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Twittern gegen das Oster-Partyverbot: Tanz mit dem Teufel

DPALaut Gesetz ist der Karfreitag ein "Stiller Tag", Tanzen in Discos und Kneipen verboten. Doch die Länder ahnden Verstöße sehr unterschiedlich: Hessen will strenger kontrollieren, in Berlin kennt kaum jemand die Verordnung. Jetzt wehren sich Studenten und Feierwütige im Netz gegen den Tanzstopp.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...826054,00.html
  1. #510

    Christliche Unkultur?

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Das ist nicht schlimm, sondern der Geist der Demokratie. Es wird höchste Zeit, dass die christliche Unkultur auf den öffentlichen Prüfstand kommt. Es gibt keinen vernünftigen Grund für ein generelles Tanzverbot. Akzeptabel wäre es, auf open-air-Veranstaltungen zu verzichten. Toleranz muss auch von den Christen verlangt und aufgebracht werden.
    Was verstehen Sie denn bitte unter "christlicher Unkultur"?

    Unsere Normen, Werte und Moralvorstellungen mögen sich im Lauf der Zeit verändert, den jeweiligen Gegebenheiten angepasst haben, doch sind sie noch immer christlich geprägt. Und jeder noch so große Hardcore-Atheist, wird vielleicht erstaunt sein, wenn er in sich geht, wieviel vom Christentum doch in ihm verwurzelt sein dürfte.

    Und wenn Sie schon Toleranz fordern, warum sind Sie dann nicht bereit genau diese gegenüber den Christen in diesem Land zu zollen? Sie haben alle anderen Tage außer die stillen Feiertage zum öffentlichen Tanzen. Wenn es Ihnen so in den Füßen juckt, dann machen Sie doch bei sich zu Hause eine Party. Da können Sie auch am Karfreitag soviel tanzen wie sie wollen.
  2. #511

    Zitat von legion.etrangere Beitrag anzeigen
    Was verstehen Sie denn bitte unter "christlicher Unkultur"?

    Unsere Normen, Werte und Moralvorstellungen mögen sich im Lauf der Zeit verändert, den jeweiligen Gegebenheiten angepasst haben, doch sind sie noch immer christlich geprägt. Und jeder noch so große Hardcore-Atheist, wird vielleicht erstaunt sein, wenn er in sich geht, wieviel vom Christentum doch in ihm verwurzelt sein dürfte.

    Und wenn Sie schon Toleranz fordern, warum sind Sie dann nicht bereit genau diese gegenüber den Christen in diesem Land zu zollen? Sie haben alle anderen Tage außer die stillen Feiertage zum öffentlichen Tanzen. Wenn es Ihnen so in den Füßen juckt, dann machen Sie doch bei sich zu Hause eine Party. Da können Sie auch am Karfreitag soviel tanzen wie sie wollen.
    Jetzt leiten Sie mir doch mal bitte her, was an unseren Werten originär christlich sein soll.
  3. #512

    Zitat von Nonvaio01 Beitrag anzeigen
    Das ist ein feiertag fuer die Kirche, mehr nicht. (...).
    Stimmt nicht. Es ist ein gesetzlicher Feiertag, und da gilt eine ganz Reihe von Regeln (Vorschriften, Verbote, aber auch Privilegien) unabhaengig von der Konfession: so bekommen Sie z.B. Feiertagszuschlag, wenn Sie arbeiten, und Ihre Wohnung lautstark renovieren duerfen Sie an Sonn- und Feiertagen nicht. Das "Partyverbot" geht von den Laendern aus und nicht von der Kirche, die haette in unserem laizistischen Staat auch keine Befugnis dazu. Trennung von Kirche und Staat gilt uebrigens fuer alle, auch z.B. fuer Atheisten oder Agnostiker wie mich - es kann eben niemand seine Meinung ("Religion") als allgemein bindend durchsetzen. Gaebe es eine allgemeine Partyfreiheit, machte man eben genau diese zur Religion und ueberginge alle Glaeubigen, die sich an einem solchen Tag anders und eben still verhalten: am Aschermittwoch und Allerheiligen ist zum Beispiel genau dies der Fall (wie auch an allen anderen christlichen Festen), da darf getanzt werden, bis der Arzt kommt. Zwei Tage "Tanzverbot" schaden nichts und niemandem, genauso wie niemandem die unsaeglichen heidnischen "Helloween"-Feste schaden, die an einem Tag stattfinden, an dem eigentlich der Toten gedacht wird. Genau diese Vielschichtigkeit ist eben Religionsfreiheit und Trennung von Kirche und Staat - beide Anlaesse, sowohl der Karneval am 1. November als auch die Stille am Karfreitag, sind eben fuer viele Menschen gleichermassen wichtig, und man sollte das einfach mal akzeptieren.
  4. #513

    In Abwandlung...

    Zitat von djchrisi Beitrag anzeigen
    I(..)
    Nehmt mal Rücksicht und haltet das Tanzbein halt mal still.
    Ach was, "twittering folks don't dance", waere heute Tanzzwang, wuerden die genauso zwitschern, diese Community ist doch voellig realitaetsfremd.

    Es wird sicher niemand daran gehindert, privat die Musik aufzudrehen und zu tanzen, hier geht es aber um den oeffentlichen Raum, und da darf man ruhig mal Ruecksicht auch auf andere nehmen.
  5. #514

    Zitat von dadanchali Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich sind die sog. Christen das Problem, allerdings kann ich damit Leben, es nicht gut zu finden zu provozieren.
    Allerdings ist dann die Frage erlaubt, was treibt einen Staat dazu derart unsinnige Verbote auszusprechen um einer Esoterikerclique gehorsam zu sein.

    Zu den "christlichen" Wewrten. Die gibt es nicht!
    In Ihrer Arroganz haben Christen ethisch-moralische Werte zusammengeklaut und wie so oft als ihr geistiges Eigentum ausgegeben.
    Das macht den Inhalt der meisten dieser Werte nicht schlecht, aber sicher nicht "christlich".
    Also über zwei Milliarden Menschen weltweit und über 50 Millionen in Deutschland lebende Christen als Esoterikerclique zu bezeichen, ist schon amüsant und zeugt Ihrerseits von Arroganz. Immerhin erkennen Sie an, dass wir Christen ethisch-moralische Werte haben und selbst wenn sie geklaut sein sollten, gilt ja noch immer der Grundsatz, besser gut kopiert als schlecht erfunden und ich hoffe das gilt auch für Ihre eigenen Wertvorstellungen. Übrigens müssten Sie dann wohl alles in der Welt in Frage stellen, denn ich denke, dass sich dies, seit Beginn der Menschwerdung vor etlichen Millionen Jahren in den Steppen Afrikas, nicht großartig verändert hat. Des Weiteren ist mir nicht bekannt, dass das Christentum in dieser Frage auf ein geistiges Eigentum pocht und klar ist, dass es in vielen Religionen gleiche oder ähnliche Normen, Werte und Moralvorstellungen gibt und da die Betonung auf ähnlich liegt, macht allein schon dieser Unterschied die verschiedenen Glauben aus, denn damit grenzen sie sich schon von vornherein gewollt ab. Folglich sind die meisten ethisch-moralischen Werte vielleicht nicht christlich, aber in unserem Kulturkreis christlich geprägt. Frohe Ostern!
  6. #515

    Zitat von dadanchali Beitrag anzeigen
    (...) was treibt einen Staat dazu derart unsinnige Verbote auszusprechen(...)
    Der Feiertag Karfreitag ist noch viel unsinniger als das Verbot, das sich ja auch dem Inhalt dieses Feiertags ergibt. Loesung: Karfreitag und Feiertage ueberhaupt abschaffen - wer seinen Glauben leben will, muss dazu nicht arbeitsfrei haben, hat ein Grossteil der arbeitenden Bevoelkerung eh nicht. Wer aber vom Inhalt des Feiertags nichts haelt, braucht ihn sowieso nicht.
  7. #516

    Zitat von Nevermeind Beitrag anzeigen
    Zwei Tage "Tanzverbot" schaden nichts und niemandem,
    Zwei Tage Sexverbot schaden auch niemandem. Mit diesem unsäglichen Argument kann man alles verbieten. Es ist erschreckend, wie wenig manche Leute vom Prinzip der Freiheit verstanden haben.
  8. #517

    Zitat von legion.etrangere Beitrag anzeigen
    Also über zwei Milliarden Menschen weltweit und über 50 Millionen in Deutschland lebende Christen als Esoterikerclique zu bezeichen, ist schon amüsant und zeugt Ihrerseits von Arroganz. Immerhin erkennen Sie an, dass wir Christen ethisch-moralische Werte haben und selbst wenn sie geklaut sein sollten, gilt ja noch immer der Grundsatz, besser gut kopiert als schlecht erfunden und ich hoffe das gilt auch für Ihre eigenen Wertvorstellungen. Übrigens müssten Sie dann wohl alles in der Welt in Frage stellen, denn ich denke, dass sich dies, seit Beginn der Menschwerdung vor etlichen Millionen Jahren in den Steppen Afrikas, nicht großartig verändert hat. Des Weiteren ist mir nicht bekannt, dass das Christentum in dieser Frage auf ein geistiges Eigentum pocht und klar ist, dass es in vielen Religionen gleiche oder ähnliche Normen, Werte und Moralvorstellungen gibt und da die Betonung auf ähnlich liegt, macht allein schon dieser Unterschied die verschiedenen Glauben aus, denn damit grenzen sie sich schon von vornherein gewollt ab. Folglich sind die meisten ethisch-moralischen Werte vielleicht nicht christlich, aber in unserem Kulturkreis christlich geprägt. Frohe Ostern!
    Mal abgesehen davon, dass die meisten dieser zwei Milliarden Menschen nur U-Boot-Kirchengänger und gelegenheitsgläubige sind (nachdem Motto "man will sich ja nicht alles verbauen, vielleicht ist ja doch was dran - siehe die "rege" Teilnahme am sonntäglichen Gottesdienst) , sind die Werte unserer Gesellschaft nicht auf religiösen Fundament gebaut. Dass man ncht töten, nicht stehlen und nicht betrügen soll sind Werte der Vernunft, nicht der Religion. Religiöse Werte sind so sachen wie "Du sollst keinen anderen Gott neben mir haben" oder "du sollst den Sabbat heiligen". Und die haben wir längst überwunden. Davon ist auch nichts in unserem Grundgesetz verankert.
  9. #518

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Zwei Tage Sexverbot schaden auch niemandem. (...).
    Quatsch. Es geht um oeffentliche Raeume. Privat, auch zusammen mit vielen Gleichgesinnten, duerfen Sie so viel tanzen wie Sie wollen. Noch mal: Sie duerfen an keinem Sonn- oder Feiertag Ihren Wohnungsfussboden mit dem Presslufthammer aufmeisseln. Am Karfreitag muessen Sie als Discobetreiber die Tanzflaeche sperren. Loesung: Feiertage abschaffen, dann gibt es auch solche Vorschriften nicht mehr.
  10. #519

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    (...) Es ist erschreckend, wie wenig manche Leute vom Prinzip der Freiheit verstanden haben.
    Stimmt. Dabei ist das Prinzip ganz simpel: die eigene Freiheit (hier: Tanzen und Laermen) endet dort, wo die des anderen endet (hier: vor dem Koelner Dom, an dem Glaebige heute nun mal Stille suchen). Gerade der Domplatz ist an vielen Tagen im Jahr Schauplatz aller moeglichen Veranstaltungen, warum er gerade am Karfreitag zur Disco werden soll, erschliesst sich mir nicht. "Freiheit" bedeutet auch nicht, dass man sich wie ein Dorftrampel auffuehrt.








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