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TV-Duell zur Außenpolitik: Angriffslustiger Obama punktet gegen zaghaften Romney

REUTERSVorteil für den "Commander in Chief": US-Präsident Barack Obama konnte in der dritten und letzten TV-Debatte gegen seinen Herausforderer Romney punkten. Beim Thema Außenpolitik präsentierte sich der Amtsinhaber souverän, der Republikaner wirkte zaghaft und unsicher in Detailfragen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-862788.html
  1. #1

    Da fehlt doch was...

    Vielen Dank für den informativen Artikel... Leider fehlt mir persönlich die amüsanteste Stelle der ganzen Debatte, in der es um die amerikanische Armee/Navy usw. geht. Romney argumentiert, dass die USA inzwischen weniger Kriegsschiffe als 1916 habe und weniger und ÄLTERE(?) Flugzeuge als 1943 (bin mir im wortlaut nicht mehr so sicher) habe... Woraufhin Obama sagt: “Governor, we also have fewer horses and bayonets because the nature of our military's changed. We have these things called aircraft carriers where planes land on them. We have these ships that go underwater, nuclear submarines, and so the question is not a game of Battleship where we're counting ships. It's — it's what are our capabilities.”
  2. #2

    knapper erwartungsgemäßer Sieg für Obama! Alles andere wäre eine Überraschung. Gesamtsieger der drei Debatten ist aber Romney!
    Weitere vier Jahre Stillstand unter Obama kann sich die USA eigentlich nicht leisten. Jedenfalls bleibt es bis zum 6. November spannend. Ich freue mich auf die nächsten zwei Wochen!
  3. #3

    Deutungshoheit?

    Romney konnte dieses Duell als Präsidenten-Anwärter gegen den Amtsinhaber ob mangelnder Praxis-Erfahrung nicht gewinnen - sein Ziel konnte es nur sein, nicht deutlich zu verlieren.
    Dieses Ziel hat er locker erreicht. Obama gewinnt zwar mit leichtem Vorsprung, doch ändert dieses Ergebnis an der aktuellen, sehr ausgewogenen Stimmungs- und Stimmenlage in den USA selbst eher wenig.

    Das wollen die deutschen Medienvertreter so wohl lieber nicht sehen - ist aber die Wahrheit.
    daran kann keine noch so tendenziöse Berichtersttung hierzulande etwas ändern. Zum Glück werden die Wähler in den USA deutlich ausgewogener informiert, als das in Deutschland über die Medien der Fall ist.
    Das beste Beispiel dafür sind die - im Vergleich zur ausgewogenen Lage in den USA - geradezu lächerlich klaren Umfrage-Werte pro Obama in Deutschland.
  4. #4

    In der Krise...

    Bei allem Schmusekurs mit Obama in der Außenpolitik, schlägt Romney doch eine aggressivere Gangart vor, schärfere Sanktionen gegen Iran , mehr Waffen für die syrische Opposition, Handelskrieg mit China . Das erinnert an die Konfrontationspolitik von Bush, die ja viele Krisen erst heraufbeschworen hat. Das Romney, ein Investmentbanker 12 Mio Arbeitsplätze schaffen will, dabei kann es sich nur um eine weitere Blase handeln, eine Sprechblase. Wenn er nicht sagt wie, , ist das nicht mehr, als ein leeres Versprechen. Bei den 3 Rededuellen hat Romney Obama oft mit seiner Wendetaktik überrascht und damit viele Punkte gemacht. Aber war das insgesamt glaubwürdig? Man weiß doch eigentlich gar nicht in welchen Bündnissen und Bündnispartnern Romney antreten will. In der Krise wechselt man die Pferde nicht!
  5. #5

    .

    Möge dieser Knilch (Romney) an uns vorbei gehen! Möge die ganze Welt ihn möglichst bald vergessen haben! Friede seiner hohlen Gesten! Romney als Präsidenten des immer noch wichtigsten Staates der Erde zu wählen, braucht gleich viel Gottvertrauen, wie den Würger von Boston um eine Nackenmassage zu bitten...
  6. #6

    Obama punktete. Nein, wirklich?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vorteil für den "Commander in Chief": US-Präsident Barack Obama konnte in der dritten und letzten TV-Debatte gegen seinen Herausforderer Romney punkten. Beim Thema Außenpolitik präsentierte sich der Amtsinhaber souverän, der Republikaner wirkte zaghaft und unsicher in Detailfragen.

    Obama attackiert Romney bei letztem TV-Duell - SPIEGEL ONLINE
    Wer hat denn diesen SPON Kommentar geschrieben? Oder wurde der schon vorformuliert aus der Schublade gezogen?

    Pitzke, waren Sie das wieder? Sie muessen da wohl einen anderen Film angeschaut haben, oder war etwa der Wunsch der Vater des Gedankes? Ich hoffe, dass Ihre Karriere beim SPON nicht nur von Ihrem Urteilsvermoegen abhaengt. Noch nicht mal beim linkslastigen PBR hat man Vorteil Obama gesehen.

    Nicht, dass Obama intellektuell schlecht gewesen waere. Aber darum gings nicht. Der Zuschauer erinnert sich im Nachhinein nicht an Details, sondern an das atmosphaerische. Kurz:

    Romney liess sich von Obama's Attacken nicht provozieren, hatte keinen Einbruch, gab sich gemaessigt fuer die unentschlossenen, Samthandschuhe und Knueppel hinter dem Ruecken. Message: Niemand hat Bock auf weitere vier Jahre Misery. Und er, Romney, wirds raushauen. Romney war 'presidential'. Und obendrein sieht der Mann wirklich beneidenswert gut aus!

    Und Obama war dagegen ein kleiner Terrier, ein Klaeffer am Hosenbein.
    Sein undiszipliniertes Dazwischengeplapper, seine langatmigen Attacken und Mutmassungen ueber Romney haette er sich getrost schenken koennen. Die Waehler wollten seine eigene Zukunftsmusik hoeren. Da wurde die Luft dann ploetzlich duenn.

    Romney musste das alles nur mit Haltung ueberstehen, um zu gewinnen. Und das tat er mit Bravour. Aber das ist nur das aeusserliche.

    Hier sind die eher substantiellen Argumente zudsammengefasst, warum Romney in einem ERDRUTSCH siegen wird.

    Romney wins in a landslide -- Las Vegas oddsmaker doubles down on prediction | Fox News

    Ach, und noch was fuer meine bedeutungs- und problembewussten deutschen Landsleute:

    Deutschland oder gar Europa wurden in der Debatte von beiden Kontrahenten mit keiner Silbe erwaehnt. Soviel zu Ihrer Bedeutung.

    Dagegen mehrmals Polen und Mali!!!! Das ist doch mal ein Aufstieg.
  7. #7

    Demokratie versus Nationalismus

    So viel Wankelmütigkeit der Wähler Amerikas ist ein Hinweis auf eine fehlende politische Grundüberzeugung. Wenn ich eine politische Linie verfolge, springe ich naturgemäß nicht von heute auf morgen zu einem anderen, zudem fremden Präsidentschaftskandidaten. Während die "Demokraten" unter Obama ohnehin wohl nicht ganz umsonst als Demokraten bezeichnet werden, weil das Demokratieverständnis verbunden mit den Menschenrechten bei den Republikanern doch sehr eingeschränkt scheint, hat diese Wahl gefühlt viel mehr mit demokratischer Weltoffenheit gegen den amerikanischen Nationalismus zu tun.

    In Deutschland liegen bei den drei großen Volksparteien die Dinge wohl etwas anders. Während sich der deutsche Bürger in der Gewissheit wiegt, dass das Verfallsdatum Merkels bereits weit überschritten ist, hat er doch gleichzeitig Bedenken, dass wir unter Peer Steinbrück in die Schweiz einmarschieren werden ;-)

    Und so lange bei den Grünen die K-Frage nicht geklärt wurde, schwelgt man hier lieber in längst vergangenen Erinnerungen, dass eben von dieser Seite aus das Horrorszenario eines "5-D-Mark-Benzinpreises" an die grüne Wand gemalt wurde. Nur Baden-Württemberg und Stuttgart haben dies berechtigterweise längst unter Zeitgeschichte abgelegt, während sich die Ölmultis inklusive aktueller Steuererhebungen auf den Liter Benzin deutscher Schwarzgelb-Poltik ohnehin auf die systematische Preissteigerung verständigt haben.
  8. #8

    Romney erinnert zu stark an Bush

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vorteil für den "Commander in Chief": US-Präsident Barack Obama konnte in der dritten und letzten TV-Debatte gegen seinen Herausforderer Romney punkten. Beim Thema Außenpolitik präsentierte sich der Amtsinhaber souverän, der Republikaner wirkte zaghaft und unsicher in Detailfragen.

    Obama attackiert Romney bei letztem TV-Duell - SPIEGEL ONLINE
    So ist es und so war es. Der eher kriegslüsterne, unsozial denkende Teil der US-Wähler wird Romney wählen, denn sie wissen nicht was sie tun. Die ausgeglichenen Bürger bleiben bei Obama. Einmal weiß man was man hat, die Beschäftigungszahlen ziehen an, die Wirtschaft wird sich steigern. Der bessere Präsident ist auf jeden Fall Obama. Zu sehr haftet der sinnlose Irak-Krieg in den Köpfen der Familien mit den Kriegsopfern. All das wäre verhindert gewesen, wenn Al Gore damals den Bush verhindert hätte, hätte, wäre, wenn - hätte diese Chaos-Politik nie stattgefunden.
    Die Einheitspartei Merkel ist z.B. Bush oder Republikaner affin, weil sie die Frechheit besitzt, geplante Waffenverkäufe an die Saudis als Friedenstat zu preisen. Die war zu oft in den USA.
  9. #9

    Obama versuchte, den Schaden der ersten Debatte auszugleichen, während Romney sein eigenes Bild - als "presidential" - bei noch unentschlossenen Wählern abrunden konnte. Obama agierte taktisch gut, aber Romney war strategisch geschickt. Denn diese Debatten sind eben kein Selbstzweck, keine Tennismatches, sie dienen den Wählern zum Verstehen der Persönlichkeiten der Bewerber. So schien Obama vordergründig zu punkten, aber Romney kam in dieser Debatte seinem Ziel, der Präsidentschaft, näher.

    "Mich zu attackieren, ist noch kein Programm!" war das klügste Wort der Debatte.








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