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Twittern gegen das Oster-Partyverbot: Tanz mit dem Teufel

DPALaut Gesetz ist der Karfreitag ein "Stiller Tag", Tanzen in Discos und Kneipen verboten. Doch die Länder ahnden Verstöße sehr unterschiedlich: Hessen will strenger kontrollieren, in Berlin kennt kaum jemand die Verordnung. Jetzt wehren sich Studenten und Feierwütige im Netz gegen den Tanzstopp.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...826054,00.html
  1. #1200

    Was meint Kirche?

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Der Begriff "Kirche" ist Definitionssache.
    Zum Beispiel kann danach auch die Weltreligion der Muslime keine „Kirche“ sein. Sie haben weder eine einheitliche Struktur, keine anerkannten Ansprechpartner noch eine Autorität, die verbindlich über Glaubensfragen entscheiden kann.
    In diesem Sinn wird auch die Definition der Protestanten als Kirche hinterfragt.
    Es ist keine Wertung der Spiritualität!
    Nun die Muslime wollen keine Kirche sein. Sie verstehen sich als weltweite Gemeinschaft aller Muslime, als "Umma". Islam ist aber nicht nur Religion, sondern auch die staatliche Gemeinschaft.
    Sie haben allerdings durchaus Autoritäten, die zu allen Fragen, die Muslime stellen, eine Fatwa erstellen. Muslime haben zwar vor allem den Koran, aber ebenso gelten die Hadithe. Gerade die Scharia wird mehr von den verschiedenen Hadithen abgeleitet als vom Koran.
    Wenn Sie sich über Fatwa unterrichten wollen, versuchen Sie es bei
    Institut für Islamfragen der Evangelischen Allianz in Deutschland, Österreich, Schweiz: Fatawa-Archiv
    Gegen Rushdie wurde eine Fatwa veröffentlicht. Er wurde darin zum Tode verurteilt - wegen seines Buches.
    Nun kann natürlich jede Kirche hinterfragen, ob die andere sich so bezeichnen kann. Aber lesen Sie hier:
    Eine Kirche ist im biblischen Sinne die Gemeinschaft gläubiger Christen, die zusammen ihren Gott feiern und eine Begegnung mit ihm suchen. In der Bibel wird das Wort Eclesia benützt, welches genau das beschreibt, denn damals gab es noch keine Kirchen mit hohen Türmen oder sonstige Kirchgebäude wo sich die gläubigen Christen treffen konnten.
    Ich denke, dass wir Christen hier eher erkennen, dass es nur eine Kirche Jesu Christi gibt - halt mit verschiedenen Abteilungen.
    Denn wir haben schließlich nur eine Autorität: Jesus Christus.
  2. #1201

    Zitat von Bärchen09 Beitrag anzeigen
    Was Märchen betrifft, habe ich ja schon geschrieben.
    Könnte aber nicht auch der Atheismus ein von Menschen erdachtes Märchen sein.
    Eine durchaus berechtigte Frage. Wenn man sich aber anschaut, welchen Ursprungs ausnahmslos alle göttlichen Gestalten dieser Welt sind, aus wessen Feder all die ach so heiligen Bücher und angeblich gottauferlegten Regeln zur Lebensführung stammen, dann fällt die Antwort ziemlich leicht.
  3. #1202

    Zitat von Bärchen09 Beitrag anzeigen
    Dass die Mutter so manches kritisch sieht, ist doch in Ordnung. Aber ich bleibe doch bei meiner Meinung, dass Sie diese arme Frau sehr, sehr beeinflussen.
    Noch einmal: auch wenn es bestimmt nicht so einfach ist, den richtigen Kindergarten zu finden, so haben die Eltern vorher zugestimmt.
    Ja, aus "Platzmangel". Was anderes war hier nicht machbar.

    Es ist in meinen Augen auch ein Unterschied, ob man in einem christlichen Kindergarten auf die biblischen Geschichten verzichtet oder auf Schweinefleisch. Das letztere ist ohne Zweifel auch zu sehr den Muslimen nachgegeben. Aber sonst müßte man ja zweierlei Essen bereiten. Und es schadet ja keinem Kind, kein Schweinefleisch zu essen. Aber das ehe ich vielleicht zu einseitig, weil ich auch dieses Fleisch nicht esse.
    Ich weiß, daß dieses Beispiel zumindest ein wenig an den Haaren herbeigezogen ist. Es zeigt aber dennoch eine gewisse Widersprüchlichkeit im Verhalten der Kirche/Kita.

    Sie fragen nach, was der "Quatsch" soll. Sehen Sie, genau das ist intolerant. Es ist eben kein Quatsch für uns Christen.
    Mag sein, aber der Junge ist eben kein Christ! Ist es etwa tolerant, ihn dann mit christlichen Märchen und missionierenden Inhalten zu behelligen?

    Und wenn Sie das nicht ertragen können, ich kann nur sagen, dann schicken Sie das Kind in eine andere Kita. Gibt es in Berlin en mass.
    Sie kennen die Situation hier nicht.

    Auch wenn Sie es nicht so sehen: Sie wollen mit Ihrer atheistischen Meinung einen ganzen Kindergarten bestimmen. Das ist unfair.
    Falsch. Ich verlange lediglich, daß die Rechte der Kinder, insbesondere eines einzelnen, respektiert werden. Was soll daran unfair sein?

    Zudem: Ich hatte vergangenen Donnerstag die Gelegenheit, mir das Geschehen in der "Kinderkirche" mal selbst anzuschauen (wg. Osterferien war es eine eher private Runde - 6 Kinder, 3 Erwachsene + Pfarrerin). Und so nett die Pfarrerin auch sein mag - für ein Kind mit atheistischem bzw. betont nicht-christlichem Hintergrund ist das alles völliger Humbug, so überflüssig wie befremdlich.

    Die Christen mögen (und dürfen) auf ihren Gott vertrauen, aber ohne das Wissen um diesen lebt sich's genauso gut. Wer Gott nicht kennt, der braucht ihn auch nicht.
  4. #1203

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Die biblischen Texte des Neuen Testaments - tw. von Zeitzeugen für Zeitzeugen geschrieben - reden davon, dass der von den Römern hingerichtete und bereits begrabene Jesus noch Wochen nach seinem Tod zahlreichen, oft namentlich genannten Menschen erschien, mit ihnen redete und aß, seine Wunden von Zweiflern betasten ließ und dann erst endgültig verschwand.
    Man kann das alles für Einbildung, Tricks und Täuschungen halten, aber auch das sind dann nichts anderes als unbeweisbare Spekulationen, und die biblischen Berichte über das naturwissenschaftliche Phänomen des leibhaftig anwesenden Jesus bekommt man damit eben nicht aus der Welt.
    Doch, bekommt man. Wenn Jesus Tage später tatsächlich leibhaftig umher spaziert sein sollte, dann hätten die Römer bei der Kreuzigung geschlampt und wären damit regresspflichtig. Wenn er jedoch am Kreuz gestorben ist, dann sind sämtliche Erscheinungen danach entweder Doppelgänger oder schlicht Halluzinationen gewesen. Andere Erklärungen kann man nach aktuellem Wissensstand getrost und guten Gewissens ausschließen. Tot ist tot.

    Irgendetwas ist damals passiert, was die Menschen mächtig mitgenommen und beeindruckt hat
    Das kann sonstwas gewesen sein. Und 2.000 Jahre Überlieferung tun ihr übriges.

    Selbst die nichtchristlichen Quellen dieser Zeit zweifelten die historische Tatsache dieses Phänomen nicht grundsätzlich an.
    Auch damals wurde schon gegoogelt und geguttenbergt. ;-)

    Man kann also bezüglich dieser Auferstehungs-Berichte drei Sachen glauben, und wenn Sie der persönlichen Ansicht sind, alles wäre Erfindung und Einbildung gewesen, dann ist das eben auch nur ein Glaube, für den auch Sie keinen Beweis haben.
    Glauben kann man viel. Wissen kann man nur, daß eine solche Auferstehung drei Tage nach wirklichem Tod nicht möglich ist. Da hält die Biologie dagegen.

    Denn es bleibt dabei: Berichte über naturwissenschaftliche Phänomene werden nicht bereits dadurch widerlegt, dass diese Phänomene bisher noch nie beobachtet wurden und den bekannten Naturgesetzen widersprechen.
    Das unterschreibt Ihnen kein seriöser Wissenschaftler.
    Hier geht es nicht um ein naturwissenschaftliches Phänomen, sondern um eine jahrtausendealte Überlieferung.
  5. #1204

    Zitat von Thermodynamix Beitrag anzeigen
    [An die Erde als Scheibe] glauben nur uninformierte Menschen. Die Kirche hat dies nie geglaubt und nie gelehrt. Das ist eine zwar beliebte, aber umso dümmere Unterstellung, die von einem uninformierten Möchtegern-Kirchenkritiker zum nächsten weitererzählt wird.
    Man kann auch sinnentnehmend lesen lernen.

    Dann ersetzen Sie halt die flache Erde durch das geozentrische Weltbild.
  6. #1205

    Zitat von Bärchen09 Beitrag anzeigen
    Aber was ist Aufklärung? Den Kindern zu erzählen, es gäbe gar keinen Gott?
    Ja, das wäre wenigstens ehrlich. Gibt es Schneewittchen? Gibt es Frau Holle? Papa Schlumpf? Eben.

    Ich habe die antiautoritäre Erziehung so miterlebt. Für die Kinder war das meistens schrecklich. Ein Kind sagte im Kindergarten zur Erzieherin: "Müssen wir heute wieder machen, was wir wollen?"
    Was bitte hat jetzt antiautoritäre Erziehung mit Religion zu tun, außer, daß beides ziemlicher Unsinn ist?
  7. #1206

    mehr als Tanzverbot !

    Zitat von Bärchen09 Beitrag anzeigen
    Niemand verbietet doch wem das Fröhlich sein. Oder haben Sie das hier gelesen? Man kann niemandem befehlen, traurig zu sein, zu beten usw.
    Es geht hier einzig und allein um laute Veranstaltungen, nicht um Ihre Freude.
    Natürlich wird das Fröhlichsein verboten! Noch weitergehender werden sogar Veranstaltungen "zur Unterhaltung" verboten, und das sogar in geschlossenen Räumen, so dass es Nichtteilnehmer gar nicht mitbekommen ! Christen werden nicht vor "dem Lärm" geschützt, sondern vor der Tatsache, dass andere feiern ! So sieht es aus. Eine Disko (mit oder ohne Tanz) ist auch verboten, wenn die Disko 100% schalldicht ist ! Es hängt nicht vom Schallschutz ab !
  8. #1207

    was ist Aufklärung?

    Zitat von Bärchen09 Beitrag anzeigen
    Aber was ist Aufklärung? Den Kindern zu erzählen, es gäbe gar keinen Gott?
    Aufklärung wäre es, wenn man im Religionsunterricht wertneutral alle wesentlichen Religionen kennenlernt, nicht betet, und auch den Argumenten der Atheisten gebührenden zeitlichen Raum gibt (etwa entsprechend dem Bevölkerungsanteil).
  9. #1208

    Weil auch der papst daran nicht glaubte

    Zitat von _Netizen Beitrag anzeigen
    Man kann auch sinnentnehmend lesen lernen.

    Dann ersetzen Sie halt die flache Erde durch das geozentrische Weltbild.
    hat er das Urteil gegen Galileo nie unterschrieben.
  10. #1209

    Galileo

    Zitat von Thermodynamix Beitrag anzeigen
    hat er das Urteil gegen Galileo nie unterschrieben.
    "Papst Urban VIII. dagegen vertrat die Auffassung, dass sich die vielfältigen von Gott bewirkten Naturerscheinungen dem beschränkten Verstand der Menschen für immer entzögen."
    "Der damalige Papst Urban VIII. habe das Urteil gegen Galilei nicht unterzeichnet, Papst und Kurie hätten nicht geschlossen hinter der Inquisition gestanden."
    (zitiert aus Wikipedia)
    Trotzdem haben sie den Prozess durchgeführt.


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