen die guten Zahlen den Verbleib oder den Aufstieg in der Hierarchie.

    Es werden sich immer genug Leute wie Kerviel, Leeson oder jetzt Adoboli um solche Posten drängen. Alles will eben ganz nach oben und das gaaaanz schnell. Ich würde die gasamte sogenannte Finanzindustrie zum Kartoffellesen auf´s Feld schicken. Per Hand. Und für immer. Und dann ein Geldverteilungssystem aufbauen ähnlich dem der Grameen-Bank. Auf jedenfall eines, womit man keine gesunden Betriebe in den Ruin treiben oder als Heuschrecke zu Tode ruinieren kann.
  3. #22

    Dem Schwarzen den schwarzen Peter..

    ...zugeschoben hat Oswald Grübel CEO. Ich bin fest überzeugt, dass er ziemlich unschuldig ist. Den vor 4 Tagen hat der Grübel gegen die Massnahmen von der SNB um den Frankenkurs zu stabilisieren gestänkert und auch sonst gefallen ihm nicht die Massnahmen die das Parlament ergreifen will, gegen die Too big too fail Problematik. Einerseits profitiert die UBS vom bankenfreundlichen Standort CH und gleichzeitig liess er Spekulationen gegen den CHF laufen. Jetz bekam er die Quittung und deshalb der Verlust. Für so einen hinterhältigen Verräter habe ich nur noch meine Verrachtung übrig und er könnte bald zurücktreten. Aber nicht weil er die Verantwortung übernehmen will, sondern um seine Mittäterschaft zu vertuschen und vergessen zu machen. Nehmt das deutsche Arschloch zurück im Austausch zum ebenso bornierten Schweizer den ihr erdulden müsst.
  4. #23

    Ein Moment der Einkehr

    Vielleicht sollten wir das Ganze ein wenig holistischer sehen? Nein, ich war nicht auf einer Waldorfschule. Nein, ich kann nicht meinen Namen tanzen. Aber irgendwo ist die Marie doch hingeflossen, schließlich sind die zwei Fantastilliarden ja nicht weg, sondern nur Woanders. Und in Woanders benennen sie jetzt vielleicht schon Mehrzweckhallen nach dem Kerl. Oder Luxusyachten.
  5. #24

    Nicht freiwillig?

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    Wenn Sie Vorstandsvorsitzender von UBS wären, würden Sie also freiwillig das Schicksal von 2 Mrd. € an die Künste eines einzelnen Ihrer Investmentbanker knüpfen, in der Hoffnung, dass Sie bei gutem Ausgang ordentlich Gewinne einfahren? Klingt nicht sehr überzeugend.
    Aus ihrem Text lese ich, dass sie der Meinung sind, der Vorstandsvorsitzende der UBS hat nicht freiwillig das Geld dem Investmentbanker anvertraut. Welche Hintergrundinformationen glauben Sie zu besitzen?
  6. #25

    Unter die Lupe nehmen.

    Nebst den Spitzenleuten in den Banken, die nun einmal die Richtung vorgeben, sollte man auch die Bildungsstätten, die diese Fachkräfte ausspuken etwas näher unter die Lupe nehmen.
    Oder glaubt den irgend jemand, die Banken würden ihre Fachkräfte per Anzeige im Lokalblatt oder auf dem Arbeitsamt rekrutieren.
    Ach ja anstatt Ökonomischen Sachverstand zu verbreiten gibt es doch tatsächlich Medien die zur ,,Allgemeinbildung,, Gratis Börsen und Zockerspiele anpreisen.
    Zockermentalität ist doch längst Gesellschaftsfähig,
    da können sich nur noch naive wundern,wenn alles
    frontal gegen die Wand fährt.
  7. #26

    Die UBS wird sich hüten,

    Zitat von Altesocke Beitrag anzeigen
    Mich wuerde mal interessieren, mit welchen Summen er erfolgreich gearbeitet hat, und wieviel er einsetzen musste/nicht durfte, um 2 Milliarden Minus zu machen!
    Nur mal zum Vergleich, ueber wieviel 'nicht genehmigt' hier geredet wird!
    die wahren Ursachen dieses Skandals offenzulegen.
    Ihre Kunden könnten
    sie auf unbezahlbaren Schadensersatz verklagen.
    Außerdem ist das noch ein "schwebendes Verfahren".
  8. #27

    Logik ist Trumpf

    Zitat von paul sartre Beitrag anzeigen
    Aus ihrem Text lese ich, dass sie der Meinung sind, der Vorstandsvorsitzende der UBS hat nicht freiwillig das Geld dem Investmentbanker anvertraut. Welche Hintergrundinformationen glauben Sie zu besitzen?
    Was meinen Sie? Ich habe eine Logikfrage gestellt, was hat denn das mit Hintergrundinformationen zu tun? Eigenes Nachdenken ist manchmal nicht verkehrt, probieren Sie es doch mal.

    Also dann nochmal: Wie plausibel ist es wohl, dass ein Vorstandsvorsitzender einer Bank freiwillig das Schicksal von 2 Mrd. € mit den Künsten eines einzelnen Nachwuchs-Investmentbankers verknüpft? Die Frage kann ja jeder für sich selbst beantworten, gell.
  9. #28

    Ausbildung aber dann richtig

    Zitat von atzigen Beitrag anzeigen
    Nebst den Spitzenleuten in den Banken, die nun einmal die Richtung vorgeben, sollte man auch die Bildungsstätten, die diese Fachkräfte ausspuken etwas näher unter die Lupe nehmen.
    Oder glaubt den .....
    Korrekt, Ausbildung aber auch Charakterfrage:
    - Nick Leeson war kein Ökonom, sondern ein Bankgelernter
    - Jerome Kerviel war kein Ökonom, sondern Finanzmathematiker
    - Kweku Adoboli war kein Ökonom, sondern BWL-Absolvent in E-Commerce

    => Kein einziger Ökonom, dies erstaunt nicht, alle diese Herren kamen über ein Trainee-Programm in die Bank. Erstaunt nicht sonderlich, vielleicht sollte man die HR-Abteilungen mal ein bisschen unter die Lupe nehmen.
    => Die Chefs dieser Herren waren auch keine Ökonomen sondern entweder "Schnellbleiche-BWLer" oder "Ökonomie-Fremde Ausbildung"
    => Früher wäre es schlichtweg nicht möglich gewesen, dass ein 25-30 jähriger Jungspund solche Volumen bewegen darf
    => Keiner dieser Finanzclowns hat eine Zusatzausbildung mit ethischem Versprechen wie etwa CFA abgelegt.
  10. #29

    au ha, noch so ein 'Finanzgenie'

    Zitat von tropenpaul Beitrag anzeigen
    Ich habe seit einigen Wochen ein Forex-Konto mit API in der Schweiz. Und mein EUR/USD-Script funktioniert v.a. in diesen turbulenten Marktphasen offenbar recht gut.
    Herzlichen Glückwunsch. "Bis hierher ist alles gut gegangen", sagte der Mann der aus dem 20 Stock eines Hauses fiel als er am 10. Stock vorbeikam.

    Zitat von tropenpaul Beitrag anzeigen
    IDer betrogenen Schweizer Bank könnte ich vllt. einen Deal anbieten: Mein Script in kompilierter Form. Eine Lizenz für 1 Jahr, mit "Geld zurück Garantie" falls nach 1 Jahr kein Gewinn unterm Strich steht. Das wird jedenfalls deutlich billiger als die Afro-Fachkraft. Immerhin können die damit auch den Backtest in der Handelsplattform durchlaufen lassen und alle gelegten Orders sehen ... Bei großen Ordervolumen kann es allerdings zu Teilausführungen kommen, was u.U. das Ergebnis verzerrt. Den Source-Code würde ich aber nur gegen Aufpreis ausrücken. :)
    Jawohl König Midas, die Banken werden sich sicher um 'Spitzenkräfte' wie Sie bemühen. Also bitte, hübsch anstellen und nicht drängeln.

    Ach, und sollte es wieder Erwarten doch mal daneben gehen, Ihr örtliches Sozialamt finden Sie im Telefonbuch.


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