Liebe Kommentatoren,
mir liegt sehr viel an einem würdevollen Umgang mit dem Toten und v.a. auch den Hinterbliebenen. Es mag ja sehr fürsorglich sein, sich ggf. um andere Leistungssportler, die sich evtl. gesundheitsgefaehrdend verhalten, zu sorgen, aber man sollte bitte gleichzeitig einen Verstorbenen nicht unnötig hart kritisieren, auch in Hinblick auf die Angehörigen und Freunde. Dass Doping eine Rolle gespielt haben kann, ist nicht auszuschließen. Wahrscheinlicher ist, soweit ich mich an mein Studium recht erinnere, eine Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie. Dass Menschen sterben ist schlimm genug, aber dass wir die Verstorbenen noch verurteilen, das scheint mir, v.a. in diesem Fall, einem grundanständigen Norweger, der seinen Landsleuten wieder Mut gemacht hat nach einer Katastrophe, wirklich unangebracht, und wie gesagt voreilig, wenn nicht letztlich falsch. Die Obduktion wird es zeigen. Dass Überbelastung in Form von Hochleistungssport gesundheitsschädigend sein kann, ist hoffentlich den Betroffenen bewusst, nebenbei, Sportmangel auch - man mag sich nun streiten, ob der letzliche Netto-Effekt, nämlich die Vorbildfunktion dieser Sportler und der damit verbundene Motivationseffekt auf die Bevölkerung, sich zu bewegen, nicht überwiegen könnte.
Letzlich, habt Mitleid mit diesem armen jungen Kerl und seid ihm selbst und euch bitte gnädig. (Ich gehe davon aus, ihr geht mit euch selbst auch immer so hart ins Gericht.) Abgesehen davon, das Leben ist ernst genug. Hinterher ist man immer schlauer, aber sterben werden wir alle.
Grueße,
ein Landsmann mit nordischem Migrationshintergrund
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