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Transsexueller Schüler: Marcos Fremdkörper

Marco*steckt im falschen Körper, das wusste er schon als Fünfjähriger. Trotzdem musste sich das transsexuelle Kind lange quälen, bis Eltern und Mitschüler akzeptierten, dass er im Innern kein Mädchen ist. Mit 15 nimmt Marco jetzt Hormone und erfüllt sich seinen Traum: nicht mehr Denise sein.

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  1. #120

    Oder das, was Sie "gesunden Menschenverstand" Nennen

    Zitat von Umbriel Beitrag anzeigen
    Das hat damit nur wenig zu tun. Vielmehr geht es auch um den gesunden Menschenverstand

    Wenn die Medizin nicht die chirurgischen und chemischen Keulen zur Verfügung hätte,wären die rechtfertigenden Argumentationsketten der aktuellen Transgender-Schwurbler ohnehin gegenstandslos

    Es geht letztlich um zeitgeistiges Agitieren ienerseits und andererseits um ein Geschäft mit teuren Therapien und deren noch teureren Folgen

    ***

    Genauso wie es Leute gibt die gern das Geschlecht wechseln gibt es Chinesen,die gerne Europäer wären,Dicke,die gern dünn wären,Rothaarige,die gern blond wären

    Manchen kann lässig geholfen werden, anderen eben nur mit der ganz dicken Chemiekeule.

    Die Sache ist viel einfacher als sie erscheint.
    Werte/r Umbriel,

    Die Fragen, die Sie aufwerfen wurden bereits in den 80er und 90er Jahren weitgehend beantwortet und mit dem Ende der 70er Jahre war man sich sicher, dass das Problem insofern operabel ist, als es keine psychische Stoerung darstellt und die Betroffenen vollstaendig bei Trost sind.

    Inzwischen weiss man, dass die Ursache genetisch sein muss, denn die Betroffenen M2F-Transgender haben muetterlicherseits im Schnitt nur halb soviele Onkel wie der Rest der Bevoelkerung. Die andere Haelfte ueberlebt wohl die ersten Wochen nicht und geht ab. Weiter ist Linkshaendigkeit unter Transsexuellen dreimal so haeufig als unter dem Rest der Bevoelkerung (Journal of American Medical Association 1992 - Watson und Coren sowie Green und Young 2001) Mann-zu-Frau-Transsexuelle sind im Schnitt auch deutlich groesser als der Rest der Bevoelkerung (Randi Ettner 1996)
    Mann-zu-Frau Transsexuelle haben eine anormale Brustfalte, die vom Brustbein bis zum grossen Brustmuskel reicht (Van-Straalen, Haage Und Bloemena 1995) Frau-zu-Mann Transsexuelle haben eine groessere Haeufigkeit des polyzystischen Ovarialsyndroms (Bosinski et al 1997, Futterweit 1983 Futterweit und Deligdisch 1986 und Futterweit und Kreige 1979....... ist oft untersucht worden)

    Zhou, Hofman, Gooren und Swaab haben 1995 die Gehirne von Heterosexuellen Maennern, Homosexuellen Maennern, Heterosexuellen Frauen und Mann-zu-Frau-Transgendern verglichen und festgestelle, dass eine Gehirnregion im Hypothalamus, naemlich der Bed Nucleus der Stria Terminalis bei Mann-zu Frau-Transsexuellen wie bei Frauen viel kleiner ist als bei Heterosexuellen und Homosexuellen Maennern. Das untermauert die Einschaetzung, dass eben aus dem Limbischen System das Lebensgefuehl eine Frau oder ein Mann zu sein in das Grosshirn eingespeist wird.

    Bevor Sie uns also mit dem, was Sie fuer gesunden Menschenverstand halten, in die siebziger Jahre zurueckkapultieren, empfehle ich Ihnen sich kundig zu machen.

    Ich habe das getan. Zum Einen bin ich selbst betroffen zum anderen habe ich mir schliesslich die Muehe gemacht und mich mit der einschlaegigen Literatur befasst.

    Bei Transsexualismus handelt es sich um ein medizinisches Syndrom, das man leicht auch mit Hermaphroditismus in einen Topf werfen kann,
    DENN
    Eine Koerperregion (fuer Ihre Sinne nicht erfassbar im tiefen Inneren des Gehirns verborgen ist) ist nicht so gebildet, dass sie zu den primaeren Geschlechtsmerkmalen passt. Daher entwickeln die Betroffenen eine Geschlechtsidentitaet, die nicht mit dem koerperlichen Geschlecht vereinbar ist und dies fuehrt neben dem Wunsch in der entsprechenden Geschlechterrolle zu leben auch zu einem anhaltenden Unbehagen gegenueber dem eigenen Geschlecht.
  2. #121

    Es wird nur das Leben mit sich selbst erleichtert

    Das Leben mit der Umwelt wird hingegen schwerer.

    Viele der Forumsteilnehmer ist hoffentlich aufgefallen, wie zum Beispiel Umbriel, Apologet oder Blaue Fee Stellung beziehen.

    Nun ist es so, dass die Betroffenen ja auch im taeglichen Leben auf solche Zeitgenossen treffen. In der eigenen Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz, auf der Strasse...... Und ueberall findet sich auch einer, der ungefragt sehr deutlich macht, was die Gesellschaft von diesen Betroffenen zu halten habe.

    Transgender-Betroffene sind auch haeuffiger von Depressionen betroffenen. Rein statistisch laest sich nur die Aussage machen, dass das eben so ist. Versucht man anhand von solchen Zeitgenossen allerdings nachzuvollziehen, dass die Betroffenen gerade waehrend ihrer Umstellung einen beinharten Weg durch die steinzeitlichen Niederungen unserer Gesellschaft gehen, dann kann man hoffentlich nachvollziehen, dass einige nach zwei oder drei Jahren mit den Nerven einfach am Ende sind, sich nicht mehr auf die Strasse trauen, einen Suizidversuch unternehmen oder ihn gar vollenden.......

    Ich habe durchaus andere Gesellschaften kennengelernt. Nicht nur Thailand, sondern auch die Israelische und die U.S. Amerikanische und muss sagen, dass dort die Menschen viel toleranter mit Transgendern umgehen. Die Moeglichkeiten, die heute zur Verfuegung stehen um dieses medizinische Syndrom zu behandeln, werden dort positiv gesehen und begruesst, weil man dadurch dafuer sorgen kann, dass es den Betroffenen besser geht. Nur in Deutschland herscht in besonderem Umfang eine Ablehnung, die im Besonderen von Umbriel und Apologet besonders beispielhaft vertreten werden.
  3. #122

    Es ist nicht unbedingt billig

    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    Hormone kosten nicht die Welt. Das sind in der Herstellung Pfennigartikel. Das kann also nicht der Punkt sein. Auch die plastische Chirurgie frisst keine Unsummen.
    Heutzutage wird so vieles in kleinstkosten hergestellt und dann trotzdem für unsummen hergestellt. Markenhersteller geben 1-2€ pro hemd aus und verkaufen es hier dann für 50€ und das ist auch in der Medizin nicht unbedingt anders. Material ist hier allerdings noch billig, wobei es sich natürlich über das Leben relativ stark ansammelt, denn sobald man einmal Hormone nimmt, dann muss man es auch sein Leben lang tun, wenn man seine Lebenserwartung nicht drastisch senken will. teuer wird es dann erst, wenn man Dienstleistungen in anspruch nimmt wie Endokrynologen, Psychologen und evtl auch Logopäden und Haarspezialisten (egal ob mit Laser oder per Epilation) . Hinzu kommen dann noch eventuelle Operationen, die auch irgendwas an die 10.000-20.000€ kosten, allein für die Haupt-OP, ohne die ganzen extras, die man noch mitmachen lassen könnte (Brustvergrößerung, Kehlkopfverkleinerung, etc).
    Nicht jeder hat ein so gutes einkommen um derart hohe Kredite aufzunehmen oder es gar aus eigener Tasche zahlen zu können

    Das ganze kann man jedenfalls nicht mit den billigen Paradebeispielen der plastischen Chirurgie vergleichen, denn Brustvergößerungen und dergleichen sind nichtmal ansatzweise so aufwendig und vorallem auch nicht mit 2 Wochen stationärem Aufenthalt verbunden
  4. #123

    Zitat von Dauthendey Beitrag anzeigen
    Es gibt eben nicht nur zwei festgelegte Geschlechter. Und das spricht sich langsam herum.
    Also ich habe auch in diesem Bericht nur von zwei Geschlechtern gelesen. Transsexualität wird darin nicht als drittes Geschlecht sondern als Geschlechtsidentitätsstörung bezeichnet. Da will ein Mädchen zum Jungen werden und nicht zu irgend etwas dazwischen.
  5. #124

    Lange Worte

    Zitat von yaelle.schlichting Beitrag anzeigen
    Zhou, Hofman, Gooren und Swaab haben 1995 die Gehirne von Heterosexuellen Maennern, Homosexuellen Maennern, Heterosexuellen Frauen und Mann-zu-Frau-Transgendern verglichen und festgestelle, .
    Es gibt - von schweren Krankheiten abgesehen - keinen klaren Zusammenhang zwischen Hirnanatomie und menschlichen Eigenschaften.
  6. #125

    Zitat von doubledamage Beitrag anzeigen
    Marco ist eben ein Mann, dessen Körper unglücklicherweise weiblich ist.
    Denise ist ein Mädchen das gerne ein Junge wäre. Dafür fehlt ihr aber das Y-Chromosom. Auch wenn sie ihr leben lang Hormone schluckt wird sich das nicht ändern. Durch Hormone und Operationen kann sie ihr Aussehen dem eines Jungen annähern. Sie wird aber nie einen vollständig männlichen Körper haben und z.B. Spermien produzieren.

    Nicht jeder ist mit seinem Körper einverstanden. Michael Jackson wollte gerne weiß sein. Zum Schluss sah er aus wie ein Zombie.

    Zitat von doubledamage Beitrag anzeigen
    Was macht man da? Richtig, man hilft ihm so wie man eben jedem Mann, der mit seinem Körper Probleme hat.

    Wenn jemand andere körperliche Makel hat, dann diskutiert man doch auch nicht Ewigkeiten, ob man diesem Menschen nun helfen darf oder nicht.
    Weiblich zu sein ist genau so wenig ein Makel wie schwarz zu sein. Aber wenn die Betroffenen für diese Manipulationen selber bezahlen ist dagegen nichts zu sagen.

    Zitat von doubledamage Beitrag anzeigen
    Und zu den Begrifflichkeiten...die mir bekannten Menschen bezeichnen sich eigentlich immer gemäß ihrer Identität als Mann oder Frau.
    Das deckt sich aber nicht immer mit dem wie sie von der Gesellschaft gesehen und bezeichnet werden. Die Umwandlung erfolgt nämlich selten so dass sie unbemerkt bleibt. Ein „richtiger“ Mann oder eine „richtige“ Frau kommt nie dabei heraus.
  7. #126

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen
    Der Mensch hat im Gehirn eine Repräsentation seines Körpers und dieser Welt, die zwar nicht korrekt ist, ihm aber dabei hilft, in dieser Welt eine Zeitlang zu überleben. Die Formulierung "Einheit von Körper und Geist" stammt eher aus dem religiösen Bereich und ist wissenschaftlich nicht definiert. Körper und Gehirn stehen in ständigem gegenseitigem Informationsaustausch, wobei das Gehirn ständig Annahmen über den Körper macht, die von diesem oder auch von der Umwelt durch Informationen bestätigt werden können oder nicht. Sollten diese Informationen regelmäßig zu stark von den Annahmen des Gehirnes abweichen, kann das zu Problemen führen.
    Sie tun so als ob das Gehirn nicht Teil des Körpers wäre. Als wenn dort ein Geist sitzt der den Körper wie eine Maschine nutzt und bedient.

    Dabei entwickelt sich unsere Persönlichkeit auch und gerade durch die Sinneseindrücke und die Rückkopplungen die wir auf unsere Körperlichkeit erhalten.
  8. #127

    Trauma

    Zitat von bienchen-maja Beitrag anzeigen
    In jedem Fall liegen die Gründe für Transidentität in einem Trauma? Können sie das auch begründen?
    Was soll es denn sonst sein? Schliesslich ist die Identität etwas, das wir uns selbst erschaffen. Oder glauben Sie ernsthaft daran, dass die Psyche bzw. das Gehirn eine "Landkarte" des Geschlechts von der Natur mitgegeben bekommt, bevor es überhaupt weiss was ein Geschlecht ist? Ich gebe zu, diese "mainstream" Version klingt auf den ersten Blick verlockend einfach, da sie dem Zeitgeist entspricht: Ein medizinisch korrigierbarer Fehler der Natur. Schnipp, schnipp.

    Die gerne wiederholten Versuche zur Dekonstruktion des Wesens von Geschlecht und Geschlechtszugehörigkeit ist reine Vernebelung. Diese Begriffe sind biologisch und medizinisch handfest definiert. Die Feststellung des Geschlechts ist nicht das Problem, sondern die positive Identifikation.
  9. #128

    Trauma

    Zitat von Corinna Beitrag anzeigen
    .

    Hinsichtlich des ihrer Meinung nach stets zugrunde liegenden Traumas wäre ich für Infos die ihre Ausage belegen dankbar.

    Ich geh dann mal so lange mein Trauma suchen, vielleicht finde ich es ja doch noch.
    Beschäftigen Sie sich mit der Arbeit und dem Umfeld von Sophinette Becker diesbezüglich.

    Ihren polemischen Schlussatz finde ich übrigens unangebracht. Ich dachte, auch Ihnen wäre die Sache ernst?
  10. #129

    Zitat von Steve Holmes Beitrag anzeigen
    Weiblich zu sein ist genau so wenig ein Makel wie schwarz zu sein. Aber wenn die Betroffenen für diese Manipulationen selber bezahlen ist dagegen nichts zu sagen.
    Faszinierend...Solange man selbst dafür bezahlt, darf das Leiden gemildert werden, welches nachweisbar vorhanden ist, und dem Betroffenen wird geholfen.
    Kann man dafür nicht selbst zahlen, hat man gefälligst weiter zu leiden, egal wie sehr darunter gelitten wird.

    Ist das ihre Vorstellung einer sozialen Gemeinschaft?

    Ist ihnen eigendlich bewußt, wie teuer Psychotherapien, womöglich noch in stationären Einrichtungen, sind, um die Leiden zu behandeln, die dadurch entstehen, wenn die Geschlechtsangleichung nicht vorgenommen wird?
    Über Jahre hinweg müssten die Betroffenen psychologisch und medikamentös betreut werden, um lediglich die Symptome/Begleiterscheinungen zu behandeln, nicht aber die Ursache.

    Soll das der Betroffene ebenfalls selbst bezahlen?

    Zu einer Behandlung, die so oder so geartet ist, kommt es sowieso, es sei denn, der Betroffene wählt den Freitod, um den Belastungen zu entrinnen. Das wäre zwar in ihrem Sinne, denn die Kosten der Beerdigung hätten die Angehörigen zu zahlen und nicht die Gemeinschaft, so denn noch Angehörige da sind und dafür aufkommen, sonst muss die Gemeinschaft wieder herhalten.

    Ach ja, bei all den Überlegungen sei auch mal erwähnt, dass Transidenten ebenfalls die Beiträge der Krankenversicherung zahlen. In Anspruch nehmen dürfen sie die Leistungen der Krankenversicherung aber nicht, obwohl die Transidentität ein "Zustand" ist, der Behandlungen zwingend notwendig macht, in dieser oder jenen Form?

    Mit ihrer Aussage zeigen sie ihr wahres Gesicht, dass sie mit ihren paar Euros ihrer Krankenversicherungsbeiträge nicht für die Transidenten einstehen wollen und stellen es geradezu so hin, als sollten sie die Angleichungen allein bezahlen müssen.

    Das deckt sich aber nicht immer mit dem wie sie von der Gesellschaft gesehen und bezeichnet werden. Die Umwandlung erfolgt nämlich selten so dass sie unbemerkt bleibt. Ein „richtiger“ Mann oder eine „richtige“ Frau kommt nie dabei heraus.[/QUOTE]

    Heraus kommt aber ein Mensch, der wieder Freude am Leben hat, der ein produktives Mitglied der Gesellschaft bleibt oder wieder wird, der in seinem Leben wieder einen Sinn sieht, der auch für sie einstehen kann, sollten sie Hilfe, oder auch Leistungen von der Krankenkasse benötigen.








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