Tyler Brûlés Weltreise: Baby an Bord

Getty ImagesMehr Jetlag geht nicht: Kolumnist Tyler Brûlé muss auf einer Geschäftsreise acht Großstädte in sieben Tagen besuchen und kann plötzlich zu den seltsamsten Uhrzeiten in einen komatösen Schlaf fallen. Auf einem Flug nach Australien erlebt er danach ein böses Erwachen.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...-a-857824.html
  1. #1

    Köstlich!

    Wieder mal eine köstliche Satire auch nichtsnutzige Wichtigtuer und Neu-Snobisten von diesem großartigen Autor mit dem tollen Pseudonym, das ja, das sei noch mal verraten, nicht zufällig an Crème brûlée erinnert. Schon wie er in der letzten Folge wird er der solipsistische Neurotiker von seinen Todfeinden, Eltern mit Kindern, um sein gehobenes Lebensgefühl gebracht, nur aus Rache, weil er ihnen den Fensterplatz nicht anbieten wollte (Schwach allerdings: dass er hier meint Rückenschmerzen als Entschuldigung anbieten zu müssen! Sind wir schon soweit gekommen, dass wir uns dafür rechtfertigen müssen, uns diesem asozialen Gesindel erwehren zu müssen?). Toll aber, dann wie er mitleidsvoll von der Chef (!stewardess (wer würde sich schon mit einfachen Steardessen zufrieden geben?) zu einenm Kaffee eingeladen, und dann mit ihr stilvoll über den Zusammenschluss zweier Fluglinien Konversation führt. Ja, das ist Stil! Und dann, wie es ihm dann weiter gelingt, all diese Nichtigkeiten mausbreiten, wo er wo gewesen,und wen er alle getroffen, und wie das Frühstück in welchem Hotel geschmeckt ist - Details, die einem schon bei Briefen von Freunden ermüden würden, aber mit einer unbeirrbaren Glauben ihrer (und seiner) Bedeutung - eine großartigere Satire auf das Bonvivant-Leben eines Narzissten könnte ich mir gar nichjt vorstellen. Ich frage mich nur: Wann endlich wird das Pseudonym gelüftet? Wann tritt uns endlich der wahre Autor entgegen?
  2. #2

    Wozu braucht man Babys...

    Schön, dass Herr Brulé als Erwachsener auf die Welt kam, gleich mit adrettem Nadelstreifenanzug und Frequent-Traveller-Karte in der Tasche. Wozu braucht man schon Babys, nerven nur und kosten unnötig Geld.
  3. #3

    Aber Monsieur Brûlé

    ich lache Sie doch nicht aus, weil Sie australisches Frühstücksfernsehen mögen. Deswegen doch nicht, denn es ist so ungefähr das einzig sympathisch-spiessige an Ihrem kleinen Aufsatz. Der Rest ist leider nur unsympathisch-spiessig.
  4. #4

    Boeses Erwachen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr Jetlag geht nicht: Kolumnist <i>Tyler Brûlé</i> muss auf einer Geschäftsreise acht Großstädte in sieben Tagen besuchen und kann plötzlich zu den seltsamsten Uhrzeiten in einen komatösen Schlaf fallen. Auf einem Flug nach Australien erlebt er danach ein böses Erwachen.

    Tyler Brûlé: Weltreise in sieben Tagen - SPIEGEL ONLINE
    Das kann ich gut glauben, dass der schlaue Herr ein boeses Erwachen in Brisbane hatte, wenn er in der City in der James Street essen wollte. In der Brisbane CBD gibt es eine solche nicht.
  5. #5

    Zitat von müllers Beitrag anzeigen
    Wieder mal eine köstliche Satire auch nichtsnutzige Wichtigtuer und Neu-Snobisten von diesem großartigen Autor mit dem tollen Pseudonym, das ja, das sei noch mal verraten, nicht zufällig an Crème brûlée erinnert. Schon wie er in der letzten Folge wird er der solipsistische Neurotiker von seinen Todfeinden, Eltern mit Kindern, um sein gehobenes Lebensgefühl gebracht, nur aus Rache, weil er ihnen den Fensterplatz nicht .....
    Danke für Ihren Kommentar, anders kann es ja gar nicht sein. Jetzt sehe ich diese gähnend langweilige, nichtssagende Reisebeschreibung auch in einem völlig anderen Licht. Ich hatte mich als erstes schon über die Bildunterschrift gewundert, "schlafen hilft gegen Jetlag", als ob diese Erkenntnis nicht auch schon jeder Dom-Rep.Holzklassetouri gehabt hätte. Als ich den Artikel versuchte zu lesen (ist mir nicht ganz gelungen, da ich nach den ersten Absätzen schon gegen Gähnanfälle kämpfen musste) war ich dann wirklich irritiert. Dieses Geschreibsel kann bitte, bitte nicht ernst gemeint sein. Ich warte mit Ihnen gespannt auf die Auflösung des Rätsels.
  6. #6

    Zitat von pixie48 Beitrag anzeigen
    Das kann ich gut glauben, dass der schlaue Herr ein boeses Erwachen in Brisbane hatte, wenn er in der City in der James Street essen wollte. In der Brisbane CBD gibt es eine solche nicht.
    Ja, und die Businessclassgalley, in der die Stewardessen gemeinsam 45 Minuten vor der Landung gemütlich frühstücken und sympathische Fluggäste wie den Herrn B. dazu einladen, möchte ich auch gerne mal sehen.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr Jetlag geht nicht: Kolumnist <i>Tyler Brûlé</i> muss auf einer Geschäftsreise acht Großstädte in sieben Tagen besuchen und kann plötzlich zu den seltsamsten Uhrzeiten in einen komatösen Schlaf fallen. Auf einem Flug nach Australien erlebt er danach ein böses Erwachen.

    Tyler Brûlé: Weltreise in sieben Tagen - SPIEGEL ONLINE
    Lieber Spiegel, bezahlt ihr wirklich Geld für diesen permanenten Schwachsinn? Tyler's Kolumne ist so schlecht, dass ich mich schon fast freue die nächste zu lesen.

    P.S. Ein guter Rat gegen Rückenschmerzen. Weniger fliegen.
  8. #8

    Da hält sich auch mein Mitleid in Grenzen

    Herr Brule sollte dringend an seiner Work-life balance arbeiten, scheint mir. Tagelanges Sitzen in Business-Class Gestühl lässt sich eben nicht durch Dauerläufe auf dem Straßenasphalt großer Metropolen ausgleichen. Seine Kolumnen sind "sowas von Nullerjahre", und halten mich davon ab, sein Werbemagazin Monocle (viel Werbung lesen für viel Geld) auch nur anzurühren.
  9. #9

    Ich glaube seine Existenz ist irgendwie Selbstzweck. Ich lebe also flieg ich also bin ich also schreib ich also leb' ich. Schade nur, dass man dieses Geschreibsel nicht bei facebook - wo es besser aufgehoben gewesen wäre - sondern bei SPON, einer Internetseite eines der renommiertesten (!!!) deutschen Nachrichtenmagazine veröffentlicht.