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Türkischer Wahlkampf: Sexvideos und Größenwahn
Schmutziger Wahlkampf in der Türkei: Oppositionspolitiker werden mit Sexvideos zum Rücktritt gedrängt, Kurden schikaniert.*Regierungschef Erdogan aber verspricht*Reichtum und kündigt gigantische Projekte an.*Ihn treibt ein großes Ziel. Er will*mächtigster*Mann*in der Geschichte des Landes werden.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...764553,00.html
- #20 27.05.2011 08:22 von
von ganzem herzen....
wünsche ich der türkei einen boom und weitere expansion in den süden und osten. noch mehr freu8t es mich dann, die hier, unter menschenunwürdigen bedingungen, lebenden türken, in ihre gelobte heimat ziehen zu lassen.
win win - #21 27.05.2011 08:30 von
Der Autor des Textes lebt in Istanbul und müsste es eigentlich besser wissen. Das Thema 'Praesidentialdemokratie' ist zwar Erdoğan's Praeferenz aber stösst auch in seiner eigenen Partei auf zuviel Widerspruch. Das eigentliche Ziel der AKP ist, wie Gottschlich auch erwaehnt aber mit der falschen Motivation erklaert, eine Mehrheit zu erreichen, mit der die noch aus Tagen des Putsches von 1980 stammende militaristisch autokratisch orientierte - wollte er Macht müsste Erdoğan nur mit der gegebenen Verfassung weiter regieren - gegenwaertige Verfassung ad acta werden kann. Eine demokratisch fortschrittliche Verfassung ist das Ziel. Schade, dass der Autor dies nicht einmal als alternative erwaehnt und die recht billige 'Erdoğan ist machtgeil' Nummer vorzieht.
- #22 27.05.2011 08:31 von
Ist ein EU-Beitritt erstrebenswert...
Die Frage ist wer noch in der EU Mitglied werden oder bleiben will, aufgrund der Verwerfungen im Finanzsystem. Soll der Zipfel der Türkei an Griechenland abgegeben werden, weil die Ausverkäufe dort nicht ausreichend sind? Ironie ein: "Griechenland hat doch genug Inseln zu verkaufen, die vielleicht ein größenwahnsinniger Erdogan, gerne "zurück nehmen würde". Ironie aus.
Spass beiseite Erdogan ist gefährlich für die Türkei und nicht für die Nachbarn, weil die Türkei Nato Verflechtungen hat und trotz der militärischen Stärke, Kriege jede Nation schwächen, die in einen solchen involviert wird.
Siehe dazu die USA etc. Erdogan ist größenwahnsinnig aber nicht dumm und ein geldfixierter Taktiker.
Erdogan schöpft finanziell für sich und seine "Genossen" so viel wie möglich ab, so dass alle anderen Verwicklungen mit fremden Ländern dies gefährden würden. Er spielt auf eine heiss - kalt Politik um die Nachbarn aufzuregen und danach wieder zu streicheln. Bisher hat er damit auch Erfolg wie man sieht.
Zu den verbotenen Parlementariern ist zu sagen, dass mich die Berichterstattung insofern verwundert, als das auch "nicht Kurden", bei der Zulassung zur Wahl, die selben Probleme hatten und dies nicht im oberen Bericht erscheint.
Es geht nicht um ein Kurdenproblem - Erdogan hat eher von dieser Bevölkerungsgruppe profitert, weil diese stärker "islamistisch" und "traditioneller" sind, als die restlichen Völker in der Türkei - sondern um eine Machtdemonstration, wie gegen das Militär im Falle der Ergenekon. Dass Pkk-Rebellen erschossen werden - die terroristisch Marxistisch-Leninistisch orientiert sind und in Europa/Deutschland immer noch Menschenhandel sowie Rauschgifthandel stark kontrollieren, hat mit absoluter Sicherheit nichts mit dem Kurdenproblem zu tun- ist ein Sicherheitsproblem und passierte auch vor Erdogan.
Die Phobie vor dem osmanischen Reich ist genauso begründet, wie die Angst, dass Éuropa mehrheitlich Nationalsozialistisch wird ;)
Die Gefahr hat die türkische und natürlich kurdische Bevölkerung zu tragen, deren Steuergelder missbraucht werden, für die Bereicherung des Erdogan-Clans und der Machtmissbrauch des Despoten die "anfängliche Demokratie" aushebelt.
Aber auch das wussten die westlichen Machthaber besser, als sie die Anfänge der AKP als beispielhaft schön redeten und die Türkei auf dem Weg zur EU sahen. Die, die auf den Wolf im Schafspelz aufmerksam machten, wurden von den "immer besser wissern" als nationalistische Jungtürken abgetan. Die Eu wollte Erdogan nie aber die Zustimmung der anderen Machthaber um im eigenen Land seine Macht zu demonstrieren und noch stärker zu werden. - #23 27.05.2011 08:34 von
Diktatur im Anmarsch
Erdogan ist ein gefährlicher Möchtegern-Diktator. Daran lassen seine wiederholt getätigten Äußerungen überhaupt keinen Zweifel. Mit dem gibt es nochmal richtig Ärger.
- #24 27.05.2011 08:46 von
atatürk bleibt der größte
der größte mann der türkei ist und wird immer atatürk bleiben !
- #25 27.05.2011 08:47 von
...
Man muss auch sagen dass es wenig Alternativen gibt. Die Opposition ist hauptsächlich Schuld an dem Erfolg der AKP. In der Türkei gibt es noch die weitverbreitete Meinung dass die 'anderen' Parteien alle Ihre Chancen hatten, aber nichts draus gemacht haben. Im Gegenteil, der Türkei ging es immer schlechter. Sagt man.
Das is Punkt eins. Punkt zwei ist dass die derzeitige Oppositionsparteien keine guten Alternativen sind. Die große CHP fehlt es an eigenen Ideen, der Vorsitzender nennt sich 'Ghandi' und bring nur hohle Sprüche, ist zudem uncharismatisch. Die kurdische Partei schweigt und applaudiert insgeheim Terrorismus, und, das ist kein Geheimnis, deren 'Endlösung' ist die Sezession. Die rechte MHP, Dinosaurier mit einem lächerlichen Handzeichen, haben weder in ihrem 'Lebenslauf' noch mit Ihren Ideen etwas der Regierungspartei entgegenzubringen. Ein paar nationalistische Phrasen helfen da auch nicht weiter.
Und die sonsitigen Parteien sind zu klein oder unbekannt. - #26 27.05.2011 08:48 von
Bei Schwellenländern sind solche hohen Wachstumszahlen ganz normal und leicht zu erklären. Es gibt große, unerschlossene Märkte in einem Schwellenland. Gleichzeitig gibt es zahlreiche, ausländische Firmen, die technologisch und hinsichtlich Produktivität so hoch entwickelt sind, dass sie diese neuen Märkte sehr schnell mit riesigen Warenmengen bedienen können. Da diese Firmen viele Waren dort im jeweiligen Land produzieren, wächst dort auch die Wirtschaft entsprechend schnell wie der Markt erschlossen wird. Jeder große Aufstieg eines Entwicklungslandes zum Schwellenland in den letzten 100 Jahren konnte nur mit Hilfe ausländischer, hochentwickelter Unternehmen und Technologien erfolgen ... siehe China, Indien, Japan, Brasilien, Korea, viele arabische Länder und und und.
Die Industrienationen haben logischerweise kein so hohes Wachstum mehr und brauchen es auch nicht, da die Märkte hier bereits voll erschlossen und gesättigt sind. Wir haben einfach schon alles, was wir brauchen und können es zu günstigen Preisen in großen Mengen produzieren.
Dass die Türkei sich von irgendwelchen angeblichen Knebelverträgen aus dem 1. Weltkrieg daran hindern lässt, irgendwelche Bodenschätze zu heben, scheint mir ziemlich weit hergeholt. Deutschland hat sich schon 15 Jahre nach dem Versailler Vertrag nicht mehr dafür interessiert, was da drin steht und die damaligen Kriegsgewinner auch nicht.
Spätestens im Kalten Krieg, als die Türkei ein Bollwerk der NATO im Nahen Osten war, wäre jede Art von Knebelvertrag obsolet geworden.
Können Sie denn eine seriöse Quelle für einen solchen Vertrag nennen?
Viele Grüße - #27 27.05.2011 08:53 von
- #28 27.05.2011 08:56 von Hubert Rudnick
Wohin strebt die Türkei?
Da muss man sich mal die Frage stellen, wohin treibt die Türkei?
Mit dieser Person als Regierungschef war es doch schon voraussehbar, all das was dieser Mann angestrebt hatte, zeigt uns nur, dass er von demokratischen Spielregeln nichts hält.
Solange die Türkei solche Politiker in der ersten Reihe hat, sollte man die Zusammenarbeit aber auch auf Eis legen.
Wir dürfen uns zwar nicht als Moralapostel aufspielen, denn auch unsere europäischen Politiker sind nicht immer nur reine Demokraten,(Berlusconi lässt grüßen) die Türkei braucht noch sehr viel Zeit, um den Weg nach Europa finden.
HR - #29 27.05.2011 08:56 von
Der Artikel trifft es sehr gut
Was aber noch fehlt sind Worte wie die von Bülent Arinc (Nummer 3 in der AKP), der sagt, dass die in der Verfassung verankerten unantastbaren Sätze, des Laizismus, der Rechtsstaatlichkeit, des Sozialstaates und der Demokratie abgeschafft werden sollten und nur noch die Republik an sich als unantastbar gelten sollte.
Was soviel heißt wie, Demokratie, Laizismus, Recht und Sozialstaat gefällt mir nicht.
Eine wichtige Beraterin der Partei in Familienfragen hat sich erst letzte Woche für das islamische Recht auf 4 Frauen ausgesprochen. Momentan ist Vielehe in der Türkei noch verboten.
Jeder Türke in Deutschland, der die AKP so gut findet, darf gerne in der Türkei leben.
Nur weil die AKP eure nationalistisch, islamistischen Gedanken streichelt denkt ihr sie wäre gut.
Im Land gehts stetig Bergab. Die armen haben soviele Probleme wie noch nie im Land. Während die reichen sich ein schönes Leben machen und die hohen Preise bezahlen können.
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