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U-Bahn-Streik: 249 Kilometer Stau in São Paulo

Nichts geht mehr in São Paulo: Ein Streik der U-Bahn-Fahrer hat in der brasilianischen Millionenmetropole einen Rekordstau verursacht. Aufgebrachte Pendler mussten zum Teil stundenlang warten. Die Polizei setzte Tränengas gegen randalierende Passagiere an einem Busbahnhof ein.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,834843,00.html
  1. #1

    <->

    Tja, und wer es immer noch nicht kapiert hat: die Zukunft liegt im Nahverkehr. Ob der jetzt öffentlich sein muss, das sei erstmal dahingestellt. Doch noch mehr Autos ... egal, es ist seit Jahrzehnten bekannt das Problem, und trotzdem wird nur drumherumgeredet.
  2. #2

    Tja,

    ich habe viele Jahre in Sao Paulo gelebt. Meine Wohnung war etwa 6 Kilometer vom Arbeitsplatz entfernt. Habe morgens mit Auto etwa 40 bis 1.1/2 Stunden zur Arbeir gebraucht und abends mal eine Rekordzeit von 2.1/2 gebraucht. U-Bahn gab es wo ich wohnte nicht, Busse konnte man vergessen und fähre man mit dem fahrrad gefahren, wäre man nicht lebend angekommen.
    Aber dies ist nur ein Problem Brasilien's, warten sie mal nur ab bis zur WM, wird ein reines Chaos werden.
  3. #3

    kein Wunder

    Eigentlich seit Urzeiten bekannt. Man kann in bevölkerungsreichen Agglomerationen das Auto vergessen. Egal ob Stuttgart, Köln oder Berlin, so viele Straßen kann man gar nicht bauen. Selbst flexible Arbeitszeiten sind nur bedingt tauglich, den Individualverkehr fließen zu lassen.

    São Paulo als eine der größten Metropolen der Welt war schon bei IVA 1965 in München ein herausragendes Beispiel für die Bewältigung der riesigen Pendlerströme durch den öffentlichem Nahverkehr auf der Schiene und mit Bussen auf eigenen Spuren, damals weltweit einzigartig, in New York (oder Rom etc.) dürfen seit langem weite Bereiche der Innenstadt nur noch mit Bussen oder Taxen befahren werden, weil es anders nicht mehr geht.

    Und bei mittlerweile zwanzig Millionen Menschen in São Paulo geht eigentlich nur noch öffentlicher Verkehr. Das ist banal und objektiv erkennbar. Man hätte also entweder Bank Holiday feiern müssen oder sämtliche Straßen für Busse freihalten, die man von sonstwoher geholt hätte. Hat man aber nicht. Sollen die Leute sehen, wie sie klarkommen. Nicht sonderlich fürsorglich. Steuern haben einen Sinn. Auch in Deutschland oder Berlin.
  4. #4

    und wo bleibt der Montrealbericht?

    https://www.facebook.com/OccupyCanada

    SPON, wasist die bessere Story, 249 KM Stau oder
    250.000 offiziell(<>500.000) Menschen
    bei Demo in Kanada, Montreal wo gewählt wird ?
    Ist das Eure Art Infos zu verheimlichen die gar nicht zu verheimlichen sind?
    Das ist komplett ein Schuss ins eigene Knie wenn ihr das macht, mit Durchschuss ins zweite Bein.
  5. #5

    Der Nahverkehr kann nicht alles retten

    Zitat von silenced Beitrag anzeigen
    Tja, und wer es immer noch nicht kapiert hat: die Zukunft liegt im Nahverkehr.
    Wenn Sie in São Paulo im Südwesten leben und im Nordosten zur Arbeit müssen, sind sie selbst mit dem ÖPNV bis zu 2 Stunden unterwegs. Nun kann man Expresslinien verlegen, andere Linienführungen umsetzen und den Nahverkehr weiter verbessern. Doch wenn dann wie hier die Arbeiter streiken, steht die komplette Metropole still.

    Andere Megametropolen wie Tokio haben einen sehr gut ausgebauten Nahverkehr. Doch auch hier ist die Gefahr eines Ausfalls jederzeit gegeben. Streik, Stromausfall, Personenschaden, Havarie .. die Möglichkeiten für ein Chaos im Nahverkehr sind vielfältig.

    Metropolen haben ihren Reiz und sind in Teilen effektiver als ein Landdorf. Aber sie sind weitaus anfälliger auf Störungen. Und falls es zum Verkehrsinfarkt kommt, dann mit voller Wucht.
  6. #6

    Zitat von silenced Beitrag anzeigen
    Tja, und wer es immer noch nicht kapiert hat: die Zukunft liegt im Nahverkehr. Ob der jetzt öffentlich sein muss, das sei erstmal dahingestellt. Doch noch mehr Autos ... egal, es ist seit Jahrzehnten bekannt das Problem, und trotzdem wird nur drumherumgeredet.
    Autos kann man sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr einsetzen, das ist ja der große Vorteil. Der Stau wurde ja auch durch den Ausfall des ÖPNV ausgelöst, man stelle sich vor die Menschen hätten dann nicht die Alternative Auto gehabt. Zudem zeigt es, wie anfällig solche Systeme sind.
  7. #7

    war ja klar

    Zitat von silenced Beitrag anzeigen
    Tja, und wer es immer noch nicht kapiert hat: die Zukunft liegt im Nahverkehr. Ob der jetzt öffentlich sein muss, das sei erstmal dahingestellt. Doch noch mehr Autos ... egal, es ist seit Jahrzehnten bekannt das Problem, und trotzdem wird nur drumherumgeredet.
    dass gleich wieder die anti-auto-propaganter aus ihren loechern kriechen um gegen den autoverkehr anzuschnattern.

    oepnv ist nur in grossen ballungsraeumen sinnvoll als ersatz fuers auto nutzbar. in kleineren ballungen kann es eine entlastung darstellen aber nie einen ersatz. alles darunter ist perlen vor die saeue geworfen. sprich: in berlin zentrum faehrt man sehr gut mit der ubahn. von walldorf nach mannheim gut mit der s-bahn. aber schon in hoppenheim bist du ohne auto schlicht verloren.

    basta! ende der diskussion! wir mussten uns den sermon schon lang genug anhoeren!
  8. #8

    Zitat von silenced Beitrag anzeigen
    Tja, und wer es immer noch nicht kapiert hat: die Zukunft liegt im Nahverkehr. Ob der jetzt öffentlich sein muss, das sei erstmal dahingestellt. Doch noch mehr Autos ... egal, es ist seit Jahrzehnten bekannt das Problem, und trotzdem wird nur drumherumgeredet.
    Sie haben schon mitbekommen, dass das Chaos aufgrund eines Streiks der Belegschaft Ihres hochgelobten Nahverkehrs entstand.
    Ich möchte nicht hilflos auf solche Zustände angewiesen sein.
    Vor allem möchte ich diesen Leuten keine zu große Macht zusprechen, da diese sofort ausgenutzt worden würde.
    Bevor Sie jetzt mit der Benzinabhängigkeit kommen, bedenken Sie, dass die Möglichkeit immer gegeben ist, zur Arbeit zu kommen und nicht angewiesen ist, ob da jemand streikt oder nicht.
  9. #9

    Ich steckte heute auch drin..

    ....in diesem Chaos. Schon am Morgen um 0600 von GRU nach Interlagos brauchten wir eine habe Ewigkeit. Am Nachmittag vom Office ins Hotel für 24km 2h. Den Stau 2009 hab ich ebenfalls miterlebt. SP und die Wirtschaft in BRA wachsen zu schnell. Die Mittelschicht boomt und jeder hat mindestens 1 Fox, Gol oder Celta. Alles Kleinwagen zu halbwegs moderaten Preisen. Nur, das sagt auch der Artikel, an der Infrastruktur ändert sich: Nichts. Und es wird noch schlimmer.


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