Traumjob Entwicklungshelfer: Innendienst statt Auslandseinsatz

In fremden Ländern arbeiten und auch noch Gutes tun: Viele Studenten träumen vom exotischen Job des Entwicklungshelfers in der Ferne. Doch die begehrten Stellen sind für Absolventen nur schwer zu erreichen. Stattdessen warten anfangs viele in heimischen Büros auf ihre große Chance.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...718494,00.html
  1. #1

    Was im Artikel nicht erwähnt wird, ist, dass ein Teil der karitativen Organisationen die Helfer vor Ort entlohnt. Das mag vor Ort immer noch für einen gehobenen Lebensstil reichen, allerdings fällt man für den Zeitraum des Projekts aus dem deutschen Sozialsystem heraus. Renten-, Arbeitslosen-, Krankenversicherung - alles Fehlanzeige, und wenn's kein Anschlussprojekt gibt, steht man in Deutschland erst mal ohne alles da. Das trifft aber nicht auf alle Organisationen zu!
  2. #2

    ooo

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In fremden Ländern arbeiten und auch noch Gutes tun: Viele Studenten träumen vom exotischen Job des Entwicklungshelfers in der Ferne. Doch die begehrten Stellen sind für Absolventen nur schwer zu erreichen. Stattdessen warten anfangs viele in heimischen Büros auf ihre große Chance.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...718494,00.html
    In den Stellenausschreibungen ist oft die Rede von ausreisungswilligen Ehepaaren
    .. wie "christlich2 .. Singles haben zuhause zu bleiben und TV zu glotzen ;)
  3. #3

    Schlecht recherchiert

    Nur 100 Stellen? Eine drei Jahre alte Sutdie? Sorry, aber ich finde diesen Artikel schlecht recherchiert.
    Schonmal was vom Deutschen Entwicklungsdienst (DED) gehoert? Allein auf dessen Homepage sind zur Zeit 183 Jobs gelistet. Auch fuer Leute frisch aus den Studium ist was dabei. Der DED nennt das sein "Nachwuchs Foerderungspfrogramm" (NFP). NFPler werden schlechter bezahlt und nur fuer ein Jahr ins Ausland geschickt, aber immerhin.
    Wer das Glueck hat als Entwicklungshelfer (EH) eingestellt zu werden, bekommt sogar recht gute Sozialleistungen neben dem Gehalt.

    Wer nun aber Interesse am DED hat, sollte sich beeilen. Ab naechstem Jahr beginnt die Fusion der staatlichen EZ Organisationen GTZ, DED, CIM und InWent. Dann gibt es nur noch die GIZ -Gesellschaft fuer Internationale Zusammenarbeit. Wie dann der Stellenmarkt, Einstellungsvorraussetzungen, Sozialleistungen usw. aussehen werden ist noch nicht ganz klar.

    Zum Thema "Traumjob": Wer wirklich ernsthaft daran interessiert ist in einem Entwicklungsland zu leben und zu arbeiten sollte sich erstmal sehr gut informieren. Viele haben da ein ziemlich naives und/oder ideologisiertes Bild vom "Entwicklungshelfer".
  4. #4

    Schlecht recherchiert

    Nur 100 Stellen? Eine drei Jahre alte Sutdie? Sorry, aber ich finde diesen Artikel schlecht recherchiert.
    Schonmal was vom Deutschen Entwicklungsdienst (DED) gehoert? Allein auf dessen Homepage sind zur Zeit 183 Jobs gelistet. Auch fuer Leute frisch aus den Studium ist was dabei. Der DED nennt das sein "Nachwuchs Foerderungspfrogramm" (NFP). NFPler werden schlechter bezahlt und nur fuer ein Jahr ins Ausland geschickt, aber immerhin.
    Wer das Glueck hat als Entwicklungshelfer (EH) eingestellt zu werden, bekommt sogar recht gute Sozialleistungen neben dem Gehalt.

    Wer nun aber Interesse am DED hat, sollte sich beeilen. Ab naechstem Jahr beginnt die Fusion der staatlichen EZ Organisationen GTZ, DED, CIM und InWent. Dann gibt es nur noch die GIZ -Gesellschaft fuer Internationale Zusammenarbeit. Wie dann der Stellenmarkt, Einstellungsvorraussetzungen, Sozialleistungen usw. aussehen werden ist noch nicht ganz klar.

    Zum Thema "Traumjob": Wer wirklich ernsthaft daran interessiert ist in einem Entwicklungsland zu leben und zu arbeiten sollte sich erstmal sehr gut informieren. Viele haben da ein ziemlich naives und/oder ideologisiertes Bild vom "Entwicklungshelfer".
  5. #5

    doch nicht so phantastisch?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In fremden Ländern arbeiten und auch noch Gutes tun: Viele Studenten träumen vom exotischen Job des Entwicklungshelfers in der Ferne. Doch die begehrten Stellen sind für Absolventen nur schwer zu erreichen. Stattdessen warten anfangs viele in heimischen Büros auf ihre große Chance.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...718494,00.html
    Das hört sich ja interessant an. Viele vergessen jedoch, dass das Leben in der Ferne nachteile hat. Kaum ein Entwicklungshelfer hat eine funktionierende Familie, die Scheidungsrate ist extrem hoch und die ewige Umzieherei geht einem irgendwann auf die Nerven. Hinzu kommt, dass man Teil eines extrem ineffizienten, burokratischen und hochpolitisierten Systems ist, so dass es schwierig ist wirklich etwas zu bewegen und oft Miswirtschaft, Korruption und Nepotismus erlebt, ohne etwas dagegen machen zu können. Ein Praktimkum oder ein Volontariat ist eine gute Möglichkeit für Junge Leute zum "reality check". Ich kann mir vorstellen, dass viele danach sich im Inland umsehen, weil sie ganz einfach nicht frustriert sein wollen.
  6. #6

    Einstieg über Praktika

    Über die Ableistung von Auslandspraktika bei Hilfsorganisationen findet man in der Regel immer einen Einstieg. Ob als Student oder als Absolvent, auch bezahlte Auslandspraktika sind immer zu finden. Eine richtig gute Übersicht über solche Praktika (also Praktika bei verschiedenen international tätigen Organisationen) bietet der Praktikumsführer vom Viaiuris Verlag www.international-internships.eu. Mit Online Datenbank. Da ist wirklich für jeden was dabei. Mit Tips zur Bewerbung.
  7. #7

    Freiwilligenprogramme - warum nicht auch in Deutschland?

    Zitat von Coconut_Cookie Beitrag anzeigen
    Schonmal was vom Deutschen Entwicklungsdienst (DED) gehoert? Allein auf dessen Homepage sind zur Zeit 183 Jobs gelistet.
    Naja, mag sein. Jedoch ist es doch bei den meisten Ausschreibungen so, dass eine "mehrjährige entwicklungspolitische Praxiserfahrung" gefordert wird, um ins Ausland zu kommen.

    Ein Kernproblem der deutschen Entwicklungshilfe ist aus meiner Sicht, dass sie hauptsächlich auf den exklusiven Zirkel der professionellen Entwicklungshelfer zielt. In vielen anderen Industrieländern gibt es große - und vor allem: jedermann bekannte - Freiwilligenprogramme, die auch anderen Menschen mit ausreichender Berufserfahrung (z.B. aus der Wirtschaft) die Möglichkeit geben, für einige Jahre eine Auszeit zu nehmen, um in einem Entwicklungsland zu arbeiten.

    Da dort das Bildungsniveau so unglaublich niedrig ist, sind die Leute froh über jeden qualifizierten und unvoreingenommen Menschen aus Europa, der sein Wissen dort einbringt. Für viele sinnvolle Tätigkeiten muss man kein Entwicklungshilfe-Profi sein. Es gibt schließlich so viel zu tun...

    Siehe z.B.
    http://www.vso.org.uk/
    Die kennt fast jeder Brite. Sie inserieren z.B. auch in U-Bahnen. Man stelle sich das mal für Deutschland vor...

    Oder:
    http://www.usaid.gov/
  8. #8

    Und am Schreibtisch sass er kaum ...

    Christoph Weber verkoerpert also den Traumberuf Entwicklungshelfer bei der GTZ und sitzt nur manchmal am Schreibtisch ... das gibt es einfach nicht. Gerade die soeben noch einmal bei den MDG Treffen laut geforderte resultatsbedingte Entwicklungshilfe hat zur Konsequenz, dass Berichte ueber Berichte geschrieben werden muessen mit und ohne logischen Rahmen, mit und ohne Kausalketten, mit und ohne input, output, outcome und impact Orientierung, mit und ohne Referenz auf den ersten, zweiten dritten oder gar vierten Berichtsentwurf.

    Augen auf bei der Berufswahl - wer nicht am Schreibtisch sitzen will geht nicht in die Entwicklungshilfe. Es ist ein befristeter Job in einem Verwaltungsbetrieb. Spannung kommt nur dann auf, wenn der Strom, das Essen, das Wasser, das Auto, der Kollege oder die Opfer fehlen.
  9. #9

    klar doch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In fremden Ländern arbeiten und auch noch Gutes tun: Viele Studenten träumen vom exotischen Job des Entwicklungshelfers in der Ferne. Doch die begehrten Stellen sind für Absolventen nur schwer zu erreichen. Stattdessen warten anfangs viele in heimischen Büros auf ihre große Chance.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...718494,00.html
    klar dass das der traumjob fuer gewisse leute ist: das geld ausgeben dass andere sauer verdient haben und der staat unter dem namen "steuern" gestohlen hat und dabei auch noch auf dem hohen ross der moralinsauren political correctness reiten. das entwicklungshilfe ministerium mit allen ablegern gehoert ersatzlos gestrichen und alle "entwicklungshelfer" dem produktiven arbeitsmarkt im lande zugefuehrt - angeblich werden fachkraefte ja gebraucht im lande ... dass diese sogenante entwicklungshilfe schwachsinn ist, ist ja nun hinreichend bekannt.