Er war einer der ersten von Millionen Türken, die nach Deutschland kamen - und das Land für immer veränderten: 50 Jahre später blickt Mustafa Akci zurück: Er hat sich hier nicht nur eingerichtet. Er liebt das Land, das er jetzt seine Heimat nennt.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...770317,00.html
langfristig werden sich die migranten automatisch assimilieren. die "türken" gelten in der türkei heute schon als almancis. von generation zu generation werden sie ein stück deutscher. wenn an einem fabrikband 100 leute arbeiten und jeder macht seine sache zu 99% korrekt, ist das endprodukt nur noch zu 36 % korrekt. dies kann man auch auf die migranten übertragen. nur dass sich hier bereits die dritte generation zu 50 % als deutsche sehen
Drei Generationen ist aber reichlich spät.
Die Sache bei den türkischen Einwanderern (ich weigere mich Migrant zu sagen, weil es inkorrekt ist, sie wandern ja nicht weiter, sondern ein) ist ja die, dass viele ihren Ehepartner aus der Heimat der Eltern oder Grosseltern holen und keine Einheimischen heiraten.
Die kulturelle Assimilation bleibt da auf der Strecke.
Andere Ethnien haben Deutsche geheiratet, so wie es in anderen Ländern auch üblich ist und die Kinder sind dann ethnisch und kulturell Einheimische mit einem zusätzlichen ausländischen Elternteil. Das ist schon ein qualitativer Unterschied, denn sie leben die inländische Kultur, Sprache, Lebensart und Gewohnheiten von Geburt an und sehen sich nicht als Fremdkörper.
ja,ja äpfel und birnen sind ja so gleich .....
die einwanderer in australien und amerika hatten einen höheren lebensstandard als die einheimischen. sind die einwanderer weiter bauern wie in anatolien (nicht abwertend gemeint), fahren sie weiter alte schlechte autos, verzichten sie lieber auf die errungenschaften des sozialstaats ...
wenn die einwanderer in ihren heimatländern einen höheren lebensstandart haben, warum kommen sie dann überhaupt nach deutschland (in der türkei haben sie sogar besseres wetter) ?
nach ihrer ansicht sind alle einwanderer noch türken durch und durch und keiner wird in der türkei als almanci gesehen...
ich finde drei generationen nicht als zu spät, wenn man bedenkt, dass sie noch jahrhunderte hier leben (und sich jede genertaion mehr anpasst)
dass sie ehepartner aus der türkei holen, ist mir bekannt, spricht für misslungene integration. dies wird sich durch bessere integration hoffentlich ändern. bei erner gelungenen integration braucht man keine ehepartner aus der türkei holen. assimililierung ist der letzte schritt einer gelungenen integration. dies wird schleichend passieren (so langsam das man es nicht merkt. wie bei einem auroreifen. bei dem merkt man nach der fahrt auch nicht, dass er sich weiter abgenutzt hat, obwohl dies geschehen ist). aus gutem grund warnt die türkische regierung immer vor assimilierung
@Sven10: Ein normaler Einwanderer, der alleine in ein fremdes Land kam, war früher zumeist jung, männlich und bot seine Arbeitskraft an. Üblicherweise heiratete er nachdem er sich sein Leben im neuen Land aufgebaut hatte und das war im Normalfall eine Einheimische oder eine Tochter von Immigranten, die aber schon im Land aufgewachsen war.
Somit fügten sich die Einwanderer in die bestehende Gesellschaft ein und übernahmen Gewohnheiten (Essen und Kultur). Die Kinder identifizierten sich dann als Einheimische.
Was die Türken, die ihren Ehepartner nach Deutschland nachholen oder hinzuholen, machen, ist keine Integration, sondern das Nachholen Verwandter oder Dorfbekannten über den Weg der Familienzusammenführung, denn nach einiger Zeit haben die Familienangehörigen 1. Grades die Möglichkeit nachzuziehen.
Diese Familienzusammenführung ist in anderen Ländern verboten, bzw. die Ehepartner müssen selbst um das Aufenthaltsrecht ansuchen und dann auch die Bedingungen (Universitätsabschluss, Sprachbeherrschung, vorhandener Arbeitgeber) erfüllen. Eine reine Hausfrau würde in meinem Gastland u.U. überhaupt keine Aufenthaltserlaubnis bekommen, wenn sie nicht schon bei der Genehmigung des Mannes verheiratet gewesen wäre. Und selbst da haben er und sie im Falle eines Jobverlustes keinen Anspruch auf Sozialhilfe und müssen innerhalb von 15 natürlichen Tagen das Land verlassen, da sie dem Gastland zur Last fallen würden.
Ich frage mich, was einen Türken bzw. eine Türkin daran hindert einen Einheimischen oder einen Ausländer einer anderen Ethnie zu heiraten. Keine Affinität, keine Schnittpunkte im normalen Leben oder Konventionen der eingewanderten Generation?