Forum


 

TV-Highlights am Einheitstag: Fahrstuhl zum Bankrott

So sächsy war's noch nie! Mit der ZDF-Komödie "Stankowskis Millionen" und der ARD-Reportage*"Mein vereintes Deutschland" begehen die öffentlich-rechtlichen Sender den*3. Oktober ohne peinliches*Pathos. Wird das wiedervereinigte Deutschland endlich normal?

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,789417,00.html
  1. #1

    Ehrlich!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So sächsy war's noch nie! Mit der ZDF-Komödie "Stankowskis Millionen" und der ARD-Reportage*"Mein vereintes Deutschland" begehen die öffentlich-rechtlichen Sender den*3. Oktober ohne peinliches*Pathos. Wird das wiedervereinigte Deutschland endlich normal?

    http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,789417,00.html
    Die Technik hatte alle Probleme, den Aufzug in Bewegung zu setzen.
  2. #2

    Nein

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So sächsy war's noch nie! Mit der ZDF-Komödie "Stankowskis Millionen" und der ARD-Reportage*"Mein vereintes Deutschland" begehen die öffentlich-rechtlichen Sender den*3. Oktober ohne peinliches*Pathos. Wird das wiedervereinigte Deutschland endlich normal?

    http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,789417,00.html
    In jedem westlichen Land wird der Nationaltag mit Pathos gefeiert.
    In Deutschland gilt jede Art von Pathos als Nationalistisch und ist somit verboten.

    Die Frage ist kann ein Land in dieser globalisierten Welt ohne Nationalpathos überhaupt bestehen?

    Ich bin kein großer Freund davon, glaube aber an bestimmten Tagen im Jahr muss es triefen davon um den Zusammenhalt zu fördern.

    Heute will jeder nur noch etwas vom Land oder moderner seine Rechte gegenüber dem Land, keiner will hingegen seine Pflichten wahrnehmen über kurz oder lang wird im Zerfall enden.

    Ob es besser ist wage ich zu bezweifeln.
  3. #3

    Danke für den Tip!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So sächsy war's noch nie! Mit der ZDF-Komödie "Stankowskis Millionen" und der ARD-Reportage*"Mein vereintes Deutschland" begehen die öffentlich-rechtlichen Sender den*3. Oktober ohne peinliches*Pathos. Wird das wiedervereinigte Deutschland endlich normal?

    http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,789417,00.html
    "Endlich normal"? Das kann man nur hoffen. Der Artikel von Herrn v. Festenberg macht jedenfalls Laune. Werde mir die Sendungen anschauen.
  4. #4

    Doch

    Zitat von südd. Beitrag anzeigen
    In jedem westlichen Land wird der Nationaltag mit Pathos gefeiert.
    In Deutschland gilt jede Art von Pathos als Nationalistisch und ist somit verboten.

    Die Frage ist kann ein Land in dieser globalisierten Welt ohne Nationalpathos überhaupt bestehen?

    Ich bin kein großer Freund davon, glaube aber an bestimmten Tagen im Jahr muss es triefen davon um den Zusammenhalt zu fördern.

    Heute will jeder nur noch etwas vom Land oder moderner seine Rechte gegenüber dem Land, keiner will hingegen seine Pflichten wahrnehmen über kurz oder lang wird im Zerfall enden.

    Ob es besser ist wage ich zu bezweifeln.
    Aber denken Sie doch mal an IM Erika, die ohne großen Pathos seit 20 Jahren - ganz treu - ihre Tätigkeit für die Stasi ausübt. So wie sie das in ihrer FDJ-Funktionärszeit halt gelernt hat.
    Da muss gar nichts "triefen".
  5. #5

    Der Titel klingt eher so,

    als würde der Film von der Kanzlerschaft von Frau Merkel berichten.
  6. #6

    3. Oktober?

    ich war an der Mauer am 9. November 1989 am Brandenburger Tor und ich habe mich wahnsinnig gefreut. Denke ich an diesen Tag, dann läuft es mir immer noch kalt den Rücken herunter.

    Was in den folgenden Jahren passierte erfüllt mich nicht nicht mit Freude sondern mit Trauer und z.T. mit Abscheu. Die Zeit der Zocker und Absahner begann. Und was mit "Wir sind das Volk" begann, endete mit "Wir sind *EIN* Volk", und was für eins.

    Schaue ich abschliessend in das Grundgesetz, so sehe ich mit Entsetzen, dass die Präambel ebenso heimlich still und leise geändert wurde wie auch die Chance auf sinnvolle Änderungen vertan wurde (Familienrecht der DDR z.B. war erheblich besser als das Muff-BGB). Von einer Verfassung die sich das deutsche Volk in Einheit und Freiheit in einer Abstimmung geben sollte war nicht mehr die Rede.

    Warum auch. Es gab ja einen "Beitritt" und keine "Wiedervereinigung". Heute lebe ich, der ehem. Wessi, in Leipzig, der Stadt in der alles begann, Teil der neuen "Normalität", einer Normalität deren Auswüchse man der Bevölkerung vorhergesagt hatte, aber auf deren Verkünder man nicht hören wollte. Heute kann ich nur sagen "Wer nicht hören will, muss fühlen." Und "gefühlt" hat die ehemalige DDR hinreichend. Zu allem Überfluss haben wir nun auch eine Kanzlerin als Danaergeschenk erhalten.

    Der 3. Oktober? Ein Feiertag? Wenn, dann der 9. November. Dass an diesem Tag auch die Synagogen im Nazireich brannten, das sollte kein Hinderungsgrund sein, im Gegenteil. Der 9. November könnte ein Zeichen für ein anderes besseres Deutschland sein, wenn, ja wenn man nur wollte.
  7. #7

    Was haben wir den zu feiern?

    Ich freue mich, dass ich mir die Freiheit erkämpft habe mit 17 Millionen Menschen, daher ist der 9.11. für mich mein Feiertag. Aber am 3.10. habe ich bisher wenig zu feiern.

    Wir sind doch nur eine besetzte Zone die als Absatzmarkt dient, ob für Produkte oder Westbeamte. Man muss sich doch mal die Referatleitungen und Abteiungsleitungen in allen Bundesländern und beim Bund anschauen. Kaum Ostdeutsche und es rücken auch kaum welche nach, teilweise im Gegenteil. 20 Jahre nach der Einheit ist kein Ostdeutscher im Bundesverfassungsgericht und nur die Kanzlerin, wobei die je nach Blickrichtung ja in Hamburg geboren ist.

    Es nervt mich, wenn einige so tun, als wenn es eine Einheit gibt, dass wird noch 50-60 Jahre dauern und dann können wir feiern.
  8. #8

    Ja...

    Zitat von südd. Beitrag anzeigen
    In jedem westlichen Land wird der Nationaltag mit Pathos gefeiert.
    In Deutschland gilt jede Art von Pathos als Nationalistisch und ist somit verboten.

    Die Frage ist kann ein Land in dieser globalisierten Welt ohne Nationalpathos überhaupt bestehen?

    Ich bin kein großer Freund davon, glaube aber an bestimmten Tagen im Jahr muss es triefen davon um den Zusammenhalt zu fördern.

    Heute will jeder nur noch etwas vom Land oder moderner seine Rechte gegenüber dem Land, keiner will hingegen seine Pflichten wahrnehmen über kurz oder lang wird im Zerfall enden.

    Ob es besser ist wage ich zu bezweifeln.
    Es ist in der Tat ein wenig schade. Vor allem sehe ich den "peinlichen Pathos" nicht. Ist es denn so schlimm, einmal im Jahr an die guten Dinge zu erinnern, die wir in den letzten 60 bzw. 21 Jahren vollbracht haben? Für Miesmacherei gibt es ja noch die übrigen 364 Tage.

    Im übrigen finde ich es auch sehr schade, dass SPON lieber einen Forumsbeitrag zum heutigen Fernsehprogramm erstellt, anstatt zur Einheitsfeier im alten Bonner Bundestag und der wirklich guten Rede von Andreas Voßkuhle.
  9. #9

    Die Ignoranz eines nationalen Feiertages ist nicht normal,

    sondern international unüblich und damit weit entfernt von jedweder Normalität, in Bezug auf die hiesigen Medien, insbesondere die öffentlich-rechtlichen Sender sogar pathologisch.

    Das ZDF sendet Schund aus der Restekiste, die völlig bezuglose Ausstrahlung der Verleihung des "Deutschen Fernsehpreises" wurde bewusst für die nächsten Jahre auf den 3.10. gelegt, und die ARD sendet die linksradikale Geschichtsklitterung "Das weiße Band", nach einer Pseudodoku über Türken in Deutschland.

    Pathos hat es in den hiesigen Medien seit über 60 Jahren nicht mehr gegeben, in Bezug auf die öffentlich-rechtlichen Medien kann vom "Normalität" keine Rede sein, vielmehr von Ignoranz und neosozialistischer Volkspädagogik à la Ulbricht, von der Absicht einen nationalen Feiertag zu denationalisieren und umzudeuten, bzw. durch bräsige Einfalt zu nivellieren.








TOP



TOP