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Trotz Nato-Einsatz: Afghanistans Frauen leiden wie unter den Taliban
AFPSie werden geschlagen, eingekerkert, entrechtet: Die Lage von Frauen in Afghanistan ist dramatisch, warnt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch Alarm. Es gibt kaum einen Unterschied zu der Zeit, als die Taliban herschten. Der Westen hat das Thema längst aufgegeben.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...824129,00.html
- #180 28.03.2012 11:53 von
Tja, da wurschtelt der Westen seit zehn Jahren mehr oder weniger professionell, aber mit beträchtlichen Opfern in Form von Geld&Menschenleben in Afghanistan herum, und die Wirkung tendiert gegen Null. In überschaubarer Zeit werden die letzten westlichen Truppen das Land verlassen, dann wird die mäßig motivierte, dafür aber umso korruptere und Talibandurchsetzte afghanische Analphabeten-Armee in kurzer Zeit aufgerieben sein und in dem Land wieder ähnliche Zuständ wie vor dem Einmarsch herrschen.
Da man dort offenbar keinerleih westliche Werte teilt und auch wenig von den fremden Truppen hält, sollte der komplette Rückzug besser heute als morgen stattfinden, damit sich die Höhlenbewohner und Kameltreiber dort wieder ungestört die Köpfe einschlagen können. Die Geldmittel für den Einsatz können wir anderswo wesentlich besser nutzen. - #181 28.03.2012 11:59 von
Stimmt,
und es ist absolut erschreckend, was dieser generationsübergreifende Krieg hinterlassen hat: Eine restlos zerrüttete Zivilgesellschaft.
Ich bin zugegebenermaßen auch ratlos, was hier helfen würde. Keine Schule nützt natürlich etwas, wenn ständig Gefahr droht, daß sie in die Luft gesprengt wird.
Am ehesten tendiere ich dazu, der Westen wäre gut beraten, Organisation wie RAWA zu unterstützen. Hier sehe ich sehr beeindruckende Ansätze, und das Wichtigste: Sie wird von den Frauen dort selbst getragen und umgesetzt, sie selber leisten die so wichtige Arbeit, die kein Fremder für sie tun kann. Und das traue ich ihnen auch uneingeschränkt zu. - #182 28.03.2012 12:01 von
was denn nun?
erst plädieren Sie für eine strikte trennung von 'orient' und 'okzident', dann für handelsbeziehungen zwischen beiden. dann rechnen Sie mal eben alle 'orientalen' aus dem asiatischen raum heraus und schlagen kurzerhand die übrigen asiaten der 'westlichen wertewelt' zu (weil Sie bei sarrazin irgendwas über ein asiatisches fleiß-gen o.ä. gelesen haben?). und der ganze murks nur, um das übliche neurechte geschwätz von der widernatürlichen 'kulturvermischung' und die forderung nach einem amoralischen (also wertemäßig ziemlich unwestlichen) politischen separatismus loszuwerden, der folter, mord und tote frauen als kulturelle angelegenheit abtut.
und ja, natürlich dürfen Sie diese mutigen wahrheiten aussprechen. sie sind mainstream. - #183 28.03.2012 12:01 von
- #184 28.03.2012 12:01 von
Auch andere Frauen leiden
AHDR hat festgestellt, dass Vergewaltigungen, Entführungen und
Zwangsprostitution seit dem Sturz der Taliban dramatisch z u g e-
n o m m e n haben.
Was die Frauenrechte angeht, hat sich gar nichts verändert. Die Müttersterblichkeit ist die höchste der Welt. Jedes fünfte Kind stirbt, bevor es fünf Jahre alt wird.
Laut "medica mondiale" kleiden sich 10 Jahre nach dem Sturz der Talibanregierung zwei Drittel der Frauen mit der Burka!
In den paschtunischen Gebieten werden 10-11jährige Mädchen verheiratet, obwohl es ein Mindestalter von 16 Jahren gibt.
Man könnte beliebig fortfahren.
Mehr zu dem Afghanistan-Dilemma:
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&...pzsgj8Z27kdFDQ
Brunnen und Straßen bauen, Mädchenschulen eröffnen? Wurde
uns das nicht von der Politik suggeriert?
Bilder gezeigt vom ersten BW-Einsatz in Afghanistan, als die
deutschen Soldaten winkend Süßigkeiten an die Afghanen verteilten.
Tatkräftig Brunnen reaktivierten. Alles Lüge.
Die Durchsetzung der Menschenrechte war nie Ziel und von den
USA schon mal gar nicht. Sie hatten bis kurz vor 9/11 mit den
Taliban über Pipelines verhandelt. Weder in Deutschland noch
anderswo wäre man auf die Idee gekommen, dem menschenverachtenden Regime der Taliban wegen Menschen- und
Frauenrechte militärisch auf den Pelz zu rücken.
Aber schauen wir uns um. Was ist in Afrika? Abertausende Verge-
waltigungen im Kongo, ungezählte Frauenverstümmelungen in
Afrika oder im US-Freundesstaat Saudi-Arbabien. Statistisch eine
Steinigung, Köpfung etc. in der Woche. Frauenrechte. Fehlanzeige.
Warum sollen wir das ausgerechnet in Afghanistan durchsetzen.
Diese Veränderungen können nur von innen kommen, so schlimm
es für die Betroffenen auch ist. - #185 28.03.2012 12:06 von
Volltext
Weiß jemand, wo man den Volltext der angeblich auf Karzais Seite veröffentlichten Erklärung einsehen kann? Ich habe die Seite jetzt mehrfach komplett durchsucht, ohne Ergebnis.
- #186 28.03.2012 12:08 von
- #187 28.03.2012 12:22 von
- #188 28.03.2012 12:22 von
- #189 28.03.2012 12:30 von
Das Hauptproblem ist aus meiner Sicht die Religion.
Solange die Frauen selber glauben, minderwertig zu sein weil dies von Gott so bestimmt ist, genauso lange wird sich nichts an ihrer Lage ändern.
Einzig hilfreich wäre eine Aufklärung weg von der Religion hin zum säkularen Staat. Geschieht dies, verbessert sich die Lage der Frau quasi automatisch (siehe Europa). Auch in Europa wurden die Frauen jahrhundertelang durch relgiöse Dogmen unterdrückt. Erst mit der Aufklärung hat sich dies geändert.
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