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U-Bahn-Fotografie in Tokio: Knautschzone des Kapitalismus
Dicht an dicht*drängen sich täglich*rund acht Millionen Menschen in die U-Bahnen von Tokio: Eine graue Masse*von*Angestellten, die sich sklavengleich zur Arbeit quälen.*Der Fotograf Michael Wolf hat sie porträtiert -*seine*Bilder aus*dem Reich der Pressmenschen erscheinen jetzt als Fotoband.
http://www.spiegel.de/kultur/literat...728642,00.html
- #50 29.11.2010 19:19 von
antititel
Leider ist es in Tokyo kaum mehr möglich, neue Bahntrassen zu bauen (unter sowie oberirdisch) und selbst wenn, dauert es sehr lange bis Grundstücke gekauft werden können. Auch kann man den Takt der Züge nicht mehr hochschrauben (ca. alle 2 Minuten kommt ein neuer Zug).
Die einzige realistische Möglichkeit besteht eigentlich darin, die Unternehmen aus dem Kern von Tokyo herauszuverlagern (bspw. Tsukuba). Das Problem wird durch die Pendler verursacht, die aus den umliegenden Präfekturen anreisen. Tokyos Bevölkerung bemisst nur ca. 8 Mio, tagsüber würde ich aber auf das doppelte, wenn nicht sogar mehr, schätzen.
Allerdings wollen die meisten Firmen zentral bleiben, was sicher auch mit Prestige zu tun und es wird wohl eher lange und viele Incentives dauern und kosten, bis das wirklcih durchgesetzt werden könnte. - #51 29.11.2010 21:16 von
- #52 29.11.2010 21:28 von
Stereotypen
über Kunst lässt sich schwerlich streiten & diskutieren - alles eine Frage des Geschmacks.
aber eine Meinung darf man freilig haben und meine 2ct dazu:
Schön sind die Bilder nicht, was besonderes auch nicht
was mich daran stört ist die das olle Stereotyp das damit wieder vermittelt wird.
Deutschland: Kuckusuhr, Bier, Seppelhut, Lederhose, Oktoberfest
USA: Cola, Hamburger, Schiesseisen, Cowboys
und mal wieder Japan: Ubahngedränge, perverse Comics, kleinste Autos, Samurai usw usw
dass sowas auch anders geht sollte klar sein.
also liebe zukünftigen Japan/Tokiobesucher - bleibt zur übelsten Rushhour einfach draussen aus den Bahnen dann lässt es sich total relaxt fahren, ein Traum im Vergleich zur DB. - #53 30.11.2010 02:03 von
....
Versuchen sie mal mit dem Auto in den Szosszeiten von den Vororten nach Tokio reinzufahren,.... viel Spass...
Und übrigens, die STadtautobahn Maut und vor allem der Parkplatz in der City kostet mehr als sie im MOnat verdienen.
Wo auch immer sie wohnen mögen, im Gegensatz dazu ist Tokyo eben keine Kleinstadt.... wissen wieviel 36 Millionen Menschen sind? - #54 30.11.2010 02:11 von
....
Der Verkehr ist allerdings in den Stosszeiten tatsächlich so, wie die phantastisch genauen Fotos suggerieren. Wer nicht die Möglichkeit hat zu anderen Zeiten seine Arbeit beginnen zu können, der muss sich schon so transportieren lassen.
Dazu kommt noch, dass die Anreise bei den meisten um die eineinhalb bis zwei Stunden dauert.
Traurige Realität ist, dass im Staate Japan keine Individuen erwünscht sind, sondern funktionierende Marionetten, die für die Grösse des Vaterlandes funktionieren. John Updike nennt sie einem seiner Rabbit Romane völlig zutreffend "Robot Monkeys".
Die Konditionierung dazu bekommen Japaner schon von frühester Jugend eingebleut und dann werden sie im "wahren Leben" halt so behandelt, wie die Bilder es zeigen. - #55 30.11.2010 03:23 von
Zukunft?
Aber nein. Genau das wollen doch die Klimafetischisten uns allen aufbrummen. Genau diesen Blödsinn verkaufen uns doch die ganzen möchtegern-Eliten als erstrebenswerte Zukunft: keinen Individualverkehr mehr sondern nur noch Viehtransporte.
Ich steige jetzt jedenfalls in mein schön grosses SUV und fahre gemütlich nach Hause. - #56 30.11.2010 04:08 von
aehnliches Bild in Peking
In Peking sieht es morgens zw. 7h und 9h und abends zw. 17.30h und 20h genauso aus... nur tragen hier weniger Leute Anzuege ;-)
- #57 30.11.2010 04:55 von Develin
Zahlen luegen gerne.
Die Bevoelkerungsdichte Japans liegt damit aber immer noch unter der Beligens oder Hollands.
Die Ballungsgebiete (Tokyo und "Kansai") sind allerdings eine andere Geschichte. Wenn man darueber nachdenkt nicht weiter verwunderlich (Insel -> Grossteil Gebirge), aber im ersten Moment ueberraschend.
Das ist in Tokyo nicht anders. Wer aus Tokyo ins Umland faehrt wird diese Bilder nicht nachvollziehen koennen. Diese Beschraenken sich auf wenige Linien, die aus dem Umland durch die wenigen Knotenpunkten in das Innland fuehren. Nicht Umsonst kommen durch einen Bahnhof wie Ikebukuro pro Tag mehr Leute als in Koeln wohnen. - #58 30.11.2010 05:01 von Develin
- #59 30.11.2010 07:32 von
Frischluft
Die prozentualen Anteile von Privat- und Geschaeftsverkehr sind ca. umgekehrt zu den deutschen Verhaeltnissen. Mit den derzeitig vorhandenen Privatverkehrskonzepten ginge es auch gar nicht anders. Die Bahnlinien sind das einzig moegliche Verkehrsmittel, mit dem sich der Massentransport bewaeltigen laesst. Dass die Luft im Grossraum durch die Belastung mit mehreren Tonnen Dieselruss pro Tag (lt. Veroeffentlichung des jap. Verkehrsministeriums) atembarer sein soll, wo durch die Haeuserschluchten auch noch der Luftaustausch behindert wird, ist jedoch nur schwer nachvollziehen. Als passionierter Fahrradfahrer entspricht das auch nicht meinen persoenlichen Erfahrungen, wobei ich nie im Pott unterwegs war, in so einigen anderen deutschen Grossstaedten dagegen schon.
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