SWRAlte Schule, ganz lebendig: Die ARD-Doku "Wader Wecker Vater Land" zeigt die zwei großen Liedermachern Hannes Wader und Konstantin Wecker auf Tour. Bei allen Gegensätzen kommen sich die zwei näher - und geben Einblicke sowohl in ihr Privatleben als auch in die alte BRD.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,830245,00.html
vor 25 Jahren habe ich beide verehrt - Konstantin Wecker noch mehr, als Hannes Wader. Im Laufe meines Lebens bin ich älter un reifer geworden und kann es immer weniger ertragen, dass die "alten Granden" der Liedermacherszene nicht aufhören vor den gleichen Gefahren zu warnen, die bereits damals nie eingetreten sind. Was ich nahezu unerträglich empfinde ist die Tatsache, dass jemand selbst wunderbar davon leben kann der Gesellschaft andauernd wehklagend ihre Schlechtigkeit vorzuwerfen. Zumal die Tatsache alleine, dass derjenige sich dafür berufen fühlt, eigentlich eine unerträgliche Arroganz zeigt.
vor 25 Jahren habe ich beide verehrt - Konstantin Wecker noch mehr, als Hannes Wader. Im Laufe meines Lebens bin ich älter un reifer geworden und kann es immer weniger ertragen, dass die "alten Granden" der Liedermacherszene nicht aufhören vor den gleichen Gefahren zu warnen, die bereits damals nie eingetreten sind. Was ich nahezu unerträglich empfinde ist die Tatsache, dass jemand selbst wunderbar davon leben kann der Gesellschaft andauernd wehklagend ihre Schlechtigkeit vorzuwerfen. Zumal die Tatsache alleine, dass derjenige sich dafür berufen fühlt, eigentlich eine unerträgliche Arroganz zeigt.
Es gibt nicht viele Künstler in diesem Land, die nach 50 Jahren auf der Bühne noch so aktuell sind wie Wader und Wecker. Und wer heute nicht das erste Mal auf Spiegel Online ist, dürfte wissen, dass die beiden nicht gerade die Lieblinge dieses Magazins sind. Es muß also etwas dran sein am Werk dieser Liedermacher. Den hämischen Kommentatoren möchte man nur empfehlen: ARD schauen. Am 1. Mai. Um 23:45 Uhr. Obs allerdings hilft muss man beim Niveau einiger Beiträge schon bezweifeln.
Ich konnte den Film schon im Dezember 2011 in München sehen und empfehle ihn gerne weiter. Regisseur Rudi Gaul ist ein respektvolles Porträt gelungen, gleichzeitig ein Stück deutsche Zeitgeschichte und ein lebendiger Einblick in den Tourneealltag. Freue mich sehr auf die Fernsehausstrahlung.
Ich bin mit Konstantin Wecker gemeinsam in die Jahre gekommen - habe sein Leben in seinen Konzerten und Büchern begleitet. und ich finde, er war noch nie besser als heute ! Wer sich noch ein wenig Ehrlichkeit zu sich selbst bewahrt hat und auch die Fähigkeit, sich immer wieder selbstkritisch zu hinterfragen muss zu dem Ergebnis kommen, das seine Lieder, Texte und Gedichte in der heutigen Heuschreckenzeit, in Zeiten der Bankenkrise und der Militäreinsätze noch genauso vortrefflich zutrefflich sind wie früher ! Ich hoffe, er kann noch lange so laut und ehrlich weitermachen...