Forum


 

Twittern gegen das Oster-Partyverbot: Tanz mit dem Teufel

DPALaut Gesetz ist der Karfreitag ein "Stiller Tag", Tanzen in Discos und Kneipen verboten. Doch die Länder ahnden Verstöße sehr unterschiedlich: Hessen will strenger kontrollieren, in Berlin kennt kaum jemand die Verordnung. Jetzt wehren sich Studenten und Feierwütige im Netz gegen den Tanzstopp.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...826054,00.html
  1. #740

    Nachtrag.

    Zitat von petrapanther Beitrag anzeigen
    Welche Wetanschauung wäre das denn? Die Ansicht, dass mündige Bürger die Freiheit haben sollten, zu tun und zu lassen, was sie wollen, solange die Rechte anderer nicht beeinträchtigt werden? Sie nennen es "Welanschauung", ich nenne es "freiheitliche Grundordnung".



    Vielleicht sollten Sie den Artikel noch einmal sorgfältig lesen - da steht u.a. folgendes:

    Wo genau die Grenze zwischen privater und öffentlicher Veranstaltung verläuft, weiss ich nicht. Aber entscheidend ist der letzte Satz - ich darf mich nicht in der Kneipe meiner Wahl rhythmisch zur Musik bewegen, weil dadurch offenbar irgendwelche Christen in ihrer stillen Andacht gestört werden.



    Das ist doch ein völlig anderes Thema, das nichts, aber auch gar nichts, mit dem Artikel zu tun hat!
    Da steht nichts davon, dass Sie keine Privatveranstaltung unter Einhaltung der üblichen Auflagen (Lärmschutz usw.) abhalten dürfen - ich war gestern (also Do. auf Fr.) auf einer privaten Geburtstagsfeier in einem gemieteten Raum, alles wunderbar. Wir haben uns rhythmisch zur Musik bewegt und sogar Alkohol verzehrt ... Na ja, man kann natürlich auch zetern und wettern ... Macht aber weniger Spaß ... Oder eben einfach die Initiative ergreifen - und im Rahmen der Gesetze agieren. Ach so: ich lebe in Bayern, war auch kein Problem. Aber vielleicht macht einfach auch der Ton die Musik ... In diesem Sinne: Frohe Ostern.
  2. #741

    Gute Idee

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass in allen Kulturen der Welt getanzt wird, im Urwald genauso wie in Rio oder Paris? Tanzen ist genauso ein Menschenrecht wie laufen oder sprechen. Vielleicht sollten Sie mal Ihr Welt- und Menschenbild überprüfen.
    Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass in allen Kulturen der Welt geglaubt wird, im Urwald genauso wie in Rio oder Paris? Glauben ist genauso ein Menschenrecht wie laufen oder sprechen. Vielleicht sollten Sie mal Ihr Welt- und Menschenbild überprüfen.
  3. #742

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass in allen Kulturen der Welt getanzt wird, im Urwald genauso wie in Rio oder Paris? Tanzen ist genauso ein Menschenrecht wie laufen oder sprechen. Vielleicht sollten Sie mal Ihr Welt- und Menschenbild überprüfen.
    Lesen Sie einfach die Definition der Menschenrechte - weder mein noch Ihr Weltbild spielt da eine Rolle. Meine Güte.
  4. #743

    und täglich grüßt das Murmeltier...

    Erstaunlich welches Maß an Intoleranz, beider Seiten, hier zu Tage tritt. Die kirchliche Seite, die in beleidigter Manier in der Ecke schmollt und auf altes Recht besteht, auch sicher aus Gründen sinkender Mitgliederzahlen und dem Bewußtseins immer geringeren Einflusses auf die Gesellschaft. Da möchte man auf Privilegien schon aus Prinzip nicht verzichten. Die Seite der Hipster und militanten Atheisten, die so wenig Respekt vor der Meinung und Werte anderer haben, das es nicht einfach reicht trotzdem zu tanzen, sondern dies direkt demonstrativ vor dem Dom zu machen. Protest alleine reicht ja nicht, man muss doch direkt nochmal klar machen wie wenig man das Gegenüber respektiert.
    Die Regelung des Ganzen könnte soooo einfach sein, aber wie so häufig reicht das vielen nicht. Man muss ja seinen Willen anderen aufzwingen, sonst macht das ja keinen Spass und die Ego-Masturbation kommt zu kurz. Traurig.
  5. #744

    Menschenrecht

    Zitat von shaman1905 Beitrag anzeigen
    Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass in allen Kulturen der Welt geglaubt wird, im Urwald genauso wie in Rio oder Paris? Glauben ist genauso ein Menschenrecht wie laufen oder sprechen. Vielleicht sollten Sie mal Ihr Welt- und Menschenbild überprüfen.
    Glauben schon, aber nicht missionieren, indoktrinieren, versklaven, unterdrücken, verdummen,...
  6. #745

    Nicht mal im Urwald!

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass in allen Kulturen der Welt getanzt wird, im Urwald genauso wie in Rio oder Paris? Tanzen ist genauso ein Menschenrecht wie laufen oder sprechen. Vielleicht sollten Sie mal Ihr Welt- und Menschenbild überprüfen.
    Wenn Sie schon von Kulturen sprechen.
    Zu Kultur gehört auch die Einsicht, dass Tanz vor einer Kirche am "Stillen Tag" kein Ausdruck der Freude, sondern der Ausdruck einer tiefen Abneigung gegenüber den Kirchengängern sein sollte.
    Man wollte sicher niemanden erfreuen, sondern andere Menschen ärgern. Kein besonders guter Zug.
    Dabei haben die Kirchengänge diese Gesetze gar nicht gemacht.

    Das erinnert an Gewalt gegen Polizisten, die nur ihren Job machen.
  7. #746

    Zitat von mimi_kry Beitrag anzeigen
    Lesen Sie einfach die Definition der Menschenrechte - weder mein noch Ihr Weltbild spielt da eine Rolle. Meine Güte.
    Lassen Sie ihn doch, er nimmt nur sein Menschenrecht auf Dummheit wahr.
  8. #747

    Zitat von zins-bürger Beitrag anzeigen
    Glauben schon, aber nicht missionieren, indoktrinieren, versklaven, unterdrücken, verdummen,...
    Da bin ich aber von Herzen froh, daß ein nicht unerheblicher Teil der selbsterklärten Atheisten hier im Forum (persönlich kenne ich zum Glück auch viele andere, mit denen ich schon interessante Gespräche geführt habe) nicht genau das vorhaben. Oder etwa doch?
  9. #748

    Zitat von mimi_kry Beitrag anzeigen
    Lesen Sie einfach die Definition der Menschenrechte - weder mein noch Ihr Weltbild spielt da eine Rolle. Meine Güte.
    Entscheidend ist aber nicht die Definition, sondern der Geist der Menschenrechte. Laufen, sprechen, lachen, singen, tanzen gehört zum Menschsein, also per se zu den Menschenrechten. Deshalb muss das nicht explizit in Gesetzestexten erwähnt sein.

    Es gibt Leute, die alles verbieten und nur das nötigste zulassen wollen, und es gibt Leute, die alles zulassen und nur das nötigste verbieten wollen. Das ist der wesentliche Unterschied zwischen autoritärem und freiheitlichem Denken.
  10. #749

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Wenn Sie schon von Kulturen sprechen.
    Zu Kultur gehört auch die Einsicht, dass Tanz vor einer Kirche am "Stillen Tag" kein Ausdruck der Freude, sondern der Ausdruck einer tiefen Abneigung gegenüber den Kirchengängern sein sollte.
    In Graz haben kath. Gläubige (pro-life) vor einer Privatklinik für Abtreibung demonstriert, die Frauen belästigt, angepöbelt und tätlich angegriffen, bis die Klinik schließen musste.

    Die Aktivitäten der radikalen Abtreibungsgegner der Organisation Human Life International/ Ja zum Leben begannen im Jahr 1997, als sie erstmals einen "Marsch für das Leben" in Wien organisierten. Seither wurden vier sogenannte "Lebenszentren" eröffnet, die "Gehsteigberatung" intensiviert, die Räumlichkeiten, in denen sich die Klinik "Lucina" (vormals Mairo) befindet gekauft und eine Kündigungsklage eingereicht, um so den Betrieb dieser Klinik massiv zu stören. In aggressiver Weise werden Patientinnen beim Betreten der Klinik belästigt und sind somit einem Spießrutenlauf ausgesetzt: Die "Pro-Life"-AktivistInnen stellen sich ihnen in den Weg und versuchen den Frauen Flugblätter aufzudrängen. Mit Plastikembryonen und überdimensionalen blutigen Bildern wird versucht, die Patientinnen moralisch unter Druck zu setzen. Auch das Klinikpersonal leidet unter diesem Psychoterror: Schon mehrmals wurden MitarbeiterInnen der Klinik bedroht, sie werden regelmäßig gefilmt und fotografiert.


    Oder hier: Ganzes Priesterseminar betet vor Abtreibungsklinik für ungeborene Kinder
    (New York) Jeden Samstag betet abwechselnd eine Gruppe von Seminaristen in der Stadt Columbus im US-Bundesstaat Ohio vor der dortigen Abtreibungsklinik. Einmal im Semester nehmen alle Seminaristen geschlossen an der Gebetsvigil teil. Angeführt vom Regens betet das gesamte Priesterseminar vor der Klinik, in der ungeborene Kinder getötet werden, den Rosenkranz.

    Das ist die christliche Toleranz!








TOP



TOP