Warum wird nicht die komplette Sendung online gestellt? Schade.
SPIEGEL ONLINESiehe da: Gottschalks Sofatalk hätte funktionieren können, wie er am Donnerstagabend bei SPIEGEL ONLINE bewies. Dass es anders kam, ist ein Zeichen dafür, wie sich die Medienwelt verändert. Vielleicht ist nicht Gottschalk das Auslaufmodell, sondern das Konzept des TV-Programms.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,837597,00.html
Warum wird nicht die komplette Sendung online gestellt? Schade.
Noch ein weiteres Forum zu Thomas Gottschalk?
Überfordern sie die frustrierten Stänkerer nicht, in deren Leben eine aus ihrer Sicht unwichtige und triviale Person wie Gottschalk so eine gewichtige Rolle spielt, das sie ihre kostbare Zeit mit Beiträgen verschwenden.
Durch die vielen Artikel kann man jedoch auch einen großartigen Gottschalk mit der Holzhammermerhode den Leuten überdrüssig machen. Sie fordern ja gerade zu die Nörgelei heraus.
Manchmal ist weniger mehr......
Liebes SPON-Team, leider konnte ich gestern die Sendung live nicht verfolgen, den 10 Minuten Zusammenschnitt fand ich allerdings sehr unterhaltsam. Warum nicht die komplette Sendung nochmal online stellen? Ich bin sicher ich bin nicht der Einzige, der das gerne nochmal kucken würde.
Aber bereits im Zusammenschnitt hat sich gezeigt: Es geht doch! Da sitzt ein unverkrampfter, schlagfertiger und witziger Gottschalk und plaudert locker in einer Art und Weise, dass man zuhören möchte, mit kleinen Anekdoten (Merkel), unverblümter Meinung (Silbereisen) und dem richtigen Gespür für Gags (die alte Frau, die desinteressiert vom Fenster wegschlurft).
Warum funktioniert das denn in diesem Rahmen und ist bei der ARD so unglaublich schief gelaufen?
Mein Rat an Gottschalk wäre: Du willst etwas Neues machen, mach was Neues! Eine Sendung im Internet! Kein großes Budget, vielleicht erstmal auch keine großen Promis, aber dafür auch kein ARD-Bürokratiemonster, dass jede Art von Innovation und Lockerheit gnadenlos wegbügelt. Im Netz hätte Gottschalk wirklich komplette Narrenfreiheit und das kann eigentlich nur besser werden, als jede Art von durchgenudeltem Fernsehkonzept.
Natürlich muss man sich erst mal von einem "Millionenpublikum" verabschieden (wobei ich selbst das hinterfragen könnte). Und von einer Millionengage sowieso. Aber um die Kohle und die ganz großen Quoten wird es Tommy ja wohl kaum mehr gehen. Wenn es danach ginge, hätte er wirklich nach Wetten Dass abtreten müssen.
In den USA haben bereits eine ganze Reihe von Promis eigene Webshows, Podcasts und andere Internetplattformen, auf denen sie sich tatsächlich kreativ ausleben können.
In Deutschland müsste da auch mal ein großer Name ran, der diese Tür endlich mal aufmacht.
Aber vielleicht bin ich bei Gottschalk mit diesem Anliegen auch falsch. Wie er selbst ja sagt: Moderation statt Revolution.
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Wäre auch für die komplette Sendung, leider musste ich nach der Hälfte des Live-Streams den Laptop schließen...
Der Autor zählt es ja reihenweise selber auf: Nur die Tatsache, dass ich im Netz Dinge "on demand" zeitunabhängig herunterladen kann, ändert nichts daran, dass diese Inhalte dann ja fast ausschliesslich im Marktkontext "TV" resp. netzextern generierte Inhalte sind. Das Netz selbst generiert ja so gut wie nichts, was in irgendeiner Form auf den Punkt und als Medienevent Massen und damit Finanzkraft mobilisieren könnte. Ausser der immer wieder messianisch postulierten Ankündigung, dass es dies eine Tages einmal schaffen werde. Daher rührt doch das Problem, dass diese Piratenkinder ernsthaft meinen, wenn Dinge im Netz kostenlos herunterladbar seien sie trotzdem in Zukunft noch existieren würden. Aus dem Netz werden keine Shows, keine Serien, keine Spielfilme und noch nicht mal Musik in nennenswertem Ausmass entstehen.
Das "Netz" bekäme noch nicht einmal eine einzige Folge "Gottschalk live" hin, ob das jetzt gut oder schlecht ist mag jeder für sich entscheiden. Also ist es auch müssig darüber zu diskutieren, ob es da besser funktionieren würde. Und was da sonst noch so an Bewegtbild so generiert wird, da schaue man sich nur mal Matusseks Videos auf SPON an, da rollen sich einem die Fußnägel, auf Ewigkeiten wird kein Mensch erntshaft für so etwas bezahlen wollen.
Herr Gottschalk ist der Superlativ von "Selbstbeweihräucherung".
Dennoch Danke für viele Jahrzehnte zum Teil hervorragender TV-Unterhaltung.
Immer schön zu sehen, wie Leute, die das Internet wohl nur dazu gebrauchen, um auf SPON ihre uninformierte Meinung kundzutun, solche grundfalschen Statements postulieren.
Es gibt hunderte, ach was tausende Webshows im Netz. Es gibt eine große Menge an Online-Serien, sowohl international als auch in Deutschland. Und es gibt eine Menge Künstler, die ihre Musik, ihre Comics, ihre Bilder oder was auch immer, sehr erfolgreich und beinahe ausschließlich über das Netz vertreiben. All das hat mit Fernsehen, dem traditionellen Kunstbetrieb oder der Konzernmusikindustrie herzlich wenig zu tun.
Aber gut, nur weil man es selbst nicht kennt (und nicht kennen will) existiert es auch nicht. Bestechende Logik.
Her Gottschalk hat es gestern bewiesen. Ein positiver Effekt ist stark abhängig von der Qualität und nicht von der Quantität.
Und versagt hat er in meinen Augen auch nicht - Er hat sich nur den falschen Sender ausgesucht.
Wie heisst es doch so schön, alles neu macht der Mai, obwohl ja eigentlich schon Juni ist. " face-to-face"..Kommunikation als Basis menschlicher Verständigung
und Kreativität- sei es auch auf einer neuen Couch im WEB.
...am Ende sogar auf die Online-Leser gerichtet!
Schon lange lassen wir uns nicht mehr auf eine Sendung takten (gute Bezeichnung!!), die
uns vorschreibt, zu einer bestimmten Zeit vor dem Gerät zu sitzen. Man ruft ab, am nächsten Tag, wann auch immer. DSDS und ähnlicher Trash wird nicht abgerufen, selbst Fupball ist langweilig, obwohl er auf Sicht die einzige Live-Sendung bleiben wird, wozu wir uns takten lassen. Dies ist gut so und ich kann Spiegel Online nur ermutigen, mehr solche Sendungen zu machen. Gottschalk gestern und der unteitle Netzer haben mir sehr gefallen.