... sind die beiden "alten Haudegen" der Liedermacherei.
Und gerade ihre eigenen Lebens-Brüche und - Umwege machen sie aus meiner Sicht glaubwürdig.
Einer meiner Vor-Kommentatoren schreibt, es sei nicht eingetroffen, was sie prophezeiten.
Ist die Welt nicht gerade aktuell an dem Abgrund, vor dem beide immer gewarnt haben?
Nur weil wir in Deutschland nicht so viel von der Krise mitbekommen, wie anderswo auf der Welt, ist sie doch da und hat schon viele Menschenleben gekostet.
Und genau dies überzeugt auch die jungen Leute, die sich ein bisschen mehr mit der Welt befassen.
Ich kenne zahlreiche Leute im Teen- und Twen-Alter, die die Texte von Wecker und Wader gierig in sich aufsaugen, weil sie die Wahrheit dahinter spüren und die Ehrlichkeit.
Ja, und zum Liedermacher-(aus)-Sterben kann ich nur sagen: Wer daran glaubt, dass der gesellschaftskritische Barde eine aussterbende Spezies sei, ist gehörig auf dem Holzweg!
Allein das Degenhardt-Tribute-Konzert am 19. Dezember im Berliner Ensemble sprach da einen ganz eigenen Sprache.
Liedermacherfestivals sind bei vielen Leuten (wieder) angesagt und auf Poetry-Slams probieren sich viele Jugendliche auch selbst als Texter aus - wobei so manches Talent entdeckt wird.
Ich werde jedenfalls auch in Zukunft viel Zeit auf Liedermacher-Events verbringen und freue mich auf viele gute neue und alte Lieder, ohne welche diese Welt um einiges ärmer und roher wäre.
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