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Truppe in Aufregung: Blitz-Reform verunsichert Bundeswehrsoldaten

REUTERSVerteidigungsminister Thomas de Maizière treibt die Bundeswehrreform voran. Doch Nachwuchssorgen, Personalabbau und problematische Standortschließungen bremsen das Mega-Projekt. Experten warnen vor einer Überlastung der Truppe.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...846438,00.html
  1. #1

    Aussetzen der Wehrpflicht war ein Fehler

    Das Aussetzen ("Abschaffen") der Wehrpflicht war neben dem abrupten Ausstieg aus der Kernenergie (mit gleichzeitiger Überförderung erneuerbarer Energien) und der Bankenrettung der größte Fehler dieser Bundesregierung.

    Anstatt diese Fehler einzugestehen und entsprechend zu korrigieren wird aber der einmal eingeschlagene falsche Weg weiterbeschritten, koste es, was es wolle.

    Im Ergebnis haben wir Deutschen demnächst die höchsten Stromkosten für private Haushalte auf der ganzen Welt, einen hoffnungslos veschuldeten Staat zu Lasten künftiger Generationen sowie eine demoralisierte, kaputtgesparte und nicht einsatzfähige Armee.

    Herzlichen Glückwunsch! Alles wird gut.
  2. #2

    Man braucht einen Neuanfang

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Verteidigungsminister Thomas de Maizière treibt die Bundeswehrreform voran. Doch Nachwuchssorgen, Personalabbau und problematische Standortschließungen bremsen das Mega-Projekt. Experten warnen vor einer Überlastung der Truppe.

    Bundeswehrreform: de Maizières Probleme mit dem Umbau der Bundeswehr - SPIEGEL ONLINE
    Die Bundeswehr hat noch die Strukturen einer Wehrpflichtarmee.
    Eine grotesk aufgeblähte Zivilverwaltung.
    Eine Besoldung, die als Realsatire durchgehen kann. Der Polizist hat im Regelfall die Laufbahn des höheren Dienstes, der Soldat hat noch die Laufbahn des einfachen Dienstes, der andernorts völlig verschwunden ist. Dass man da keine Leute bekommt ist nachvollziehbar.

    Und von den heutigen Standorten wird nicht mal mehr die Hälfte bestehen bleiben.
    Wir brauchen ein Heer von 80 000 (wirklich einsatzfähigen Leuten), eine Marine von 30 000 und eine Luftwaffe von 20 000 Mann.
    Und eine Zivilverwaltung von maximal 20 000. Das ergibt 150 000, verteilt auf maximal 80 Standorte.
    Ob es überhaupt geht, die bestehenden Strukturen anzupassen statt parallel eine ganz neue Struktur aufzubauen?
  3. #3

    Überbewertet

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Verteidigungsminister Thomas de Maizière treibt die Bundeswehrreform voran. Doch Nachwuchssorgen, Personalabbau und problematische Standortschließungen bremsen das Mega-Projekt. Experten warnen vor einer Überlastung der Truppe.

    Bundeswehrreform: de Maizières Probleme mit dem Umbau der Bundeswehr - SPIEGEL ONLINE
    Die Bundeswehr wird einfach nur überbewehrtet, man wollte sich von einer Verteidigungsarmee verabschieden und nur noch hin zu einer Abenteuerarmee gehen und das geht in die Hose.
    Die Abschaffung der Wehrpflicht war nur auf den Wunsch derjenigen geschehen, die wieder mit der Stärke der Bundeswehr überall mitmischen wollen.
    Man ist wirtschaftlich wer und steht einigermaßen finanziell recht gut da und das wollte man auch mit dem Kriegeinsatz in fasten allen Ländern der Welt zeigen, nur das wäre ein fataler Fehler der deutschen Außenpolitik.
    Wir müssen nicht in Afghanistan die deutesche Freiheit verteidigen, wer so etwas proklamiert der spielt nur mit dem Feuer und dem Leben seiner Bürger.
    Allerdings verstehen ich auch die jungen Menschen nicht die heute in der freiwilligen Bundeswehr sich zum Kriegseinsatz melden, sie begreifen es noch nicht, dass sie die Abenteuerpolitik einiger weniger mit ihrem Leben austragen sollen.
    Der Aufschneider KTG hat keine gute Arbeit geleistet, er war mit dem Mund immer schneller als was er wirklich tat.
    Deutschland brauch eine Verteidigungsarmee, aber keine die sich auf Abenteuerlust in die Welt begibt, macht Schluß mit diesen Wahnsinn.
    HR
  4. #4

    Aussetzung völlig richtig!

    Zitat von brassica Beitrag anzeigen
    Im Ergebnis haben wir Deutschen demnächst die höchsten Stromkosten für private Haushalte auf der ganzen Welt, einen hoffnungslos veschuldeten Staat zu Lasten künftiger Generationen sowie eine demoralisierte, kaputtgesparte und nicht einsatzfähige Armee.

    Herzlichen Glückwunsch! Alles wird gut.
    Bei der Energiewende gebe ich Ihnen größtenteils recht.
    Was hat aber die Aussetzung der Wehrpflicht damit zu tun, dass die Bundeswehr ein großer Sauhaufen ist (bzw. davor schon war). Die Aussetzung war das einzig richtige. Von vielen weiß ich (speziell von meinen Neffen), dass die Wehrpflicht entweder zwischen einem sofortigen Studium/Ausbildung stand (falls sowieso nicht Zivi) oder diese Zeit als die "geilste" Erfahrung( keine Arbeit, saufen, Party) angesehen wird . Beides bringt der Gesellschaft nichts. Die ineffektiven, verschwenderischen Strukturen haben ja gerade auch wegen der Wehrpflicht bestanden. Eine flexible, professionalisierte Berufsarmee ist das einzig richtige für die heutige Zeit! Im Gegensatz zu anderen schätze ich die Arbeit der Soldaten für Deutschland, sie ist auch wichtig...nur wird mir immer schlecht wenn ich sehe was uns dieser ganze Spaß kostet! Ein Verwandter war Zeitsoldat...ist nicht übernommen worden, kriegt aber alles, wirklich alles bezahlt. Während seiner Umschulung/Ausbildung zum Archivar bekommt er das normale Gehalt plus was weiß ich für verschiedene Zuschläge und Trennungsgeld! Sowas ist purer Luxus! Und er war nur Mannschaftsrang! Was uns die ganzen Offiziere und Piloten (die früher mit 55 bzw. 52 in die wohlverdiente dicke Pension gegangen sind) kosten...ich will garnicht dran denken.
  5. #5

    Zitat von n+1 Beitrag anzeigen
    Die Bundeswehr hat noch die Strukturen einer Wehrpflichtarmee.
    Eine grotesk aufgeblähte Zivilverwaltung.
    Eine Besoldung, die als Realsatire durchgehen kann. Der Polizist hat im Regelfall die Laufbahn des höheren Dienstes, der Soldat hat noch die Laufbahn des einfachen Dienstes, der andernorts völlig verschwunden ist. Dass man da keine Leute bekommt ist nachvollziehbar.

    Und von den heutigen Standorten wird nicht mal mehr die Hälfte bestehen bleiben.
    Wir brauchen ein Heer von 80 000 (wirklich einsatzfähigen Leuten), eine Marine von 30 000 und eine Luftwaffe von 20 000 Mann.
    Und eine Zivilverwaltung von maximal 20 000. Das ergibt 150 000, verteilt auf maximal 80 Standorte.
    Ob es überhaupt geht, die bestehenden Strukturen anzupassen statt parallel eine ganz neue Struktur aufzubauen?
    Wofür brauchen wir ein Heer?
    Wofür eine Luftwaffe?
    Wofür eine Marine?
    Werden wir angegriffen?
    Sie wissen, dass Soldaten in Deutschland sehr gut verdienen?
    Ich kenne einige, und über lukrativität haben die sich noch nie beschweren müssen.
  6. #6

    Spardiktat

    Eine zufriedenstellende Bundeswehreform ist unmöglich, solange das bedingungslose Spardiktat weiter besteht. D gibt für Verteidigung weit weniger aus als alle anderen großen NATO-Staaten. Statt der Zielvorgabe von 2,0% des Bruttoinlandsprodukts sind es hierzulande nur 1,4%. Und davon müsen zuerst einmal die finanziellen Altlasten aus der Zeit des kalten Krieges, insbesondere die Versorgungsansprüche der ehemaligen Berufssoldaten finanziert werden.

    Eine derart unterfinanzierte Truppe hat natürlich wenig Chancen, am Arbeitsmarkt gute Leute zu bekommen, zumal die Unsicherheiten eines solchen Jobs (andauernde Versetzungen im Bundesgebiet, lange Auslandseinsätze und nicht zuletzt Verletzungs- bzw. Todesrisiko im Einsatz) irgendwie kompensiert werden müssen.

    Leider ist der Beruf des Soldaten in der Bevölkerung wenig angesehen, und wenn es im Bundeshaushalt ans sparen geht, kommt bei vielen geradezu reflexhaft die Forderung, man solle doch als erstes im Verteidigungshaushalt kürzen.
  7. #7

    Nationale Armeen in Europa abschaffen!

    Eine der größten Kuriositäten der EU ist es, dass wir zwar EU-weite, teils skurrilste Detailregelungen für alles Mögliche und Unmögliche haben, aber keine gemeinsame Armee!
    So sind wir zwar ein wirtschaftlicher Riese (BIP EU-27 immer noch > USA), aber militärisch ein Zwerg, da zersplittert.
    Durch die Zusammenfassung der nationalen Streitkräfte zu einer Weltklasse-Armee wird nicht nur der Zusammenhalt gestärkt und der Frieden gesichert (und zwar viel stärker als durch den problembehafteten Euro!). Intelligent angegangen, wird es für alle auch bedeutend billiger!
    Das Personalproblem erübrigt sich auch. EU-weit stehen ganze Heerschaaren junger Menschen auf der Straße ...
  8. #8

    Und mit der geplanten Einführung von Drohnen...

    ...ließe sich der erste Einsatz dieser Waffen-Intelligenz am besten an Herrn Niebel und dessen Freizeitkäppi testen.Das wäre endlich eimal ein erfolgreicher Erstschlag.
  9. #9

    Quälerei in der Ausbildung? Naja wenn man keine Ahnung hat erstmal die Klappe halten, gilt auch für Journalisten.
    Klar wenn an fett, faul und unsportlich ist muss ja der Dienstsport mit den Ansprüchen des Deutschen Sportabzeichen ja als Quälerei empfunden werden...


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