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Tunesien und Libyen: Triumph der Islamisten alarmiert Diplomaten

Islamisten haben die ersten freien Wahlen Tunesiens gewonnen, in Libyen will der Übergangsrat die Scharia einführen. Westliche Diplomaten warnen vor einer Radikalisierung Nordafrikas, Liberale fürchten Kopftuchzwang und Alkoholverbot. Den Arabischen Frühling hatten sich viele anders vorgestellt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...793712,00.html
  1. #110

    Wer anderes erwartet hätte,

    ist ein Träumer.
    Aber es ist schon grandios, dass mit Unterstützung der NATO die Grundlage für Systeme geschaffen wurde, die die "Ungläubigen" bekämpfen werden.
  2. #111

    Anders vorgestellt?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Den Arabischen Frühling hatten sich viele anders vorgestellt.
    [/url]
    So? Wirklich? Anders vorgestellt?! Wie nett! Wenn sich ein armer Kerl auf der Strasse in Tripolis etwas "vorstellt" - naja... dann eben...
    Aber wenn sich die westlichen Kampfflugzug-Entseder etwas anders vorstellen, dann ist's so übel, wie man es sich vorstellt.
  3. #112

    .

    Zitat von Gani Beitrag anzeigen
    Was soll eigentlich immer dieses selbstgefällige Gerede einiger Foristen hier, die implizieren, dass alle Welt erwartet hätte das dort gleich eine lupenreine säkulare Demokratie ausbricht? Das hat niemand ernsthaft erwartet!
    Oh, das klang aber vorher noch ganz anders. Jetzt plötzlich will es niemand ernsthaft erwartet haben? Lachhaft.
    Zitat von Gani Beitrag anzeigen
    Es durfte aber auch niemand ernsthaft erwarten, dass ein paar Bartträger ,ohne das Volk zu befragen, gleich als erstes die Scharia einführen würden.
    Doch, genau das konnte und mußte man erwarten, wenn man sein Leben nicht gerade in einer Seifenblase verbringt.

    Zitat von Gani Beitrag anzeigen
    Ob das, was in Tunesien als Wahlresultat vorliegt, auch wirklich eine Katastrophe für zukünftige demokratische Bestrebungen sein wird, muss sich auch erst zeigen. Das Volk hat es so gewollt, also is es legitim. Und wenn die dem Vorbild der AKP nacheifern, dann mag das nicht ideal sein, aber tausendmal besser als eine Diktatur.
    Und wieder das Seifenblasendenken. Von welcher Diktatur reden Sie im Falle Tunesiens? Es gab dort nur die eine, die von den westlichen Medien herbeigezaubert wurde.

    Zitat von Gani Beitrag anzeigen
    Am Ende ist die Rechnung einfach, wenn Diktaturen durch neue ersetzt wurden, dann sollten die sich ihr Geld für den Wiederaufbau usw. woanders besorgen und nicht von dort erwarten, die sie dabei unterstützt haben die alte Diktatur los zu werden - auf welche Weise auch immer.
    Und was sollen die Tunesier wiederaufbauen? Habe ich etwas verpasst?
    Ganz abgesehen davon, daß dieser letzte Absatz äußerst zynisch wirkt, auch wenn das wahrscheinlich nicht beabsichtigt war. Nach dem Motto (z.B. auf Libyen bezogen): Erst bomben wir euer Land kaputt, aber wenn ihr dann nicht spurt und eine uns genehme Regierung wählt, dann seht zu, wie ihr klarkommt.
  4. #113

    Frei zu wählen?

    Alle europäischen Gutmenschen applaudieren dem Sturz der Diktatoren und dem Verlauf der demokratischen, und wie wiederholt berichtet freien und fairen Wahlen aber....mit dem Ergebnis sind Sie nicht zufrieden,denn wer hätte es gedacht wählen die Tunesier (und in Zukunft vielleicht auch die undankbaren Lybier) die gefürchteten "Islamisten".
    Frei zu wählen... ja!- aber nur was dem Rest der Welt gefällt!
  5. #114

    mal halblang

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Islamisten haben die ersten freien Wahlen Tunesiens gewonnen, in Libyen will der Übergangsrat die Scharia einführen. Westliche Diplomaten warnen vor einer Radikalisierung Nordafrikas, Liberale fürchten Kopftuchzwang und Alkoholverbot. Den Arabischen Frühling hatten sich viele anders vorgestellt.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...793712,00.html
    Man sollte den Teufel nicht gleich an die Wand malen, sondern erst mal abwarten, wie die "Islamisten" dort denn die Regierungsverantwortung ausüben. Vielleicht entwickeln sie sich ja hin zu einer religiös-konservativen Partei, ähnlich den Unions-Parteien in Deutschland z.B.

    Man sollte nicht vergessen, dass die junge deutsche Demokratie nach dem zweiten Weltkrieg ebenfalls bei der ersten Wahl mehrheitlich auf eine Partei setzte, die auf ein religiöses Fundament verweist.

    Dass die Menschen sich in der Stunde null der Demokratie erst einmal auf die Konstante ihrer Religion zurückziehen, sollte an sich kein Alarmzeichen sein.

    Wichtig ist, dass die ersten frei gewählten Regierungen in den arabischen Ländern anerkennen, dass ihre Bevölkerungen pluralistisch sind und demzufolge Politik immer auf Kompromissbasis zu erfolgen hat.
  6. #115

    41%

    Auf Al Jazeera´s Website ist zu lesen das die al-Nahda 90 von 217 Sitzen, also rund 41% gewonnen hat.
    Sie haben angegeben eine Koalition mit 2 säkularen Parteien eingehen zu wollen.
    Damit dürfte sich die "Hoffnung" einiger hier im Forum auf einen tunesischen Gottesstaat wohl zerschlagen haben, soweit wird es nicht kommen - egal wie schwarz man diesen Wahlausgang nun malen möchte.
  7. #116

    Tja zu der Anmerkung im Vorspann ...

    ... des Artikels ".... Den Arabischen Frühling hatten sich viele anders vorgestellt." kann man nur anmerken: Schön blöd! Der Westen in seiner Arroganz begreift nicht, dass seine Ideale bei weitem nicht so weltumgreifend sind, wie wir immer meinen. Und mit der abnehmenden Bedeutung des westlichen Gesellschaftsmodells fallen die künftigen Diktaturen viel weniger auf.

    Im Übrigen möchte ich wetten, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich auch in Ägypten der nächste Diktator an die Macht putscht.

    Freiheit für die Menschen liegt ausnahmslos in Bildung. Und nichts findet so wenig im arabischen Kulturraum statt, wie wirkliche Bildung. Und wer über unabhängige, freiheitsbegründende Bildung sprechen will, muss über die Bedeutung der Religion sprechen. Erst die beginnende Emanzipation von der katholischen Kirche hat schließlich aus der Erde als Scheibe eine Kugel gemacht.

    Der Bildung im arabischen Kulturraum steht vor allem die Religion im Wege. Und mit der sich ausbauenden Islamisierung hat man sich noch weiter von Bildung und damit Freiheit entfernt!
  8. #117

    !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Islamisten haben die ersten freien Wahlen Tunesiens gewonnen, in Libyen will der Übergangsrat die Scharia einführen. Westliche Diplomaten warnen vor einer Radikalisierung Nordafrikas, Liberale fürchten Kopftuchzwang und Alkoholverbot. Den Arabischen Frühling hatten sich viele anders vorgestellt.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...793712,00.html
    wann werden die sogenannten experten und unsere (volksvertreter) endlich einsehen, dass der islam eine geisel der menschheit ist!
  9. #118

    ...

    Ich freu mich, daß die Menschen in Nordafrika ihre eigene Sache durchziehn! Wenn es denn die Sharia sein soll, sei´s drum! Andere Länder andere Sitten...und das ist gut so!
  10. #119

    .

    Zitat von d1plom4t Beitrag anzeigen
    ...ist ja schließlich auch, dass die Bürger eines Landes über ihre Regierung abstimmen und nicht die Regierungen anderer Länder.

    Der Westen hat lange genug den Fehler gemacht, demokratisch gewählte Institutionen nicht anzuerkennen - Beispiel Hamas - und hat an Glaubwürdigkeit eingebüßt.
    Hoffen wir, dass diese Fehler nicht wiederholt werden.
    Naja, wer Hamas als "demokratisch gewählte Institution" bezeichnet, sollte auf keinen Fall ernstgenommen werden.


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