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Trotz Fachkräftemangel: Zahl der Ausbildungsbetriebe nimmt ab

DPAImmer wieder warnt die deutsche Wirtschaft davor, dass den Unternehmen bald zu wenige Fachkräfte zur Verfügung stehen könnten - trotzdem sorgen die Betriebe selbst offenbar nicht für Abhilfe. Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge sinkt die Zahl der Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...819791,00.html
  1. #1

    Wen wundert's..

    .. bei mir stellen sich jedes Jahr ca 50 Auszubildende vor, von denen ca. 50 % nicht in der Lage sind 10% von 8 Euro richtig zu errechnen, 30% nicht in der Lage sind Argentinien auf der Weltkarte zu finden, 80% noch nie etwas von Zeitzonen gehört haben und ca. 60% keine oder nur eine sehr rudimentäre Erziehung genossen /kein Benehmen haben. In den Berufsschulen lernen sie als erstes was Ihre Rechte sind und wie man einen gelben Zettel am unkompliziertesten bekommt. Mir scheint es, als wenn weder die Eltern noch die Schule momentan ihren Job machen.
    Da ist die Schlussfolgerung, nur noch sehr reduziert oder gar nicht auszubilden, doch naheliegend, oder ?
  2. #2

    ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer wieder warnt die deutsche Wirtschaft davor, dass den Unternehmen bald zu wenige Fachkräfte zur Verfügung stehen könnten - trotzdem sorgen die Betriebe selbst offenbar nicht für Abhilfe. Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge sinkt die Zahl der Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden.

    Trotz Fachkräftemangel: Zahl der Ausbildungsbetriebe nimmt ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    ...ohne alle Unternehmen über einen Kamm scheren zu wollen, aber viele warten halt darauf, dass der Nachbar ausbildet, damit sie selbst nicht investieren müssen. Und so verlässt sich jeder auf den anderen und nichts bewegt sich. Jammern ist eben modern und dann verlässt man sich doch wieder auf den Staat, der es richten soll, obwohl der sich ja eigentlich noch mehr zurückziehen soll. Das ist schon eine Crux...
  3. #3

    wir bilden aus - mehr als je zuvor

    mittlerweile sind 15% meiner Mitarbeiter Auszubildende - bei 90 Mitarbeitern keine kleine Anzahl.

    Auch dieses Jahr werden wir wieder 8 neue Lehrlinge ausbilden.

    Branche: Bauhauptgewerbe

    "Schwund" vom 1-3 Lehrjahr : 20%
    "Schwund" nach Gesellenprüfung: 20%
    "Schwund" nach den ersten 3 Berufsjahren: 20%-30%

    Wenn wir davon ausgehen, dass wir bis zum Jahr 2020 ordentlich
    ausgebildete und berufssichere Fachkräfte brauchen, die den
    altersbedingten Weggang der Kollegen auffangen sollen, bräuchten
    wir eigentlich 20 Auszubildende pro Jahr.

    Und zum Kommentar "Niveau und Bildung": Es ist unser Auftrag,
    aus jedem jungen Menschen etwas zu machen. Wir auf dem Bau
    nehmen wirklich "fast alles" an - und haben mit intensiver Betreuung
    schon viele hoffnungslose Fälle zu wertvollen Mitarbeitern und
    damit auch zu gesellschaftlich akzeptierten Menschen gemacht.

    Wenn WIR (Bau-Unternehmen) uns auf die reine "Verarbeitungsmaschinerie" zurückziehen würden, gäbe es einige Fälle aus denen nur lebenslange Arbeitslose geworden wären.

    Deshalb sollten nach meiner Meinung auch andere - noch verwöhnte -
    Branchen umdenken und sich fragen was Sie tun können und produktiv in die anhaltende negative Entwicklung eingreifen.

    Die Arbeit lohnt sich. Nicht immer. Aber immer öfter.
  4. #4

    Schauen Sie sich die Azubi-Quoten..

    Zitat von nixkapital Beitrag anzeigen
    ...ohne alle Unternehmen über einen Kamm scheren zu wollen, aber viele warten halt darauf, dass der Nachbar ausbildet, damit sie selbst nicht investieren müssen. Und so verlässt sich jeder auf den anderen und nichts bewegt sich. Jammern ist eben modern und dann verlässt man sich doch wieder auf den Staat, der es richten soll, obwohl der sich ja eigentlich noch mehr zurückziehen soll. Das ist schon eine Crux...
    .. von großen Industriekonzernen mal an (Steht alles in ihren Geschäfts-
    berichten). Da kommen Quoten von 0,00..x raus. Und da stritt sich der BR letztes Jahr bei Daimler noch um die Übernahme von ca. 24 Azubis, die auf 200 fehlten.

    Die wollen doch keine Azubis. Facharbeiter? Alles Quatsch! Für Fließbandarbeit tun es angelernte Leiharbeiter.

    Das gilt auch für F & E. Dort arbeiten immer mehr Leihingenieure auf Zeit. Projektarbeit! Das sind die Fachkräfte, die die Industriekonzerne suchen!
  5. #5

    ...

    Zitat von Grollstein Beitrag anzeigen
    .. bei mir stellen sich jedes Jahr ca 50 Auszubildende vor, von denen ca. 50 % nicht in der Lage sind 10% von 8 Euro richtig zu errechnen, 30% nicht in der Lage sind Argentinien auf der Weltkarte zu finden, 80% noch nie etwas von Zeitzonen gehört haben und ca. 60% keine oder nur eine sehr rudimentäre Erziehung genossen /kein Benehmen haben. In den Berufsschulen lernen sie als erstes was Ihre Rechte sind und wie man einen gelben Zettel am unkompliziertesten bekommt. Mir scheint es, als wenn weder die Eltern noch die Schule momentan ihren Job machen.
    Da ist die Schlussfolgerung, nur noch sehr reduziert oder gar nicht auszubilden, doch naheliegend, oder ?
    ...na dann bleiben Ihnen doch noch 50%, die zwar Argentinien nicht finden und sich in den Zeitzonen nicht auskennen, es sei denn Sie haben einen Gas-Wasser-Installationsbetrieb, der Aufträge aus Buenes Aires bekommt und seine Installateure zeitversetzt steuern muss. Ich glaube, dass die Anforderungen der Unternehmen zu hoch sind, während kaum anständige Löhne gezahlt werden sollen.
  6. #6

    Wie es gerade passt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer wieder warnt die deutsche Wirtschaft davor, dass den Unternehmen bald zu wenige Fachkräfte zur Verfügung stehen könnten - trotzdem sorgen die Betriebe selbst offenbar nicht für Abhilfe. Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge sinkt die Zahl der Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden.

    Trotz Fachkräftemangel: Zahl der Ausbildungsbetriebe nimmt ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Der Begriff "Fachkraft"wird mittlerweile inflationär verbraucht.
    Was bitte ist denn nu eine Fachkraft?
    Ein Ingenieur? Ein Arzt? Ein ausgebildeter Bäcker,Koch,Installateur ?
    Eine Fachkrankenschwester , Altenpflegerin, Feuerwehrmann?

    Die deutsche Wirtschaftslobby spannt gerade den vor den Karre, der in die Schlagzeile passt.
    Ohne genaue Definition der "Fachkraft" ist, jede Diskussion doch nur Polemik.
  7. #7

    Tja

    Zitat von nixkapital Beitrag anzeigen
    ...ohne alle Unternehmen über einen Kamm scheren zu wollen, aber viele warten halt darauf, dass der Nachbar ausbildet, damit sie selbst nicht investieren müssen. Und so verlässt sich jeder auf den anderen und nichts bewegt sich. Jammern ist eben modern und dann verlässt man sich doch wieder auf den Staat, der es richten soll, obwohl der sich ja eigentlich noch mehr zurückziehen soll. Das ist schon eine Crux...
    Lanfristig denken ist out. In der Schule wird nur noch auf totale Verblödung hingearbeitet, soviel zu dem Beitrag des Foristen auf Probleme mit einzustellenden Azubis.
    Anstatt für vernünftige umfassende Schulische Ausbildung sowie auch den erhalt und Ausbau vorhandener Schulen zu setzen Rettet man lieber Banken mit der Kohle und damits keiner merkt wird die Bildung extrem runterschraubt auf das niveau von China. nur so kommt man
    an billige Arbeitskraft.
    Es kann mir keiner erzählen das die Totale verblödungs unabsichtlich passiert, da steckt System drin.
    Ich würd mir gern mal ansehen was das Kultusministerium für massgaben an die Bildungsinstitute versendet.
    Da wird man sicherlich als versteckte vorgabe finden, soviel verblödete wie möglich zu produzieren.
  8. #8

    Aua..

    Zitat von Grollstein Beitrag anzeigen
    .
    Da ist die Schlussfolgerung, nur noch sehr reduziert oder gar nicht auszubilden, doch naheliegend, oder ?

    Absolut nicht !
    Sie ist weit entfernt. Warum sollte ich die zukunft weiter kaputtmachen, nur weil andere vieles versäumen ?
    Das ist dumm, denn es gefährdet mein Unternehmen. In 99 % der Unternehmen, ist es uninteressant WO Argentinien liegt, ganz im ernst.
    Es sagt mitnichten wirklich etwas über den "Auszubildenden" aus, sondern mehr darüber - wie krumm es mittlerweile an unseren Schulen läuft. Wer sich einmal die zeit nimmt und eine Grundschule besucht, wird sich die Haare raufen ! Das liegt bei weitem NICHT an den Kidnern. Selbst wenn Eltern dort Kritik üben, landen sie eher vor Gericht - als das sie etwas ändern könnten (selbst erlebt).
    Die meisten grundschulen wirken da eher wie Kaffeeklatsch junger Hüpfer - sorry meist weibl. - die leider auch mit einer Klischeevorstellung glänzen, das einem schlecht wird.
    Mathe ? aua, Sport ? Hilfe bewegung und schwitzen darf ja sowas von nicht sein, Felgumschwung - blos nicht - zu gefährlich. Weitwurf ? Sowas lernt man später auf weiterführenden Schule. Schreibschrift ? Nee, Kindern lernen heute alles selbst in eigenarbeit. Selbst die vereinfachte ausgangsschrift wird mit Block gemischt.
    Wie soll ein Kind bei diesem Chaos auch nur ansatzweise nachher etwas mitbringen ? Auf den weiterführenden Schulen gehts da nur bedingt besser.
    Absolut verfehlte Schulpolitik und sorry : UNFÄHIGE Lehrer - die wenig begeistern können und selbst KEINER Kontrolle unterliegen.

    Doch, Ausbildung lohnt sich. Einem Menschen etwas zu geben, um sich in 10 Jahren mit ihm fachl. ausgeprägt unterhalten zu können.
    Sollen wir alles aufgeben - weil eben unser land es absolut verlernt hat - das seine Zukunft im Nachwuchs liegt ?

    Die schnelle Kohle, den maxim. Profit - zieht man in folgenden generationen nicht mehr aus der gesellschaft - die wird zwangläufig ein reines Zuschußunternehmen - wenn es so weiter läuft !

    Wenn nun auch noch die Unternehmen aufgeben - dann gute Nacht !

    - die geben oftmals jedoch gar nicht auf - die wollen einfach Gewinnmaximierung - und da passt Ausbildung schlecht rein !
  9. #9

    Leider richtig

    Zitat von Grollstein Beitrag anzeigen
    .. bei mir stellen sich jedes Jahr ca 50 Auszubildende vor, von denen ca. 50 % nicht in der Lage sind 10% von 8 Euro richtig zu errechnen, 30% nicht in der Lage sind Argentinien auf der Weltkarte zu finden, 80% noch nie etwas von Zeitzonen gehört haben und ca. 60% keine oder nur eine sehr rudimentäre Erziehung genossen /kein Benehmen haben. In den Berufsschulen lernen sie als erstes was Ihre Rechte sind und wie man einen gelben Zettel am unkompliziertesten bekommt. Mir scheint es, als wenn weder die Eltern noch die Schule momentan ihren Job machen.
    Da ist die Schlussfolgerung, nur noch sehr reduziert oder gar nicht auszubilden, doch naheliegend, oder ?
    In meiner Firma sind es nicht so viele Bewerber, aber die Prozentzahlen des Unwissens scheinen weit verbreitet übereinzustimmen.Insbesondere
    die sogenannte soziale Kompetenz ( guten Morgen, ältere nicht sofort duzen, usw ) lässt doch sehr zu wünschen übrig.
    Wenn ich mit Meistern spreche, die in einem kleinen Unternehmen arbeiten oder Inhaber sind, ist das wohl mittlerweile eins von den großen Problemen.


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