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TV-Einschaltquoten: Margot Honecker findet großes Publikum

NDRStarke Quote für die ARD: 4,2 Millionen Zuschauer sahen am Montag den Dokumentarfilm "Der Sturz - Honeckers Ende", in dem sich Margot Honecker erstmals seit langem öffentlich äußerte. RTL konnte hingegen nicht zufrieden sein mit dem Zuspruch für Antonia Rados' Gaddafi-Reportage.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,825423,00.html
  1. #90

    Oje, da hat aber...

    Zitat von derandersdenkende Beitrag anzeigen
    Ich kannte die Frau nicht und ihren Mann ebenfalls nicht.
    Glaube aber, daß sie z u m i n d e s t das gleiche Recht hat, sich zu äußern, wie die vielen Kriegsverbrecher, denen man in der Bundesrepublik ein Mediumpodium und ein privilegiertes Leben bot.
    Ganz im Ernst: da waren wirklich viele Teufel in Menschengestalt darunter.
    Das diese, M.H. als Hexe bezeichnen dürfen, muß eine Demokratie aushalten können.
    Das ihr Mann E.H. im Prinzip von den gleichen Richtern, die ihn schon Anfang der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts für >10 Jahre in den Nazi-Knast schickten, nach der Wende wieder in den Knast geschickt wurde (nur Wechsel aus Altersgründen), gibt hinreichende Auskunft über Deutschlands Nachkriegsentwicklung und die Machtverhältnisse in diesem Land.
    Denn jene, die Andersdenkende einknasteten, sprachen in der Bundesrepublik weiter Recht.
    ...einer ganz tief in die Motten- und Miefkiste gegriffen. Die Andersdenkenden wurden noch gleich wo eingeknastet? Anscheinend verläuft die "Diskussion" nicht so ganz nach dem Geschmack mancher Figuren hier und man verliert ein wenig die Contenance.

    Wie war das noch mit den im Prinzip gleichen Richtern, die Honecker nach der Wende in den Knast schickten? Wenn Sie es schon versäumt haben die fehlenden Tassen in Ihrem Schrank zu wahrzunehmen, dann versuchen Sie wenigstens die Vergleiche richtig zu plazieren.
    Die Praxis des Rechtswesens in Frau Honeckers Paradies ähnelte doch durchgängig eher dem der Vorgänger, die Verfolgung und Diffamierung Andersdenkender doch auch - oder? Die gute Dame hatte es im Beitrag doch noch einmal auf den Punkt gebracht: Andersdenkende, die nicht ihrer Phantasie von Sozialismus folgen konnten waren FEINDE und die, die aktiv dagegen angingen waren BANDITEN.
    Die Machthaber des Vorgängerregimes pflegten sich ähnlich auszudrücken.

    Aber natürlich hat die ehemalige Landesmutter im ehemals größten Knast Europas das Recht sich zu äußern. Das ist doch völlig in Ordnung! Sie hat es doch getan - und wie! Sie soll es ruhig weiter tun - immer wieder! Es ist sehr lehrreich und jeder, dem je Zweifel an unserer Demokratie und am Wert von Freiheit hatte, bekommt eine Ahnung, was an die Spitze eines Gemeinwesens gespült wird, wenn andere Grundsätze maßgeblich werden. Für ihre Offenheit kann man nur dankbar sein.
  2. #91

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Starke Quote für die ARD: 4,2 Millionen Zuschauer sahen am Montag den Dokumentarfilm "Der Sturz - Honeckers Ende", in dem sich Margot Honecker erstmals seit langem öffentlich äußerte. RTL konnte hingegen nicht zufrieden sein mit dem Zuspruch für Antonia Rados' Gaddafi-Reportage.

    TV-Einschaltquoten: Margot Honecker findet großes Publikum - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Interessant waren die neu aufgenommenen Beiträge von Frau Honecker, diese hätte man durchaus länger darstellen können. Sie ist über die aktuelle Lage der Bundesrepublik anscheinend gut im Bilde und hat berechtigte Kritik an den Banken geübt. Mir scheint auch, dass immer wieder versucht wird im Nachgang die DDR gleichzusetzen mit der Nazi-Zeit und somit die diese Zeit zu relativieren. In der Dokumentation mit teilweise reisserischer Hintergrundmusik wird auf die Anzahl der Maueropfer verwiesen. 134 wurde als Zahl genannt. Nur um das ganze ins richtige Licht zu rücken, sei darauf verwiesen, dass es seit der Wende über 140 rassistische Morde gab, ganz zu schweigen von den über 6 Millionen Ermordeten währen der NS-Diktatur. Ich finde den ständigen Versuch der Relativierung eine Verkärung der Geschichte.
  3. #92

    Zitat von onkelbenz,derechte Beitrag anzeigen
    Ja, nur noch Widerstandskämpfer und Leute, die es schon immer gewußt haben.
    Oder welche, wie ich, die sich kaum zu sagen trauen, daß sie hier eine schöne Kindheit hatten, im Unrechtsstaat.
    Ich glaube das liegt eher daran das hier und in unserem auch so freiheitlichem ein zünftige Zensur herrscht. Man darf zwar jetzt auch offiziell eine eigene Meinung haben nur laut aussprechen wird noch immer nicht so gern gesehen.
  4. #93

    Zitat von Joachim Baum Beitrag anzeigen
    Bleibt ansonsten nur der winzige Unterschied, dass diese "innerstaatliche Problematik" zu DDR-Zeiten dort nicht angesprochen, geschweige denn diskutiert werden durften.
    Nichtdesttrotz wurde es im privaten Raum wieder und wieder getan. Und wie heißt noch mal das westliche Land wo Leute mit dem Diktat der nationalen Sicherheit einfach so verhaftet gefoltert und auch gern von der Bildfläche entfernt werden können ohne jede Möglichkeit
    sich zu wehren? Liegt irgendwo südlich von Kanada und nördlich von Mexiko.

    Zitat von Joachim Baum Beitrag anzeigen
    Zu den (vorgekommenen - und immer noch - und nicht zu beschönigenden) Schweinereien des "Westens" fanden und finden aber öffentliche Diskussionen statt - ohne anschließende Sicherungsverwahrung.
    Toll, und was erreichen Sie mit ihren Diskussionen? So ungefähr nada? Sie diskutieren ob es rechtens ist das Polizisten mal so eben wehrlose Studenten erschießen, der Staat erklärt es einfach für rechtens. Dürfen Politiker sich schmieren lassen? Große Diskussione, die Politiker lachen sich ins Fäustchen und lassen sich weiter schmieren. In dieser Hinsicht war die DDR wirklich demokratischer als die BRD, in der DDR fürchtete die Regierung das Volk (das macht wahre Demokratie aus), in der BRD lachen die sich doch halb tot über das dumme Wahlvieh.
  5. #94

    Zitat von Claes Elfszoon Beitrag anzeigen
    Anscheinend verläuft die "Diskussion" nicht so ganz nach dem Geschmack mancher Figuren hier und man verliert ein wenig die Contenance.
    Man merk, dass Sie aus der ganz rechten Ecke kommen! Mit Figuren meinen Sie doch bestimmt zuerst einmal sich selbst, stimmt's. Sie können kaum einen Satz schreiben ohne ein diffamierendes Verb oder Substantiv zu benutzen - sind Sie so voller Hass?
    Übrigens war "Figuren" auch ein diffamierendes Lieblinswort von Josef Goebbels. Offensichtlich orientieren Sie sich sprachlich an den!
  6. #95

    ....

    Zitat von mixolydisch Beitrag anzeigen
    Man merk, dass Sie aus der ganz rechten Ecke kommen!
    Ein anderer Forist hat Ihnen doch vor kurzem schon dringend nahe gelegt, dass Sie Ihre dummdreisten Unterstellungen im eigenen Interesse bitte unterlassen möchten. Bei solchen Kaffeesatz lesenden Zeitgenossen wie Sie muss man sich ja glücklich schätzen, nicht im Mittelalter oder im realen Sozialismus zu leben.
  7. #96

    Zitat von Claes Elfszoon Beitrag anzeigen
    ...anstellen, was sie wollen - nur eines dürfen Sie nicht: Von mir erwarten, dass ich Ihnen für jeden verqueren Vergleich als Beantworter zur Verfügung stehe!
    Meine Güte, ist das nicht völlig klar, dass ich das von Ihnen bestimmt nicht erwarte?!?! Und trotzdem tun Sie es ständig!
  8. #97

    Aber sicher...

    Zitat von derandersdenkende Beitrag anzeigen
    betreibt jeder, der sich an einem Forum beteiligt.
    Auch jene die den Altnazis nachtrauern und die Neonazis nicht schnell genug an der Macht sehen!
    Oder jene die Medien für Ihre Zwecke mißbrauchen, die Honeckers natürlich eingeschlossen.
    Lindner, Rösler, Gabriel, Steinbrück, Steinmeier, etc. Man kann die Liste beliebig fortsetzen.
    sind wir nicht alle ein bißchen Selbstentlarver?

    Was ist an dieser Relativierungsmasche eigentlich so faszinierend? Solche Sachwalter des Totalitarismus wie es die Honeckers waren, in einer Reihe unter dem Begriff „Medienmißbrauch“ zu nennen wie Lindner, Rösler, Gabriel, Steinbrück, Steinmeier, ist schon eine Art Zumutung mit dem üblen Geruch der selbstgefälligen Ignoranz sogenannter Wahrheitsbesitzer..

    Lindner, Rösler etc. können die Medien zweifellos für sich nutzen, aber müssen sie ebenso fürchten. Wann hätten in den vierzig Jahren DDR-Regime jemals Staatsratsvorsitzende oder gar die Partei, die Medien fürchten müssen? Mißbraucht haben sie sie permanent!

    Alle diese Politiker – für keinen von denen habe ich etwas übrig - haben ihre Fehler, Schwächen einige vielleicht sogar Dreck am Stecken, aber mit einem Honecker muß sich von denen keiner gleichsetzen lassen. Sie haben allen Honeckers dieser Welt vieles voraus, nicht zuletzt den Umstand, dass sie von einer Mehrheit der Wähler legitmiert wurden.

    Und wenn Sie sich so vehement gegen Altnazis und Neonazis stellen – gut so! Aber dann sollte man auf das Selbstbewußtsein freier Menschen setzen und nicht auf Ideologien und deren Sachwalter a la Honecker, die in Sonntagsreden den Antifaschisten rauskehrten und in der Praxis doch erschreckend wenig Distanz zu deren Methoden erkennen ließen.
  9. #98

    Nanu? War nicht schon immer das Privileg...

    Zitat von mixolydisch Beitrag anzeigen
    Man merk, dass Sie aus der ganz rechten Ecke kommen! Mit Figuren meinen Sie doch bestimmt zuerst einmal sich selbst, stimmt's. Sie können kaum einen Satz schreiben ohne ein diffamierendes Verb oder Substantiv zu benutzen - sind Sie so voller Hass?
    Übrigens war "Figuren" auch ein diffamierendes Lieblinswort von Josef Goebbels. Offensichtlich orientieren Sie sich sprachlich an den!
    ...der Fans von Diktaturen (in Ihrem Falle womöglich der Diktatur irgendeines Proletariats), sich nicht vorstellen zu können, dass es eine andersgeartete Weltsicht geben könnte und dann folgerichtig die Fassung zu verlieren, wenn sie sich einmal mit der Realität auseinandersetzen müssen?
    Dabei entgeht es ihnen wahrzunehmen, in welche Nähe zu den vermeintlichen Erzfeinden Sie sich begeben. Das ist eine soziologische Grunderkenntnis: Der Arbeitslose hasst nicht den Verursacher seiner Arbeitslosigkeit, sondern seinen armen Nachbarn, der immerhin Tagelöhner ist.

    Der schlimmste Feind der Linksfaschisten ist nicht der Kapitalist, sondern der Rechtsfaschist!
    Weil er mit ihm in Konkurrenz steht; weil sie so viel gemeinsam haben; weil beide dem einzelnen Menschen mißtrauen; weil sie mit dem Begriff Freiheit nichts anfangen können; weil Menschenrechte für sie bedeutungslos sind.
    Von Rechtsfaschisten werden Andersdenkende sofort beseitigt; Sie versuchen es wenigstens nur mit albernen Attribuierungen. Ein Fortschritt ist das zwar nicht, aber vorerst ungefährlich.

    Ihre mal schnell herbeiphantasierte sprachliche Nähe, ist eine Lachpille verglichen mit der ideologischen und praktizierten Übereinstimmung, einer Frau Honecker und ihren Paladinen, mit der von Ihnen genannten Erfüllungsgehilfen eines Unrechtsregimes.
  10. #99

    ...

    Zitat von delta058 Beitrag anzeigen
    In dieser Hinsicht war die DDR wirklich demokratischer als die BRD, in der DDR fürchtete die Regierung das Volk ...
    Sehr richtig! Sie fürchtete sich sogar davor und musste sich deswegen ordentlich schützen (und dazu das Volk in Schutzhaft nehmen)

    Zitat von delta058 Beitrag anzeigen
    ...(das macht wahre Demokratie aus),...
    Donnerwetter! Das hätte ich jetzt nicht vermutet.








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