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Tunesien: Dutzende Flüchtlinge verdursten auf hoher See

Vor der tunesischen Küste sind 54 afrikanische Flüchtlinge ums Leben gekommen. Sie hatten laut dem Uno-Flüchtlingshilfswerk versucht, mit einem Schlauchboot nach Italien zu gelangen. Die meisten seien auf hoher See verdurstet - nur ein Mann konnte von der Küstenwache gerettet werden.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...843729,00.html
  1. #1

    Traurig!

    Passend dazu der Text des Songs Europa der aktuellen CD der Toten Hosen:

    Unten im Hafen setzen sie die Segel
    Fahren hinaus aufs offene Meer
    Zum Abschied winken ihre Familien
    Schauen ihnen noch lange hinterher
    Und das Wasser liegt wie ein Spiegel
    Als sie schweigen durchs Dunkel ziehen
    Kaum fünfzig Meilen bis zum Ziel
    Das so nah vor ihnen liegt

    Sag mir, dass das nur ein Märchen ist
    Mit Happy End fpr alle Leute
    Und wenn sie nicht gestorben sind
    Leben sie noch heute

    Sie kommen zu Tausenden, doch die Allermeisten
    Werden das gelobte Land niemals erreichen
    Doch die Patrouillen werden sie aufgreifen
    Um sie in unserem Auftrag zu deportieren
    Und der Rest, der wird ersaufen
    Im Massengrad vom Mittelmeer

    Weil das hier alles kein Märchen ist
    Kein Happy End für all die Leute
    Und wenn sie nicht gestorben sind
    Sterben sie noch heute

    (Passend dazu der Titel der CD: Balast der Republik)
  2. #2

    Der Traum von Europa?

    Nicht der Traum von Europa treibt sie an, sondern die Furcht vor dem "Nato befreiten" Lybinen. Ein ungluablicher Zynismus herrscht in unseren Medien. Genau das gleiche wiederholt sich in Syrien. Jeder Kritiker,nun Toddenhöfer, wird persönlich diffamiert, um ja erst keine sachliche Diskussion aufkommen zu lassen.
  3. #3

    Dehydriert / Dehydratisiert

    So traurig der Artikel ist, ich möchte hier auf etwas anderes eingehen.
    Wenn viele es falsch schreiben, wird es schon irgendwie richtig sein.
    Dehydrierung ist die Abspaltung oder Übertragung von Wasserstoff aus einem Molekülverband. Ein Mensch, der zuviel Wasser verloren hat ist dehydratisiert. Dies sollte der Spiegel mal in seinen Wortschatz aufnehmen.
  4. #4

    Traum Europa

    Es ist unglaublich, was Menschen für einen (Irr-)Glauben alles tun. So bedauerlich es ist, dass bei solchen wahnsinnigen Aktionen Menschen sterben, so muss man doch hinterfragen, was für ein skrupelloses Geschäft dahinter steckt? Diesen Menschen wird ein Paradies in Europa versprochen, welches real aber nicht existiert, nicht existieren kann. Europa verschuldet sich auch deshalb, weil es diese Zuwanderer alimentieren muss. Den Begriff "Flüchtlinge" muss man sauber prüfen, nicht jeder dieser Zuwanderer ist in politischer Not oder Lebensgefahr in seinem Land.
  5. #5

    relativ

    in Afrika gibt es doch schon ewig Wanderungen, übrigens auch und vor allem innerhalb Afrikas. Würde das berücksichtigt, wäre die Schlagzeile natürlich nicht so einschlagend. Na denn, Brot und Spiele...

    Europa könnte ja ihre "Entwicklungshilfe" statt an China in sinnvolle Projekte dieser Gebiete investieren.

    Wenn die Afrikaner wüßten, was wir für Menschen sind, würden vielleicht doch nicht so viele kommen wollen. Der Egoismus ist hier sehr ausgeprägt.

    Die Leute in dem Boot tun mir natürlich schon leid.
  6. #6

    mehr zum Thema, siehe:

    www.boats4people.org
    www.ffm-online.org
  7. #7

    relativ

    in Afrika gibt es doch schon ewig Wanderungen, übrigens auch und vor allem innerhalb Afrikas. Würde das berücksichtigt, wäre die Schlagzeile natürlich nicht so einschlagend. Na denn, Brot und Spiele...

    Europa könnte ja ihre "Entwicklungshilfe" statt an China in sinnvolle Projekte dieser Gebiete investieren.

    Wenn die Afrikaner wüßten, was wir für Menschen sind, würden vielleicht doch nicht so viele kommen wollen. Der Egoismus ist hier sehr ausgeprägt.

    Die Leute in dem Boot tun mir natürlich schon leid.
  8. #8

    Ein Beitrag, der Emotionen weckt und kontrovers diskutiert werden kann. Es gibt 7 Milliarden Menschen auf der Erde, davon 6 Milliarden Arme. In Afrika leben 2 Milliarden Arme. Können wir die alle aufnehmen? Nein! Nach welchen Kriterien also auswählen?
    Aufnahme ist keine Lösung. Nur eine geordnete Versorgung in Afrika mit gleichzeitiger Schaffung benötigter Infrastrukturen kann das Elend abmildern. Hauptursache des Elends ist die Bevölkerungsexplosion. Ich sehe in Europa derzeit keine Mittel und Menschen mehr, die ihr Engagement nach Afrika verlegen wollen. Europa steckt gerade in einer Riesenkrise. Und das reiche Deutschland wird bald auf dem größten Schuldenberg Europas sitzen.
  9. #9

    Titel

    Zitat von easylivin_1 Beitrag anzeigen
    Wenn die Afrikaner wüßten, was wir für Menschen sind, würden vielleicht doch nicht so viele kommen wollen. Der Egoismus ist hier sehr ausgeprägt.
    Immerhin schaffen wir es im Gegensatz zu vielen Afrikanern, nicht jede Meinungsverschiedenheit mit Waffengewalt auszutragen. Und da sollte man sich nichts vormachen: Die Flüchtlinge sind, so, wie sie sich durchschlagen und z.T. in Europa ankommen, in einer unterlegenen Position. Aber sie gehören in ihrer Heimat nicht zu den Schwächsten und sind in puncto Gewaltbereitschaft unterm Strich nicht anders als die Verbliebenen.

    Ich hoffe, dass der Überlebende gut versorgt- und dann in seine Heimat abgeschoben wird. Falls er in Europa bleiben darf, kommt das (wieder mal) einer Einladung für weitere gleich. Wenn sich etwas zum Guten ändern soll, kann das nur im betroffenen Land selbst- und unter aktiver Mitwirkung der Benachteiligten stattfinden.


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