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TV-Satire: Guttenbergs Karriere wird verfilmt

Von Deutschlands beliebtestem Politiker zum peinlichen Plagiator: Aufstieg und Fall von Karl-Theodor zu Guttenberg sollen nun fürs Fernsehen verfilmt werden. Top-Produzent Nico Hoffmann plant eine Satire auf den Politikbetrieb im Stil von "Schtonk".

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,790760,00.html
  1. #60

    Ein Leben als Schaumschläger

    Zitat von Bleifisch Beitrag anzeigen
    Kann man den Mann nicht irgendwann einfach mal in Ruhe lassen?

    Gut, die Art und Weise, wie die Doktorarbeit zustande kam, war nicht ok. Aber muß es sein, daß jetzt auch durch einen "Schmäh-Film" immer wieder und immer weiter nachgetreten wird?

    Der Mann ist mittlerweile in die USA verzogen (geflüchtet). Wann reicht es endlich, daß Volkesseele sich beruhigt, anstatt sich immer wieder an einem Gestrauchelten aufzugeilen?
    ...

    Es reicht, und ich finde diese Mentalität des anhaltenden Nachtretens viel verachtenswerter als eine einmalige Täuschungsaktion.
    Das Problem "Guttenberg" ist keinesfalls eine "einmalige Verfehlung" bei seiner Doktorarbeit. Sein ganzes Leben ist eine einzige Lüge und es geht in den USA schon weiter, wo er sich mit einer Millionenvilla (natürlich nicht selbst verdient!) und als "verdienter Staatsmann" in einer Denkfabrik positioniert.

    Er, der ausser einer guten Frisur noch nie etwas zustande gebracht hat:
    - Man sehe die Aussagen seines Parteifreundes, der sein Ministerium nach seinem Abgang ausmisten musste
    - Man sehe den Zusammenhang zwischen seinen Universitätsabschlüssen (nicht nur Doktor) und den umfangreichen finanziellen Spenden seiner Familie an die entsprechende Uni
    - Man sehe die Tatsache, dass er *keine einzige* bemerkenswerte und nachgewiesene Leistung erbracht hat.

    Da auch hier ein "Lerneffekt" und tatsächlich mal harte Arbeit nicht zu erkennen ist, kann man auch eine verbesserte öffentliche Meinung kaum erwarten.
  2. #61

    Satire vs. Dokumentarfilm

    Kann mir irgend jemand mal erklären, wo im Falle Guttenberg der Unterschied zwischen einer satirischen und einer dokumentarischen Aufarbeitung seines Lebens besteht?
  3. #62

    *

    Zitat von Bala Clava Beitrag anzeigen
    Kann ja wohl nur ein Kurzfilm werden. Bei der Riesenkarriere ...

    Vielleicht mit ein paar Sequels irgendwann "Gutti Reloaded", "Gutti Come Home", "Gutti - Der Wald allein ist nicht genug", "Gutti - Nichts Neues vom Trixxer", (alle Titel habe ich schon angemeldet). Und natürlich auch als Begleitbuch "Gutti, das Plagiat zum Film".

    Aber, aber: Seit wann kann Hof/fman/n lustig? Der kann doch nur brei(t).

    YOU MADE MY DAY!!

    "Gutti - der Wald allein ist nicht genug"

    "Gutti, das Plagiat zum Film"
  4. #63

    Blender

    Guttenberg ist der klassische Blender, der es mit interessanten Faniliennamen, guten Umgangsformen und rethorischem Geschick geschafft in seiner Partei, der Poltik und den Medien steil nach oben zu steigen.

    Dann brach das Kartenhaus zusammen, als wirklich Leistung verlangt wurde. Die abgeschriebene Doktorarbeit hat den Fall nur beschleunigt.

    Solch ein Film, in dem er als der nette Schwindler aber sehr beliebte Mensch rüberkommt (Liefers bekommt das hin), wird ihn sicherlich wieder viel Sympathien einbringen. BILD wird bestimmt auch daran arbeiten. Ob er dann wieder in der Politik eine große Rolle spielen wird, ist eigentlich nicht zu erwarten, denn seine Schaumschschlägerei hat sich auch in der CSU rumgesprochen.
  5. #64

    Den Plot gibt es schon!

    Was nur einige eingeweihte Cineasten wissen und kennen: den Plot gibt's schon - und zwar als erster Spielfilm von Wolfgang Petersen: Einer von uns beiden (1974)
    Ein verkrachter Soziologie-Student (Klaus Prochnows erste Rolle in einem Spielfilm übrigens) entdeckt durch Zufall, dass die Promotion seines Professors ein Plagiat ist. Da beschließt er, den Professor dauerhaft zu erpressen. Dieser wiederum versucht, den Erpresser, der es auch noch zusätzliche auf des Professors schöne Tochter abgesehen hat, aus dem Weg zu räumen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Einer_von_uns_beiden
  6. #65

    Na ich denke Herr Hofmann

    möchte sich mit diesem Film produzieren und verhindern, vielleicht sogar auf Anweisung von Guttenberg Kontrahenten, damit dieser nicht mehr in die Politik zurück kommen kann.
  7. #66

    Werter Forist Bleifisch

    Bleifisch:
    Des weiteren frage ich mich, weshalb sich manche insbesondere über der Sturz eines Adligen so sehr freuen können.[/QUOTE]

    Ich untertselle Ihren Posts lautere Absichten, aber versuchen Sie sich doch bitte mal einen Moment in einen Normalbürger, der sich Ähnliches geleistet hätte. Da wäre nichts mit ab in die USA und Thinktank usw.. Derjenige wäre für sein Leben weg von den "Futtertrögen"; derjenige könnte froh sein irgendwo im dunkelsten Bereich eines wie auch immer geartetetn Betriebs arbeiten zu dürfen. So zurück zum "Erlöser", hochgejazzt von den "unabhängigen" Medien , warum sollte dieser Mensch noch eine Chance im Politikbetrieb bekommen??? Ich hoffe doch sehr, dass nicht; wo und wie er seine "Brötchen verdient", ist mir mit Verlaub sch...egal; ich möchte nichts mehr von ihm hören und sehen, so einfach ist das. Und ein probates Mittel seine Rehabilitation zu verhindern scheint mir ein satirischer Film schon zu sein.
  8. #67

    Abspann

    Ich sehe schon den Abspann. Vom Zapfenstreich (10.03.2011) mit "Smoke on the Water", wird der Regisseur auf Fukushima (11.03.2011) überblenden und die Menschen mit der Frage alleine lassen, ob Gott mit diesem Zeichen die Niederfahrt des Antichristen alias KTG verkünden wollte.
  9. #68

    Das hab ich doch schon mal irgendwo gehört

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aufstieg und Fall von Karl-Theodor zu Guttenberg sollen nun fürs Fernsehen verfilmt werden.
    Wetten, daß alle Dialoge des Drehbuchs aus anderen Drehbüchern und Bundestagsprotokollen abgekupfert werden?
    ;-)
  10. #69

    .

    Zitat von L.Archer Beitrag anzeigen
    Bleifisch:
    Des weiteren frage ich mich, weshalb sich manche insbesondere über der Sturz eines Adligen so sehr freuen können.
    Ich untertselle Ihren Posts lautere Absichten, aber versuchen Sie sich doch bitte mal einen Moment in einen Normalbürger, der sich Ähnliches geleistet hätte. Da wäre nichts mit ab in die USA und Thinktank usw.. Derjenige wäre für sein Leben weg von den "Futtertrögen"; derjenige könnte froh sein irgendwo im dunkelsten Bereich eines wie auch immer geartetetn Betriebs arbeiten zu dürfen. [/QUOTE]

    Ich weiß. Und ich gebe Ihnen uneingeschränkt Recht in dem, was Sie schreiben.

    Aber ist es nicht so, daß ein Guttenberg, ein Adliger, ein ehemals hochrangiger und ehemals angesehener Politiker (unabhängig jetzt davon, ob zu recht oder zu unrecht) für all die (vielleicht sogar zu Unrecht) stattgefundenen "kleinen Karriereenden" jetzt büßen muß, weil er zum einen greifbar ist und zum anderen einer von denen da oben ist, einer aus der sogenannten Oberschicht, die beim "Normalbürger" eh ... verhaßt ... ist, und bei dem man sich ganz besonders freut, wenn jemand aus dieser Kaste, die man als Normalsterblicher nie erreicht, endlich mal vom Himmel fällt?
    Sorry wegen des langen Satzes, ich hoffe, er bleibt verständlich.

    Wie groß ist der Anteil des Neides und des (uneingestandenen) Rachebedürfnisses an denen da oben?








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