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Trauer um Schwimmstar Oen: "Ein Held ist von uns gegangen"

REUTERSAlexander Dale Oen war in seiner Heimat Norwegen ein Held. Nicht, weil er Schwimm-Weltmeister war, sondern weil in der dunkelsten Stunde des Landes für Hoffnung sorgte. Umso größer ist die Bestürzung über den plötzlich Tod des 26-Jährigen - er starb beim Höhentraining in den USA an einem Herzschlag.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,830803,00.html
  1. #10

    Liebe Kommentatoren,

    mir liegt sehr viel an einem würdevollen Umgang mit dem Toten und v.a. auch den Hinterbliebenen. Es mag ja sehr fürsorglich sein, sich ggf. um andere Leistungssportler, die sich evtl. gesundheitsgefaehrdend verhalten, zu sorgen, aber man sollte bitte gleichzeitig einen Verstorbenen nicht unnötig hart kritisieren, auch in Hinblick auf die Angehörigen und Freunde. Dass Doping eine Rolle gespielt haben kann, ist nicht auszuschließen. Wahrscheinlicher ist, soweit ich mich an mein Studium recht erinnere, eine Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie. Dass Menschen sterben ist schlimm genug, aber dass wir die Verstorbenen noch verurteilen, das scheint mir, v.a. in diesem Fall, einem grundanständigen Norweger, der seinen Landsleuten wieder Mut gemacht hat nach einer Katastrophe, wirklich unangebracht, und wie gesagt voreilig, wenn nicht letztlich falsch. Die Obduktion wird es zeigen. Dass Überbelastung in Form von Hochleistungssport gesundheitsschädigend sein kann, ist hoffentlich den Betroffenen bewusst, nebenbei, Sportmangel auch - man mag sich nun streiten, ob der letzliche Netto-Effekt, nämlich die Vorbildfunktion dieser Sportler und der damit verbundene Motivationseffekt auf die Bevölkerung, sich zu bewegen, nicht überwiegen könnte.
    Letzlich, habt Mitleid mit diesem armen jungen Kerl und seid ihm selbst und euch bitte gnädig. (Ich gehe davon aus, ihr geht mit euch selbst auch immer so hart ins Gericht.) Abgesehen davon, das Leben ist ernst genug. Hinterher ist man immer schlauer, aber sterben werden wir alle.

    Grueße,
    ein Landsmann mit nordischem Migrationshintergrund
  2. #11

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ...vor, dass Leistungssportler scheinbar ohne Anlass aufgrund eines Herzschlags zusammenbrechen. Da scheint man dem Körper wohl zuviel Leistung abverlangen zu wollen.
    der menschliche Organismus ist für diese Art von Höchstleistung nicht geschaffen. In der Arbeitswelt sieht es nicht anders aus. Natur ist grausam, auch die Menschliche.
  3. #12

    vor allem ein "Herz-Echo" kann eine HOCM frühzeitig erkennen und ist als Ultraschalldiagnostik weder invasiv noch belastend (also Strahlen etc.) - Das sollte als Screening bei Hochleistungssportlern und natürlich auch in der Normalbevölkerung mit positiver Familienanamnese Standard sein.
  4. #13

    Herzschlag?

    Zitat von rational_bleiben Beitrag anzeigen
    Ich wundere mich doch immer wieder über die Ausdrucksweise und ungeheure medizinische Unwissenheit von Journalisten.
    Wie man an einam Herzschlag stirbt wüsste ich auch gerne. Mir tun die immer gut...
  5. #14

    Zitat von c_c Beitrag anzeigen
    Blöd, wenn das zu Grunde liegende System enem beibringt, nicht mehr auf die eigenen Grenzen zu achten...
    geht eher darum die eigenen Grenzen nicht mehr zu kennen.
  6. #15

    Einer, der scheller als andere schwimmt, ist ein Held. Ich rette täglich Menschenleben, und keinen interessiert es. Verrückte Welt.
  7. #16

    Zitat von MacGeifer Beitrag anzeigen
    immer wenn ein sportler plötzlich tot umfällt muss ich iwie an doping denken...is aber nur sone macke von mir. hat wohl nichts zu bedeuten
    /ironie off
    Höhentraining, permanentes fordern des Körper - es ist eben Gift.
    Man kann es auch messen. Die Tour de France lässt nicht umsonst Leute ab einem Hämatokrit von 60% nicht mehr an den Start.
    Wenn ein junger Mensch so verstirbt trotz Notärzte, dann hat er entweder einen riesen Infarkt, oder eine Lungenembolie. Ich würde auf letzteren tippen.
  8. #17

    ...der dann zum Sportler avancierte, wäre er heute wahrscheinlich noch am Leben. Das ist kein plumper Witz. Denn ich habe so einen Handwerker in der Familie. Diese Menschen, die im Fehlerfall von Berufs wegen Spannungen von mehreren Hundert Volt aushalten müssen, werden INTENSIVST auf Herzfehler und -anomalien getestet.

    Sprich, solch eine Anomalie (oder wenigstens die Diagnose als ein Typus, der zu bestimmten Erkrankungen neigt) wäre bei so einem Rundum-Check sicher bemerkt worden.

    Letztens...

    R. I. P.
  9. #18

    Plötzlicher Herztod

    Zitat von Mahagon Beitrag anzeigen
    Und wieder ein Profisportler, der in jungen Jahren an Beschwerden stirbt, an denen sonst eigentlich nur Menschen im hohen Alter oder Menschen mit krassem Übergewicht sterben...
    Könnte es sein, dass Leistungssport heutzutage an einem Level angekommen ist, der so gesundheitsgefährdent ist wie jeden Tag einen Truthahn und 3 Flaschen Rotwein in sich hineinzuschaufeln?

    Mich wundert es nicht. Wenn ich den Prozessor in meinem Computer übertakte, dann bringt der PC eine gewisse zeit lang Höchstleistung. Wenn ich ihn zu lange übertaktet lasse, schmort mir der Prozessor weg...warum sollte ein Herz anders funktionieren, wenn man den Körper übertaktet?

    Und wofür? Für ein Quäntchen flüchtigen Ruhm...
    wird das in aller Regel genannt und hat erstmal wenig mit dem Alter zu tun.
    Angeborene Störungen des Elektrolythaushaltes am Herzmuskel und dadurch resultierende Störungen des Reizleitungssystems kann eine von vielen Ursachen sein.
    Training während eines Infektes kann auch zu einer Schädigung des Herzmuskels oder der Herzklappen führen.
    Ob Doping diese Prozesse fördert ist umstritten.
    Sicherlich ist das durch das Doping erst möglich werdende höhere Trainingspensum mit ein Auslöser.
    Trotzdem traurig und den trauernden Angehörigen wird der kausale Zusammenhang erstmal egal sein.
  10. #19

    ...wenn man heutzutage schon an einem Herzschlag stirbt, dann wären wir alle längst tot! Solche schlecht übersetzten Pressemeldungen tragen zur geistigen Verarmung bei.


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