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Türkei: Westerwelle will zügige Verhandlungen über EU-Beitritt
AP/dpaDie Kanzlerin ist skeptisch - doch Außenminister Guido Westerwelle drängt auf Tempo bei den Verhandlungen über einen EU-Beitritt der Türkei. Auch Frankreich will neue Gespräche.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-885126.html
- #60 23.02.2013 17:15 von
Das "Warum" klären
Ich finde, es wird zuwenig auf das "Warum" geachtet. Warum sollte die Türkei in die EU eintreten? Wer hat was davon, wer nicht? Und die Aussagen müssten belastbar sein, mit viel gutem Hoffen ist die EU nicht sehr weit gekommen auf dem Weg der inneren Einigung.
Solche Diskussionen sollten ideoligiefrei und rational geführt werden, auch von Herrn Westerwelle.
Also, kann mir jemand Antworten liefern? Denn sonst verharre ich bei meiner Haltung, dass es ohne gutem Grund der Türkei nicht ermöglicht werden sollte, in die EU zu kommen. Ob sie dann Nettozahler würden etc., ist doch völlig unerheblich bzw. muss gegengerechnet werden mit den Kosten, die eine Mitgliedschaft mit sich brächte. Nettozahler ist ein EU-weiter Begriff, ich möchte aber wissen, was es speziell den deutsche Steuerzahler kostet. (Freizügigkeit innerhalb der EU und damit wahrscheinlich steigender Zuzug ins deutsche Sozialsystem sollten mit bedacht werden) - #61 23.02.2013 17:53 von
Da bin ich ganz entspannt
Ich kann keine nachhaltige Entwicklung in der Türkei erkennen. Tourismus ja, solange die Löhne niedrig bleiben auch Textilindustrie u.ä.. Aber wo sind die Nobelpreise, die Patente, die Konzerne? Deutschland ist Exportweltmeister baut Autos, Maschinen, ist Heimat von zig Global Players und vielen, vielen hidden Champions aus dem Mittelstand. 1% Wachstum bei uns entspricht vermutlich 20% Wachstum in der Türkei... Die Türkei hat ein Bevölkerungswachstum, das frisst wirtschaftliche Erfolge auf,darum wollen sie in die EU, um Leute loszuwerden, Druck aus dem Kessel zu lassen...hinzu kommen Regionen die eher an die 3.Welt erinnern, ungelöste Minderheitenprobleme und und und. Die Türkei ist ein Scheinriese. Wir werden nicht vor ihr knieen sondern umgekehrt, sie braucht den europäischen Markt. Doch die EU braucht die Türkei nicht.
- #62 23.02.2013 17:58 von
- #63 23.02.2013 18:05 von
- #64 23.02.2013 19:08 von
So lange.......
Der Nasreddin Hodscha wird gefragt: "Auf welcher Seite des Sarges muss man bei einem Begräbnis gehen? Vor dem Sarg, dahinter, rechts oder links davon?"
"Die Seite spielt keine Rolle", antwortete der Hodscha, "solange du nicht drinnen liegst!"
So sieht die EU aus dem Blickwinkel der Türken aus. - #65 23.02.2013 19:28 von
- #66 23.02.2013 20:19 von
Die Euro Währung passt natürlich nicht zur Türkei wie auch übrigens nicht zu vielen anderen EU Ländern. Ein Beitritt zur EU bedeutet aber noch nicht zwangsläufig ein Beitritt zur Währungsunion.
Wenn ich mir die Probleme der Eurozone ansehe, frage ich mich wer hier der Bittsteller ist: Die Türkei oder die EU? - #67 23.02.2013 20:35 von
Einige Länder bekommen einen gewissen Geschmack davon, wie es in anderen Ländern - inclusive der Türkei - in weiten Teilen aussieht.
Sicher sind hier viele Fehler gemacht worden, aber insgesamt jammern wir noch auf hohen Niveau.
Sie sollten sich aber mal Gedanken darüber machen, wie die jetzt bereits oft schwierigen bis unmöglichen Entscheidungsfindungen innerhalb der EU duch einen Beitritt der Türkei weiter verschlimern könnten.
Es gibt einfach gewisse kulturelle Unterschiede und Interessen, die garantiert ausgespielt werden, sobald es zu dringlichen einstimmigen Entscheidungen kommt.
Wir haben jetzt schon Probleme, unsere gemeinsame Basis aufrecht zu erhalten, danach wird es noch viel schwieriger. Das könnte an die Grundlagen des Staatenbundes gehen.
Wer freilich ein Ende der EU herbeisehnt, könnte sich als Anhänger eines türkischen Beitritts outen. - #68 24.02.2013 01:59 von
optional
Ohne jetzt spezielle auf die Türkei eingehen zu wollen, stellt sich mir die Frage ob eine noch großere EU wirklich besser ist und ob man nicht erst in den den aktuellen Ländern ünerall die ungefähr gleichen Bedingungen herstellen sollte. Und mit bezug auf die Türkei, hat die einen großen Argrarsektor oder warum will die unbedingt in die EU?
- #69 24.02.2013 03:27 von
Liebe Leute
Es geht nur um Verhandlungsfortführungen. Bisher wurrden 4 Kapitel von 35 eröffnet und abgearbeitet. Bei dem derzeitigen Tempo dauert das noch 50 Jahre.
Abgesehen davon, hat sich die Türkei zu einem Musterkandidat gemustert.
Es ist in der Tat jetzt schon so, das die Türkei selbst kein Interesse mehr an der EU hat.
Vielleicht wäre es an der Zeit mal einen EU-Kandidaten ins Boot zu lassen, der wirklich etwas beiträgt!
Die Türkei ist im Vergleich zu vielen Anderen Ländern immer ein zuverlässsiger Partner gewesen.
Man kann den Türken viel nachsagen, aber SIe haben sich immer an Verträge gehalten.
So einen guten Partner findet man nicht an jeder Ecke!
Wenn die Mehrheit der Deutschen das nich will, dann wird es auch dazu nicht kommen, deshalb nennt man den Prozess auch "ergebnisoffen"!
Meiner Meinung nach wäre ein EU-Betritt der Türkei ein Gewinn für Europa, insbesondere ein Gewinn für Deutschland.
Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden!
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