Zitat von
Martin Franck
Wie hoch war denn die Arbeitslosenquote während der Zeit, als man noch offiziell von einer Ärzteschwemme sprechen durfte? Wie hoch ist die Arbeitslosenquote anderer Akademiker, die nicht Geisteswissenschafter sind?
Nimmt man den schon hohen, aber ständig zunehmenden Grad der Feminisierung, so verstecken sich hinter den 2 % auch noch viele, denen nicht erlaubt wird, aus ihrer Familienpause zurückzukehren.
Möchten sie auf dem ländlichen Raum arbeiten? Wo Sie sich besser die Haare rasieren, und Bomberjacke mit Springerstiefel anziehen, um nicht aufzufallen?
Neben der Freizeit gibt es dort auch weniger privat versicherte Patienten. Ein kleines Haus bietet eventuell gar nicht das volle Spektrum zur Weiterbildung. Man muss also ständig wechseln.
Nun könnte ein kleines Haus dafür sorgen trotzdem attraktive Bedingungen anzubieten, die die Nachteile ausgleicht. Da kommt der schlecht deutschsprechende Osteuropäer der Verwaltung aber immer noch billiger.
Merkwürdig ist es nicht, dass die Landarztpraxen unbesetzt bleiben. Was hätten sie lieber: Einen Job in der Stadt mit guten Schulen für die Kinder, und kulturellem Angebot, mit gutem Verdienst, und keinen Diensten, oder ständige Dienste und auch in der Freizeit nicht abschalten können, während man sich überlegt, wie man die Praxiskosten in den Griff bekommt, und dafür so weit weg vom Schuss, dass ihr Partner keine Arbeit findet?
Nicht merkwürdig, sondern logisch. Wer sagt er findet keine Ärzte hat sich einfach nicht angestrengt.