DPAImmer wieder warnt die deutsche Wirtschaft davor, dass den Unternehmen bald zu wenige Fachkräfte zur Verfügung stehen könnten - trotzdem sorgen die Betriebe selbst offenbar nicht für Abhilfe. Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge sinkt die Zahl der Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...819791,00.html
Tja, und selbst wenn man es "nur" in der Schule braucht, man braucht halt es um die Prüfung zu bestehen.
Natürlich "braucht" man auch keine Sozialkunde und man "muss" auch nicht wissen wo Argentinien liegt, aber wollen Sie wirklich mit so einer Dumpfbacke ohne grundlegende Allgemeinbildung zusammenarbeiten?
Forist jujo hat es treffend mit Fachidioten beschrieben, wollen wir wirklich solche Auszubildende haben (wobei ich nicht glaube dass Menschen mit dieser sehr geringen Allgemeinbildung wirklich gute Ergebnisse im Job abliefern werden)?
Ich kenne mehrere solcher Unternehmer; ständig wird genörgelt daß dieser und jener Arbeitnehmer nix taugt zu dumm ist zu faul ist etc - aber sobald nur genügend Förderung vom Jobcenter oder jedwede Art anderer Vergünstigung winkt, werden ausgemusterte Alte und sonstige "Ungeeignete" dann schon im Handumdrehen eingestellt.
Ist keine besondere Leistung
Sehen Sie, wenn Sie eine Ausbildung machen müssen Sie ne Menge Dinge lernen oder machen die Sie vielleicht nicht interessiert und die Sie nicht mögen, sei es praktisch oder theoretisch.
Von einem Auszubildenden erwarte ich dass er auch diese Sachen gewissenhaft erledigt.
Tun sich bereits bei grundlegenden Dingen die zur Allgemeinbildung gehören solche immensen Lücken auf hätte ich als Arbeitgeber Zweifel dass der Azubi bei ihm unangenehmen oder nicht interessanten Arbeiten schludert.
Ich sprach von Allgemeinbildung, nicht von Fachwissen, Sie phantasieren.
Sorry aber für Selbstverständlichkeiten ist ein Betrieb nicht zuständig. Wenn Zeit da ist und in der Pause, gerne, ansonsten steht die fachliche Ausbildung an erster Stelle.
Ja, aber nicht nur. Während meiner Elektrikerzeit habe ich viel mit Kunden zu tun gehabt, und da wurde mitnichten nur über fachliche Dinge gesprochen.
Da ich gelegentlich Bewerbungsunterlagen von Schulabgängern und die Bewerber selber zu sehen bekomme, kann ich viele Betriebe gut verstehen, dass man dort lieber auf Azubis verzichtet.
Dieser Trend setzt sich auch bei Studenten fort. Bei einer Eingangsklausur in Mathematik gab es eine Durchfallquote von 94%.
Anstatt sich die Durchgefallenen jedoch hinsetzten und den Stoff lernten, um die Prüfung zu besten, protestierten sie, dass der Stoff zu schwer sei und verlangten, ihn so weit zu vereinfachen, um nicht mehr durchzufallen.
Auf die Art und Weise kann sich ein Bildungssystem auch abschaffen.
Nicht nach Feierabend, denn ich mag keine Uhren. Sie verursachen nur Zeitdruck :-) Aber wenn Sie viel Wert drauf legen, dass die Bewerber das mitbringen, werden Sie bestimmt einen passenden gefunden haben. Vielleicht haben Sie auch einen passenden gefunden, der es nicht konnte, aber andere Qualitäten hatte.
auf dem Bau (Strassenbau).
Das hat auch uns schon ermöglicht Bildungsferne Loser von der Straße zu holen.Zum Teil mußten die sich in der Berufsschule als mal noch ganz schön reinhängen.Aber bislang scheint es so als das es alle packen werden.
Die massive Benachteilligung der mit Schulabschluß aus geordneten Verhältnissen kommenden Aspiranten ist natürlich eine der sozialpolitischen Drolligkeiten welche weitgehend an der öffentlichen Wahrnehmung vorbeigehen.
So wird für einen Volljährigen ohne Abschluß aber mit genemigtem H4 praktisch die komplette Ausbildungsgratifikation vom Amt übernommen.Auch noch für Pi,Pa und Po gibts Geld vom Amt.Aber natürlich nur wenn es ein Harzer ist.
Deshalb mein Tip für alle Ausbildungsplatzsuchenden: Sofort Harzen.Dann findet sich sofort ne Firma welche sich den Kostenfreien Lehrling holt.
Aber zum "Rückgang" der ausbildenden Firmen sei gesagt: Was soll das Geschrebsel?Die Quote sinkt grade mal 1 % und die Presse macht als wärs nächtes Jahr verboten.Bleibt mal auf dem Teppich Leute.
Aber ein tendezieller Rückgang wird doch über die Jahre zu verzeichnen sein.Das gebietet uns diese kanzerogene Bürokratie.Die bürokratischen Erfordernisse für einen Ausbildungsplatz sind ,sehr wohl auch unter löblicher Mithilfe der Kammern,zurückgegangen.
Jedoch steigt die Bürokratische Gesamtbelastung in den Betrieben unentwegt.So zum Beispiel die Frauenquote als gestrige Grille. Was wird das den mehr als zusätzliche Bürokratie? Immer mehr Firmen wehren sich dagegen indem alles was an Bürokratismuß rausgeschmissen werden kann auch rausfliegt.Und da gehören am Ende die Azubis dazu.
Vor diesem Hintergrund kann wird dann das eine oder andere Ausbildungsprojetkt nicht mehr überleben.
"suchst Du 'nen billigen Arbeitsmann, schaff dir einen Lehrling an"
hieß es früher.
Ich kenne keinen einzigen Betrieb, der seine Ausbildung zurückgefahren hat - und dabei kenne ich möglicherweise mehr als die Volontäre von der SZ.
Richtig ist, dass teilweise erhebliche Lücken bei der Rechtschreibung und den Grundrechenarten bestehen. Das mit dem Benehmen stimmt auch. Aber die meisten haben wir hinbekommen.
Das mit dem Fachkräftemangel ist eine Erfindung der Leyendarstellerin. Um ihre eigene Inkompetenz zu kaschieren.
Aber es gibt eine Bevölkerungsgruppe, die noch unfähiger ist als die Politiker. Die Journaille. Die schreiben diesen Hardcore-Nonsense auf Papier - oder, noch häufiger - senden ihn.
Die schwammige Definition des Begriffs „ Fachkraft „ scheint das Problem zu sein. Hochqualifizierte aus meiner Branche sind meiner Erfahrung nach mit Sicherheit nicht damit gemeint.
Hier mal ein nettes Stück praktischer Realtität zum Fachkräfte-Mangel:
Stellenausschreibung für eine hochqualifizierte Position bei einem etablierten Pharma-Unternehmen:
„…Bitte bewerben Sie sich mit Angabe der o. g. Referenznummer ausschließlich über unser Online-Portal. Bewerbungen, die auf anderen Wegen zu uns kommen, können leider nicht berücksichtigt werden. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!“
Die "Freude" im letzten Satz scheint im Zusammenhang gelesen eher als sarkastisches Oxymoron. Man "freut" sich nicht über Bewerbungen, sondern will den Arbeitsaufwand durch Standardisierung minimieren und formalisieren. Welch scheinheilige "Freude". Es geht nicht um den Menschen, sondern um den Vorgang und dessen Abarbeitung.
Solange Stellenausschreibungen mit solchen Zusätzen versehen sind, bleibt die Mär vom Fachkräftemangel eine dreiste Propagandalüge. So dringend kann der Mangel wohl nicht sein, wenn man von vornherein Bewerber zu einer ganz bestimmten Form der formalisierten Kontaktaufnahme zwingen will.
Kein gebildeter und selbstständig handelnder Mensch lässt sich gerne zu Handlungen zwingen und mögen sie aus betriebswirtschaftlicher Sicht noch so sinnvoll sein. Die Würde des Menschen ist unantastbar.