Der "Ausstieg" ist einfach nur scheinheilig!
Da nimmt man das "Alpenwochenende" noch quotenbringend mit und macht dann den "Sack zu".
Ich bin gespannt, wie mit den Olympischen Spielen 2008 umgegangen wird?
Haben sich ARD und ZDF also doch zu einem Tour-Boykott durchgestrampelt. Und wird sich etwas ändern am Doping-Eifer der Radprofis? Natürlich nicht - die Sender fahren viel zu gut mit ihrer Mischung aus Berichterstattung und PR.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...495254,00.html
Der "Ausstieg" ist einfach nur scheinheilig!
Da nimmt man das "Alpenwochenende" noch quotenbringend mit und macht dann den "Sack zu".
Ich bin gespannt, wie mit den Olympischen Spielen 2008 umgegangen wird?
Nur: dieser Dopingfall datiert vom 8. Juni - da war es noch ein Monat bis zur Tour...
Kessler wurde in etwa zur gleichen Zeit getestet, sein Ergebnis war halt früher da.
Irgendwie hätte ich Verständnis gehabt wenn es ein aktuelles Doping während der Tour gewesen wäre.
Aber so erscheint es wie ein vorgeschobener Grund um sich ins Gespräch zu bringen und damit a) Punkte bei den Politikern zu sammlen und b) von anderen Themen der ÖR abzulenken mit denen sie gerade zu kämpfen haben...
Nebenbei ist es mir vollkommen egal ob die ÖR aus der Berichterstattung aussteigen, deren Berichterstattung über diesen Sport krankte schon immer...
Eine Fluchtgrupee geht, gewinnt langsam an Boden und die Kommentatoren reden weiter über die Fresken der Kirche die schon seit einer Ewigkeit vom Bild verschwunden ist... Das, in etwa, ist die ARD Version.
In der ZDF Version würde man sich über den tollen Käse unterhalten, den es im Restaurant am Wegesrand zu geniessen gibt... während im Bild gerade eine Sprintwertung auf einer Flachetappe ohne Ausreisser zu sehen ist.
Beides sind reale Beispiele aus früheren TdF - und bei Leibe nicht die einzigen.
Eurosport gelingt es, die Berichterstattung in Prioritäten einzuteilen: Erst das Renngeschehen, dann alles andere.
...ist es, dass das Ergebnis der Probe vom 8. Juni (also vor ca. 6 Wochen) erst nun bekannt gegeben wird - bisher war ich der Ansicht, dass spätestens nach 48 Stunden ein Ergebnis der Probe vorliegen müßte. Wie der Zufall es will, liegt der betreffende Athlet im Krankenhaus und ist somit eh kein aktiver Teilnehmer der Tour mehr. Ein Schelm wer böses dabei denkt: Sollten positive Doping-Ergebnisse etwa nur von Fahrern veröffentlicht werden, die sowieso nichts mehr mit dem Ausgang der Tour zu tun haben?
Wieso wird die Öffentlichkeit erst jetzt über ein Doping Ergebnis informiert welches bereits seit Wochen der NADA bekannt sein dürfte?
Ich schaue EUROSPORT, mir ist das im Prinzip egal. Aber das Verhalten von ARD und ZDF ist doch wieder mal absolut dümmlicher, heuchlerischer Aktionismus!
Werden jetzt auch keine Bundestagsdebatten mehr übertragen wenn dort jemand lügt oder gedopt - sprich besoffen - ist?
Am Besten wäre es, die würden den Sendebetrieb ganz einstellen, könnten wir wenigstens deren unverschämte Gebühren sparen.
Aber am lustigsten ist der Schluss des Artikels, wenn sich die selbstgerechten Journalisten loben. Die haben es gerade nötig!
Vertrackte situation.
fahrer leiden in gleichem masse, gedopt oder nicht.
gedopt fahren sie nur schneller.
warum schaue ich die tour ?
es gibt nicht nur einen grund.
einer der gründe ist, dass ich sehen will wer gewinnt.
dieses jahr gibt es keinen favoriten wie die jahre zuvor.
also hält sich identifizierung in grenzen.
anders z. bsp. während lance armstrongs zeiten.
ich schwankte beständig zwischen anerkennung seiner leistung
und dem zweifel, das er nicht ehrlich gewinnt.
rückschauend betrachtet tut dies meiner einschätzung seiner person nicht sehr gut.
das dumme ist halt, dass ich nicht glaube, dass alle dopen.
was ich sehen will ist aber sowas wie einen willenswettbewerb.
und ich glaube doch, dass wenn nicht jetzt entschieden versucht
wird einzuschreiten, über kurz oder lang die faszination
des publikums etwas schwinden wird.
wenn der geruch des betruges zu penetrant wird vielleicht?
wenn hinter der leidensmiene des bergan rasenden radfahrers
doch allzu deutlich der onkel doktor mit der anabolikaspritze durchschimmert ?
Hmmm ! Aber leiden tun man trotzdem. man fährt nur schneller.
vertrackt.
ist vielleicht doch die einzige möglichkeit ärztlich kontrolliertes doping ?
aber dann gibt es bestimmt wieder diejenigen,
die ärztlich gezogene grenzen des erfolges wegen überschreiten.
also viel weiter wäre man dann auch nicht.
aber etwas vielleicht schon.
auf jedenfall glaube ich, dass historisch betrachtet
die ALTEN sieger der tour stärker in erinnerung bleiben werden.
weil man sich bei denen noch der illusion hingeben kann, die hätten sauber
gewonnen. ob es so war ?
keine ahnung. gedopt wurde zumindest nicht so professionell vielleicht.
eine farce ist die reaktion der ard/zdf allerdings auch meiner meinung nach.
denn es wird weiter gefahren.
vielleicht veringern sich die einnahmen, wenn einzelne sender aussteigen.
aber damit verringert sich letzendlich wohl nur der lohn der radfahrer.
weiter gefahren wird aber so oder so.
dazu geht zuviel faszination aus von der tour.
dazu ist die tour viel zu sehr ein sehr wichtiger bestandteil im leben
vieler franzosen und anderer nationen auch.
einzige lösung ist vielleicht wirklich einmal der ganz dicke hammer.
z. bsp. eine tour ganz ausfallen zu lassen wegen dopings.
wenn der druck so gross würde, dann vielleicht, ganz ganz vielleicht,
würde auch der abgebrühteste fahrer hemmungen bekommen.
vielleicht.
schade, lösung klingt auch nicht toll. lösung also nicht in sicht.
naja, freuen wir uns auf den sauberen sport in china, denn die chinesen
sollen ja wahre meister sein im dopen der Hors Categorie.
aber da geht's ja schliesslich um unsere arbeitsplätze und absatzmärkte... höHöhö !
wenn solch eine volkswirtschaft wie china dobt,
zum wohle des anashens chinas selbstverständlich,
ist dass natürlich was ganz anderes als wenn kleine Radfahrer dopen.
Danke für den Artikel, der sehr gut ist. Ich finde es einfach lächerlich, wie ARD und ZDF sich da gerade benehmen. Habe heute morgen das Morgenmagazin verfolgt und da ist natürlich das Thema des Tages die Tour und vor allem das Doping. Wie einige meiner Vorredner muss man ja nicht mehr auf die anderen Sportarten hinweisen. Doping gibts überall, vor allem in der Leichtathletik und bei den Schwimmern (Kristin Otto als ZDF-Reporterin war ganz vorne mit dabei). Leute wie ein Raphael Nadal, der auch auf der Fuentes-Liste steht, werden von den ÖR und überhaupt der ganzen Medienlandschaft hofiert und da schreit kein Hahn nach. Ein Sinckewitz, der seine Strafe (so er denn gedopt hat) sicherlich redlich verdient hat, wird jetzt medial zur Sau gemacht und als der grosse Sündenbock dargestellt. Da sollten sich die feinen Herren von ARD/ZDF auch mal überlegen, was sie da anrichten. Das den Radsport noch viel mehr als die Doperei ausmacht, wird weitestgehend vergessen. Ich gucke jetzt bei Eurosport weiter und andere Live-Ticker als den von der ARD gibts ja Gott sei dank auch!
Hallo,
als erstes möchte ich schreiben, dass ich mich als Zuschauer nicht schuldig fühle. Denn ich habe zwar Interesse an der Sportart, aber ständig neue Rekorde erwarte ich nicht und ob die Fahrer für eine Bergetappe vier oder fünf Stunden brauchen und ob die Durchschnittsgeschwindigkeit im Vergleich zu früheren Rundfahrten sinkt, ist mir egal.
Ich halte den Ausstieg von ARD und ZDF für falsch. Denn vor der Tour konnte man nicht annehmen, dass es plötzlich keinen einzigen Doping-Fall mehr geben würde. Hatten die Sender eigentlich wirklich angekündigt, schon beim ersten Bekanntwerden eines Falls auszusteigen? Nach meiner Erinnerung hatten sie nur gesagt, dass sie aussteigen, wenn es Beweise gibt, dass weiterhin flächendeckend gedopt wird.
Ich glaube auch nicht, dass der Ausstieg von ARD und ZDF dem Sport so sehr schadet, dass ihm nichts mehr anderes übrig bleibt, als sich durch Selbstreinigung selbst zu helfen. Mir scheint nämlich, dass das Doping in anderen Ländern kaum eine Rolle spielt und es dort keine ähnlichen Konsequenzen geben wird. Der Alleingang von ARD und ZDF wird daher nicht zu einer Reinigung des Sports führen, sondern fast nur deutschen Radlern und deutschen Sponsoren schaden.
Außerdem stellt sich die Frage, warum das Thema gerade in Deutschland so eine große Rolle spielt. Sind wir hier vielleicht alle (bis auf die Radsportler natürlich) besonders ehrlich? Ich denke, dass es eher daran liegt, dass Radsport in Deutschland keine Traditionssportart ist. Es ist leicht, sich als Moralapostel hinzustellen, wenn die Vertreter des eigenen Landes nie ganz so erfolgreich waren wie erwünscht. Aber was wäre, wenn Jan Ullrich nicht nur einmal die Tour gewonnen hätte, sondern mehrmals? Was wird passieren, wenn bei der diesjährigen Tour plötzlich Andreas Klöden im gelben Trikot fährt oder sogar als Sieger in Paris ankommt?
Gruß
Christoph
Wie bringt man diesen Herren und Damen Fernsehverantwortlichen endlich einmal bei, dass sie Dienstleister am Gebührenzahler und nicht dessen Höchste Instanz für Moral- und Ethikerziehug sind? Letzteres können sie allein schon deswegen nicht sein, weil sie sich im jetzt plötzlich als ekelhaft definierten Sumpf lang genug selber gesuhlt haben. Und weil ihnen in dieser Beziehung jedwede Kompetenz fehlt. Also sendet verdammt noch mal die Tour und lasst den Zuschauer entscheiden, ob er das sehen will oder nicht!!!
Das ist doch total lächerlich. Das grauslichste schlechthin sind ja wohl Krieg und Folter. Wird deswegen etwa darauf verzichtet, darüber zu berichten?
Ganz im Gegenteil.
Was soll es also bringen, diesen dopenden Dummbatzen ein Medium zu reduzieren?
Letztlich sorgt das nur für noch mehr Wirbel, bringt in der Sache aber nix.
Geändert von ( um Uhr)
Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....