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Triumph für die deutsche Autolobby: Schwer darf mehr

DPABis 2020 sollen die CO2-Emissionen von Autos im Schnitt auf 95 Gramm pro Kilometer sinken. Jetzt soll ein Entwurf für eine EU-Verordnung das Verhältnis zwischen Gewicht und Kohlendioxid neu regeln. Davon profitieren vor allem die deutschen Hersteller.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...843509,00.html
  1. #1

    Wahnsinn mit Methode

    Sowohl die jetzige als auch die alte Regelung sind Ergebnisse von Lobbyarbeit. Wenn man wirklich eine faire Beschränkung von CO2 Ausstoß haben möchte, dann würde man auf den Zweck des Vehikels (Personen- oder Lastfarhzeug) und den Ausstoß nach der Anzahl der vollen Personenplätze inkl. einer Mindestzulaundg realistisch berechnen und dann stark beschränken.

    Blinkd nur nach Gewicht zu gehen, führt dazu dass Autos extra schwerer gemacht werden, damit mehr CO2 ausgestoßen werden darf.
  2. #2

    optional

    Warum nicht, es gibt schließlich auch viel mehr Kleinwagen als große schwere Fahrzeuge. Für die Umwelt kann man also dadurch mehr erreichen. Schade nur, dass der Verkehr nicht der Hauptverursacher von CO2 ist und sich auch mit noch so vielen Regulierungen bei den Fahrzeugherstellern die Welt nicht retten läßt.
  3. #3

    20 Gramm CO2 pro km

    Wie das?

    Der Verbrauch wir ermittelt für

    80 km Stadt
    100 km außerorts
    1000 km außerorts

    Die Ergebnisse 30/60/10 gewichtet.

    Natürlich sind 20g mit einem Verbrennungsmotor nicht zu schaffen,
    aber mit einem Plug-in Hybrid der mit sauberen Strom fährt.

    So könnte dann etwa ein Verbrauch von 15 kWh Strom, 0,7 Liter Benzin auf 100 km raus kommen.

    Mit wieviel CO2 der Stromverbrauch gezählt wird hängt vom Autohersteller ab. Es wird ein Flottenverbrauch berechnet. Dann kann jeder Autohersteller Anlagen für die Erzeugung von Strom aus Sonne und Wind geltend machen.

    Hat der Autohersteller keine Erzeugung aus Sonne und Wind, dann wird der Strom mit 1000 g CO2/kWh gerechnet, das ist für Kohlekraftwerke üblich.

    Kann der Autohersteller den gesamten Flottenverbrauch abdecken, dann wird 0 g CO2/kWh gerechnet.

    Fortschrittliche Länder arbeiten an solchen Bestimmungen. Deutschland hingegen verherrlicht seine fossilen Dreckschleudern.
  4. #4

    Spez. Wert

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bis 2020 sollen die CO2-Emissionen von Autos im Schnitt auf 95 Gramm pro Kilometer sinken. Jetzt soll ein Entwurf für eine EU-Verordnung das Verhältnis zwischen Gewicht und Kohlendioxid neu regeln. Davon profitieren vor allem die deutschen Hersteller.

    CO2-Grenzwerte: Deutsche Autolobby siegt über EU-Kommission - SPIEGEL ONLINE
    Ich finde einen spezifischen Grenzwert richtig. Unabhängig von der allein seelig machenden CO2 Hybris kann es doch nicht richtig sein, dass so kleine Nuckelpinnen, wie z.B. der Smart, genau so bewertet werden, wie ein Familien-Van! Auch bei Häusern wird im Energie-Pass eine spezifische Energieverbrauchsangabe in kWh/m² angegeben. Oder sollen wir künftig nur noch in kleinen aber "dreckigen" Löchern wohnen. Dieser Umweltsozialismus nervt!
    Kauri
  5. #5

    theoretische Werte

    Bevor man über solche CO2-Werte und Beschränkungen redet, sollte man doch zuerst mal realistische Grundlage für die Verbrauchsangaben schaffen. Alles andere ist doch Humbug.
  6. #6

    Dem großen Dichter Wiglaf Droste

    verdanken wir den "B-ösewicht M-it W-ichsgesicht". Dem ist zur Charakterisierung des Personals eigentlich nichts hinzuzufügen. Wer ausdauernd Freude im Fahren suchen muß, ist eine arme Sau.
    Ich warte nun auf jenen Geist, dem etwas zu den Leuten entweicht, die beim Sitzen in den möglichst dicken Kisten zur Herbeirührung o.g. Gesichtsausdrucks an WKA, KFZ_Raps und romantische PV-Parks denken müssen (die Toyotafraktion also).
  7. #7

    optional

    solange der gesamte deutsche Kfz-Verkehr zu grad mal 0,8% des weltweiten CO2-Ausstosses beiträgt ist es mir - gelinde gesagt - schnurzpiepegal wieviel CO2 mein Fahrzeug produziert.
    Aber der deutsche Michel schluckt ja unkommentiert alles, was ihm die Obrigkeit weismacht und kauft sich schön brav eine neue Nuckelpinne.
  8. #8

    Zitat von mauimeyer Beitrag anzeigen
    Ich finde einen spezifischen Grenzwert richtig. Unabhängig von der allein seelig machenden CO2 Hybris kann es doch nicht richtig sein, dass so kleine Nuckelpinnen, wie z.B. der Smart, genau so bewertet werden, wie ein Familien-Van! Auch bei Häusern wird im Energie-Pass eine spezifische Energieverbrauchsangabe in kWh/m² angegeben. Oder sollen wir künftig nur noch in kleinen aber "dreckigen" Löchern wohnen. Dieser Umweltsozialismus nervt!
    Kauri
    Ja, aber im Verhältnis zu einer sinnvollen Größe. Das Gewicht ist doch kein Faktor, der den Nutzwert eines Autos beschreibt. Das führt doch die Bemühungen um immer leichtere Autos ad absurdum. Wie wäre es stattdessen, die Anzahl der Sitzplätze, die Größe des Innenraums und/oder die Zuladung als Referenzgrößen zu definieren?
  9. #9

    Überkompensation

    Schon bei den sinnfreien Energieeffizienzklasse für PKW führt die Berücksichtung der Fzg-Masse zu einer Überkompensation, da mehr Verbrauch/CO2-Ausstoss pro Masseneinheit zugestanden wird als nötig.
    Es ist somit leichter, "schwere" effiziente Autos zu bauen als leichte effiziente Fahrzeuge. Mal sehen ob wieder eine einfache lineare Gleichung mit rauskommt, wo der erlaubte CO2-Ausstoss auf 5 oder 6 Kommastellen ermittelt wird.
    Das ist so, als würde man an der Wursttheke 255,5968g Schinken bestellen.


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