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U-Haft für Uno-Mitarbeiter: Rebellen kopieren Gaddafi-Methoden

DPALibysche Aufständische halten vier Uno-Mitarbeiter des internationalen Strafgerichtshofs gefangen. Es ist nicht das erste Mal, dass die neuen Machthaber ein eigenwilliges Verständnis von Rechtsstaatlichkeit zeigen. Droht der Rückfall in alte Chaos-Zeiten?

http://www.spiegel.de/politik/auslan...838193,00.html
  1. #30

    Konflicht zwischen Libyen und dem Internationalen Strafgerichtshof?

    Der Konflikt ist zwischen dem Internationalen Strafgerichtshof und den USA, als Kolonieverwalter. Hat die US-Regierung jemals den Internationalen Strafgerichtshof leiden können?
  2. #31

    Zitat von Facultas Beitrag anzeigen
    Der Konflikt ist zwischen dem Internationalen Strafgerichtshof und den USA, als Kolonieverwalter. Hat die US-Regierung jemals den Internationalen Strafgerichtshof leiden können?
    Können Sie diese gewagte These irgendwie untermauern?

    Die USA erkennen den international Strafgerichtshof lediglich nicht an,
    weil sie nicht wollen, dass dieser gegen ihre eigenen Staatsbürger ermitteln kann. Die USA haben gewiss nichts dagegen wenn andere Verbrecher dort landen.

    Ihre These setzt weiterhin voraus, dass die USA in Libyen einen wesentlichen Einfluss hätten. Es waren aber Frankreich und Großbritannien, die maßgeblich den Sturz Gaddafis herbeigeführt haben.
    Die jetzige US-Regierung hat sich da nur begrenzt engagiert.
    Man hatte sich mit dem doch ganz gut arrangiert...
  3. #32

    Scherbenhaufen der Geschichte

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Libysche Aufständische halten vier Uno-Mitarbeiter des internationalen Strafgerichtshofs gefangen. Es ist nicht das erste Mal, dass die neuen Machthaber ein eigenwilliges Verständnis von Rechtsstaatlichkeit zeigen. Droht der Rückfall in alte Chaos-Zeiten?

    Libyen und Strafgerichtshof: Rebellen kopieren Gaddafi-Methoden - SPIEGEL ONLINE
    Wieso "Rückfall"?!

    Seit wann ist es das Ziel "der Rebellen" - sprich: der unterschiedlichsten, meist miteinander konkurrierenden, nicht selten seit Jahrhunderten miteinander verfeindeten Clans und Familien - gewesen, in Libyen eine "Demokratie" und dazu gar noch eine "rechtsstaatliche "aufzubauen?!

    Zu keiner Zeit, niemals hatten die Rebellen dieses Ziel propagiert und verfochten, sondern ausschließlich ist es ihnen allen - 200 Clans an der Zahl - darum gegangen, ihre privaten Geschäftsinteressen zur Geltung zu bringen.

    Was bei uns also von interessierter Seite als "Demokratisierungsbewegung" hochgejubelt worden ist - und gerade im Falle Syrien erneut so geadelt wird - das ist in Wirklichkeit das seit Jahrtausenden übliche Malefiz-Spiel, welches partielle und temporäre Koalitionsbildung vorsieht, das aber immer darauf abstellt, als einziger an die Fleischtöpfe zu gelangen, also die Koalitionspartner letztlich abzustoßen.
    Wie wenig das aber unsere drei Atommächte, die sich vor Jahresfrist noch als Befreier feiern ließen, kümmert, war ebenfalls schon - zumindest von mir - vor Jahresfrist vorausgesagt worden, so dass die Verwunderung, die jetzt auf Seiten des Mainstreams (auch unter den Foristen) um sich greift, noch nicht einmal mehr ein mitleidiges Lächeln auf die Lippen zu zaubern vermöchte: die Luftpiraten haben ihre Rohstoff-Schäfchen ins Trockene gebracht und handeln jetzt konkret nach der imperialistisch-kolonialistischen Masche, die wir schon im Irak kennen lernen durften: "nach mir die Sündflut" - und "macht doch Euern Dreck alleeeene!"

    Was also soll das publizistische Geheule vom "Rückfall": "erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral!" (BB)?!
  4. #33

    Kopieren?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... Rebellen kopieren Gaddafi-Methoden ...
    Oha, jetzt müssen die Rebellen nur noch schnell das Fass zum überlaufen bringen, indem sie ein westliches Passagier-Flugzeug vom Himmel bomben, Nachbarländer mit jahrelangem Krieg überziehen (vgl. Tschad) und ihre Gefangenen zu Tausenden ermorden statt nur einzusperren - oder wie darf man die Sache mit dem "kopieren" verstehen?

    Zur Erinnerung, um was es konkret geht, gemäß dem ersten Spiegel-Bericht zum Thema:
    "..die australische Pflichtverteidigerin des Sohnes von Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi, Saif al-Islam ... soll bei einem Gespräch mit Saif al-Islam einen Stift mit einer integrierten Kamera und einen Brief von dessen einstigem Vertrauten Mohammed Ismail bei sich gehabt haben, der von der libyschen Justiz gesucht wird."

    Was war jetzt nochmal die entsprechende Situation bei Gaddafi?
    Wann wurden dort zuletzt Angehörige eines internationalen Gerichtshofs ins Land gelassen, um dann unter - vielleicht etwas spekulativ klingenden Gründen - verhaftet werden zu können?

    Es ist schon erstaunlich, welches andere Maß nun an ein Land angelegt wird, das gerade erst dabei ist, seine Verfassung neu zu definieren.
  5. #34

    Rückfall ?

    Warum Rückfall oder haben die Menschen tatsächlich geglaubt es würde sich was ändern ? Schliesslich war Gaddafi nicht allein, seine Leute sind immer noch da und sitzen am längern Hebel. Die Naivität der westlichen Welt ist unterdessen nur noch peinlich








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