wer sagt, das es unzeitgemäß ist zu trauern??
Wer sagt, dass früher die Menschen mehr Zeit hatten zu trauern??
Hat sich am Gefühl der Trauer etwas geändert???
CorbisWer trauert, sieht sich oft unter Druck, möglichst rasch zum Alltag zurückzukehren. Selbst Wissenschaftler streiten: Wie viel Verlustschmerz ist eigentlich normal?
http://www.spiegel.dewissen/trauer-w...-a-866061.html
wer sagt, das es unzeitgemäß ist zu trauern??
Wer sagt, dass früher die Menschen mehr Zeit hatten zu trauern??
Hat sich am Gefühl der Trauer etwas geändert???
Haben wir in die Zukunft also nicht einmal das Recht darauf, unsere Geliebten mehr als vier Tage oder vier Monate lang zu beweinen? Was heißt "gesund"? Was "ungesund"?
Die ganze Konzeption scheint mir schrecklich.
....das der Mensch nur um sich selber trauern kann. Heute weiß ich: Das ist wahr.
Na super, wieder wird versucht, etwas nicht objektiv Meßbares in eine Norm zu pressen.
Und wenn jemand nicht der Norm entspricht, wird er als krank abgestempelt.
Vielleicht sollte man jeden Wissenschaftler, der da eine Standardnorm festlegen will, einweisen.
Jeder Mensch ist anders, also trauert auch jeder anders.
Einige Pfosten scheinen das nicht zu kapieren.
mit dem Tod und der Umgang mit Trauer ist von Kultur zu Kultur unterschiedlich.Auch innerhalb Europas.In unserer Gesellschaft haben wir zu funktionieren und einem trauernden Menschen wird mit Unsicherheit begegnet.Ich denke, dass es letztlich dieses "sich Zusammenreissen muessen"ist, was dem Trauernden das Gefuehl der Einsamkeit vermittelt,er fuehlt sich alleine gelassen.Dies kann dann zur Depression fuehren.Es wird meiner Meinung nach, schon jetzt,viel zu haeufig die Diagnose der Depression gestellt.Intensitaet und Dauer von Trauer ist individuell und darum nicht messbar.
Dauer und Art als normal oder nicht normal einzustufen, ist schlicht abwegig.
Die amerikanische Diskussion scheint mir doch sehr interessengeleitet:
Mehr Kranke (eine neu definierte Krankheit) --> mehr Patienten für Psychologen und Psychiater und ein neuer "Kundenstamm" für die Pharmaindustrie.
Ich halte davon nichts.
Erst wenn der Trauernde selbst das Gefühl hat, ärztliche Hilfe zu brauchen, ist es angemessen ihm medizinisch zu helfen.
Meine Mutter trauert seit Jahren um meinen verstorbenen Vater.
Deshalb ist sie weder lebensuntüchtig noch krank.
Sie ist ganz einfach traurig, den Partner verloren zu haben.
Das ist für mich völlig normal und ok.
Ich kenne andere, die mit dem Verlust der Partner (zumindest nach außen) schneller fertig geworden sind.
Auch das ist für mich normal.
Jede/r auf seine Weise!
Die Fragestellung in dem Artikel an sich ist eigentlich schon zweifelhaft: Wieso sollte man nur um einen "geliebten Menschen" trauern?
Vielen sind Haustiere ans Herz gewachsen. Um die kann man auch trauern. Gut, mir selbst fällt das ein wenig schwer sich auch nur vorzustellen, wo dieser freche Kater sich gerade auf meinem Schreibtisch breit gemacht und die Autoschlüssel runtergekickt hat, aber Trauer um Tiere soll es geben!