Treffen in Moskau: Lawrow brüskiert Westerwelle wegen Asyl-Plänen für Assad

dapd"Wir dachten, das sei ein Witz." Mit deutlichen Worten hat Russlands Außenminister Lawrow beim Besuch seines Amtskollegen Westerwelle deutsche Vorschläge kommentiert, Syriens Präsident Assad könne ins russische Exil gehen. Eine Einmischung in den blutigen Konflikt lehnt der Kreml weiter ab.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...842880,00.html
  1. #1

    Bravo, Russland!

    Nicht nochmal so auf die westlichen "arabischen Frühling"-Fantasien reinfallen wie in Libyen.
  2. #2

    Das war doch klar

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Wir dachten, das sei ein Witz." Mit deutlichen Worten hat Russlands Außenminister Lawrow beim Besuch seines Amtskollegen Westerwelle deutsche Vorschläge kommentiert, Syriens Präsident Assad könne ins russische Exil gehen. Eine Einmischung in den blutigen Konflikt lehnt der Kreml weiter ab.

    Russlands Außenminister Lawrow nennt Asyl-Pläne für Assad einen Witz - SPIEGEL ONLINE
    Die deutsche Presse hat sich wie Westerwelle nicht den Tatsachen gestellt. Westerwelle ist gereist und die meisten medien haben die relevanten Fakten geblockt.

    Hier die aktuelle Situation:

    Stellungnahme von Ban Ki Moon

    "Secretary-General Ban Ki-moon has welcomed the agreement reached recently by the Action Group on Syria and the determination expressed by the group’s participants to work jointly to resolve the crisis in the Middle Eastern country"

    Ban hails Action Group on Syria’s agreement, urges follow-through of commitments

    Stellungnahme General Mood:
    Im Gegensatz zu SPON und anderen Medien berichtet Xinhua/ China:

    "Head of the UN Supervision Mission in Syria (UNSMIS) said Wednesday that the Geneva meeting on Syria was very important, adding that the outcome of the meeting was the best possible one."

    Dann geht Xinhua ins Detail dessen, was Mood berichtet hat:

    "An action group comprising of some world powers met Saturday in Geneva and agreed that a transitional government should be set up in Syria to end the 16-month-long conflict but did not stipulate the ouster of President Bashar al-Assad."

    Die neueste Meldung:
    Chief of UN observers says his mission to be consolidated with "Team Sites"
    “"In the next week we will consolidate our 8 local team site locations into regional ones," Mood said, adding that "the mission will relocate personnel and assets from Hama, Idlib and Tartous to boost our presence in other locations."
    Fakt ist:
    Es wurde ein Konsens gefunden, der es den Syrern, d.h. der Regierung und der Opposition überlässt, wie eine Übergangsregierung gebildet wird.

    Xinhua/ Mood: " The meeting marks the FIRST CONSENSUS among super powers regarding the Syrian issue,.."

    "The urgency of stopping the violence is maybe the most important issue for everyone in-volved," he said.

    Später teilt General Mood mit:
    "Mood said he has received from the Syrian government a "very clear commitment on the six-point plan"

    Geneva meeting on Syria reaches best possible outcome: UN observer chief - Xinhua | English.news.cn

    Für die Foristen den Hinweis:

    Das Anliegen der Sitzung war: die Akteure, die Einfluss auf die Regierung oder die Opposition haben, sollten sich auf eine gemeinsame Vorgehensweise eini-gen und die beiden Gruppen anschliessend überzeugen, diese Vorgehensweise einzuhalten.
  3. #3

    kein Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Wir dachten, das sei ein Witz." Mit deutlichen Worten hat Russlands Außenminister Lawrow beim Besuch seines Amtskollegen Westerwelle deutsche Vorschläge kommentiert, Syriens Präsident Assad könne ins russische Exil gehen. Eine Einmischung in den blutigen Konflikt lehnt der Kreml weiter ab.

    Russlands Außenminister Lawrow nennt Asyl-Pläne für Assad einen Witz - SPIEGEL ONLINE
    Wie ein Witz wirkt auch Leichtmatrose Westerwelle im Vergleich zum Vollprofi Lawrow.
  4. #4

    WER ließ diplomatischen Gepflogenheiten als erster fahren?

    Lt. Text hat unser Bundesaußenminister allen ernstes einem arab.Machthaber Asyl angeboten, aber nicht in der Bundesrepublik, sondern in Russland!

    Seit wann gehört es zu "diplom. Gepflogenheiten", ohne Absprache mit einem Land, Dritten Asyl in diesem anzubieten??

    Deshalb ist Lavrov´s Reaktion nur verständlich, und dennoch halbwegs im Rahmen geblieben. Diplom. Gepflogenheiten sind traditionell nicht unbedingt die Stärke bundesdeutscher Außenpolitik, leider. Das konnte man div. anmaßenden Äußerungen von Merkel wie auch Westerwelle entnehmen, vor allem dann, wenn es um die Angeschlagenen, schwachen Länder geht.
  5. #5

    time@

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Wir dachten, das sei ein Witz." Mit deutlichen Worten hat Russlands Außenminister Lawrow beim Besuch seines Amtskollegen Westerwelle deutsche Vorschläge kommentiert, Syriens Präsident Assad könne ins russische Exil gehen. Eine Einmischung in den blutigen Konflikt lehnt der Kreml weiter ab.

    Russlands Außenminister Lawrow nennt Asyl-Pläne für Assad einen Witz - SPIEGEL ONLINE
    Es ist nicht das erste mal,dass Westerwelle mit solchen Vorstössen ankommt oder mit Aussagen wie.."Russland muss jetzt an der richtiger Seite der Geschichte stehen". Westerwelle hat damals eine richtige Entscheidung getroffen und Deutschland war nicht an dem Krieg gegen Libyen beteiligt,daher sollte er eigentlich jetzt sagen,seht dahin ich hatte Recht damals. Der Diktator ist zwar weg aber das morden hört nicht auf. Warum er jetzt auf einmal Syrien befreien will ist vielen ein Rätsel,oder wollte er damals nur sein Profil schärfen..alle sollen sehen,ich kann alleine entscheiden und promt stürzte die FDP unter die 5% Marke..
    Lawrow hat recht,wenn er sagt das ein Dialog her muss und keine Waffen,wenn die Türkei aufhört die Waffen und Kämpfer über die Grenze zu schmuggeln,dann würden schon längst alle an einem runden Tisch sitzen. Bis jetzt hat allein die Opposition es abgelehnt zu verhandeln,die einzige Forderung ist und war "Assad muss weg" und was danach passiert ,das haben wir kürzlich in Kairo gesehen bei der Opposition-Versammlung,es flogen Fäuste,es wurde geflucht und das sollen die Männer sein die Syrien regieren wollen nach dem Krieg,sie schaffen es nicht mal gemeinsam zu diskutieren.
    Wir sind zivilisiert,die Diplomatie war immer unsere Stärke und so soll es weiter bleiben. Momentan ist alles umgekehrt,es werden schwere Waffen geliefert,es stehen brennende Panzer auf der Strasse und die Opposition beschreibt alles blumig,als ob es das normalste auf der Welt wäre...und nach der letzten Sitzung der Veto-Mächten,hat die Opposition mitgeteilt,dass sie ab jetzt auch schwere Waffen einsetzen werden und selbst kämpfen...wozu das alles führt wissen wir all zu gut,siehe Libyen.
  6. #6

    time@to do#

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Wir dachten, das sei ein Witz." Mit deutlichen Worten hat Russlands Außenminister Lawrow beim Besuch seines Amtskollegen Westerwelle deutsche Vorschläge kommentiert, Syriens Präsident Assad könne ins russische Exil gehen. Eine Einmischung in den blutigen Konflikt lehnt der Kreml weiter ab.

    Russlands Außenminister Lawrow nennt Asyl-Pläne für Assad einen Witz - SPIEGEL ONLINE
    Es ist nicht das erste mal,dass Westerwelle mit solchen Vorstössen ankommt oder mit Aussagen wie.."Russland muss jetzt an der richtiger Seite der Geschichte stehen". Westerwelle hat damals eine richtige Entscheidung getroffen und Deutschland war nicht an dem Krieg gegen Libyen beteiligt,daher sollte er eigentlich jetzt sagen,seht dahin ich hatte Recht damals. Der Diktator ist zwar weg aber das morden hört nicht auf. Warum er jetzt auf einmal Syrien befreien will ist vielen ein Rätsel,oder wollte er damals nur sein Profil schärfen..alle sollen sehen,ich kann alleine entscheiden und promt stürzte die FDP unter die 5% Marke..
    Lawrow hat recht,wenn er sagt das ein Dialog her muss und keine Waffen,wenn die Türkei aufhört die Waffen und Kämpfer über die Grenze zu schmuggeln,dann würden schon längst alle an einem runden Tisch sitzen. Bis jetzt hat allein die Opposition es abgelehnt zu verhandeln,die einzige Forderung ist und war "Assad muss weg" und was danach passiert ,das haben wir kürzlich in Kairo gesehen bei der Opposition-Versammlung,es flogen Fäuste,es wurde geflucht und das sollen die Männer sein die Syrien regieren wollen nach dem Krieg,sie schaffen es nicht mal gemeinsam zu diskutieren.
    Wir sind zivilisiert,die Diplomatie war immer unsere Stärke und so soll es weiter bleiben. Momentan ist alles umgekehrt,es werden schwere Waffen geliefert,es stehen brennende Panzer auf der Strasse und die Opposition beschreibt alles blumig,als ob es das normalste auf der Welt wäre...und nach der letzten Sitzung der Veto-Mächten,hat die Opposition mitgeteilt,dass sie ab jetzt auch schwere Waffen einsetzen werden und selbst kämpfen...wozu das alles führt wissen wir all zu gut,siehe Libyen.
  7. #7

    Der Westen sollten auch so handeln wie Russland

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Wir dachten, das sei ein Witz." Mit deutlichen Worten hat Russlands Außenminister Lawrow beim Besuch seines Amtskollegen Westerwelle deutsche Vorschläge kommentiert, Syriens Präsident Assad könne ins russische Exil gehen. Eine Einmischung in den blutigen Konflikt lehnt der Kreml weiter ab.

    Russlands Außenminister Lawrow nennt Asyl-Pläne für Assad einen Witz - SPIEGEL ONLINE
    dann wären die kriegerischen Auseinandersetzungen schon lange vorbei!
    SPON schreibt:

    Der Westen versucht trotzdem weiterhin über Diplomatie und Sanktionen einen friedlichen Übergang in Syrien zu erreichen.

    Was soll das heiße`? Russland versucht nicht, eine friedliche Lösung des Problems?

    Ja soll kann man Tatsachen verdrehen! Geld , Waffen und Logistik werden den terroristen durch den Westen gewährt!
    Weiterhin versorgen die westlichen Medien mit Halbwahrheiten, Verdrehungen der Fakten und einseitiger Berichterstattung den syrischen Staat zu schwächen.
    Und der Leichtmatrose Westerwelle blamiert sich bis auf die Knochen!
  8. #8

    Dank an Russland

    Zitat von ridgleylisp Beitrag anzeigen
    Nicht nochmal so auf die westlichen "arabischen Frühling"-Fantasien reinfallen wie in Libyen.
    ... offenbar die einzig Fähigen.

    Einen "Übergang" wohin? Ins Chaos?
    Nehmen sie zur Kenntnis das 60% der Bevölkerung hinter Assad stehen.
    Aber offensichtlich interessiert das im Westen niemanden. Da hält man einen Haufen mordender Terroristen, Sektierer und Fundamentalisten offenbar für die bessere Lösung.
  9. #9

    Man kann die Frage des deutschen Außenministers auch so interpretieren: Wenn ihr Assad weiter schützen wollt, dann nehmt ihn doch ganz zu euch, da könnt ihr ihn am besten schützen. Harter Tobac.