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Treffen in Genf: Annan bittet Uno zum Syrien-Sondergipfel
AFPDie internationale Gemeinschaft ringt um eine Lösung für den blutigen Konflikt in Syrien. Nun soll ein Sondertreffen der Weltmächte in Genf für Fortschritte sorgen. Iran und Saudi-Arabien müssen jedoch draußen bleiben.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...841273,00.html
- #1 27.06.2012 15:01 von
- #2 27.06.2012 15:07 von
- #3 27.06.2012 15:35 von
Irrtum
Es gibt "die internationale Gemeinschaft" nicht! Es gibt Staaten mit sehr unterschiedlichen Meinungen und Vorschlägen, und es gibt keine Einigkeit. Das ist die Konsequenz langer Interessenpolitik. Ohne es vergleichen zu wollen: Im Sahel verhungern Hunderttausende, das interessiert herzlich wenig.
- #4 27.06.2012 16:08 von
FSA sind keine Rebellen
FSA beschützt das Volk gegen diesen Tyrannen und seine Milizen
- #5 27.06.2012 18:08 von
Der Bürgerkrieg in Syrien wäre gar nicht entstanden,
gäbe es nicht das fortgesetzte Einschleusen von Waffen und "Rebellen" aus dem Ausland.
Nach einem Bericht der NY Times geschieht dies unter Beteiligung von Saudi Arabien und Katar mit Unterstützung der CIA von der Türkei aus über die syrische Grenze:
"The weapons, including automatic rifles, rocket-propelled grenades, ammunition and some antitank weapons, are being funneled mostly across the Turkish border by way of a shadowy network of intermediaries including Syria’s Muslim Brotherhood and paid for by Turkey, Saudi Arabia and Qatar, the officials said."
http://www.nytimes.com/2012/06/21/wo...pagewanted=all
Saudi Arabien und Katar wollen gar Deserteure der syrischen Armee bezahlen. Die Bezahlung in Dollar soll besser sein, als die durch Sanktionen geschwächte syrische Währung.
Saudi Arabia and Qatar bankroll Syrian rebels? — RT
Es ist besonders schändlich, dass dabei eine berechtigte Demokratiebewegung in Syrien von äusseren Mächten dazu missbraucht wurde, dem Land einen Bürgerkrieg aufzuwingen, weil man es als Bündnispartner des Iran zerstören will.
Eine solche Unterstützung von Aufständischen ist durch das Völkerrecht ganz klar untersagt, wo es heisst:
"Die militärische Intervention zugunsten der Aufständischen verletzt das Gewaltverbot der UN-Charta und ist deshalb immer völkerrechtswidrig."
Bürgerkrieg
Intervention bedeutet hier auch Bewaffnung und Einschleusung ausländischer Söldner.
Wenn die UNO sich z.B. im Falle Libyens darüber hinwegsetzte, zeigt dies nur, in welchem Umfang sie ihre Unabhängigkeit verloren hat und zum Instrument westlicher Kriegsführung wurde.
UNO Sonderbeauftrage in Syrien scheinen gar militärische Ziele auszuspioniert zu haben.
Syrien-Krieg: Kofi Annan lädt zu Sondertreffen - SPIEGEL ONLINE
Ähnliches war bereits vor dem Irak-Krieg geschehen.
Syrien droht in einer Spirale von Gewalt zu versinken, wenn das Einschleusen und die Bewaffnung islamistischer Terroristen seitens Saudi-Arabiens mit Unterstützung des Westens nicht endlich aufhört.
Jeder Staat liesse sich so zerstören:
Spanien, wenn man die ETA mit schweren Waffen aufrüstet.
Deutschland wäre ins Wanken geraten, hätten ausländische Mächte die RAF genau so unterstützt, wie dies derzeit mit den syrischen "Rebellen" geschieht.
Es muss Schluss sein mit der Kriegstreiberei.
Das Völkerrecht muss wieder verbindlich gelten.
Und die UNO hat die Aufgabe sich genau dafür einzusetzen.
Als Gremium zur "Legitimierung" westlicher Kriegsführung ist sie überflüssig. - #6 27.06.2012 18:49 von
Das NICHT Gesagte ist oft wichtiger
Im Artikel zu lesen:
Zitat 1:
"Ein entschlossenes Auftreten der internationalen Gemeinschaft scheint immer nötiger, denn die Gewalt im Land eskaliert immer weiter. In einem Bericht der Uno werden unter anderem die Hintergründe des Massakers in der Stadt Hula mit mehr als hundert Toten beleuchtet. Das Papier wurde im Uno-Menschenrechtsrat in Genf vorgestellt."
Der SPON- Artikel NEGIERT die Zusammenfassung. Warum? Das Wesentliche wird verschwiegen:
United Nations Human Rights Council
siehe Documents/ A/HRC/20/CRP.1 - Oral update of the Independent International Commission of Inquiry on the Syrian Arab Republic
"106.The CoI considers it has reasonable grounds to believe that Government forces and Shabbiha have perpetrated unlawful killings, arbitrary arrests and detention and torture and other forms of ill-treatment.." sowie
"107. The CoI considers it has reasonable grounds to believe that anti-Government armed groups have extra-judicially executed captured members of the Government forces, Shabbiha, foreign fighters, supporters of the Government, suspected informers and/or collaborators. The Commission also found that anti-Government armed groups.."
Noch entscheidender sind die Hinweise auf den Friedensplan:
"111. The CoI firmly believes that the Joint Special Envoy‟s Six-Point Plan, supported by UNSMIS, offers the best framework for a resolution of the conflict. The CoI, cognizant of the rapidly deteriorating human rights situation, reaffirms its belief that the further militarization of the crisis will be catastrophic for the people and the territory of the Syrian Arab Republic and .. the entire region"
"..the best solution is one of a negotiated settlement
involving an inclusive dialogue among the parties"
Zitat 2: "Die Gewalt in Syrien sei seit Mai dramatisch eskaliert, erklärte der Vorsitzende der Untersuchungskommission, Paulo Pinheiro."
Was meint er wirklich? Aufschlussreich ist folgendes Interview:
Paulo Pinheiro talks about Syrian crisis
Einige Auszüge:
"Es gibt keine andere Lösung als den Friedensplan von Kofi Annan"
"An Stelle der Bereitstellung von Waffen sollte alle Energie darauf verwendet , die bewaffnete Konfrontation zu suspendieren" - #7 27.06.2012 19:09 von
- #8 28.06.2012 07:34 von
- #9 28.06.2012 09:11 von
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