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Türkischer Wahlkampf: Sexvideos und Größenwahn

Schmutziger Wahlkampf in der Türkei: Oppositionspolitiker werden mit Sexvideos zum Rücktritt gedrängt, Kurden schikaniert.*Regierungschef Erdogan aber verspricht*Reichtum und kündigt gigantische Projekte an.*Ihn treibt ein großes Ziel. Er will*mächtigster*Mann*in der Geschichte des Landes werden.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...764553,00.html
  1. #30

    ich wunder mich, warum der spiegel so subjektiv berichtende türkeikorrespondenten hat!?!
    warum schaut sich niemand die situation vor erdogan regierung an?? dann würde man den großen fortschritt sehen...stattdessen immer dasselbe beim spiegel "erdodan will autokrat werden, erdogan will autokrat werden..", wie ein kleines baby, dem sein schnuller weggenommen wurde. Vor allem im zuge der EU-beitrittsverhandlungen wurden freiheiten geschaffen, von denen die menschen vorher nicht einmal hätten träumen konnten...
    es gibt zahlreiche kritikpunkte an erdogan, wie an jedem anderen politiker auch, keine frage. doch ein mindestgrad an objektivität wäre da schon angebracht, denke ich als jemand, der auch die türkei/türkische medienlandschaft bestens kennt. nur so viel: die oppositionsparteiein sind keine unschuldslämmer.
    der beste deutsche Türkei bzw. Nahost Korrespondent ist meiner ansicht nach Rainer Hermann von der FAZ.
    DER SPIEGEL ist in der Region beängstigend schlecht aufgestellt
  2. #31

    schon sehr bald

    Zitat von mussec Beitrag anzeigen
    Was aber noch fehlt sind Worte wie die von Bülent Arinc (Nummer 3 in der AKP), der sagt, dass die in der Verfassung verankerten unantastbaren Sätze, des Laizismus, der Rechtsstaatlichkeit, des Sozialstaates und der Demokratie abgeschafft werden sollten und nur noch die Republik an sich als unantastbar .....
    Die Rechnung wird Eddie bekommen, aber mit ganz ganz dicken Zinssatz und das schon sehr sehr bald!
  3. #32

    Umfragen ?

    Ich glaube nicht das die Zahlen von den Umfragen korrekt sind, Zahlenmanipulation ist bei Eddie gang und gebe, nach meinen Forschungen sind 18 Wähler von 20 gegen Erdogan, in den meisten Provinzen sogar Einstimmig dagegen. Erdogan wird gehen keine Frage, wenn er Glück hat dann macht er einen Umweg um den "Strick", den dieser wartet schon auf ihn und das weiss er!
  4. #33

    Reparationen

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Deutschland hat sich schon 15 Jahre nach dem Versailler Vertrag nicht mehr dafür interessiert, was da drin steht und die damaligen Kriegsgewinner auch nicht.
    Ist so nicht ganz richtig. Tatsächlich hat die Bundesrepublik gemäß dem Londoner Schuldenabkommen von 1953 bis 2010(!) Verbindlichkeiten bedient, die von den Reparationszahlungen des 1.Weltkriegs herrührten.
  5. #34

    Was mich interessieren würde....

    ... wieviele der "Experten" hier im Forum leben in der Türkei und sind nicht auf ausgewählte Berichte in deutschen Medien angewiesen?
    Und nein, von Istanbul aus hat sich die Türkei noch nie wirklich kennenlernen lassen.
    Auch wenn es mit dem Beitrag an sich nichts zu tun hat, sollte doch einiges erklärt werden:

    Einfach mal über den Begriff "Weiße Türken - Schwarze Türken" nachdenken und überlegen, was diese Klassifizierung im Grunde bedeutet: übelster Rassismus in Reinform.

    Weisse Türken - das sind die "Eliten" in Istanbul und teilweise an der Westküste, die jahrzehntelang das Land mithilfe eines dicht gewebten Patronagenetzes beherrscht haben. Justiz, Miltär und Schulwesen waren ein Mittel zum Machterhalt. Kernpunkt war auch ein ausgeprägter, extremer Nationalismus. Weisse Türken, das waren die mit den nach aussen hin modernen Frauen in Miniröcken und gefärbten Haaren, mit modernen Männern in Poloshirts und Bermudas, die tennisspielende, reitende, Alkohol trinkende selbsternannte Elite. Ein "weisser Türke" hätte ein Mädchen mit Kopftuch nie auch nur mit der Beißzange angefasst. Eine "weisse Türkin" hätte einen gläubigen Mann mit Schnauz aus, sagen wir mal, Denizli, höchstens als Personal wahrgenommen.

    Diese "Quasi-Apartheid" war unterschwellig und auch leicht einzuhalten, denn als "schwarzer Türke" - also als ein nicht aus Istanbuls und auch Ankaras besonderen Stadtteilen stammender junger Mensch aus Anatolien - hätte er weder die Möglichkeit noch die Mittel gehabt, sich eine Bildung anzueignen, die ihm den Aufstieg auch nur in die Mittelklasse ermöglicht.

    Die letzten 10 Jahre haben dieses klar gefügte Weltbild mit eng gesteckten Grenzen und Horizonten aufgebrochen. Plötzlich gibt es eine erstarkte Mittelklasse, die selbstbewusst auf ihre anatolische Herkunft pocht - und denen nun langsam aber sicher die jahrzehntelang sicher geglaubten Pfründe der "weissen Türken" offen stehen.

    Das Bild der "weissen Türken" passt besser zu Europa - das stimmt aber nur im ersten Augenblick. Die Weltsicht ist nämlich genauso (und oft noch extremer) egozentrisch und nationalistisch. Und extremer Nationalismus wird nicht schicker, wenn er im Minirock oder der Bermudashorts daher kommt.
  6. #35

    Die armen Interlektuellen

    Wie sie leiden in der Türkei hat man am Sonntag im Weltspiegel gesehn. Wie Erdogan das riesen Denkmal zur Völkerverständigung abreisst. Er hat es wirklich abgerissen. Was macht der Mann nur ? Spinnt der eigentlich jezt komplett ? Die Türkei wird so niemals in die EU kommen und ganz ehrlich so eine Einstellung geht mal gar nicht!
  7. #36

    - unsinniger Artikel -

    Die Fakten stimmen nicht immer mit der Realität überein. Der Autor kann zwischen Kurden, die AKP wählen, welche in der Mehrzahl sind und Kurden, die die BDP wählen nicht unterscheiden. Die Annahme, dass Erdogan eine Autokratie anstrebt ist, von den Haaren herbeigezogen.

    Der Autor gibt beispielsweise nicht bekannt wieso genau die kurdischen Kandidaten ausgeschlossen wurden. Wenn der Leser die Fakten kennen würde, stände der Artikel in einem anderen Licht. Die BDP boykottierte in seiner Geschichte schon mal Wahlen, das änderte aber nicht, dass auch viele Kurden zu Wahl gingen. Zudem werden nicht nur Terroristen getötet, wenn Wahlen anstehen, der Artikel erweckt diesen Eindruck. Politiker, die nichts zu verbergen haben, müssen auch nicht zurücktreten. Die Enthüllungen, welche zum Rücktritt einiger MHP Politiker geführt haben, sind legitim, dass die Enthüllungen vor den Wahlen auftauchten, sind möglicherweise aus taktischen Gründen geschehen. Wenn ich so etwas enthüllen wollte, dann würde ich mich für die Tage vor der Wahl entscheiden, das kann man nachvollziehen oder etwa nicht?

    Das die MHP angeblich 14% Zustimmung in der Bevölkerung hatten, halte ich für ein Gerücht. Denke das hier ein wenig geschönt wurde, aber wäre natürlich auch möglich. Das Spiegel-Magazin sollte lieber Artikel erlauben, die ein wenig Qualitativ hochwertiger sind. – nur mal als Tipp -
  8. #37

    Querdenker

    Zitat von querdenker7 Beitrag anzeigen
    Der Artikel ist ziemlich daneben. Zunächst einmal muss klargestellt werden, das die Wahlkommission, wie allseits in der Türkei bekannt ist, Erdoganfeindlich ist. Die Videos scheinen der derzeitigen Regierung zu helfen, dennoch kann man deshalb nicht einfach so behaupten, sie hätten etwas damit zu tun. Im Artikel zu suggerieren dies alles wäre durch die Erdogan Regierung initiiert, entbehrt jeglicher, sachlicher, neutraler, journalistischer Aufarbeitung. Das Ziel bis 2023 unter die ersten zehn führenden
    Wirtschaftsnationen zu kommen, hat nichts mit Größenwahn zu tun; es ist eher ein ambitioniertes Ziel.
    Ich glaube das wird alles zu quer bei Ihnen. Sie verstricken sich so sehr, dass Sie gar nicht mehr sehen wie vequert Ihre Analysen sind.
  9. #38

    Apfel und Birnen!

    Apfel und Birnen!
    Zitat von Martin Brzozowski Beitrag anzeigen
    Herr Erdogan hat anders
    Von solchen Wachstumszahlen können Wir nicht einmal träumen ! J
    Wer stellt denn auch einen Vergleich bei Türkei und Bundesrepublik bzgl. Wachstumszahlen an?
  10. #39

    lustig lustig

    @Rodelkönig

    Wie ich sehe haben Sie sehr wenig Wissen über die Türkei und ihrer Geschichte. Es ist ziemlich lustig zu lesen was Sie und andere Forumsmitglieder hier von sich geben. Genauso so lustig ist der Artikel von Jürgen Gottschlich, der einfach nur grottenschlecht recherchiert ist.
    Ich kenne die Türkei sehr gut, und füge hinzu dass ich kein ERDOGAN Anhänger bin.
    Nun zu ihren Behauptungen:

    "Dass die Türkei in den nächsten 50 Jahren in den Rang einer der 10 größten Wirtschaftsnationen der Welt aufsteigen, bezweifle ich sehr.
    Dafür ist das Land einfach nicht groß genug und besitzt einen viel zu schwachen Industriesektor..."

    Nennen Sie mir ein Land in der näheren geografischen Umgebung der Türkei, dass einen größeren Industriesektor aufweißt! Der Industriesektor der Türkei ist natürlich nicht mit westeuropäischen Ländern zu vergleichen, aber er erlebt im Gegensatz zu vielen westlichen Ländern einen extremen Boom. Der sekundäre und tertiäre Wirtschaftsektor der Türkei versorgt nahezu den gesamten nahen Osten mit seinen Gütern. Und mit fast 80 Mio. Einwohnern und einer Fläche die zweieinhalb mal so groß ist wie Deutschland kann man die Türkei auch nicht als ein kleines Land bezeichnen :-)

    Ihre Behauptung :

    "Abgesehen davon halte ich die politischen Entwicklungen in der Türkei schon für sehr bedenklich. Es ist ja schon seit Erdogans Machtübernahme zu beobachten, dass..."

    Sie sagen Menschenrechtsverletzungen nehmen zu?:-)) Sorry aber ich kann mir das Lachen leider nicht verkneifen. Ein Vergleich zur jüngeren Geschichte der Türkei: Ich erinnere mich nur an die achtziger und neunziger Jahre. Von den Jahrzehnten davor wollen wir erst garnicht reden :-))In den neunzigern verschwanden tausende Menschen in Gefägnissen. Ob es oppositionelle Politiker waren, Kurdische Schriftsteller, Geschäftsleute, Anwälte... Viele wurden zu Tode gefoltert. Bis heute wissen viele nicht wo die Leichen dieser Menschen sind. Die Verbrechen der damaligen Zeit werden HEUTE aufgearbeitet. Verschleppung und Ermordung auf offener Straße findet heute nicht statt. Und wenn ja, dann ist die Öffentlichkeit bereit sich dagegen zu wehren und protestiert, das war früher unmöglich!

    Wiederrum ist es Erdogan und seine AKP die eine neue Verfassung will, für mehr Demokratie und Menschenrechte- und ebenfalls ist er es wieder, durch den es erst möglich geworden ist öffentlich über ein sogenanntes KURDENPROBLEM zu reden. Und nationalistische oder patriotische Tendenzen bei politischen Parteien der Türkei sind ein natürliches Phänomen und sind nicht überzubewerten. Im Vergleich zur deutschen NPD ist die türk. MHP sehr weit rechts außen.
    Und natürlich gibt es noch viele defizite und Probleme, Bürgerrechtsverletzungen. Aber die gab es auch vor Erdogan, und in einem so großem Ausmaß, dass die heutigen Probleme dagegen echt ein Kindergeburtstag sind! Die Defizite von heute sollte man natürlich nicht klein reden, mann muss darüber reden! Aber zu behaupten dass Menschenrechtsverletzungen zugenommen haben stimmt einfach nicht.

    Ihr Kommentar:
    "Aber man sollte den türken nicht vorschreiben, wie sie leben wollen und wie sie ihren Staat gestalten..."

    Sie haben recht: Man sollte der Türkei nicht vorschreiben wie sie zu leben haben. Die Türkei ist auch eine Demokratie: Erdogan wurde vom Volk gewählt. Und wenn wir ehrlich sein wollen: wer will denn heute noch freiwillig in die EU ???








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