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Trauma bei Bundeswehr-Soldaten: Der Kampf des kaputten Kriegers

Robert Sedlatzek-MüllerEine Explosion in Afghanistan machte aus dem Elitesoldaten Sedlatzek-Müller ein seelisches Wrack. Diagnose: Krieg im Kopf. Schwer traumatisiert flüchtete er in den Alkohol, Hilfe von der Bundeswehr gab es kaum. Bis sich der Fallschirmjäger seinem härtesten Kampf stellte.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...827828,00.html
  1. #10

    Er leidet nicht allein.

    Fragt mal all die Kriegskinder,was sie im Krieg erlebt haben.
    PTB steht in meiner Krankenakte. Dabei ist es schon 65 Jahre her als ich gesehen habe ,wie die Weichselbrücke von Grudiziads, ehemals Grauden in die Luft flog, ein Panzer in unsere im Partere gelegene Wohnung eindrang und kuz vor mir zum Halten kam. Dann sind da noch von einem jungen Soldaten die Schreie nach Mama und Papa,
    Der Ärmste hatte einen Bauchschuß!
    Des nachts stehe ich laut schreiend und schlage im Schlaf auf die Wände ein.
    Uns hilft auch keiner !
  2. #11

    ...

    Was sind das nur für menschenverachtende Kommentare hier.
    Die, die so wettern, wären die ERSTEN, die nach den Soldaten schreien.
    Mir wird schlecht...
  3. #12

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er glaubt noch immer an den Eid, den er geschworen hat, will noch immer Recht und Freiheit verteidigen - trotz der Diagnose PTBS, trotz des Strudels, in den er gerät.
    Wie kann es sein, dass so etwas passiert ?
    War die Diagnose bekannt und wer hat diese abgegeben ?
    Warum konnte der Mann zurück ?

    Meinetwegen hat er sich freiweillig zur Rückkehr entschieden aber ich frage mich wieso kein Arzt oder Vorgesetzer ihm das verboten hat.
    Geht man davon aus, dass die Diagnose bekannt war, ist es nur schwer begreiflich, wie man den Betroffenen wieder in ein Kriegsgebiet schicken kann.
    Da der Vorfall der seine Probleme ausgelöst hat, ja eigentlich nichts ist das unbemerkt bleibt, kann man eigentlich davon ausgehen, dass der Mann auch offiziell untersucht wurde und man daher Kenntnis hatte.
    Und falls nicht, dann hat der doch scheinbar ein auffälliges Stressverhalten gezeigt, auch bei der Bundeswehr.

    Also noch mal, wie kann es sein, dass die Bundeswehr einen Menschen der offensichtlich ein großes Problem hat, wieder in den Krieg ziehen lässt ?!
    Und da wundert man sich wenn Soldaten sich daneben benehmen oder komplett ausflippen...
  4. #13

    Zitat von Runzelfee Beitrag anzeigen
    Tja, so was kommt dann dabei raus, wenn man eine gewaltige Überdosis Rambo inhaliert hat und wenn es ernst wird, feststellt, dass man nicht mal ein Huhn schlachten kann, ohne in Ohnmacht zu fallen. Kleiner Tipp: Wer keine E... in der Hose hat, der sollte sich nicht mit einem Maschinengewehr in der Hand ablichten lassen.
    Meine erste Frage an die Vorredner, ob Sie den bei der Bundeswehr waren?
    Meine zweite Frage, ob diese für oder gegen den Einsatz waren?
    Meine dritte Frage, ob diese unsere Soldaten in jedem Fall unterstützen möchten?

    Ich finde es richtig und gut, dass unser Land sich endlich der Verantwortung gegenüber den Soldaten stellt und wenn diese krank aus einem Einsatz kommen, der demokratisch legitimiert ist, auch versorgt sind. Es kann nicht sein, dass wir als Demokratie per Befehl zum streben schicken, aber dann wenn es um die Verantwortung und auch um das Kümmern geht, keine Eier in der Hose haben und sich davor drücken diese Verantwortung zu übernehmen.

    Ich bin der Auffassung, dass unsere Soldaten, vorallem in Afghanistan, nichts zu suchen haben.
  5. #14

    Zitat von piffel Beitrag anzeigen
    Warum soll der Steuerzahler/Bundeswehr zahlen ?
    Wenn ich mich freiwillig zum Krieg in Afghanistan melde, muss ich wissen, wo im Krieg gekämpft wird, wird geschossen und gestorben.
    Viele scheinen sich bei ihrer Meldung für den Krieg darüber keine Gedanken zu machen. Bei den schlichten.....
    Weil der "Steuerzahler" sich seit Jahrzehnten in einem freien demokratischen Wahlverfahren offenbar immer wieder dafür entscheidet die Bundeswehr als notwendig zu betrachten. Dann mit dem Finger auf die Soldaten zu zeigen "Pech gehabt, hättest ja auch was anderes machen können" ist paradox und zeigt das Sie Demokratie nicht verstanden haben.
  6. #15

    Zitat von Freifrau von Hase Beitrag anzeigen
    "Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert sterben"
    Wer sich willentlich zum Schergen machen lässt und in einen verbrecherischen Angriffskrieg zieht hat nicht wirklich Mitleid verdient.
    Raus aus Afghanistan, lasst die Menschen dort endlich so leben wie DIE das wollen!
    und noch ein weiterer schändlicher kommentar-haben sie auch einen hauch von empathie?
    das afghanistan unfug war und ist, ist klar- verantwortlich sind aber allein die politiker die dafür gestimmt haben.
    jeder berufssoldat der dafür den kopf hinhalten muß und traumatisiert zurückkommt (wenn er überhaupt zurückkommt) kann einen nur leid tun.

    ihre ausdrucksweise "scherge" läßt tief blicken-
  7. #16

    ....

    Es gab Zeiten da war Morden und Töten normal. Das ist zum Glück lange vorbei.

    Wir sollten anfangen uns einzugestehen das militärische Intervention nur in den seltensten Fällen zum Erfolg führt.
    Heilen wir diejenigen die gelitten haben.
    Schaffen wir die Armee weitesgehend ab.
    Stecken das Geld in unsere Schulden, in Bildung und in die Entwicklung anderer Länder.
    Brunnen, Bildung und Wohlstand in andere Länder zu bringen wird mehr Kriege verhindern als jede Armee jemals führen kann.
    Idealistisch?
    Betrachtet man die "Erfolge" der Interventionspolitik, nenn ich es Prakmatisch.
  8. #17

    Für alle Forumsteilnehmer hier, zu denen zähle ich mich,

    Zitat von deus-Lo-vult Beitrag anzeigen
    Was sind das nur für menschenverachtende Kommentare hier.
    Die, die so wettern, wären die ERSTEN, die nach den Soldaten schreien.
    Mir wird schlecht...
    machen Sie bitte deutlich, welche Kommentare menschenverachtend sind. Für mich ist Krieg z.B. Menschenverachtend...jeder Krieg, damit das mal deutlich wird....ich habe mich mit der Geschichte befasst...ich kenne nichts Menschenverachtenderes....nichts....

    Alles was uns im zivilen Leben wert und teuer ist,, unsere Werte..die Würde des Menschen, Individualität, Einzigartigkeit..wird täglich überall auf der Welt in Sekundenbruchteilen durch Bomben, Granaten Patronen unwwiderbringlich zerstört..Körper zerfetzt...für immer leidend...das ist Menschenverachtend....aus meiner persönlichen subjektiven Wahrnehmung heraus....

    Was finden Sie hier an manchen meinetwegen kritischen Kommenaren Menschenverachtend....sie töten nicht...sie tun vielleicht weh...weil sie den Finger in die Wunde des Krieges legen...Wahrheit muss manchmal weh tun...Krieg tut es immer
  9. #18

    ...

    Zitat von ganta Beitrag anzeigen
    aber ich verstehe dieses Syndrom trotzdem nicht. Ich mein, was hat er denn gedacht als er zur Bundeswehr ging? Das er nicht auch in einem Kriegsgebiet eingesetzt wird? Oder das das nen Abenteuerausflug wird? Ich will hier niemanden niedermachen, der im Einsatz war und traumatisiert zurückkommt. Ich versteh es nur einfach nicht....
    Niemand weiß vor einem extremen Erlebnis, wie und ob er damit klarkommt. Das weiß man immer erst hinterher.
    Insofern fehlt mir jedes Verständnis für diesen Beitrag.
  10. #19

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Explosion in Afghanistan machte aus dem Elitesoldaten Sedlatzek-Müller ein seelisches Wrack. Diagnose: Krieg im Kopf. Schwer traumatisiert flüchtete er in den Alkohol, Hilfe von der Bundeswehr gab es kaum. Bis sich der Fallschirmjäger seinem härtesten Kampf stellte.

    Trauma bei Bundeswehr-Soldaten: Der Kampf des kaputten Kriegers - SPIEGEL ONLINE
    Leider wird in dem Artikel nicht erwähnt das diese Rakete nie entschärft werden sollte , ledig zur Sprengung vorbereitet.
    Hier haben die Soldaten vor Ort scheinbar bewußt eine falsche Entscheidung getroffen .....so what ....und das schreibe ich als ehmaliger SaZ 12 mit 3 Einsätzen in Afghanistan.








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