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Trotz Milliardenreserven: Kassen sträuben sich gegen Entlastung der Versicherten

DDPDie Krankenkassen legen immer mehr Geld zurück, insgesamt beträgt die Reserve inzwischen gut 20 Milliarden Euro. Gesundheitsminister Bahr dringt darauf, das Geld zumindest teilweise an die Versicherten zurückzuzahlen - doch die Kassen weigern sich beharrlich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...840000,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krankenkassen legen immer mehr Geld zurück, insgesamt beträgt die Reserve inzwischen gut 20 Milliarden Euro. Gesundheitsminister Bahr dringt darauf, das Geld zumindest teilweise an die Versicherten zurückzuzahlen - doch die Kassen weigern sich beharrlich.

    Krankenkassen erwirtschaften - SPIEGEL ONLINE
    die weigerung zur rückzahlung ist gesetzwidrig. die kassen dürfen maximal das behalten, was sie tatsächlich verbrauchen.
  2. #2

    Anpassung der Leistungen

    Dringend überfällig ist eine Anpassung der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen an die Realität. So müssten z.B. die Festzuschüsse für Zahnersatz deutlich erhöht werden, u.a. wegen des gestiegenen Goldpreises. Auch ist nicht verständlich, warum die Kassen immer noch giftige Amalgamfüllungen bezahlen, aber die etwas teureren Kunststofffüllungen dem Patienten überlassen. Auch die Haftpflichtversicherung für Hebammen wäre ein Thema. Hier besteht dringend Handlungsbedarf, Herr Bahr sollte das wissen. Lieber bessere Leistungen als minimale Beitragsrückzahlungen.
  3. #3

    krankenkassen sind keine sparkassen.
    sie sollen das geld nur ordnungsgemäß verteilen und nicht anhäufen oder reserven bilden. sowas weckt nur begehrlichkeiten, das gesundheitssytem noch weiter mit geld aufzublasen.
    wenn sie nicht wollen,soll der gesetzgeber eben die beitragshöhe verringern,bis diese rückstellungen aufgebraucht sind.
  4. #4

    Wer denkt an die Arbeitgeber?

    Es ist ja schön, dass eine Reform mal was gebracht hat, wenn auch nur mehr Geld in öffentlichen Kassen (solche sind die gesetzlichen Krankenkassen). Wenn man jetzt die Verteilung von Überschüssen an die Versicherten fordert sollte man aber auch daran denken, wer das Geld dafür gezahlt hat. Das sind die Arbeitnehmer und die Arbeitgeber! (Daneben noch die Zahlungen für ALG-Empfänger. Klar gibt es auch noch die frewillig gesetzlich Versicherten.) Also müsste eine Rückzahlung von Beiträgen, denn nichts anderes sind Prämien, nicht nur an die Arbeitnehmer sondern auch an die Arbeitgeber erfolgen.
  5. #5

    Wer spricht ein Machtwort?nicht erst vor der Wahl

    Wer ist dann weisungsberechtigt,wem unterstehen die kassen?
    Die horten das Geld,damit noch mehr in noch höhere Lohngruppen eingestuft werden,die Chefs sich noch höhere Gehälter von den Vorständen (Kungelei) sich genehmigen laßen oder noch mehr Paläste gebaut werden.
    Ferner könnte die Politik mit einen Federstrich die 10 Euro Pauschale entfallen lassen.
    Es sind unsere Gelder,die nur treuhänderisch verwaltet werden.
    Das Zurückhalten der überschüssigen Gelder ist ein ähnlicher Umgang mit Geld, wie bei den Bankern die Boni-reine Selbstbedienung.
  6. #6

    Doof

    Na ist doch besser wenn die 'ne Fantastilliarde auf der Kante haben als ein Defizit + Zinsen, welche durch Beitragserhöhungen (oder schlimmer noch Streichung von Leistungen) wieder reingeholt werden müssten.

    Ob ich als einzelner nun 2,50 zurückbekomme oder nicht ist die ganze Diskussion doch gar nicht wert.
  7. #7

    aber hallo

    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    die weigerung zur rückzahlung ist gesetzwidrig. die kassen dürfen maximal das behalten, was sie tatsächlich verbrauchen.

    wer das gelesen hat, wundert sich über nix mehr!
    AOK Bayern - Erfahrungsbericht - Die Staatsanwaltschaft ermittelt

    Auszug daraus:
    Als langjähriger ehemaliger AOK-Sachbearbeiter fand ich jüngste Pressemeldungen über die kriminellen Machenschaften bei der AOK Bayern, Direktion München beschäftigter Mitarbeiter ganz besonders interessant. Zumal mir insbesondere der beschuldigte Herr B. auf sehr unliebsame Art und Weise noch deutlich in Erinnerung ist. ... "Der Leitende Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld bestätigte gestern, dass in manchen Monaten auf das Konto der Barettis bis zu 10 000 Mark Schmiergeld von Klinikbetreibern strömten. Da kamen pro Jahr leicht und locker 100 000 Mark zusammen, wobei die Ermittler nur jene Summen prüfen, die von August 1998 bis heute flossen – alles andere ist ohnehin verjährt. Wie am Mittwoch bekannt wurde, haben leitende Mitarbeiter der Krankenkassen AOK und DAK jahrelang Patienten an bestimmte private Kurkliniken zugewiesen und dafür Bestechungsgelder in insgesamt sechsstelliger Höhe und andere, nicht näher bezeichnete "Zuwendungen" erhalten. Drei Mitarbeiter sitzen bereits in Untersuchungshaft, darunter auch die Eltern Barettis. Sie sollen als Mitarbeiter der Münchner AOK Bestechungsgelder angenommen und im Gegenzug Patienten in bestimmte Kliniken vermittelt haben.

    und dann wäre das noch interessant: Kostentransparenz in der Gesetzlichen Krankenversicherung - Informieren - Beitrge - Leistungen - Vergleichen - Mitgliedschaft - Antrag stellen
  8. #8

    Leistungen

    Auch ich meine, das Leistungen aufgestockt werden müssen.
    So sind z.b. die ärztliche Versorgung auf dem Land und die Verfügbarkeit und Länge von psychotherapeutischen Behandlungen alarmierend. Zahnersatz sollte deutlich höher bezuschusst werden. Das brächte erheblich mehr, als den Versicherten Kleckerbeträge zurückzuerstatten. Aber vielleicht geht es Ihnen ja sowieso nur um nette Publicity, Herr Bahr ?
  9. #9

    Jahaaa ....

    ... Begehrlichkeiten...

    da kann es ja nicht mehr lange dauern, bis Herr Finanzminister und Co. "Zwangsanleihen" machen um den EU Rettungsschirm aufzublasen, oder vielleicht den Aufbau Israels mit Waffen, Sysriens mit Waffen oder Lybiens mit Waffen zu unterstützen. Herr Finazminister könnte mit dem schönen vielen Geld auch die USA in Ihrem Kampf ums Öl unterstützen oder, oder.

    Ich fände es nicht schlecht, wenn die KK sich in guten Zeiten einen Speckgürtel zu legen um dann wenn es mal wieder enger wird etwas zuzusetzen zuhaben. ( bin mal Optimist und hoffe die Reserven verschinden nicht in den Taschen der Manager )








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