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Tropenkrankheit: Resistenzen erschweren Kampf gegen Malaria

AFPDie Zahl der Malaria-Todesopfer sinkt, dennoch blicken Skeptiker in eine düstere Zukunft: Noch bekämpfen Insektizide und Medikamente in Afrika wirksam Mücken und Parasiten. Es ist allerdings nur eine Frage der Zeit, bis sich Resistenzen verbreiten werden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...842352,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Insektizid DDT: Krebserregend, aber erfolgreich

    Malaria: Resistenzen fordern Forscher heraus - SPIEGEL ONLINE

    Ein paar Zeilen weiter heißt es aber:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zudem besteht der Verdacht, dass DDT Krebs auslösen kann.

    Malaria: Resistenzen fordern Forscher heraus - SPIEGEL ONLINE


    Schon ein Wiederspruch.
    "Verdächtig" ist kein anderes Wort für"schuldig".


    Jedenfalls ist die krebserzeugende Wirkung von DDT umstritten:

    DDT



    Ich war auf der DDT-kritischen Seite
    http://www.stoppddt.ch/fileadmin/pdf...11_Deutsch.pdf

    Dort stand, dass in Gebieten mit erhöhtem DDT-Einsatz auch eine höhere Leberkrebsrate vorläge.

    Nun:
    Geht mal auf die Internetseite
    Krebsregister NRW: Landkarte - Krebsneuerkrankungen
    (- Menüpunkt "Daten auswählen"
    - Menüpunkt "Leber und Galle"
    - Menüpunkt "Männer"
    - Menüpunkt "2009")


    Die Erkrankungsrate bei Leberkrebs und Gallenkrebs ist im NRW-Landkreis Warendorf mehr als doppelt so hoch (!!!!!) wie im benachbarten Landkreis Soest!

    Zumindest galt Dies im Jahre 2009 bei Männern.


    Lkr. Warendorf: 12,8 männliche Leberkrebs- und Gallenkrebspatienten pro 100.000 Einwohner

    Lkr. Soest: 5,3 männliche Leberkrebs- und Gallenkrebspatienten pro 100.000 Einwohner


    Vorsicht mit Statistiken!

    Unterschiede können VIELE Ursachen haben.
  2. #2

    immer mal mit der Ruhe

    Man muss hier mal klar abwägen, was der Einsatz von DDT bringt und welche Risiken eingegangen werden. Es mag zünisch klingen, aber bei einer Weltbevölkerung von 6.5Milliarden sind 650.000 mal gerade 0.0001%
    Die langjährige Verseuchung mit DDT und den damit verbundenen Gesundheitsrisiken sind ungleich schwerwiegender. Nicht ohne Grund wurde die Benutzung von DDT unter der Stockholmer Konvention (2004) nur noch als “Vector Control” erlaubt. Bevor irgend jemand auf die Idee kommt, dass das Problem Malaria schnell und einfach durch Herumgiften in Griff zu bekommen ist, sollte man die Vergangenheit Revue passieren lassen. Der Erreger ist hoch anpassungsfähig und sehr wahrscheinlich resistant, während die Umwelt noch immer durch hohe DDT-Konzentrationen belastet ist.
  3. #3

    Zitat von allesklaroderwas Beitrag anzeigen
    Man muss hier mal klar abwägen, was der Einsatz von DDT bringt und welche Risiken eingegangen werden. Es mag zünisch klingen, aber bei einer Weltbevölkerung von 6.5Milliarden sind 650.000 mal gerade 0.0001%
    Die langjährige Verseuchung mit DDT und den damit verbundenen Gesundheitsrisiken sind ungleich schwerwiegender. Nicht ohne Grund wurde die Benutzung von DDT unter der Stockholmer Konvention (2004) nur noch als “Vector Control” erlaubt. Bevor irgend jemand auf die Idee kommt, dass das Problem Malaria schnell und einfach durch Herumgiften in Griff zu bekommen ist, sollte man die Vergangenheit Revue passieren lassen. Der Erreger ist hoch anpassungsfähig und sehr wahrscheinlich resistant, während die Umwelt noch immer durch hohe DDT-Konzentrationen belastet ist.

    Sehr geehrter Herr allesklaroderwas,

    lesen Sie bitte diesen Link:

    Pestizid: Verteufeltes DDT könnte Malaria-Tote verhindern - Nachrichten Politik - WELT ONLINE
  4. #4

    Neufassung

    Korrigierte Version.


    Zitat von allesklaroderwas Beitrag anzeigen
    Man muss hier mal klar abwägen, was der Einsatz von DDT bringt und welche Risiken eingegangen werden. Es mag zünisch klingen, aber bei einer Weltbevölkerung von 6.5Milliarden sind 650.000 mal gerade 0.0001%

    Stellen Sie sich für eine Minute mal kurz vor, was wäre wenn soviele Menschen durch Gentechnik oder Atomkraft sterben würden!!!!

    (Anmerkung:
    Der Atomkraft-KRITISCHE "The other report on Chernobyl"
    (Welcher von der Grünen Europaabgeordneten Rebecca Harms in Auftrag gegeben wurde),
    geht von 30.000 bis 60.000 zusätzliche Todesfällen durch Krebs bis zum Jahr 2056
    (Also 70 Jahre nach dem GAU)
    aus.

    The Other Report on Chernobyl


    Laut UN könnte es durch Tschernobyl bis zu 9000 Tote geben:

    Stromerzeugung: Opfer der Energie - Wissen - Tagesspiegel )


    Stellen sie sich mal vor was wäre, wenn ein Atomkraftbefürworter sagen würde, dass Tschernobyl "mal grade" 0,000375% - 0,00075% der Weltbevölkerung töten würde!!!!





    Zitat von allesklaroderwas Beitrag anzeigen
    Bevor irgend jemand auf die Idee kommt, dass das Problem Malaria schnell und einfach durch Herumgiften in Griff zu bekommen ist, sollte man die Vergangenheit Revue passieren lassen

    Südafrika: Verteufelter Schutz - Wissen - Tagesspiegel

    "Als in den vierziger Jahren in Sri Lanka mit dem Sprühen von DDT begonnen wurde, gab es jedes Jahr 2,8 Millionen Malaria-Fälle. 1963 waren es nur noch 17. Dann wurde das DDT-Programm beendet und die Zahlen stiegen sprunghaft wieder an. Schon 1969 gab es wieder 2,5 Millionen Malaria-Infektionen."


    Achtung:
    1963 waren es Dank DDT nur 17 (SIEBZEHN) Malariafälle in Sri Lanka!!!!

    SIEBZEHN;
    -
    NICHT 17 Tausend oder 17 Millionen oder so......

    NEIN!
    17

    Soviele Mensche passen ohne Probleme in einen normalen Stadtbus rein!


    Nach der Absetzung von DDT explodierte die Malaria-Rate auf 2,5 MILLIONEN!!!!!



    Weiter:
    DDT

    "Ein Beispiel dafür liefert die Republik Südafrika. Dort hatte man es viele Jahre lang gewagt, DDT einzusetzen. In dieser Zeit gab es knapp 10.000 Malaria-Neuinfektionen pro Jahr. Im Jahr 1996 gab die südafrikanische Regierung dem Druck von grünen Verbänden und ausländischen Politikern nach und stellte den Gebrauch von DDT ein. Die Folgen dieser Maßnahme waren eindeutig: die Zahl der Malariaerkrankungen wuchs sprunghaft. Bereits im Jahr 2000 verzeichnete Südafrika 62.000 Malariafälle. Unter dem Eindruck dieser Entwicklung kehrte die südafrikanische Regierung zum DDT-Einsatz zurück. Innerhalb von 18 Monaten nach dieser Entscheidung sank die Zahl der Malariainfektionen um 80% auf 12.400 Fälle. Der Gebrauch von DDT hat circa 50.000 Menschen pro Jahr eine Malariaerkrankung erspart. "
  5. #5

    Qualitativ? Nein? Zahlen bitte!

    Zitat von allesklaroderwas Beitrag anzeigen
    Die langjährige Verseuchung mit DDT und den damit verbundenen Gesundheitsrisiken sind ungleich schwerwiegender.
    Quellen???

    Belege???

    Beweise???



    Oder sagen Sie Das einfach nur so aus dem "Bauchgefühl" heraus? ;-)



    Es gibt Studien die besagen, dass DDT eigentlich GAR KEINE (!!!) Gesundheitsschäden beim Menschen verursachen würde!!!!!


    DDT kann Leben retten - Nachrichten Welt Print - WELT ONLINE

    "Längst sind in hoch angesehenen wissenschaftlichen Fachblättern wie etwa "Lancet", "Science", "Nature" und anderen Studien zu lesen, die die weitgehende Unbedenklichkeit des verteufelten Stoffes dokumentieren. "Behauptungen von Risiken durch DDT für die menschliche Gesundheit und die Umwelt konnten trotz wiederholter wissenschaftlicher Forschung nicht belegt werden", kommentierte ein Autor von "Lancet", der international führenden medizinischen Fachzeitschrift, im Jahr 2000 eine Studie im selben Blatt. Auch wurde dort ausdrücklich die oft ins Spiel gebrachte Resistenz der Mücken gegen DDT als "kein wesentliches Problem für den anhaltenden Gebrauch von DDT für die Malaria-Bekämpfung" angesehen.
    ......
    Eine Info-Website des Umweltbundesamtes Österreichs - gewiss kein Land, das frei wäre von zum Teil überzogenen Umweltängsten - kritisiert den DDT-Bann: "Massive Verschlechterung in der Dritten Welt, erneuter Anstieg an Malaria-Fällen, keine effektiven bzw. kostengünstigen Alternativen", und kommt zu dem Resümee: "Zeitgemäße Anwendungsmethoden in Innenräumen können Malaria verhindern, ohne notgedrungen schädliche Wirkungen auf Mensch und Umwelt zu verursachen." Und zu guter Letzt muss sogar das PAN selbst in der bei seiner Pressekonferenz verteilten Broschüre feststellen: "Beim Menschen ist ein Zusammenhang zwischen DDT und verminderter Spermienzahlen nicht eindeutig belegt bzw. schwierig belegbar. Es fehlen auch monokausale Beweise dafür, dass dieses Insektizid oder seine Abbauprodukte beim Menschen Krebs auslösen."




    Und haben sie denn Zahlen????


    Wieviele Menschen sterben denn tatsächlich an DDT-Vergiftungen?

    100 pro Jahr?
    1000 pro Jahr?
    1000000 pro Jahr?
  6. #6

    @ allesklaroderwas: Rechenfehler ihrerseits!

    Zitat von allesklaroderwas Beitrag anzeigen
    Es mag zünisch klingen, aber bei einer Weltbevölkerung von 6.5Milliarden sind 650.000 mal gerade 0.0001%
    Abgesehen davon, dass diese Aussage moralisch sehr problematisch ist:

    650.000 von 6,5 Milliarden sind 0,01 %;
    -
    NICHT 0.0001% !!!!!!





    Tja.... Was soll ich dazu sagen?

    @ allesklaroderwas:


    Was soll ich über ihren Rechenfehler sagen?
  7. #7

    Netze

    Das Titelbild (Also das Kind unter dem Moskitonetz):

    Wissen sie;
    Die Idee dass man DDT durch Moskitonetze ersetzen könnte, finde ich ja so niedlich....

    Abgesehen davon, dass diese Netzte oft ebenfalls mit chemischen Insektiziden wie Permethrin imprägniert sind
    (http://www.transafrika.org/pages/informationen-afrika/krankheiten-afrika/insektenschutz.php ):

    Mittlerweile hat man festgestellt, dass diese Form der Softie-Chemiekeule nach einiger Zeit wirkungslos wird:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/moskitonetze-gegen-malaria-forscher-fuerchten-rueckkehr-der-tropenkrankheit-a-781048.html

    Aber natürlich sticht die Anophelesmücke ihre Opfer nur innerhalb von Wohngebäuden und in ihren Betten....
    (Also dort, wo man diese Netzte aufhängen kann.)


    Und wenn ein afrikanischer Bauer auf dem Feld das Unkraut entfernt ..... oder an einem Markt draußen an einem Verkaufsstand sitzt, kann er natürlich nicht von der Anophelesmücke gestochen werden.....

    Und selbst wenn: Dann könnte er ja einen Ganzkörperschutz wie ein Bienenimker tragen.
    In der afrikanischen Sonne bei 40°C im Schatten würde Das natürlich nicht irgendwie stören....
  8. #8

    Ergänzung zu eine früheren Beitrag!

    Zitat von allesklaroderwas Beitrag anzeigen
    Die langjährige Verseuchung mit DDT und den damit verbundenen Gesundheitsrisiken sind ungleich schwerwiegender.
    Falls es sie interessiert:


    Selbst viele DDT-GEGNER glauben NICHT daran, dass DDT gesundheitsschädlich sei!!!

    Ja!
    Selbst viele "ÖKOS" glauben NICHT an die gesundheitsschädliche Wirkung von DDT.



    Ich habe den folgenden Link zwar schon mal genannt, aber trotzdem.

    Pestizid: Verteufeltes DDT könnte Malaria-Tote verhindern - Nachrichten Politik - WELT ONLINE

    ".....
    Und zu guter Letzt muss sogar das PAN selbst in der bei seiner Pressekonferenz verteilten Broschüre feststellen: "Beim Menschen ist ein Zusammenhang zwischen DDT und verminderter Spermienzahlen nicht eindeutig belegt bzw. schwierig belegbar. Es fehlen auch monokausale Beweise dafür, dass dieses Insektizid oder seine Abbauprodukte beim Menschen Krebs auslösen.""



    ( Hier ist der Original-Artikel:
    http://www.pan-germany.org/download/..._Studie_DT.pdf

    "Beim Menschen ist ein Zusammenhang zwischen DDT und verminderten Spermienzahlen nicht eindeutig
    belegt bzw. schwierig belegbar. Es fehlen auch monokausale Beweise dafür, dass dieses Insektizid
    oder seine Abbauprodukte beim Menschen Krebs auslösen, ein Problem, das generell im
    Zusammenhang mit der Erklärung von Krebsursachen existiert.")






    Und das PAN ("Pestizid Aktions-Netzwerk") ist tatsächlich (^^) eine ANTI-DDT-Organisation, welche GEGEN das DDT kämpft!!!!!
    Das sieht man auch hier:

    PAN fordert Malariakontrolle ohne DDT

    "Hamburg (epo.de). - Das globale Netzwerk PAN International hat Gesundheitsexperten, Mitarbeiter von Malaria-Kontrollprogrammen und Akteure der Entwicklungshilfe aufgerufen, verstärkt Methoden und Ansätze einer nachhaltigen Malariakontrolle zu nutzen. Der Gebrauch des Insektizids DDT müsse zurückgedrängt werden, forderte PAN anlässlich des Weltmalariatages am 25. April. "
  9. #9

    Anmerkungen zu

    @querulant1892, Vielen Dank für die Korrektur. Ich habe mich unverzeilicher Weise verrechnet. Vielen Dank auch für Ihre ausgesprochen heftige Reaktion. Von meiner Seite her kann ich nur sagen, dass ich mit der Provokation mein Ziel erreicht hat. Es scheint also immer noch Lobbyisten zu geben, die die Toxizitat von DDT und dessen Derivate leugnen. Hört sich bekannt an. Diese leidige Diskussion hat es schon mal gegeben, bevor Vernunft über die Propaganda gewonnen hat. Anbei ein wenig Lesematerial der neuesten Sorte. Lesen kann nicht schaden.:

    Environ Sci Pollut Res Int. 2012 March; 19(3): 756–762. Assessment of exposure to DDT and metabolites after indoor residual spraying through the analysis of thatch material from rural African dwellings
    Environ Health Perspect. 2012 Jan;120(1):105-11. A prospective study of organochlorines in adipose tissue and risk of non Hodgkin lymphoma.
    Toxicol Appl Pharmacol. 2012 Mar 1;259(2):152-9. doi: 10.1016/j.taap.2011.12.019. Epub 2011 Dec 31. The effect of DDT and its metabolite (DDE) on prostaglandin secretion from epithelial cells and on contractions of the smooth muscle of the bovine oviduct in vitro.
    J Immunotoxicol. 2012 Jan-Mar;9(1):85-95. Epub 2012 Jan 4. Alterations in T-lymphocyte sub-set profiles and cytokine secretion by PBMC of systemic lupus erythematosus patients upon in vitro exposure to organochlorine pesticides.
    Environ Int. 2012 Feb;39(1):188-99. Epub 2011 Dec 8. Analysis of the toxicogenomic effects of exposure to persistent organic pollutants (POPs) in Slovakian girls: correlations between gene expression and disease risk.
    Environ Toxicol Chem. 2012 Apr;31(4):705-11. doi: 10.1002/etc.1717. Epub 2012 Feb 24. DDTs in rice frogs (Rana limnocharis) from an agricultural site, South China: tissue distribution, biomagnification, and potential toxic effects assessment.
    Toxicol Mech Methods. 2011 Nov;21(9):675-80. Variability in DDT-induced apoptosis in Mexican indigenous populations.
    Sci Total Environ. 2011 Dec 1;410-411:136-45. Epub 2011 Oct 5. Bioaccumulation of persistent organic pollutants (POPs) in fish species from Lake Koka, Ethiopia: The influence of lipid content and trophic position.








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