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Trockener Kontinent: Atlas enthüllt gigantische Wasser-Reserven unter Afrika

NERC/British Geological SurveyAfrika leidet unter chronischem Wassermangel. Eine neue Karte zeigt einen Ausweg: Unter dem Kontinent lagert fast 14.000-mal so viel Wasser wie im Bodensee. Experten fordern, die Erschließung besser zu planen - einfache Pumpen könnten Ortschaften versorgen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...828776,00.html
  1. #40

    vage

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Afrika leidet unter chronischem Wassermangel. Eine neue Karte zeigt einen Ausweg: Unter dem Kontinent lagert fast 14.000-mal so viel Wasser wie im Bodensee. Experten fordern, die Erschließung besser zu planen - einfache Pumpen könnten Ortschaften versorgen.

    Trockener Kontinent: Atlas enthüllt*gigantische Wasser-Reserven unter Afrika - SPIEGEL ONLINE
    In den 70er Jahren gab es von Gaddafi verschiedene "Wüstenbewässerungsprojekte", u.a. an den Kufra-Oasen. Ein Mitstudierender hat damals Praktikum dort gemacht (Pumpversuche). Die ausgedehnten Grundwasserreservoire waren ± bekannt, nur...
    Ja nur.
    Dieses fossile Wasser aus der Eiszeit (dort Regenzeit, Pluvial) ist nicht nachhaltig, es regnet da heute dort nicht oder kaum. Sobald man mit dem Pumpen anfängt, entwickeln sich Entnahmetrichter, die immer größer werden, das ohnehin salzhaltige Grundwasser wird dadurch noch salziger. Für Kulturen braucht es salztolerante Pflanzen, da ist die Auswahl gering. Wie an anderer Stelle hier erwähnt, besteht die Gefahr der Bodenversalzung. Alles bekannte Dinge.
    Alles in allem – ein sehr vager Artikel.
  2. #41

    Grosse Lösung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Experten fordern, die Erschließung besser zu planen - einfache Pumpen könnten Ortschaften versorgen.
    Das wird so nicht gehen, weil - wie einige Foristen schon richtig angemerkt haben - die dort lebenden Einwohner nicht in der Lage sind, diese Wasserförderung tatsächlich dauerhaft aufrechterhalten zu können.

    Was wiederum nicht verwundert, wenn wer hier bei uns könnte schon dauerhaft sein eigenes Wasser fördern? Das ist Unfug. Es müssen da schon große Lösungen her, bei denen eine stabile, kontinuierliche Wasserförderung von staatlicher Seite gewährleistet ist. Natürlich mit Fachleuten, die die Pumpen auch warten können.

    In jedem Afrika-Kaff einfach einen Brunnen zu bauen, ist keine dauerhafte Lösung.
  3. #42

    Leidiges Thema

    Da hätten wir es wieder, das leidige Thema der Entwicklungshilfe, die aber in den meisten Fällen zum Scheitern verurteilt ist.

    Stichwort Ruanda
  4. #43

    nicht nur in Afrika

    Zitat von Meskiagkasher Beitrag anzeigen
    Was ist daran menschenverachtend, die Natur so zu belassen, wie sie ist? Dem Menschen gehört dieser Planet nicht und es leben noch andere Spezies hier. Das Problem dieses Planeten ist die bereits jetzt zu große Anzahl an Menschen. Allgemeines Ziel muss es sein, diese Zahl durch strenge Kontrolle (z.B. globale Ein-Kind-Politik) zu verringern. Das Anzapfen fossiler Wasservorräte ist kontraproduktiv für die Zukunft dieses Planeten.
    Auch wenn ich finde, dass man mit dieser Entdeckung die Möglichkeit hat, ein sinnvolles Wasser-Management System von Anfang an aufzubauen, so sollten wir trotzdem nicht darüber Urteilen warum es jetzt nicht als sinnvoll erscheint die Wasservorräte voll anzuzapfen/auszuschöpfen. Natürlich ist ein bedachter und überlegter Umgang mit diesem wertvollen Gut Wasser, aber auch mit der Natur wichtig.
    Aber, es ist leicht reden, wenn man in einem Land wohnt, in dem man einfach nur den Wasserhahn aufdrehen muss und schon sprudelt es los.
    Wieso soll es den Afrikanern die unter Dürre und verunreinigtem Trinkwasser leiden, mehr oder weniger abgesprochen werden sich daran zu bedienen.

    Wer hier so sehr den Umweltgedanken propagiert, sollte sich mal überlegen wo viele unserer Tomaten (und andere Gemüsesorten) sowie die Baumwolle (welche viel Wasser benötigt) her kommen. In vielen Regionen wird genau das gemacht, nämlich das Grundwasser, welches sich über tausende Jahre gebildet hat, angezapft. Und auch heute schon haben einige Regionen in Spanien mit einem zu niedrigen Grundwasserspiegel zu kämpfen. Das als nur ein Beispiel.

    Oder Milchkühe in der Wüste, die für einen Liter Milch 2.500 l Wasser benötigen.
    Milch inmitten der Wüste | Saudiarabien.de

    Wo bleibt da die Empörung?

    Typische Diskussion, mal wieder wird mit zweierlei Maß gemessen.
    Wer hier rumheult, sollte sich mal den eigenen Konsum anschauen - Stichwort "virtuelles Wasser".
  5. #44

    Zitat von agua Beitrag anzeigen
    in die Ecke der Verschwoehrungstheoretiker gesteckt, aber da habe ich eigentlich mit gerechnet.Es geht um Wasser. Keine Neuigkeit,das dieser kostbare Stoff, in den naechsten Jahren Mangelware sein wird.Ohne Oel wird das Leben unbequemer,ohne Wasser...
    Schwafelei..

    Wenn die Kölner zu wenig Rhein(grund)wasser haben, werden sie keinen Wassertanker aus Afrika ordern.

    Trinkwassertransport per Schiff gibt es schon ewig..
    Einen zur Landschaftsbewässerung wird es höchstens für Golfplätze in Dubai geben..
    Es ist also Unsinn zu denken, dass jemand überregional Wasser klauen möchte.
    Zwischen einzelnen und benachbarten Stämmen ist das etwas anderes.
  6. #45

    Auch in Europa

    Zitat von Pizza No.7 Beitrag anzeigen
    Das wird so nicht gehen, weil - wie einige Foristen schon richtig angemerkt haben - die dort lebenden Einwohner nicht in der Lage sind, diese Wasserförderung tatsächlich dauerhaft aufrechterhalten zu können.

    Was wiederum nicht verwundert, wenn wer hier bei uns könnte schon dauerhaft sein eigenes Wasser fördern? Das ist Unfug. Es müssen da schon große Lösungen her, bei denen eine stabile, kontinuierliche Wasserförderung von staatlicher Seite gewährleistet ist. Natürlich mit Fachleuten, die die Pumpen auch warten können.

    In jedem Afrika-Kaff einfach einen Brunnen zu bauen, ist keine dauerhafte Lösung.
    gibt es Laender, wo in den laendlichen Gegenden,die Bewohner ihr eigenes Wasser foerdern muessen.Seien es Brunnen oder Tiefbohrungen.Schwierig wird dies in Jahren, in denen,wie z.B.in Portugal vergangenen Winter,der Niederschlag fehlt.Wer in Deutschland wohnt,denkt oft,das Wasser kommt aus dem Wasserhahn und ist unbegrenzt.Aus diesem Grund wird oft gedankenlos Wasser verschwendet.Oder ,weil es solch eine Selbstverstaendlichkeit ist,sich keine Gedanken darueber gemacht,wie es ist,wenn es fehlt.
  7. #46

    Zitat von Altesocke Beitrag anzeigen
    Und bevor wir darauf hoffen, das in 100 Jahren andere Moeglichkeiten besthen/Loesungen gefunden wurden, solnge lassen wir die Menschen darben?.
    Habe ich das geschrieben? Ich habe lediglich angemerkt, dass man diese Zahlen mit Vorsicht genießen sollte. Nicht mehr und nicht weniger.

    Zitat von Altesocke Beitrag anzeigen
    Und 'Handpumpen', da geht es wohl eher um trinkfaehiges Wasser, statt um Wasser fuer Agrarwirtschaft, denke ich mal.
    In meinem Post geht es auch nur um den privaten Wasserverbrauch.

    Die 100 l sind rein privater Verbrauch ohne jegliche Agrarwirtschaft oder Industrie. Aktuell verbraucht man ein Deutscher etwa 125 l pro Tag, in Afrika liegt der Schnitt glaube ich bei 25 l. 100 l erschienen mir da ein vernünftiger Mittelwert (USA liegen bei 295 l).

    Würde man den industriellen Wasserverbrauch in Deutschland berücksichtigen, dann landet man laut WWF bei über 5000 l pro Tag.
  8. #47

    Zitat von agua Beitrag anzeigen
    in die Ecke der Verschwoehrungstheoretiker gesteckt, aber da habe ich eigentlich mit gerechnet.Es geht um Wasser. Keine Neuigkeit,das dieser kostbare Stoff, in den naechsten Jahren Mangelware sein wird.Ohne Oel wird das Leben unbequemer,ohne Wasser...
    Ich lach mich schräg. Das Wasser wird knapp! Ja nee, is klar.

    WO DENN?! In Mitteleuropa? Das Wasser wird nur da knapp, wo es jetzt schon knapp ist.
    Und wie bitte soll denn das Wasser aus Afrika nach Europa kommen?
  9. #48

    Differenzieren

    Zitat von andifu Beitrag anzeigen
    Da hätten wir es wieder, das leidige Thema der Entwicklungshilfe, die aber in den meisten Fällen zum Scheitern verurteilt ist.
    Wir reden doch aber hier über einen wahrlich großen Kontinent. Da gibt es viele Facetten der Intelligenz und der Lernfähigkeit. Pauschal zu sagen "das bringt nix", halte ich für falsch.
  10. #49

    Zitat von Pizza No.7 Beitrag anzeigen
    Wir reden doch aber hier über einen wahrlich großen Kontinent. Da gibt es viele Facetten der Intelligenz und der Lernfähigkeit. Pauschal zu sagen "das bringt nix", halte ich für falsch.
    Das ist richtig pauschal kann man das nicht sagen. Man kann aber sagen, dass es in den meisten Fällen "nichts"(mit nichts meine ich langfristig) gebracht hat.

    Natürlich kann man jetzt dort als Organisation hingehen und moderne Wasseraufbereitungsanlagen bauchen.

    Aber kein "Einheimischer kann sie bedienen, warten und weiterentwickeln.

    Das meinte ich mit nichts bringen


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