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Trauer um Schwimmstar Oen: "Ein Held ist von uns gegangen"
REUTERSAlexander Dale Oen war in seiner Heimat Norwegen ein Held. Nicht, weil er Schwimm-Weltmeister war, sondern weil in der dunkelsten Stunde des Landes für Hoffnung sorgte. Umso größer ist die Bestürzung über den plötzlich Tod des 26-Jährigen - er starb beim Höhentraining in den USA an einem Herzschlag.
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,830803,00.html
- #1 01.05.2012 19:54 von
immer wenn ein sportler plötzlich tot umfällt muss ich iwie an doping denken...is aber nur sone macke von mir. hat wohl nichts zu bedeuten
/ironie off - #2 01.05.2012 19:56 von
Honi soit...
Und wieder ein Profisportler, der in jungen Jahren an Beschwerden stirbt, an denen sonst eigentlich nur Menschen im hohen Alter oder Menschen mit krassem Übergewicht sterben...
Könnte es sein, dass Leistungssport heutzutage an einem Level angekommen ist, der so gesundheitsgefährdent ist wie jeden Tag einen Truthahn und 3 Flaschen Rotwein in sich hineinzuschaufeln?
Mich wundert es nicht. Wenn ich den Prozessor in meinem Computer übertakte, dann bringt der PC eine gewisse zeit lang Höchstleistung. Wenn ich ihn zu lange übertaktet lasse, schmort mir der Prozessor weg...warum sollte ein Herz anders funktionieren, wenn man den Körper übertaktet?
Und wofür? Für ein Quäntchen flüchtigen Ruhm... - #3 01.05.2012 19:58 von
- #4 01.05.2012 20:34 von
Doping?
Traurig, wenn ein Mensch so jung unerwartet stirbt. Und klärungsbedürftig!!
Ich würde zunächst einmal auf Epo tippen (Hämatokrit bestimmt? Epo-Spiegel?) und als nächstes ggf. auf eine Myokarditis (Infekt mit Fieber und trotzdem hartes Training?). - #5 01.05.2012 20:57 von
Blöd, wenn das zu Grunde liegende System enem beibringt, nicht mehr auf die eigenen Grenzen zu achten...
- #6 01.05.2012 20:59 von
Da sieht man wieder, wie "gesund" Ausdauersport ist!!
- #7 01.05.2012 21:12 von
Nette Ferndiagnose
Ein Höhentrainingslager soll die Sauerstofftransportkapazität des Organismus anregen (also: sauerstoffarme Luft bedingt in einer Art Gegenreaktion bei Training höhere Hb- und Hkt-Werte); allerdings tritt der Effekt eigentlich etwas verzögert zutage.
Mittlerweile wird m.W. Erythropoietin aber nur noch zusammen mit verdünnenden Mitteln verabreicht; die Mortalitätsrate war in den Anfangszeiten des Dopings wohl zu hoch.
Olympiakader in den Kraftausdauer- und sonstigen physiologisch determinierten Sportarten sind derzeit beim finalen Vorbereiten für London 2012; mindestens 10 Wochen Abstand zum Höhentrainingslager sollten es vom Zielwettkampf aus schon sein, sonst ist mit einer drastischen Leistungsminderung beim Zielwettkampf zu rechnen. Zu diesem Zeitpunkt ist es natürlich möglich, dass irgendwer meint, Leistung durch Doping forcieren zu müssen; die Möglichkeit, durch Antidopingfahnder aufzufliegen, ist im Trainingslager auch unter den Statuten der WADA-NADAs generell eher eingeschränkt.
Aus Gründen des Timings, denke ich, dürfte trotzdem Ihre zweite Option, eine Herzmuskelentzündung, etwas wahrscheinlicher sein. Diese hat eine unheimlich hohe Dunkelziffer und keinerlei klare Symptomatik (auch nicht durch Mediziner hinreichend diagnostizierbar); Birgit Fischer z.B. hat ihre jüngst gar nicht bemerkt, ebenso diverse andere Sportler. Es braucht für eine Myokarditis kein extrem belastendes Training (ein wenig Ballsport reicht oft schon), sondern vielmehr Pech. - #8 01.05.2012 21:19 von
Ich wundere mich doch immer wieder über die Ausdrucksweise und ungeheure medizinische Unwissenheit von Journalisten. Mindestens einmal im Jahr stirbt ein bekannter Sportler am PLÖTZLICHEN HERZTOD, und trotzdem ist danach immer noch von Herzattacke oder Herzschlag die Rede, was umgangssprachlich für Herzinfarkt steht. Auch den norwegischen Schwimmer ereilte vermutlich der plötzliche Herztod, sowie vor 2-3 Wochen auch den italienischen Zweitligaspieler Morosini oder vor ein paar Jahren Mikos Feher von Benfica Lissabon, bzw. einen Nationalspieler Kameruns während des Confed.-Cups, alle übrigens vor laufender Kamera. Den plötzliche Herztod gab es schon in fast jeder Kreisklasse, denn er kommt einige Tausend male im Jahr vor, meistens während oder nach sportlicher Betätigung. Vorausgehend sind oftmals verschiedene Erkrankungen des Herzens, die manchmal selbst in EKGs nicht zu erkennen sind. Die gefühlte Häufung der Fälle in den letzten Jahren ist vermutlich auf die zunehmende mediale Präsenz zurückzuführen.
- #9 01.05.2012 21:20 von
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