Zitat von
autocrator
"Jein" ... eigentlich ist es dramatisch: maskuline männer ("tiefe stimme") und feminie frauen ("pfirsichhaut") ... immer schön in schubladen, und was nicht passt wird passend gemacht, mit horrend teurer hormonbehandlung und operation und gutachten und xyz ...
Leute so sein lassen können, wie sie sind, auch in ihrem So-sein, scheint den modernen menschen (und die dahinterstehenden wirtschaftlichen belange) zu überfordern. Toleranz ja - aber bitte immer nur schön innerhalb der vorgestanzten schubladen!
Kann man jetzt durchdeklinieren für schwule, transen, bi's, polygam veranlagte menschen, SM'ler, aber auch für behinderte, psychos, künstlernaturen ... hauptsache man kann ein etikett draufkleben und derjenige entspricht dem dann erwarteten rollenverständnis!
Westerwelle beim neujahrsempfang im langen abendkleid? Undenkbar! Der Stresemann muss her (und wenn der an Westerwelle noch so lächerlich aussieht!) Ministerin Schröder hochschwanger als Drag-King ein interview gebend? - Wo kämen wir da hin?!?!
Ein geschäftsessen zu dem ein manager seine frau UND seinen mann mitbringt? - Das geht doch nicht!
Ein fußballprofi mit einer depressiven störung? – Funktioniert das überhaupt? (R.I.P. Ehnke)
Darf ein beinamputierter als olympionike bei den "normalen" olympischen spielen teilnehmen oder muss er zu den paralympics (wird aktuell diskutiert!) ?
Wir sind noch kilometer weit weg von irgendeiner "akzeptanz". Damit alles schön in unsere schubladen passt werden dafür auch leute wie Marco dazu vergewaltigt, sich und ihrem körper (z.b. durch hormongaben, die bestimmt auch nicht wirklich gesund sind) gewalt antun zu lassen.
Ich kann daran leider nichts erfreuliches erkennen.
Als gesellschaft haben wir noch ganz verdammt viel zu lernen.