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Trotzphase bei Kindern: Stampfen, schreien, wüten

CorbisEin schreiendes Kind auf dem Supermarkt-Boden? Schlecht erzogen, meinen Außenstehende. Doch so sehr der tägliche Ausnahmezustand Eltern nervt - Wüten ist für das Kind unverzichtbar.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-866897.html
  1. #10

    ernst gemeint?

    Zitat von schrumpel500 Beitrag anzeigen

    außerdem wichtig: kinder früh in's bett stecken, dann wachen sie morgens fröhlich ohne wecker auf; unausgeschlafene kinder sind unglücklich, launisch, und trotzen dauernd, sind unausstehlich, die haben keine übersicht, verstehen gar nichts mehr, die kann man auch nicht mehr vernünftig ansprechen, müde kinder haben keine stresstoleranz
    Leider kann ich nicht erkennen ob ihr Beitrag ernst gemeint ist. Falls ja, eine Frage: Warum soll ich mein Kind früh ins Bett bringen obwohl es gut gelaunt ist und in sich selbst versunken spielt? Morgens wacht er ohne Wecker später auf als andere Kinder, aber launisch und trotzig ist er tagsüber sehr selten. Unglücklich ist er nur, wenn er mit seiner kleinen Schwester zusammen früher ins Bett soll.
  2. #11

    Arbeit

    Zitat von Florentinio Beitrag anzeigen
    Morgens wacht er ohne Wecker später auf als andere Kinder,.
    Naja, wenn man den ganzen Tag zu Hause ist, mag das gehen.

    Andere Situation: Mutter arbeitet, Beginn 08:00; Vater arbeitet, Beginn: 08:30. Uhr. Papa bringt die Kinder in die KiTa, Wegzeiten eingerechnet müssen die Kinder spätestens um 8 in der KiTa sein. Zum Glück ist der Weg in die KiTa nicht so lang, spätestens um 7.00 Uhr ist aber für die Kinder aufstehen angesagt. Dementsprechend früh müssen die Kinder ins Bett.
  3. #12

    Super

    Ein Thema über Trotz bei kleinen Kindern und der erste Kommentar schiebt die Schuld wieder der Erziehung der Eltern zu. Solche Leute sind es, die die Trotzphasen so unerträglich machen, weil sie besonders gerne ihre Meinung auch noch in den passenden Situationen zum Besten geben und so zum Komplizen des trotzenden Kindes werden.
  4. #13

    Neue Welt

    Früher brauchten wir keine "Wutecken" und sind auch nicht ständig ausgerastet. Warum? Weil die Erziehung sehr füh anfing. Der Versuch wurde nicht erst gestartet, wenn es bereits zu spät ist. Grenzen setzen. Um das eigene Unvermögen zu kaschieren behauptetet die moderne Frau,dass das asoziale Verhalten der eigenen Kinder etwas ganz normales ist. Warum nur kommen dann einige Kinder ohne Wutausbrüche beim Einkäufen aus? Bei anderen ist das renitente Verhalten völlig normal. Weil Erziehung erst einmal Selbstdisziplin für die Eltern ist. Verbunden mit viel Mühe und Arbeit. Das passt nicht ins moderne Frauenbild. Nicht Mutter und Hausfrau. Lieber Selbstverwirklichung und Wellness. Die meisten Kerle finden das wenig soziale Verhalten der Kinder eher lustig. Wut und Jezorn ist kein notwendiges Verhaltensmuster. Nur ein Zeichen für erziehungsversagen
  5. #14

    Zitat von Florentinio Beitrag anzeigen
    Leider kann ich nicht erkennen ob ihr Beitrag ernst gemeint ist. Falls ja, eine Frage: Warum soll ich mein Kind früh ins Bett bringen obwohl es gut gelaunt ist und in sich selbst versunken spielt? Morgens wacht er ohne Wecker später auf als andere Kinder, aber launisch und trotzig ist er tagsüber sehr selten. Unglücklich ist er nur, wenn er mit seiner kleinen Schwester zusammen früher ins Bett soll.
    Und schafft er es dann auch pünktlich in der Krippe oder im Kindergarten zu sein?

    Meine Tochter muss spätestens um halb neun schlafen, damit sie morgens um halb acht aufstehen kann.
    Wenn nächstes Jahr ihre Kindergartenklasse um acht beginnt, müssen wir das alles um eine halbe Stunde nach vorne verschieben.
    Am Wochenende wird sie automatisch um die gleiche Uhrzeit wach, ausser sie ist bei den Grosseltern oder war unterwegs und alles ist/war furchtbar aufregend/anregend.
  6. #15

    Jain.

    Zitat von Sotho Beitrag anzeigen
    Früher brauchten wir keine "Wutecken" und sind auch nicht ständig ausgerastet. Warum? Weil die Erziehung sehr füh anfing. Der Versuch wurde nicht erst gestartet, wenn es bereits zu spät ist. Grenzen setzen.
    Erziehung ist wichtig, aber es gibt regelrechte Dickschädel (wie meine Tochter) oder weiche Charaktäre (wie etwa die Kinder von zwei Freundinnen). Ich bin wesentlich strenger, gerade was Tischmanieren oder Höflichkeit (Bitte, Danke) angeht, aber ich sehe, dass Regeln einzuhalten oder zu beachten bei anderen Kindern oft leichter funktioniert (gerade wenn die Mädels bei mir sind oder meine Tochter bei deren Müttern).
    Ich finde es gut, wenn meine Tochter ihren eigenen Kopf hat und will ihren Willen auch nicht brechen, aber das macht den Machtkampf zwischen Eltern und Kind komplizierter.

    Meine Erfahrung ist bisher, dass wenn ich mein Kind aus der Umgebung nehme, die ein unerwünschtes Verhalten hervorgerufen hat (was auch immer der Grund war) und mit ihm um den Block gehe und anschliessend zurückkomme, ich ein anderes Kind (im positiven Sinne) neben mir stehen/sitzen habe.

    Ich denke, dass sich viele Mütter Gedanken machen, wie sie mit dem Kind klarkommen und es erziehen, aber sie können oft nicht auf die Unterstützung der Grosseltern zählen und haben oft auch keine Bekannten mit Erfahrung. Ich würde mich nie trauen den meisten Müttern Verantwortungslosigkeit vorwerfen, wie Sie es tun, sondern sehe doch eher wie hilflos sie danebenstehen, weil sie niemanden haben, der ihnen zur Seite steht.
  7. #16

    Schade...

    ... das hätte ein guter Artikel werden können, hätten andere Interviewpartner als pädagogisches / psychologisches "Fachpersonal" zur Verfügung gestanden.

    Ich empfehle für zukünftige Artikel, die sich mit dem Thema Kinderpsychologie und / oder Erziehung befassen Jesper Juul bzw. Familylab als professionellen "Ratgeber".

    Jesper Juul selbst z.B. verwendet anstelle der Bezeichnung "Trotzalter" lieber den Begriff "Selbstständigkeitsalter". Kinder wollen selbst entscheiden und eigene Erfahrungen machen. Eltern tun gut daran, wenn sie ihren Kindern möglichst oft ihre Eigenverantwortung zugestehen und sie selbst probieren lassen, ggf. dabei unterstützend zur Seite stehen.

    Es sind nicht die Kinder, die trotzig werden, sondern ihre Eltern!

    Weitere wertvolle Infos zu dem Thema findet man auf der Homepage vom Familylab oder in Juuls Büchern. Hier werden u.a. auch die Nebenwirkungen von Strafe und auch Lob (!) erläutert.
  8. #17

    Das Durchmachen

    der Trotzphase ist schon etwas laenger her.Erschwerend fuer mich, dass zu diesem Zeitpunkt gerade die antiautoritaere Erziehung noch modern war.Ich habe in dieser Zeit einige Kritik einstecken muessen, weil es Grenzen gab.Z.B. Am Tisch sitzen bleiben, wenn es Essen gibt, und nicht wie bei den Kindern meiner Bekannten, sich waehrend des Spielens ab und zu einen Happen holen zu kommen.Ich habe Wert darauf gelegt, dass mit dem Loeffel gegessen wird und spaeter mit Messer und Gabel,und ich brauchte auch nach der Trotzphase nicht den Essbereich zu renovieren,oder in dieser Zeit die Wand mit abwaschbaren Plastik zu beziehen.Wenn man sinnvolle Grenzen setzt,diese auch mit Konsequenz einhaelt, versteht ein Kind wirklich,ohne,dass es Schaden nimmt, dass ein Zwergenaufstand nicht von Nutzen ist.Belohnt wurde ich, dass bei meinem Sohn die Phase mit 4 vorbei war, er ,wenn er der Meinung war,sein Wille oder Wunsch sei moeglich, mich versuchte mit Argumenten zu ueberzeugen.Und je nach Wunsch,kam es auch vor, dass ich nachgegeben habe,weil man auch manchmal als Eltern etwas verbietet, weil man selber einen anstrengenden Arbeitstag hatte.Auch nuetzlich waren Versprechungen,die ich dann auch eingehalten habe.
  9. #18

    [QUOTE=schafilein;11373418Es sind nicht die Kinder, die trotzig werden, sondern ihre Eltern!
    [/QUOTE]

    Na, das ist ja ein bisschen dick aufgetragen.
    Die Eltern haben schliesslich die Verantwortung die Kinder vor Verhaltensweisen zu schützen, die sie in Gefahr bringen können.
    Gerade bei Zweijährigen gibt es ein sehr hohes Gefahrenpotential.
    Argumente ziehen da noch nicht.
  10. #19

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein schreiendes Kind auf dem Supermarkt-Boden? Schlecht erzogen, meinen Außenstehende. Doch so sehr der tägliche Ausnahmezustand Eltern nervt - Wüten ist für das Kind unverzichtbar.

    Trotzphase: Wütende Kinder stellen Eltern auf Geduldsprobe - SPIEGEL ONLINE
    In diesem Sinne ist Steinbrück Kind geblieben. Also: "Trotzdem Zuneigung zeigen"!








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