Die Tsunamis in Japan vor einem Jahr rissen Millionen Gegenstände ins Meer - doch Wissenschaftler haben ihre Spur verloren: Küstenbewohner sorgen sich vor angeschwemmter Radioaktivität, Chemikalien und Leichen. Simulationen zeigen den Weg des Treibguts, Buchten könnten zu Müllschluckern werden.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...820113,00.html
Dann fahren sie bitte nach Fukushima und helfen dort mit. Da gibt es genug zu bauen.
Und hier noch ein special für sie:
Das verdrängte Risiko - Dokumentation - ZDFmediathek - ZDF Mediathek
Nichts gegen eine sachliche Diskussion der Risiken der Kernenergie, aber dieser Bericht ist pure Hysterie und Panikmache.
Da wischt einer eine regenfeuchte Fläche mit einem Tuch ab, um nachher an dem Tuch den „gefährlichen“ Wert von 20000 cpm (counts per minute) zu messen. Das sind gut 300 Bequerel. Kleiner Blick auf Wikipedia: „So ist z. B. das im menschlichen Körper enthaltene [natürliche!] Kalium verantwortlich für eine Aktivität von ungefähr 5.000 Bq.“
Die Angabe von Bequerel ist aber nur sinnvoll in Bezug auf eine Menge (Bq/kg) oder Fläche (Bq/m²). Und zur Beurteilung der Gefährlichkeit müsste man dann auch noch die Isotopenzusammensetzung wissen ...
Leider ist die Hysterie bzgl. radioaktiver Strahlung dermaßen groß, dass einem eine sachliche Aussage über das relative Risiko gnadenlos um die Ohren gehauen wird.
... ist es gut, dass auch Alzheimerpatienten ins Internet dürfen.
Danke an die Heimleitung.
Aber ein bisschen mehr kümmern könntet Ihr Euch schon um die Patienten. Ihr müsst Ihnen unbedingt erklären, was es bedeutet, wenn die AKW bleiben: Dass die Kinder der nächsten Million Jahre sich um den von uns erzeugten radioaktiven Abfall kümmern müssen. Das noch viel mehr Kinder missgebildet zur Welt kommen. Das große Teile der erde unbewohnbar werden. Denn es wird weitere Reaktorkatastrophen geben - das ist leider nur eine Frage der Zeit ...
Mich würde auch gerne interessieren, was alles ins Meer gelangt ist. Vor dem "Müll" müssen sich die Amerikaner ja kaum fürchten, Chemikalien sollten ausreichend verdünnt worden sein.
Aber was für radioaktive Stoffe sind denn bei den Brennraumspülungen mit Meerwasser nun in den Ozean gelangt? War Plutonium dabei?
Von den oberirdischen Atomtests vor 60 Jahren hört man ja auch kaum etwas. Allerdings wird angenommen, dass die Krebsraten bei Rauchern deswegen so hoch ist, weil Tabak die Isotope aus der Luft prima aufnimmt.
Was war nun schlimmer? 100 Bomben in der Atmosphäre oder die Reaktorspülungen?
... denn die 100 Zigaretten sind lokal angewendet, nach dem Rauchen sind sie nicht mehr so brisant.
Anders mit radioaktiven Materialien: Die können - je nach Art - für Millionen Jahre weiter zerfallen. Und einmal in der Nahrungskette hier immer wieder umlaufen. Zumal die zu Schäden führenden Mengen sehr gering sind, bei einem sog. Supergau aber durchaus große Mengen freigesetzt werden.
Es ist schwierig, die möglichen Schadstoffe gegeneinander aufzurechnen. Radioaktivität ist ein sehr langwieriges, nahezu unkalkulierbares Risiko. Chemische Abfälle können durchaus ähnlich Qualitäten erreichen, durch das Verbrennen von Kohle werden Unmengen an Nukleiden freigesetzt.
Helfen kann da nur rigerose Vernunft: Weg von der Nutzung fossiler und strahlender Brennstoffe, hin zur Nutzung ausschließlich regenerativer Energieerzeugung.
Schließlich wollen wir unseren Kindern und deren Kindern eine lebenswerte Welt hinterlassen.