Trisomie 21: Schweiz genehmigt Bluttest auf Down-Syndrom

CorbisIn der Schweiz ist künftig ein umstrittener Bluttest zur Bestimmung des Down-Syndroms bei Embryos erlaubt. Einem Zeitungsbericht zufolge soll es den Test bereits ab Mitte August geben.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...847073,00.html
  1. #1

    Schwer zu verstehende Ethik

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Schweiz ist künftig ein umstrittener Bluttest zur Bestimmung des Down-Syndroms bei Embryos erlaubt. Einem Zeitungsbericht zufolge soll es den Test bereits ab Mitte August geben.

    Schweiz genehmigt Bluttest auf Down-Syndrom - SPIEGEL ONLINE
    Wer sich dafür einsetzt, dass der Anteil an Menschen mit Mongoloidie genauso hoch bleibt wie bisher, muss uns seine Ethik ein zweitesmal erklären, ich verstehe sie nicht. Das Leid, das man anrichtet indem man wider besseren Könnens weiterhin für einen gleichbleibend hohen Anteil sorgt überwiegt doch den Gefallen, den man den Betroffenen (vermeintlich) tut, indem man ihnen möglichst viele Leidensgenossen bereitet. Selbstverständlich handelt es sich nicht um das Umbringen von Menschen, die bereits existieren (Eutanasie), und wer beides miteinander gleichzusetzen versucht braucht mit dem Argumentieren gar nicht erst anzufangen.

    Im übrigen kann ich mich nicht an eine Umfrage erinnern, ob die Bevölkerung mit einer Umbennenung der Mongoloidie in "Down-Syndrom" einverstanden sei. Die Krankheit nannte sich 1968 Mongoloidie, als ich zum erstenmal damit konfrontiert wurde, also heißt sie auch heute noch so.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Schweiz ist künftig ein umstrittener Bluttest zur Bestimmung des Down-Syndroms bei Embryos erlaubt. Einem Zeitungsbericht zufolge soll es den Test bereits ab Mitte August geben.

    Schweiz genehmigt Bluttest auf Down-Syndrom - SPIEGEL ONLINE
    Gute Gene
    Und was wird als Nächstes selektiert?
    Aber natürlich dient dies einzig und alleine dem "Wohl" des noch ungeborenen Kindes und dessen Mutter - blablabla.

    Mir läuft es eiskalt den Rücken hinab.

    Wo soll das noch hinführen? Ist es doch so, daß Vieles, das zunächst als "gut" galt bzw. so verkauft wurde, und oft auch tatsächlich keinem lebensverachtendem Gedanken zugrunde lag, im Laufe der Zeit zunehmend mißbraucht wurde.
  3. #3

    Pardon

    Ich korrigiere:
    "... dem oft auch tatsächlich kein lebensverachtender Gedanke zugrunde lag ..."
  4. #4

    Dieses Thema wühlt mich zutiefst auf, lässt mir keine Ruhe und darum ein weiterer Nachsatz:

    Denjenigen, die dazu neigen, etwas in dieser Art zu mißbrauchen bzw. lebensverachtend zu agieren, ist oftmals gar nicht bewusst, daß es sich um Mißbrauch handelt:

    Sie denken nicht über ihr Tun nach oder planen es gar. Vielmehr liegt dem ein Grundzug in ihrem Wesen/Charakter zugrunde. Diesem Grundzug zufolge handeln sie intuitiv und dementsprechend flexibel mit schlafwandlerischer Sicherheit.
    Sie selbst sind tatsächlich überzeugt davon, daß das, was sie tun, GUT ist. Und deshalb wirkt es auch oft derart überzeugend auf insbesondere kritiklose & schwache Charaktere.
    Keine VT, sondern lediglich das Kapitel "Geschichte wiederholt sich" aus dem Buch "die Menschheit".
    In diesem Sinne
  5. #5

    Zitat von Hamberliner Beitrag anzeigen
    Selbstverständlich handelt es sich nicht um das Umbringen von Menschen, die bereits existieren (Eutanasie), und wer beides miteinander gleichzusetzen versucht braucht mit dem Argumentieren gar nicht erst anzufangen.
    "Nettes" Pendant zur Nazikeule. Soviel Meinungsfreiheit gewähren Sie mir doch hoffentlich?
  6. #6

    Zitat von walkabout Beitrag anzeigen
    Dieses Thema wühlt mich zutiefst auf, lässt mir keine Ruhe und darum ein weiterer Nachsatz
    Ich geh mal davon aus, dass sie kein behindertes Kind haben, dass sie kein behinderten in der unmittelbaren Verwandtschaft haben, dass sie niemanden im Freundeskreis haben, der am Down-Syndrom leidet, denn sonst würden sie kein Stuss in hochtrabenden Worten schreiben.

    Fragen sie doch mal eine Mutter oder einen Vater der zusehen muss wie sein/ihr Kind dahin sicht. Fragen sie doch mal einen Onkel oder eine Tante die zusehen müssen wie die Nichte oder der Neffe leiden. Fragen sich doch mal die Freunde von solchen Menschen.

    Meine Nichte leidet am Down- Syndrom. Und sie sieht fast wie eine Zwillingsschwester meiner Tochter aus. Wenn ich solche Beiträge wie die Ihre lese, kann ich nur mein Kopf über so viel Unwissenheit schüttel.
  7. #7

    Zitat von walkabout Beitrag anzeigen
    Gute Gene
    Und was wird als Nächstes selektiert?
    Aber natürlich dient dies einzig und alleine dem "Wohl" des noch ungeborenen Kindes und dessen Mutter - blablabla.

    Mir läuft es eiskalt den Rücken hinab.

    Wo soll das noch hinführen? Ist es doch so, daß Vieles, das zunächst als "gut" galt bzw. so verkauft wurde, und oft auch tatsächlich keinem lebensverachtendem Gedanken zugrunde lag, im Laufe der Zeit zunehmend mißbraucht wurde.
    Ich selektiere auch gerne Keime und Erreger die mich krank machen aus meinem Körper. Ich bin ja soooo böse. Stimmts?

    Sagen sie mal gehts ihnen noch gut? Sie wissen aber schon das man diese Untersuchung heute schon macht, nur eben über eine Fruchtwasseruntersuchung mit einem Risiko. Ihnen sind also die Leben der 300 Fehlgeburten pro Jahr egal? Ihre Moral ekelt mich an.
  8. #8

    Zitat von Hikmet Beitrag anzeigen
    Ich geh mal davon aus, dass sie kein behindertes Kind haben, dass sie kein behinderten in der unmittelbaren Verwandtschaft haben, dass sie niemanden im Freundeskreis haben, der am Down-Syndrom leidet, denn sonst würden sie kein Stuss in hochtrabenden Worten schreiben.
    Es macht zwar wenig Sinn auf jemanden zu reagieren, der gleich zu Anfang derart AGGRESSIV und sogar mit dem Versuch zu beleidigen in eine Diskussion einsteigt (selbst wenn manche Foristen GLAUBEN, dies gehöre zum "guten Ton"), doch kann ich Ihnen sagen:

    Sie liegen mit Ihrer Annahme/wilden Spekulation absolut falsch.

    Gute "Besserung" Ihnen. Danke für das Gespräch.
  9. #9

    Zitat von morlakar Beitrag anzeigen
    Ihnen sind also die Leben der 300 Fehlgeburten pro Jahr egal? Ihre Moral ekelt mich an.
    Nun, nachdem Sie eine Frage, die sie zwar an mich richteten, selbst beantwortet haben, erübrigt sich eine Antwort von mir, und Sie dürfen sich nach Herzenslust in Ihrem Sinne weiter ekeln.