Tsunami-Film "The Impossible": Ein Körper wird zerfetzt

ConcordeDie Wunden riesig, der Schmerz unerträglich: Das Kinodrama "The Impossible" erzählt die wahre Geschichte einer Familie, die wie durch ein Wunder den Tsunami 2004 überlebte. Die Oscar-nominierte Naomi Watts spielt die Mutter Ihr Leib wird geschunden wie sonst nur im Horror-Genre.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/th...-a-880454.html
  1. #1

    überragender film

    ich hätte ein paar mal echt heulen können
  2. #2

    Ohne exzessive Gewalt- bzw. Ekeldarstellungen ...

    .... scheint heute kein Film mehr auszukommen. Die wirklich guten Filme setzen da auf suspense - aber es gibt eben auch kaum noch gute Filme. Zumindest nicht aus Hollywood.
  3. #3

    Wieso hat man sich für den Film nicht wenigstens einen ordentlichen Namen überlegt. Wenn der Inhalt auch nur einigermaßen so ausgelutscht ist, ziehe ich es doch vor, den Fernseher ganz bewusst nicht einzuschalten.
  4. #4

    Ich wage es einfach nicht diesen Film zu sehen. Ich muss gestehen, ich habe ein bisschen Angst.

    Die Katastrophe hatte solche Ausmaße, dass ein Film dafür niemals ausreicht. Gut, nach diesem Prinzip dürfte man keine 2.WK-Filme drehen, aber ich finde dass dieser Film einfach zu früh kommt.
    Und dann stört mich auch, dass auch hier wieder "Westler"(Spanier) die Hauptrolle spielen, obwohl von den Toten ja nur die wenigsten Touristen waren.
  5. #5

    Ein Film wird zerfetzt.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Doch was ist mit solchen Bildern des Leids gewonnen?Warum sollte man sie sich ansehen
    Ja, warum guckt man sich überhaupt Filme an ?

    Als Profischreiber ist es wohl unangenehm, wenn einem so ein Film nahegeht und man das rational nicht so gerne wahr haben möchte. Denn das wirkt ja wie Kontrollverlust, die Ratio wurde schachmatt gesetzt, der Filmemacher hat sein Ziel erreicht und uns in die Haut anderer Menschen versetzt. Was in diesem Fall definitiv nicht immer angenehm ist.

    Aber abgesehen von der wuchtigen Musik erzählt "The Impossible" eine wahre Geschichte. Und was so ein Tsunami anrichtet, ist eben nicht schön. Warum sollte man das ausblenden oder mit "Suspense" bemänteln ?

    Warum wäre der Film besser, wenn die Familie sich heldenhaft selbst rettet ? Dazu sagte Ewan McGregor: "wir wollten sie nicht heldenhaft, clever oder mutig erscheinen lassen, denn auch clevere und mutige Menschen sind gestorben". Und dann käme hier sicher der Vorwurf "typische Hollywood-Do-It-Yourself-Ware".

    Zur Realität gehört es auch dass die spanische Familie vom Leid der Thailänder nicht viel mitbekommen hat, obwohl im Film die selbstlose Hilfe der Einheimischen für die Opfer durchaus thematisiert wird. Das Überlebende dann in einem viel zu großen Luxusjet ausgeflogen werden, spricht auch für sich. Nur wollte Regisseur Bayona eben nicht die "ganze Katastrophe" verfilmen. Das wäre unmöglich. Er erzählt von einer Familie. Man muss schon sehr zynisch oder abgeklärt sein,um von diesem Film nicht bewegt zu sein.

    Filmkritiken, Marcus Fliegels Meinung zu aktuellen Filmen im Kino | TrailerSeite.de
  6. #6

    moralisch-narratives Vakuum

    Das heisst eine Geschichte muss immer ein Lügengebilde sein, damit sie einen Sinn hat? Was ist falsch daran, einfach die Realität darzustellen?
  7. #7

    Was hat der Film mit der Finanzkrise zu tun?

    Ich habe den Film in Spanien vor mehreren Monaten gesehen. Es handelt sich lediglich um das Schicksal einer spanischen Familie, welche verfilmt wurde. Der Erfolg hat weniger mit der aktuellen Finanzkrise als mit der generellen Mentalität zu tun. In Spanien haben Serien, welche das Schicksal einzelner Landsleute darstellen, eine hohe Zuschauerquote. Man muss lediglich einmal das Abendprogramm sehen: "Gente" übersetzt Leute / Personen - eine Serie, welche eine Stunde lang vor den Hauptnachrichten jeden Tag ausgestrahlt wird und sich nur mit Schicksalen von einzelenen Personen auseinandersetzt. Anschliessend eine ganze Reihe von Diskussionsrunden über Personenschicksale in den verschiedenen Programmen. Serien wie "Spanier in der Welt", "Andalusier im Ausland", etc haben grossen Erfolg. Naomi Watts ist sicherlich schwerverletzt. Es gibt aber nur eine sekundenlange Einstellung von der Verletzung ihres Beines und da sieht man auch nicht bis auf die Knochen.
  8. #8

    Als ich mir diesen kleinen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Wunden riesig, der Schmerz unerträglich: Das Kinodrama "The Impossible" erzählt die wahre Geschichte einer Familie, die wie durch ein Wunder den Tsunami 2004 überlebte. Die Oscar-nominierte Naomi Watts spielt die Mutter Ihr Leib wird geschunden wie sonst nur im Horror-Genre.

    The Impossible: Tsunami-Drama mit Naomi Watts, Ewan McGregor - SPIEGEL ONLINE
    Filmausschnitt soeben ansah, kamen in mir sofort die TV Erinnerungs-Bilder von 2004 hoch. Ich weiß nicht warum, aber es bewegt und erschüttert mich noch heute.
    Mehr als die kaputten Türme in New York und auch mehr als Fukoshima.
    Das Wasser, diese ungeheure plötzliche Menge des Urelements - mag sein, ich weiß es nicht. Pfhuuuu
  9. #9

    @deb2011:

    Dann ist die Realität also exzessiv? So ein Urteil kommt wohl davon, wenn man "exzessiv" und "explizit" nicht auseinander halten kann... wenn ich Menschen den emotionalen und psychologischen Schlag in die Magengrube so richtig vermitteln will, dann ist die möglichst realistische Darstellung schon mal ein guter Anfang. In einem Film über eine einfache, nichts ahnende, unschuldige Familie mit Kindern, die sich einer gewaltigen, übermenschlichen Katastrophe ausgesetzt sieht, brauche ich keinen Suspense! Das ist kein "Wann schlägt der Mörder denn zu?"- oder Agenten-Katz-und-Maus-Spiel!