Forum: Blogs
Trauer in Unternehmen: Was tun, wenn der Chef stirbt?
Eine*Todesanzeige ist nicht genug. Für Steve Jobs legten die Apple-Mitarbeiter Blumen, Kerzen, Äpfel nieder. Aber wie reagieren Beschäftigte in Deutschland, wenn ihr langjähriger Chef stirbt? Professionelle Trauerbegleiter bieten Hilfe an - sie lassen Trompeter*antreten, kreieren*gar einen Firmenaltar.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...790873,00.html
- #1 11.10.2011 14:55 von
...
Wer den Tod des Chefs dazu nutzt, seine Kaffeepause um 20 Minuten zu verlängern oder während der Arbeitszeit dekorative Trauperpapierschiffchen zu basteln, der hat wohl noch immer nicht kapiert, was die Stunde geschlagen hat und wird auch nie den Range eines Leistungsträgers erreichen.
- #2 11.10.2011 15:26 von
- #3 11.10.2011 15:26 von
- #4 11.10.2011 15:39 von
harter hund
sie sind ja ein richtig harter hund, was? Alles knallhart kalkuliert, keine zeit für gefühlsgedöns.
In wahrheit haben sie jedoch vom arbeiten keine ahnung, sonst wüßten sie, dass fleiß und auch die von ihnen geforderte völlige unterordnung der menschlichkeit noch lange nicht jeden zum sogenannten "leistungsträger" machen.
Sogenannt, weil in den allerwenigsten fällen, der chef die leistung trägt. - #5 11.10.2011 16:28 von
Naaaaa jaaaaa...
Kommt immer auf das Unternehmen an...
Das wirkliche Problem ist aber (auch wenn die Erbschaftssteuer-Verweigerer das bestreiten) z.B. , dass nach dem Firmengründer nicht mehr viel kommt. War er schlau, hat er rechtzeitig einen Geschäftsführer gefunden und sich langsam zurückgezogen.
Kommt unverhofft der Sohnemann/Töchterchen zum Einsatz ist die Trauer aus ganz praktischen Angebracht. Oft muss dann so ein Unternehmen trotz Geschäftsleitung funktionieren... - #6 11.10.2011 16:58 von
Heike und Mechthild sind zur Stelle
Zitat: „Heike von der Fecht ist Trauerbegleiterin, spezialisiert auf Todesfälle in Unternehmen. Im April hat sie sich mit der Trauerakademie Berlin-Brandenburg selbständig gemacht.
[...]
Auch Mechthild Herberhold steht Firmen in Trauerfällen zur Seite: Vor sechs Jahren hat sie "Ethik konkret" gegründet.“
Die Unternehmensidee ist interessant, weniger der Artikel selbst – Chefs sterben so sicher wie die ihnen Untergebenen, und wenn letztere ebenso warmer wie gesetzter Worte bedürfen ob des Abgangs ihres Arbeitgebers, dann sind Heike und Mechthild zur Stelle, für einen gewissen Obulus, versteht sich. Moderne Trauer für Führungspersönlichkeiten muss organisiert werden, sie bedarf der Form und der dezenten Ausarbeitung, sonst könnte sie zu betriebsatmosphärischen Missbefindlichkeiten entarten, die das Unternehmensziel gefährden – und natürlich gibt es da auch noch eine rein menschliche Seite, natürlich, denn wie wäre dieses Leben ohne Trost? Trostlos. - #7 12.10.2011 09:36 von
hmm
Seh ich auch so. Ich denke es kommt größtenteils auf die Firma an. Wenn ich als Leiharbeiter seit 2 Jahren irgendwo arbeite, werde ich sicher nicht so um den Chef trauern, als wenn ich da schon 30 Jahre arbeite und den Chef auch persönlich kannte.
Zu so einer "Veranstaltung" geht man als Arbeitnehmer denke ich nur hin, weil man sich nicht dem Gerede der anderen aussetzten möchte.
"Schau mal, der Schmidt war bei keiner Trauerveranstaltung und jetzt fehlt er auch bei der Beerdigung"
Menschen sind verschieden, und trauern auch auf verscheidene Weise!
Wenn ich den ganzen Tag durcharbeiten möchte und Abends in mein Kissen weinen will, dann ist das meine Sache und nicht die einer "Trauerberaterin" - #8 12.10.2011 09:58 von
Geschäftsidee
Prima Idee unserer ausufernden "Dienstleistungsgesellschaft", mal wieder ein Fall für das B-Schiff von Golgafrincham. Wird eigentlich irgendwo noch etwas produziert?
- #9 12.10.2011 13:58 von
s
naja, hängt sicher auch vom chef ab. bei manchen verflossenen meinerseits würde ich tatsächlich ein großes fest machen, bei anderen keines, und anderen wiederum würde ich harn auf die urne kippen. das hängt ganz davon ab. aber es stimmt schon: wer scheiße im leben war, wird mit dem tod eindeutig besser.
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

