Werte/r Umbriel,
Die Fragen, die Sie aufwerfen wurden bereits in den 80er und 90er Jahren weitgehend beantwortet und mit dem Ende der 70er Jahre war man sich sicher, dass das Problem insofern operabel ist, als es keine psychische Stoerung darstellt und die Betroffenen vollstaendig bei Trost sind.
Inzwischen weiss man, dass die Ursache genetisch sein muss, denn die Betroffenen M2F-Transgender haben muetterlicherseits im Schnitt nur halb soviele Onkel wie der Rest der Bevoelkerung. Die andere Haelfte ueberlebt wohl die ersten Wochen nicht und geht ab. Weiter ist Linkshaendigkeit unter Transsexuellen dreimal so haeufig als unter dem Rest der Bevoelkerung (Journal of American Medical Association 1992 - Watson und Coren sowie Green und Young 2001) Mann-zu-Frau-Transsexuelle sind im Schnitt auch deutlich groesser als der Rest der Bevoelkerung (Randi Ettner 1996)
Mann-zu-Frau Transsexuelle haben eine anormale Brustfalte, die vom Brustbein bis zum grossen Brustmuskel reicht (Van-Straalen, Haage Und Bloemena 1995) Frau-zu-Mann Transsexuelle haben eine groessere Haeufigkeit des polyzystischen Ovarialsyndroms (Bosinski et al 1997, Futterweit 1983 Futterweit und Deligdisch 1986 und Futterweit und Kreige 1979....... ist oft untersucht worden)
Zhou, Hofman, Gooren und Swaab haben 1995 die Gehirne von Heterosexuellen Maennern, Homosexuellen Maennern, Heterosexuellen Frauen und Mann-zu-Frau-Transgendern verglichen und festgestelle, dass eine Gehirnregion im Hypothalamus, naemlich der Bed Nucleus der Stria Terminalis bei Mann-zu Frau-Transsexuellen wie bei Frauen viel kleiner ist als bei Heterosexuellen und Homosexuellen Maennern. Das untermauert die Einschaetzung, dass eben aus dem Limbischen System das Lebensgefuehl eine Frau oder ein Mann zu sein in das Grosshirn eingespeist wird.
Bevor Sie uns also mit dem, was Sie fuer gesunden Menschenverstand halten, in die siebziger Jahre zurueckkapultieren, empfehle ich Ihnen sich kundig zu machen.
Ich habe das getan. Zum Einen bin ich selbst betroffen zum anderen habe ich mir schliesslich die Muehe gemacht und mich mit der einschlaegigen Literatur befasst.
Bei Transsexualismus handelt es sich um ein medizinisches Syndrom, das man leicht auch mit Hermaphroditismus in einen Topf werfen kann,
DENN
Eine Koerperregion (fuer Ihre Sinne nicht erfassbar im tiefen Inneren des Gehirns verborgen ist) ist nicht so gebildet, dass sie zu den primaeren Geschlechtsmerkmalen passt. Daher entwickeln die Betroffenen eine Geschlechtsidentitaet, die nicht mit dem koerperlichen Geschlecht vereinbar ist und dies fuehrt neben dem Wunsch in der entsprechenden Geschlechterrolle zu leben auch zu einem anhaltenden Unbehagen gegenueber dem eigenen Geschlecht.



