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Transsexueller Schüler: Marcos Fremdkörper

Marco*steckt im falschen Körper, das wusste er schon als Fünfjähriger. Trotzdem musste sich das transsexuelle Kind lange quälen, bis Eltern und Mitschüler akzeptierten, dass er im Innern kein Mädchen ist. Mit 15 nimmt Marco jetzt Hormone und erfüllt sich seinen Traum: nicht mehr Denise sein.

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  1. #60

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    Ich kann mir sowas nicht vorstellen. Im falschen Körper? Schon als 5jähriger? Naja, ist seine Gesundheit, soll er ruinieren, wenn er/sie/es das so will. Hoffentlich muß es nicht die Krankenkasse zahlen.

    Wollen wir hoffen, dass Marco in seinem Drang nach Männlichkeit hinterher nicht die Nähe zu Männern sucht.
    auch sie sollten artikel richtig lesen, dann hätten sie gelesen das er (15jahre)auf mädchen steht.


    das ich auf mädels stehe, wüßte ich übrigens schon mit 12 ode rga rnocht früher.
    nicht das jetzt so alberne "argumente" kommen, das wüßte man erst nach der pupertät
  2. #61

    Way to Marco!!!

    Go Marco, go!!! Geh Deinen Weg! Super auch die Einstellung Deiner Mutter! Lass Dir von niemandem sagen das sei 'falsch' oder, wie hier drueben in USA verrueckte Religioese sagen 'Suende'. Suende waere, Dich nicht zu akzeptieren wie DU bist oder sein willst! Also, geh Deinen Weg und zieh immer Kraft aus dem Mut den Du jetzt schon aufgebracht hast! Hut ab! Gruesse
  3. #62

    Das groesste Problem ist das Allgemeins Unverstaendnis

    Transsexualismus ist keine psychische Erkrankung sonst duerfte man es gar nicht operieren. Daher ist eine psychiatrische Behandlung voellig fehl am Platze.

    Ich mag den Ausdruck Transsexualismus und schreibe daher Transgender.

    Die Aufgabe, die dem Psychiater bleibt, ist die Begutachtung, um damit sicherzustellen, dass wirklich nur Transgender-Betroffene zur geschlechtsangleichenden Operation zugelassen werden (Hermaphroditen gehen den gleichen weg und werden dabei wie Transgender behandelt)

    Entwicklungsbiologisch ist Mann-zu-Frau Transgender (M2F) am ehesten mit Linkshaendigkeit vergleichbar. Speziell bei M2F-Transgender ist "vermutlich" eine kleine Struktur im limbischen System verantwortlich, das ebenfalls "vermutlich" genetisch bedingt sich bei M2F-Transgendern genauso entwickelt wie bei Frauen.

    The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism
    Vol. 75, No. 5
    Page 2034-2041
    doi: 10.1210/jc.85.5.2034
    Male-To-Female Transsexuals Have Female Neuron Numbers in a Limbic Nucleus
    So gesehen ist Transgender wohl nur eine Sonderform des Hermaphroditismus.

    Das kann auch der beste Psychologe durch noch so gutes Zureden nicht aendern. Mit einer Psychologischen Behandlung verlaengert man nur den Leidensweg der Betroffenen.

    Ganz besonders schlimm ist es, wenn sich Leute finden, die eben eine psychologische Behandlung vorschlagen.

    In den 70er Jahren war es sogar noch kriminell. Damals fielen die Betroffenen unter StGB §175 und das wurde erst im Jahr 1980 entschaerft.
    Das half den Betroffenen jedoch nicht wirklich weiter. Viel zu haeufig wurde ihnen sehr klar gemacht, dass man Menschen wie sie fuer perverse Kriminelle haelt, was dazu fuehrte, dass diese Menschen sich bemuehten "normal" zu sein und so ueber viele Jahre unter dem Zwang lebten, in der Geschlechterrolle zu leben, die ihnen wohl nicht gegeben schien. So mussten die betroffenen M2F-Transgender eben die Rolle des Mannes lernen, denn von innen heraus kam sie bei ihnen gewiss nicht. Umgekehrt ist das freilich nicht anders, nur eben etwas seltener. Ausserdem ist ein Maedchen, das den Gender-Erwertungen nicht entspricht, in unserer Kultur eher positiv belegt als umgekehrt ein Bub.
    Ein Weichling ist steht nun mal schlechter da als ein Wildfang und so ist es eben fuer F2M-Transgender leichter ihren Weg zu gehen, als fuer M2F. Allerdings ist die Operation bei ersteren sehr kompliziert und erst in juengster Vergangenheit zeichnen sich Operationstechniken ab, die nicht so massiv sind wie die bisher gebraeuchlichen.
    M2F - Male-to-Female
    F2M - Female-to-Male
  4. #63

    Zitat von Tanja Krienen Beitrag anzeigen
    Nicht der Körper ist falsch (der wird nie wirklich anders), sondern die Seele. Das bedeutet: die Psyche tickt anders. Dies zu negieren heißt, die wirklichen Gründe für Transsexualität zu leugnen, denn die sind noch immer in einem Trauma zu suchen.
    Gelehrte streiten sich seit jeher, wo die Ursachen der Transsexualität zu finden sind.
    Dabei müssen sie doch nur mal die Leserkommentare einer Userin im Spiegel-Forum lesen und schon haben sie die Antwort...

    Ach ja, ich bin ein Fan von Ironie, falls das nicht ausreichend rüberkam.
  5. #64

    Das war ja schon mal informativ.

    Zitat von yaelle.schlichting Beitrag anzeigen
    Entwicklungsbiologisch ist Mann-zu-Frau Transgender (M2F) am ehesten mit Linkshaendigkeit vergleichbar. Speziell bei M2F-Transgender ist "vermutlich" eine kleine Struktur im limbischen System verantwortlich, das ebenfalls "vermutlich" genetisch bedingt sich bei M2F-Transgendern genauso entwickelt wie bei Frauen.

    So gesehen ist Transgender wohl nur eine Sonderform des Hermaphroditismus.
    ...
    So mussten die betroffenen M2F-Transgender eben die Rolle des Mannes lernen, denn von innen heraus kam sie bei ihnen gewiss nicht. Umgekehrt ist das freilich nicht anders, nur eben etwas seltener. Ausserdem ist ein Maedchen, das den Gender-Erwertungen nicht entspricht, in unserer Kultur eher positiv belegt als umgekehrt ein Bub.
    Was mich an der ganzen Sache wundert, d.h. wenn sie Hermaphroditen mit Transgender in einen Topf werfen: Wieso muss man sich überhaupt entscheiden oder kann sich mit der aktuellen Situation nicht zurechtfinden? Gerade in unserer westlichen Gesellschaft steht Frauen und Männern die Welt offen und es ist für die berufliche Wahl oder manchmal sogar die Partnerwahl unerheblich zu welchem Geschlecht man zählt.

    Wie gesagt, für mich persönlich kann ich diese Nöte nicht nachvollziehen. Ich wäre sowohl als auch glücklich mit der Situation, so lange ich nicht unansehnlich wäre.
  6. #65

    Zitat von yaelle.schlichting Beitrag anzeigen
    Ich mag den Ausdruck Transsexualismus und schreibe daher Transgender.
    Bisschen angeberisch der Beitrag, oder? Dummerweise gebrauchen sie den Begriff "Transgender" falsch, der eben gerade nicht deckungsgleich mit "Transsexuell" ist.
  7. #66

    Menschen akzeptieren wie sie sind

    Das Soziologengerede ist durchaus bemerkenswert.

    Diese sogenannte Transsexualität hat den Charakter üblicher zeitgeistiger Moden. Gender Mainstramer definieren das "Geschlecht" neu um die Gesellschaft nach ihren Vorstellungen zu beeinflussen. Transsexualität ist ein Vehikel dieser Agitation.

    Wir sollten und darauf besinnen, uns selber sowie andere so anzunehmen wir wir eben sind.

    Wie man auf die abwegige Idee kommen kann zu behaupten daß ein Mensch im falschen Körper geboren sei ist mir schleierhaft.

    Nach allem, wirklich allem was wir wissen ist der Mensch eindeutig eine Einheit von Körper und Geist, es ist nicht möglich das voneinander zu trennen.
  8. #67

    O je was für komische Argumente

    Bitte mal Nachdenken:

    ***

    Angesichts der Möglichkeiten bestimmter Ärzte gibt es stets ausgefeiltere Argumentationsmuster und Überzeugungsmechanismen, mit denen Menschen zur Annahme eingeladen werden, man könne den eigenen Körper wesentlich verändern.

    ***

    In der Folge lassen sich Menschen weltweit in steigendem Ausmaß darauf ein.

    ***

    - Brustvergrößerungen und andere übliche "Schönheits" OP

    - Veränderung ethnischer Merkmale (Gesichts - OP in großer Zahl)

    - Wiederherstellung der Jungfräulichkeit

    - und in steigendem Maß Geschlechtsumwandlungen aller Art

    ***

    Wesentlich sinnvoller wäre es, den verschiedenen Menschen dabei Mut zu machen, so wie sie eben sind ein fröhliches allseits akzeptiertes LEben zu führen.

    ***

    Sonst komme ich noch auf die Idee ich sei Napoleon und lasse mir die Beine verkürzen.
  9. #68

    Denkanstoss

    Zitat von Blaue Fee Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, für mich persönlich kann ich diese Nöte nicht nachvollziehen. Ich wäre sowohl als auch glücklich mit der Situation, so lange ich nicht unansehnlich wäre.
    Versuchen Sie einfach mal anders zu denken.
    Stellen Sie sich vor, Sie wären heterosexuell. Was Sie vermutlich auch sind. Jetzt drehen Sie die Sache um und betrachten geistig die Konstellation, die Gesellschaft erwartet von Ihnen Homosexualität. Weil alle homosexuell sind und Sie sich dieser Vorgabe fügen müssten.
    Können Sie das? Ihr Innerstes verleugnen?

    Es geht um eine innere Identität. Wer mit seinem Geschlecht in Harmonie lebt und es nicht in Zweifel zieht, der wird nie wirklich begreifen können, was es heisst, in einem fremden Körper zu stecken.
  10. #69

    Wer das Problem nicht hat, kann es kaum nachvollziehen

    Zitat von Blaue Fee Beitrag anzeigen
    Zitat von yaelle.schlichting Beitrag anzeigen
    Entwicklungsbiologisch ist Mann-zu-Frau Transgender (M2F) am ehesten mit Linkshaendigkeit vergleichbar. Speziell bei M2F-Transgender ist "vermutlich" eine kleine Struktur im limbischen System verantwortlich, das ebenfalls "vermutlich" genetisch bedingt sich bei M2F-Transgendern genauso entwickelt wie bei Frauen.

    So gesehen ist Transgender wohl nur eine Sonderform des Hermaphroditismus.
    ...
    So mussten die betroffenen M2F-Transgender eben die Rolle des Mannes lernen, denn von innen heraus kam sie bei ihnen gewiss nicht. Umgekehrt ist das freilich nicht anders, nur eben etwas seltener. Ausserdem ist ein Maedchen, das den Gender-Erwertungen nicht entspricht, in unserer Kultur eher positiv belegt als umgekehrt ein Bub.
    Was mich an der ganzen Sache wundert, d.h. wenn sie Hermaphroditen mit Transgender in einen Topf werfen: Wieso muss man sich überhaupt entscheiden oder kann sich mit der aktuellen Situation nicht zurechtfinden? Gerade in unserer westlichen Gesellschaft steht Frauen und Männern die Welt offen und es ist für die berufliche Wahl oder manchmal sogar die Partnerwahl unerheblich zu welchem Geschlecht man zählt.

    Wie gesagt, für mich persönlich kann ich diese Nöte nicht nachvollziehen. Ich wäre sowohl als auch glücklich mit der Situation, so lange ich nicht unansehnlich wäre.
    Diese kleine Hirnstruktur ist der "Bed Nucleus in der Stria Terminalis"

    Waehrend der Entwicklung und der Differenzierung der Geschlechtsmerkmale gehen verschiedene Sachen schief. Mal mehr, mal weniger, mal fast gar nix, mal was ganz komisches und manchmal auch alles.

    Das ist so!

    Um diese Vielfalt zu beschreiben verwenden wir die Begriffe Praevalenz und Varianz.

    Von da aus gehend koennen Sie noch ueberhaupt nicht sagen, ob die Betroffenen nun heterosexuell, homosexuell oder bisexuell sind.

    Weiter wird's schwierig, wenn sich ein/e Betroffene/r letztlich der geschlechtsangleichenden Operation unterzieht und sich dann wieder heterosexuell orientiert, also unser Marco dann auf Frauen steht.
    Ist Marco nun ....? Na, was ist er nun?

    Darf er sich das bitte selber aussuchen oder wollen Sie ihn mit Ihrer falschen Toleranz wieder bevormunden?

    Zitat von Dauthendey Beitrag anzeigen
    Bisschen angeberisch der Beitrag, oder? Dummerweise gebrauchen sie den Begriff "Transgender" falsch, der eben gerade nicht deckungsgleich mit "Transsexuell" ist.
    Werte/r Dauthendey!

    Scheissegal!!!!

    Dann sagen wir halt "transident"!

    Im Gegensatz zu Ihnen, weiss ich durch was fuer eine Hoelle man geht und wie man sich dabei fuehlt!

    Und ich weiss auch wie die "ach so tolerante" Deutsche Gesellschaft einem das Leben kaputt macht.

    Eben diese Forumsdiskussion mit den Verweisen auf psychologische Behandlung, den ganzen unbedarften Tipps, die Betroffenen, moechten sich doch homosexuell orientieren (was gar nichts mit diesem Problem zu tun hat) oder das Herumreiten auf Begriffen durch Vollblutlaien, gibt erschoepfend Auskunft darueber, wie sich Betroffene fuehlen, wenn sie mit solcherlei Ratschlaegen, Einschaetzungen etc. konfrontiert werden.








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